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na ja, ihr Vorgänger ist u.a. mit dem Spruch bekannt geworden "wenn es ernst wird, muss man lügen" - hat ihm nicht geschadet.
Deine Einschätzung des BMVg teile ich voll und ganz.
So viel hat sich da jetzt nicht getan... von 100 auf Null waren vor 50 Jahren 40 m sehr gut, das ist heute nicht mal mehr Mittelklasse, schlechte lagen bei 60 (z.b. 58,2 m Ford 12M) - aber selbst schlechte Autos liegen heute maximal bei 48 oder so (Citroen Jumper Combi mit 47,8 Metern getestet in 2014). Aber selbst in der Spitze kommt soweit ich weiss niemand unter 30 - sehr gut sind wohl ehr so 31-32.
edit: und ich vermute, dass man mit einem 50 Jahre altem Auto, das damals mit 40 m gemessen wurde heute unter 37 m liegt, rein auf Grund der Entwicklung bei den Reifen.
Man muss weniger Zeit damit verbringen, den Rückspiegel zu beobachten und die Gefahr, das sich jemand per Lichthupe beschwert, dass man den Lkw nur mit 140 statt mit 190 überholt, ist viel geringer.
Außerdem muss man weniger konzentriert sein, als wenn man hohe Geschwindigkeiten fährt.
genau das ist der Punkt. "man muss weniger den Rückspiegel beobachten" Den sollte man immer im Auge haben, egal welche vorgeschriebene Geschwindigkeit. Könnte ja z.B. auch mal ein Einsatzfahrzeug kommen, das Du von weitem noch nicht hörst, aber ev. sehen könntest.
Diejenigen, die einen LKW mit 140 überholen sind nicht das Problem (solange er in den Rückspiegel schaut). Viel problematischer sind diejenigen, die stur 100-120 fahren und dann auch so ausscheren und beim Überholen nicht mall kurz aufs Gas gehen können, oder die Oberleherer die meinen die rechte Spur ist nur für LKW
Und Lichthupe finde ich als "Mitteilung" für einen der etwas schneller unterwegs sein möchte nicht so schlimm, so lange er genügend Abstand hält und dabei natürlich nicht aufdringlich ist und dauernd blinkt.
PS: Ich habe eher selten einen hinter mir der drängelt
Die Lichthupe ist nicht nur nicht schlimm sondern ganz offiziell erlaubt um eine Überholabsicht anzukündigen. Außerhalb geschlossener Ortschaften darf man sogar wirklich hupen. Zumindest in Deutschland, wie es in Österreich ist weiß ich nicht sicher.
Die neueste Statistik zu den Verkehrstoten in D.
Stand so niedrig wie nie.
Anstiege bei getöteten Radfahrern und Pedelecfahrern/E-bikern https://www.tagesschau.de/inland/verkehrstote-119.html
Ein Zukunftsproblem könnten also getötete Radfahrer werden.
Wer hat die Zahlen zur Entwicklung auf den Autobahnen?
Die steigende Zahl an tödlichen Fahrradunfällen hat in meinen Augen 4 wesentliche Gründe.
-Steigende Zahl von Radfahrern allgemein und viele die ihre Fähigkeiten auf dem E-Bike überschätzen.
-Abnehmendes Gefahrenbewusstsein, z.B. Fahrt neben einem Lkw ohne sich dem toten Winkel bewusst zu sein
-Völlig irrsinnige Gesetze und Maßnahmen wie Radfahrstreifen auf der Fahrbahn. Diese mag ich weder als Auto noch als Radfahrer. Jeder sagt der Radfahrer sei ein gleichwertiger Verkehrsteilnehmer. Warum darf er dann bitte an Kreuzungen rechts am Auto vorbei fahren anstatt sich wie jeder andere Verkehrsteilnehmer hintereinander einzureihen?
-Das Beharren auf dem eigenen Recht. Wenn ich sehe, dass ein anderer nicht auf mich reagiert und mich evtl. übersehen hat, dann warte ich in Gottes Namen und lege mich nicht mit einem größeren Fahrzeug an...hängt unmittelbar mit dem Gefahrenbewusstsein zusammen.
Das kam vielleicht so rüber. Da du mir ja direkt unterstellst ich würde wie der klischehafte Autofahrer mal wieder nur über die Radfahrer motzen (ich fahre nebenbei auch mal Fahrrad) sei das direkt mal richtig gestellt ... Sinkendes Gefahrenbewusstsein und Beharren auf dem eigenen Recht sowie überschätzen von Fähigkeiten gilt genauso für alle anderen Verkehrsteilnehmer.
Nur als Fahrradfahrer bin ich mir bewusst, dass ich keinerlei Schutz um mich herum habe und passe dann besonders auf. Ich selbst bin allerdings auch nie mit dem Rad auf wirklich großen Straßen unterwegs... Lebe ja auf dem Land. :lol:
Für die Gesetz kann ja zunächst mal kein Verkehrsteilnehmer was.
Ums vielleicht mal noch zu verdeutlichen, wenn ich mit dem Traktor unterwegs aufs Feld bin und links in einen Feldweg blinke werde ich sehr oft von anderen überholt, die denken ich würde ihnen ein Zeichen zum überholen geben. Solche Idioten sind Autofahrer und keine Radfahrer. Es denkt einfach keiner mehr mit. Für die muss man dann eben selber mitdenken und eben in die Mitte der Straße fahren, sodass keiner vorbei kommt.
Man könnte gerne auch noch den zunehmenden Lkw Verkehr nennen oder die zunehmende Fahrzeuggröße und die damit leichtere Verdeckung von Radfahrern und Fußgängern.
Meiner Ansicht nach ist das Grundproblem allerdings das Konzept an sich. In meinen Augen gehört der Radfahrer einfach weg vom motorisierten Verkehr. Das geht nur in dem man entweder separate wege für Radfahrer baut oder eben das Auto aus Innenstädten verbannt. Alles andere führt nur zu wenig.
Vorschläge wie Busspuren für Radfahrer zugänglich machen kann doch nicht ernsthaft jemand gut finden oder :lol:
Bist du also nicht regelmäßig im Autoverkehr mit dem Rad unterwegs?
Julian96 schrieb:
Die steigende Zahl an tödlichen Fahrradunfällen hat in meinen Augen 4 wesentliche Gründe.
-Steigende Zahl von Radfahrern allgemein und viele die ihre Fähigkeiten auf dem E-Bike überschätzen.
-Abnehmendes Gefahrenbewusstsein, z.B. Fahrt neben einem Lkw ohne sich dem toten Winkel bewusst zu sein
-Völlig irrsinnige Gesetze und Maßnahmen wie Radfahrstreifen auf der Fahrbahn. Diese mag ich weder als Auto noch als Radfahrer. Jeder sagt der Radfahrer sei ein gleichwertiger Verkehrsteilnehmer. Warum darf er dann bitte an Kreuzungen rechts am Auto vorbei fahren anstatt sich wie jeder andere Verkehrsteilnehmer hintereinander einzureihen?
-Das Beharren auf dem eigenen Recht. Wenn ich sehe, dass ein anderer nicht auf mich reagiert und mich evtl. übersehen hat, dann warte ich in Gottes Namen und lege mich nicht mit einem größeren Fahrzeug an...hängt unmittelbar mit dem Gefahrenbewusstsein zusammen.
Doch schon einigermaßen, aber kaum in Städten.
Aber man hört ja so tendenziell aus den Medien heraus, wo die meisten Unfälle passieren und merkt wo es zu potentiell gefährlichen Situationen kommt.
Und was ich am meisten lese sind Abbiegeunfälle hauptsächlich mit Lkw.
Ganz ehrlich ich bin sehr froh, dass ich beim heutigen Verkehr nicht mit dem Rad in der Stadt unterwegs sein muss oder dass ich generell wenig in größere Städte muss. :lol:
Aha, dann weiß ich ja, wie ich deine Aussagen dazu einordnen kann.
Wo ich allerdings mit dir daccord gehe ist, dass man mehr trennen muss - zumindest auf frequentierten Straßen. Das geht in den Städten oft nur mit einer Wegnahme von Verkehrsflächen für Kfz.
edit:
Hat jemand Infos zur Entwicklung der Unfälle und Verkehrstoten auf den unlimitierten Straßen bzw. in den Abschnitten ohne Tempolimit bei denen ein Verkehrsteilnehmer im Spiel war, der über 130 gefahren ist?
Ich fände diese Zahlen hinsichtlich der Tempolimitdebatte sehr interessant.
Ja selbstverständlich ist das meine Subjektive Einschätzung der Lage. Das kann durchaus wenig mit der Realität zu tun haben, aber in einigen Punkten stehe ich zumindest keinesfalls allein da. Die nachlassende Aufmerksamkeit sämtlicher Verkehrsteilnehmer (z.B. durch Smartphone etc.) oder das abnehmende Gefahrenbewusstsein empfinde ja nicht nur ich als real, oder?
Zur Autobahn habe ich leider auch nichts parat, interessieren würde mich das aber auch.
Ich äußere mich mal als Auto- und Radfahrer. Allgemein finde ich es falsch auf irgendeine Benutzergruppe Schuldzuweisungen abzuladen. Wenn ich zb sehe was die Ämter bei uns in Saarbrücken mit den Radwegen abgezogen haben sehe ich dort allerdings Hauptschuldige, der Radweg dort verläuft mitten über eine vielbefahrene Brücke und auch noch über den Autobahnzubringer. Dort kommt es täglich zu Unfällen wo eigentlich niemand der Beteiligten wirklich was dafür kann, das ist dort lebensgefährlich. Einheimische Radfahrer meiden den Bereich komplett wenn es geht. Falschverhalter gibt es wohl auf beiden Seiten, rücksichtslose Fahrradfahrer gibt es genauso wie genervt überreagierende Autofahrer, ein bisschen mehr gegenseitiges Verständnis und Rücksicht täte beiden Fraktionen gut! Ist aber nur meine Meinung....
Zum Thema E-Bike: Da finde ich es zb etwas fahrlässig dass solche Gefährte komplett ohne Einweisung verkauft werden. Ein guter Fahrradladen wird das wohl tun aber oft werden die ja bestellt oder sonstwie besorgt. Oftmals sind ja ältere Herrschaften unterwegs die damit wieder mobil werden wollen. Das finde ich grundsätzlich sehr gut aber dei kommen einfach nicht damit klar, das muss ich so sagen. Ich erlebe wirklich oft auf unserem Radwegenetz gefährliche Situationen wegen falsch eingeschätztem Beschleunigungsverhalten, Bremswirkung etc. Es gibt da ja freiwillige und sogar teils kostenlose Kurse wo man sich damit eingehend beschäftigen kann. Sowas sollte verbindlich werden. Auch nur meine Meinung...
Was mir aber gerage am allermeisten sauer aufstößt sind diese E-Roller. Als Autofahrer ist man nun relativ plötzlich nach Einführung der neuen Gesetzesregelung mit ihnen konfrontiert, rechnet nicht wirklich mit ihnen auf der Straße und dann fahren sie auch noch wirklich gefährliche Manöver, tauchen plötzlich zwischen parkenden Autos auf, schneiden beim Abbiegen und verschwinden im toten Winkel. das macht es mir als Autofahrer so gut wie unmöglich noch zu reagieren. Und die haben wirklich keine Knautschzone, mir graust es jetzt schon davor mal in einen Unfall mit so einem verwickelt zu werden...Ob man sich mit der Regelung einen Gefallen getan hat darf bezweifelt werden.
So long...
Ein weiterer negativer Punkt in der Verkehrswegeplanung und -umsetzung ist sind die mittlerweile weit verbreiteten Fahrradwege gegen die Fahrtrichtung der Autos. Vor allem bei Einbahnstraßen bringt das ein hohes Risiko von Unfällen mit sich, da man als Autofahrer nicht damit rechnet Gegenverkehr zu haben.
Generell schüttele ich als viel Autofahrer und Radfahrer aber oft den Kopf über das Verhalten einiger Radfahrer, die sich oft der Gefahr gar nicht bewusst sind, der sie sich durch ihr Verhalten aussetzen (toter Winkel bei Lastwagen, Rechts vorbeifahren an Autos an Kreuzungen, über rote Ampeln fahren, entgegen der Fahrtrichtung auf Radwegen fahren, nachts ohne Licht auf Landstraßen fahren etc.).
Wer selber auch Auto fährt, weiß wie schwierig es oftmals ist, Fahrradfahrer zu erkenne oder ihnen auszuweichen. Als Fahrradfahrer denke ich auch immer aus Autofahrer Sicht mit. Das könne reine Fahrradfahrer leider nicht...
die sich oft der Gefahr gar nicht bewusst sind, der sie sich durch ihr Verhalten aussetzen (toter Winkel bei Lastwagen, Rechts vorbeifahren an Autos an Kreuzungen, über rote Ampeln fahren, entgegen der Fahrtrichtung auf Radwegen fahren, nachts ohne Licht auf Landstraßen fahren etc.).
Deshalb bin ich auch ein strikter Gegner der Einführung von Abbiegeasistenten bei LKW´s einerseits weil es das Gefahrenbewusstsein bei Radlern weiter schmälern wird und das Verursacherprinzip aushebelt. Nur wenn es noch weitere spektakuläre Todesfälle gibt wird eine bestimmte Gruppe unter den Radfahrern vielleicht doch mal begreifen das man eben nicht an Fahrzeugen vor Ampeln rechts gefahrlos vorbeifahren und sich neben ihnen einreihen kann. Deshalb versuche ich auch, mit dem PKW vor Ampeln soweit wie möglich rechts auf den Fahrstreifen in Warteposition zu stellen um genau dies zu verunmöglichen...
Deshalb bin ich auch ein strikter Gegner der Einführung von Abbiegeasistenten bei LKW´s einerseits weil es das Gefahrenbewusstsein bei Radlern weiter schmälern wird und das Verursacherprinzip aushebelt. Nur wenn es noch weitere spektakuläre Todesfälle gibt wird eine bestimmte Gruppe unter den Radfahrern vielleicht doch mal begreifen das man eben nicht an Fahrzeugen vor Ampeln rechts gefahrlos vorbeifahren und sich neben ihnen einreihen kann. Deshalb versuche ich auch, mit dem PKW vor Ampeln soweit wie möglich rechts auf den Fahrstreifen in Warteposition zu stellen um genau dies zu verunmöglichen...
Auch wenn ich das Verhalten vieler Radler nur mit Kopfschütteln betrachte, ist das wohl ein wenig zu kurz gesprungen. Wenn rechts von Dir ein ausgewiesener Fahrradweg/-streifen ist, kannst Du so weit rechts ranfahren wie Du willst - dort fahren Radler berechtigterweise "auf Augenhöhe" neben den Autos und gerade dort passieren nicht wenige Abbiegeunfälle mit LKWs. Daher sind Abbiegeassistenten schon sinnvoll - wenn nicht irgendwann der Effekt eintritt, daß man vor lauter Assistenten gar nichts mehrh selbst wahrnimmt.
Ansonsten würde mir ich im Auto natürlich auch wünschen, daß Radler ihrerseits die 1,50 Abstand beim Vorbeifahren einhalten, die sie für Autos fordern. Mach ich auf dem Rad allerdings auch nicht. Das quasi millimetergenaue Durchjonglieren zwischen den Außenspiegeln, das viele betreiben, mach ich allerdings auch nicht. Da reihe ich mich hinten ein (mit der Folge, von anderen Radlern dumm angemacht zu werden. Radfahren in München macht keinen Spaß - und zwar nicht nur wegen der Autos, sondern auch wegen der Radlerkollegen, von denen sich viele für die moralisch besseren Menschen und deswegen immer im Recht halten
Beurteilen kann man all das ohnehin nur, wenn man beides in der Stadt regelmäßig tut.
Viele, die auf dem Land leben und kaum radeln teilen gerne ordentlich gegen Radfahrer aus. Wenn man dann genauer hinsieht merkt man oft, dass sie überhaupt keine Erfahrung oder kaum mit Stadtradeln haben und dann schnell und bequem in ein einseitiges „Gut-Böse“ denken verfallen. Die Radler werden dann als die Bösen wahrgenommen.
Was sie nicht reflektieren ist, dass es dieses „gut und böse“ zwar im Märchen gibt, nicht aber im wirklichen Leben.
ausgewiesener Fahrradweg/-streifen ist, kannst Du so weit rechts ranfahren wie Du willst - dort fahren Radler berechtigterweise "auf Augenhöhe" neben den Autos und gerade dort passieren nicht wenige Abbiegeunfälle mit LKWs.