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Auto ...

ralleycorse schrieb:
Nur mal EIN Beispiel. Die alten Motoren waren sooooo geil und die neuen taugen nix...
Da wird verklärend völlig vergessen, das es zwar Ausnahmen gab (und gibt), aber die Regel war doch das Motoren kaum bis 100.000km gehalten haben. Warum auch? Die Autos hielten auch nicht so lange und wurden vorher vom Rost dahingerafft.

Da muss ich widersprechen. Wenn ich meine Opel CIH Motoren mit Graugussblock und Duplex Steuerkette anschaue sind das robuste Eisenschweine die nicht kaputt zu kriegen sind, die laufen zur Not sogar über längere Zeit mit Mangelschmierung (selbst erprobt) da Guss durch den hohen Kohlenstoffanteil super Notlaufeigenschaften hat.
Beim Verbrauch bin ich bei dir, wobei die bei gelassener Fahrweise und durch das geringe Fahrzeuggewicht auch nicht mehr brauchen als ein 1,0 3-Zylinder der sich mit einer 1,3 Tonnen schweren Karosse abquält.

Ich bin aktiv in der Schrauberszene und habe einen grossen Bekanntenkreis, bestehend u.a. aus Ingenieuren, KFZ Meistern, jahrelangen Schraubern etc. Die sagen nahezu alle durch die Bank, dass die neuen Motoren nichts taugen. Zahnriemen im Ölbad, Ölwechselintervall von 8000km, Spielzeug-Steuerketten usw. Einzig VW legt jetzt mit einem Zahnriemenintervall von 200000km eine ordentliche Duftnote, wobei die Mangelliste der TSI Motoren auch lang ist...

GIFWilli59 schrieb:
M. E. sind die meisten Oldtimer, die aktuell im Umlauf sind, Fahrzeuge, die sowieso nie viel gefahren sind. Weil sie entweder jahrelang im Schuppen gestanden haben oder eine ruhiges Leben als Rentner- oder Zweitauto hatten. Die Autos von Pendlern, die 20-30 Tkm/a laufen, landen meist nach 15 Jahren auf dem Schrottplatz.

Paar meiner ehem. Fahrzeuge:

BMW E30, verkauft mit 265000km, läuft noch
BMW E28, verkauft mit 330000km, läuft noch
Audi 80 B4 2,0 mit 300000km, läuft noch

Fahrzeuge aus Gruppen etc.

BMW 735i, 1,2 Mio km, läuft noch
Audi 100 C3 2.3, 1,05 Mio km, läuft noch
Opel Astra F mit über 1Mio km, läuft noch
https://www.opelpost.com/08/2022/opel-kilometerheld/

Dann gibt es da noch diverse Mercedes und Volvo Diesel mit 2-4mio km mit der ersten Maschine, im Netz ausreichend dokumentiert...

Viele Grüße
 
tobi27 schrieb:
Paar meiner ehem. Fahrzeuge:

BMW E30, verkauft mit 265000km, läuft noch
BMW E28, verkauft mit 330000km, läuft noch
Audi 80 B4 2,0 mit 300000km, läuft noch

Fahrzeuge aus Gruppen etc.

BMW 735i, 1,2 Mio km, läuft noch
Audi 100 C3 2.3, 1,05 Mio km, läuft noch
Opel Astra F mit über 1Mio km, läuft noch
https://www.opelpost.com/08/2022/opel-kilometerheld/

Dann gibt es da noch diverse Mercedes und Volvo Diesel mit 2-4mio km mit der ersten Maschine, im Netz ausreichend dokumentiert...
Ich wollte damit nicht sagen, dass es keine Oldtimer gibt, die eine hohe Laufleistung haben, sondern, dass diese dort eher in der Minderheit sind.

Wenn ich z. B. bei mobile.de Erstzulassung 1900-1993 auswähle, bekomme ich 38.291 Treffer.
Bei Kilometerstand >=100 Tkm sind es noch 20.150 (52,6 %)
Bei Kilometerstand >=200 Tkm sind es noch 7.463 (19,5 %)
 
Da hast du schon recht, ein großer Teil hat sicher nicht so viel wie die von mir aufgezählten gelaufen, wobei natürlich die meisten Fahrzeuge aus der Zeit nur einen 5-Stelligen Kilometerzähler haben und somit die genaue Laufleistung nur in wenigen Fällen nachvollziehbar ist.
Der hauptsächliche Tod damals war halt die mangelnde Rostvorsorge und in Folge starke Korrosion, während heutige Autos nahezu ausschließlich den Techniktod sterben. Ein defektes Steuergerät kann bei einem 10 Jährigen schnell einen wirtschaftlichen Totalschaden bedeuten, ebenso eine gerissene Steuerkette...

Viele Grüße
 
Spezialwidde schrieb:
ralleycorse schrieb:
Dann brauche ich ja nix mehr dazu schreiben.

Politik und Automobilindustrielobby hatten schon immer eine enge Zusammenarbeit. Das ist Fakt
Eine wunderbare Zusammenarbeit wenns darum geht den Leuten unnötige Innovationen aufs Auge zu drücken wenns keiner freiwillig bezahlt.

Genau DAS meinte ich :roll:
Stammtisch vom feinsten.

Und Reifendrucksensoren retten Leben DAS ist Fakt.
 
ralleycorse schrieb:
Genau DAS meinte ich :roll:
Stammtisch vom feinsten.
Wenn du meinst, bist halt der Experte und alle anderen sind blöd, kann man nichts gegen sagen. Die Reifendrucküberwachung übers ABS rettet Leben genauso wie die sensorbasierte Variante und kostet den Kunden nichts, das ist ebenso Fakt.
 
tobi27 schrieb:
Ein defektes Steuergerät kann bei einem 10 Jährigen schnell einen wirtschaftlichen Totalschaden bedeuten, ebenso eine gerissene Steuerkette...

So ist es. Man könnte fast immer reparieren, aber es ist bei den Kosten in D unwirtschaftlich. Also Export oder Presse.
 
Spezialwidde schrieb:
ralleycorse schrieb:
Genau DAS meinte ich :roll:
Stammtisch vom feinsten.
Wenn du meinst, bist halt der Experte und alle anderen sind blöd, kann man nichts gegen sagen. Die Reifendrucküberwachung übers ABS rettet Leben genauso wie die sensorbasierte Variante und kostet den Kunden nichts, das ist ebenso Fakt.

Nope: Über ABS wird ein schleichender Platten entdeckt zu einem Zeitpunkt bei dem der Druck schon so weit abgefallen ist das ein signifikanter Radiusunterschied bemerkt wird. Das ist der Fall wenn der Reifen nicht mehr die Form behält und somit in der Regel schon sicherheitskritisch weniger Seitenführung aufbauen kann.
Der Sensor bemerkt einen Druckabfall sofort und insb. deutlich BEVOR die Seitenführung nachlässt.
Und auch die ABS Lösung (natürlich immer noch deutlich besser als nix!) kostete den Kunden etwas. Oder glaubts Du solche Entwicklungen gibt es geschenkt?
 
judyclt schrieb:
So ist es. Man könnte fast immer reparieren, aber es ist bei den Kosten in D unwirtschaftlich. Also Export oder Presse.

Aus dem Grund haben ich und mein Bruder uns über die Jahre viel selbst beigebracht und bis auf wenige Ausnahmen machen wir inzwischen alles in Eigenregie (danke auch an Meister Petz der viele Jahre unser Mentor war und bei Fragen nach wie vor ist :wink: ). An den Oldies klappt das sowieso einfach (Beim Commodore neue Radbremszylinder hinten, Ascona A neue Bremsschläuche rundum,...)

Auch bei unseren beiden Corsa C klappt das noch relativ problemlos, wenn auch schon etwas verbauter als bei den ganz alten Kisten. In den letzten Monaten an meinem 4x neue Bremsen, AGR Ventil und Ventildeckeldichtung getauscht, ging bis auf festgerostete Schrauben an den Bremssätteln die erhitzt werden mussten aber ganz gut. Das sind noch mit die letzten technisch einfach gestrickten Autos die zu den Dauerläufern zählen (186000 bzw. 235000 Kilometer auf dem Buckel und noch voll im Saft).

Beim 2012er Mokka vom Vater wird's schon komplizierter. Da ging im Januar die Lichtmaschine ein und die sitzt ganz unten. Um die raus zu bekommen muss das Rad vorne rechts abgenommen werden, die Radhausschale raus, das Federbein ausgehängt und dann die Antriebswelle abgezogen werden (!) um dann die Lichtmaschine raus zu fummeln, welche nur in genau einer Stellung zwischen Antriebswellenflansch und Aggregatträger durchpasst. Was beim E Kadett, 2er Golf usw. noch eine Arbeit von 5 Minuten war ist hier zu einem 5-Stunden Akt ausgeartet :stupid:

Viele Grüße
 
ralleycorse schrieb:
Nope: Über ABS wird ein schleichender Platten entdeckt zu einem Zeitpunkt bei dem der Druck schon so weit abgefallen ist das ein signifikanter Radiusunterschied bemerkt wird. Das ist der Fall wenn der Reifen nicht mehr die Form behält und somit in der Regel schon sicherheitskritisch weniger Seitenführung aufbauen kann.
Der Sensor bemerkt einen Druckabfall sofort und insb. deutlich BEVOR die Seitenführung nachlässt.
Und auch die ABS Lösung (natürlich immer noch deutlich besser als nix!) kostete den Kunden etwas. Oder glaubts Du solche Entwicklungen gibt es geschenkt?
Man kann ja doch sachlich mit dir diskutieren, das find ich wirklich klasse, ernsthaft :respekt:
Das System ist halt doch schon in jedem Auto vorhanden und tut im Falle des Druckverlustes doch sowieso was es immer tut, Drehzahlunterschiede auswerten. Deswegen versteh ich nicht was das viel mehr kostet, ok, man muss natürlich einmal eine Software aufspielen die die entsprechende Meldung erzeugt und eine LED ansteuert. Ist nicht null, muss ich zugeben aber doch sehr überschaubar. Ich für meinen Teil kann sagen: Ich habe im Sommer Mischbereifung mit Niederquerschnitt und Runflat. Da hatte ich mal ne Schraube drin, ich hab am Fahrverhalten gar nichts gemerkt aber die Warnung kam. Mir reicht sowas. Ok, klar, die Sensoren sind genauer, wie könnte es anders sein aber mich nervt wie gesagt dass ich das alles ungefragt mitkaufen muss, als Extra wers braucht, warum nicht. Es ist ja nicht nur das, ich hab mittlerweile Spurassistenten, Bremsassistenten, Radar, Startstop die ich nicht mehr abschalten kann, ehrlichgesagt lenkt mich in diesen neuen Karren dieses ganze Geblinke und Gepiepse mehr vom Verkehr ab wie es ein Sicherheitsgewinn hätte. Meine persönliche Ansicht.
 
@tobi27:
Ja, leider kämpft man oft mit den zugebauten, neuen Karren. Andererseits sind die Zugewinne an Sicherheit und Komfort auch nicht zu verachten.

Versuch dich mal an einem AGR im Octavia Scout. Spätestens nach der zweiten Aktion dank Pseudoumweltupdate legt man das Ding einfach still. :mrgreen:
 
Mafiks schrieb:
Da ist, denke ich, noch in Bezug auf die Zuverlässigkeit Luft nach oben.
Was meint Ihr?

Klar, aber das schmälert ja nicht den Nutzen. Ich hatte auch schon zwei mal spinnende Luftdrucksensoren, lässt man halt dann mitmachen wenn es passt. Es gibt in modernen Autos ja genug Sensoren, die spinnen können, und es werden ja auch nicht gerade weniger .. aber sie haben ja meistens auch einen Nutzen, und in einem 2 Tonnen Blechklotz der mit 140 Km/h über ein Betonband rast bin ich ganz froh wenn mir frühzeitig mitgeteilt wird das etwas nicht stimmt ... :mrgreen:

@Autoschrauberfraktion, ich finde menschen wirklich faszinierend, die so etwas können und habe Hochachtung vor jedem der Autos größtenteils selber reparieren kann ... und gerade in solchen Threads tauchen diese Menschen immer wieder auf, aber das verzerrt dann doch die Wirklichkeit ... 99,9% der restlichen Autofahrer KANN sein Auto NICHT selber warten und hat meistens auch ÜBERHAUPT keine Lust dazu ... deswegen sind die Autos doch zum allergrößten Teil eher für die unbedarfte Nichtschrauberfraktion gebaut ...
 
Wooly schrieb:
@Autoschrauberfraktion, ich finde menschen wirklich faszinierend, die so etwas können und habe Hochachtung vor jedem der Autos größtenteils selber reparieren kann ... und gerade in solchen Threads tauchen diese Menschen immer wieder auf, aber das verzerrt dann doch die Wirklichkeit ... 99,9% der restlichen Autofahrer KANN sein Auto NICHT selber warten und hat meistens auch ÜBERHAUPT keine Lust dazu ... deswegen sind die Autos doch zum allergrößten Teil eher für die unbedarfte Nichtschrauberfraktion gebaut ...

Stimmt natürlich, wobei es da auch ein Stadt-Land Gefälle gibt. Hier hat gefühlt jeder zweite einen Stadel oder kleine "Hinterhofwerkstatt" in der hobbymäßig geschraubt wird. In der Stadt ist sowas natürlich schwierig.

Autos sind natürlich in den letzten 35 Jahren aus reiner Fahrersicht gesehen auch deutlich benutzerfreundlicher geworden, man sitzt rein startet und fährt einfach los.
Choke ziehen, verbleites Benzin tanken bzw. Bleiersatz zugeben, Unterbrecher nachstellen, Keilriemen tauschen, Lichtbirnen und Reserverad wechseln gehörte bis in die frühen 80er durchaus noch zum Portfolio der Autofahrer. Nicht zu vergessen die berühmte Damenstrumpfhose als Keilriemenersatz beim VW Käfer im Notfall :wink:

Viele Grüße
 
So soll's aus Sicht der Hersteller sein. Fühlt sich erstmal toll an und bringt fortlaufend Kohle für Teile und Lohn.
 
judyclt schrieb:
So soll's aus Sicht der Hersteller sein. Fühlt sich erstmal toll an und bringt fortlaufend Kohle für Teile und Lohn.

Also ich dachte immer, BMW, Daimler & Co. bauen Autos eher so aus sozialen Beweggründen ... also jetzt Geld .... du bist dir da ganz sicher ??
 
Wooly schrieb:
judyclt schrieb:
So soll's aus Sicht der Hersteller sein. Fühlt sich erstmal toll an und bringt fortlaufend Kohle für Teile und Lohn.

Also ich dachte immer, BMW, Daimler & Co. bauen Autos eher so aus sozialen Beweggründen ... also jetzt Geld .... du bist dir da ganz sicher ??
Man kann auch Sachen bauen, die leicht zu reparieren sind...ohne sofort pleite zu gehen. Fairphone z. B.
 
GIFWilli59 schrieb:
Man kann auch Sachen bauen, die leicht zu reparieren sind...ohne sofort pleite zu gehen. Fairphone z. B.

bei Magirus/Deutz hat das nicht funktioniert...
 
Wooly schrieb:
Also ich dachte immer, BMW, Daimler & Co. bauen Autos eher so aus sozialen Beweggründen ... also jetzt Geld .... du bist dir da ganz sicher ??

Ich mir ja. Du anscheinend nicht. Oder wozu die Frage?
 
judyclt schrieb:
Ich mir ja. Du anscheinend nicht. Oder wozu die Frage?

war eher ironisch gemeint ;-) .... natürlich bauen Autohersteller Autos die Leute kaufen sollen damit sie Geld verdienen, Lohn zahlen können und neue Autos entwickeln ... und ich bin jetzt überhaupt nicht der Autofreak, aber durchaus umgeben von Menschen den Ihr fahrbarer Untersatz sehr sehr wichtig ist ... und gerade bei dem klassischen Vertreter mit dem Jahreswagen geht es ja nur um Austattung Austattung Austattung ... wir genügsamen Autofahrer mit den alten Karren sind doch eher die Ausnahme. Von daher geht die Taktik neue Features - neues Auto ja auf ;-)))
 
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