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Auto ...

judyclt schrieb:
Den leckeren Abgasen und beruhigenden Flugzeuggeräuschen kann ich nicht wirklich folgen.
Wer spricht denn davon? Gibt es in deiner Welt nur find ich gut und stört mich und nichts dazwischen? Für mich gibt es zwischen einer positiven und einer negativen Wahrnehmung noch ein sehr breites Feld von ist mir egal, nehm ich in kauf, schenk ich keine Beachtung oder ist mir noch gar nie aufgefallen. Einfach eine neutrale Wahrnehmung.
Gülle zum Beispiel riecht jetzt auch nicht lecker und trotzdem stört es mich nicht wenn ein Feld mit einem natürlichen Dünger gedüngt wird.
Manches ist halt da, man wünscht es sich vielleicht nicht, hat aber auch nicht unbedingt das Bedürfnis dass es jetzt zwingend weg muss.
Ralf321 schrieb:
Wohnt wohl nicht in einer Einflugschneise.
Doch und zwar direkt. Zwar nur der Friedrichshafener Flughafen aber die Flugzeuge fliegen exakt über unseren Hof. Seit ich geboren bin ist das so. Hat keinen in unserer Familien je gestört und wird auch nicht wirklich beachtet. Ist ein Geräusch das einfach da ist. Nicht positiv, aber auch nicht belästigend. Die Bahnstrecke Luftlinie 200m entfernt macht auch Geräusche, aber gestört hat die auch nie. Das liegt mit Sicherheit einfach daran, dass ich Flugzeugen und Zügen aus technischer Sicht eine Faszination abgewinnen kann, daher habe ich einen positiven Blick auf diese Maschinen und nehme sie nie negativ wahr.
Was mich extrem stört sind z.B. die Besoffenen Brüllaffen die hier fast jedes Wochenende mitten in der Nacht durch unsere Straße heim laufen. Die sind viel leiser als der Flughafenlärm, aber viel störender. Geräusche werden sehr subjektiv wahrgenommen und es können oft Kleinigkeiten sein die einen aber echt wahnsinnig machen können. Manche drehen auch schier durch wenn jemand beim Essen schmatzt, obwohl das nicht unbedingt Lärm ist. :lol:
Und ein Bauarbeiter der im Bagger mit dem Abrissmeißel sitzt wird sich auch eher weniger am Baustellenlärm stören wie ein Anwohner der nebenan wohnt.

Und natürlich ist es beim E Auto der Soundgenerator der so nervt. Das Problem ist auch gar nicht dass dieser da ist, er hat ja einen Nutzen, ich frage mich eher warum muss es so ein nerviges Geräusch sein. Es ist ja wissenschaftlich erwiesen dass der Mensch mit sonoren gleichbleibenden Geräuschen, wie das Geräusch eines Ventilators, viel besser umgehen kann als mit sich ändernden Geräuschen. Und bei den meisten E Autos handelt es sich um ein in irgendeiner Form pulsierendes oder sonst irgendwie variables Geräusch. Ich empfinde das genau so lästig wie wenn ein Autofahrer die ganze Zeit meint er müsste Gas geben und wieder bremsen anstatt wie jeder normale Mensch mit einer konstanten Geschwindigkeit zu fahren. Nur ists da halt mal ein einzelner Depp während man das beim E Auto bei jedem hört.
 
Autobild hat die Reichweite von Elektroautos in der Praxis getestet: https://www.autobild.de/artikel/e-auto-reichweite-20977681.html#-1654290267

Man kann also mit höchstens ca. 65% der Reichweite die offiziell angegeben wird rechnen - und das auch nur, wenn man mit 130 km/h dahinschleicht. Wer zügig fährt, muss freilich eher mit der Hälfte oder noch weniger rechnen.

Kein einziges Elektroauto schafft mehr als 500 km Reichweite, und selbst 400 km sind relativ selten, kommen auch nur im extrem teuren Preissegment (über 50.000 Euro) vor. Und das wohlgemerkt bei nur Tempo 130 - für lange Fahrten ist schließlich die Reichweite das wichtige, und die fährt man überwiegend auf der Autobahn.

Unter wirklich realen Bedingungen, also bspw. Durchschnittstempo 190, sind die Reichweiten wohl selbst bei den teuren Modellen bestenfalls noch knapp über 300 km. Da darf man dann also alle 1,5 Stunden aufladen für ne halbe Stunde :lach:.
 
Ich weiß, wenn man jeden Tag um 8:30 und 16:30 Auto fährt, oder an bestimmten Spitzentagen, mag das überraschend sein, aber sicherlich 70% der 24 Stunden die ein Tag umfasst, kann man auf den Autobahnen so schnell sein (von denen in D ebenfalls etwa 70% kein Tempolimit haben).

Das scheinen in D viele zu glauben, dass auch nachts und Sonntags genauso viel Verkehr wäre wie zur Rush Hour und dann wird behauptet, man könne "nie" zügig fahren. Es würde wahrscheinlich schon ausreichen, wenn man von 4-12 Uhr oder 11-19 Uhr arbeitet, denn zu diesen Uhrzeiten ist schon viel weniger Verkehr.
 
markus schrieb:
Durchschnittstempo 190 km/h sind reale Bedingungen. Ja klar.
Na klar sind das reale Bedingungen!
In den Abschnitten, in denen ich über 190 km/h fahre, habe ich sogar noch ein höheres Durchschnittstempo. Wahnsinn oder?

Bzgl. realen Bedingungen. bei Strecken >300km muss ich schon wirklich rasen (wo möglich) um auch nur annähernd auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 130km/h zu kommen. Das ist ziemlich anstrengend, spritfressend (Zusatzkosten pro 100km reichen locker f+r ein Getränk auf der Hütte) und bedingt höheren Verschleiß deshalb mache ich das nicht mehr.... Bei entspannten fahren, bin ich im Schnitt nur wenige km/h langsamer unterwegs.
 
Ich finde die neuen Vergleichswerte sehr interessant und auch traurig. ADAC hatte ja auch getestet und festgestellt, dass gerade chinesische Hersteller viel näher an ihrer theoretischen Maximal Reichweite sind.
Ich hoffe die Kunden strafen die entsprechenden Hersteller ab.

Für den zügigen Skifahrer Pendler sollten bei Minustemperaturen zumindest sichere 400km bei Schnitt 150 bis 180 auf der Autobahn drin sein.

Es wird eh erst interessant, wenn diese Reichweite für <20000 zu haben ist.
Preis/Leistungsvergleich mit dem Verbrenner lässt sich halt nicht vermeiden. Ich kaufe ja das Auto nicht (nur) fürs gute Gewissen.
 
Bocky schrieb:
Ich finde die neuen Vergleichswerte sehr interessant und auch traurig. ADAC hatte ja auch getestet und festgestellt, dass gerade chinesische Hersteller viel näher an ihrer theoretischen Maximal Reichweite sind.
Ich hoffe die Kunden strafen die entsprechenden Hersteller ab.

Für den zügigen Skifahrer Pendler sollten bei Minustemperaturen zumindest sichere 400km bei Schnitt 150 bis 180 auf der Autobahn drin sein.

Es wird eh erst interessant, wenn diese Reichweite für <20000 zu haben ist.
Preis/Leistungsvergleich mit dem Verbrenner lässt sich halt nicht vermeiden. Ich kaufe ja das Auto nicht (nur) fürs gute Gewissen.

Eigentlich nur ein chinesischer Hersteller (mit dem HiPhi) der von Natur aus ein ziemlicher Stromschlucker ist und somit einfach mehr Abwärme produziert. So muss man im Winter natürlich nicht zusätzlich Abwärme produzieren um den Innenraum zu heizen. Irgendwoher kenne ich dieses Prinzip, ich glaub von einem neuartigen Motorenprinzip mit Kolben :surprised:
 
Julian96 schrieb:
...Mir ist ein offen kommuniziert dreckiges Fahrzeug dann doch noch lieber als ein scheinheilig sauberes.

Das es hier einige gibt, die die Elektromobilität ablehnen kann ich ja verstehen.
Aber dies mit schon oft wiederlegten falschen Tatsachen zu begründen werde ich nie akzeptieren.
Es gibt zahlreiche Studien die das selbst bei heutigen Strommix in Deutschland wiederlegen. Nur ein Beispiel:
https://www.bmuv.de/themen/verkehr/elektromobilitaet/klima-und-energie

Regt Euch übers Pfeifen auf, vermisst den Lärm und die Abgase, und das Geruckel und die Verzögerung bei der Gasannahme. Regt Euch über die Reichweite auf.
Verstehe ich zwar nicht, aber kann ich akzeptieren.
Aber hört bitte auf falsche Argumente immer wieder zu weiderholen. Sie werden nicht wahrer dadurch.

Danke,

der Lange
 
markus schrieb:
Durchschnittstempo 190 km/h sind reale Bedingungen. Ja klar.

130 km/h bei freier Strecke oder 190 km/h bei freier Strecke wird wohl gemeint sein.
Und bei den E-Autos gibt es momentan noch kein Fahrzeug, dass einen Wochenend-Kurztrip aus dem Ruhrgebiet in die Alpen zum Skifahren sinnhaft ausführen lässt.
Das ist mit der bisherigen Akkutechnologie zurzeit nur mit einem Verbrenner annehmbar durchführbar.
 
Die von dir genannten Nach-/bzw. Vorteile sind doch alles nur Nebenkriegsschauplätze.
E-Autos sind derzeit sehr gut einsetzbar für den City Bereich und wer eher lokal kurze bis mittlere Strecken in der Stadt und im Umland fährt.
Am besten noch mit PV auf dem Eigenheim und eigener Wallbox. Da muss oder kann man dann 2 oder 3 Mal die Woche aufladen, wenn man zu Hause ist und gut ist.

Auf der Langstrecke ist das E-Auto leider aktuell noch deutlich im Nachteil (auch wenn es dort einsetzbar ist wenn man etwas mehr Zeit mitbringt). Man braucht mehr Zeit als mit dem Verbrenner, schnelles Fahren führt zu kurzen Reichweizen und viele E-Auto Fahrer fahren im Winter ohne Heizung, um die Reichweite zu erhöhen etc. Und generell schmilzt die Reichweite bei niedrigen und sehr niedrigen Temperaturen noch mal um ca. 1/3 was ich aus eigener Erfahrung mit diversen E-Autos erfahren musste und was mich am meisten genervt hat.

Aber wie gesagt für die Kurz- und Mittelstrecke und mit eigener Lademöglichkeit und noch besser PV auf dem Dach sind die Autos schon zu gebrauchen. Aber leider gerade die kleinen dafür geeigneten Autos sind immer noch viel zu teuer...

Man kann eben nicht alles übers Knie brechen. Die Entwicklung braucht seine Zeit und auch Langstrecken-E-Autos werden u. a. durch neue Akkutechnologien in der Zukunft sicher attraktiver.

Was mich am meisten nervt an diesem Thema ist die Belehrung bzw. Bekehrung in die eine oder andere Richtung.
Lasst doch die Verbrenner Fans in Ruhe wenn sie mit ihrer Art der Mobilität zufrieden sind auch auch andersrum. Warum immer auf der E-Fraktion rumhacken? Wenn sie mit der Reichweite der Auto zufrieden sind, Zeit zum Laden haben und auch sonst eher gemütlich unterwegs sind und Zeit keine Rolle spielt, dann lasst sie doch in Frieden.
Jeder soll doch die Art der Mobilität nutzen die für ihn passt. Und wenn eines Tages eine Form der Mobilität als Gesamtpaket der Anderen deutlich überlegen ist (Kosten, Effizienz, Komfort, Alltagstaulichkeit etc.), wird sie sich schon durchsetzen. Aber aktuell gibt es auf beiden Seiten noch große Vor- und Nachteile, die einen eindeutigen Sieger nicht erkennen lassen.
 
AtomicCarver schrieb:
Und bei den E-Autos gibt es momentan noch kein Fahrzeug, dass einen Wochenend-Kurztrip aus dem Ruhrgebiet in die Alpen zum Skifahren sinnhaft ausführen lässt.
Das ist mit der bisherigen Akkutechnologie zurzeit nur mit einem Verbrenner annehmbar durchführbar.

Aber nur unter der Voraussetzung das man unbedingt durchprügeln muss.
Ich persönlich fahre auch gerne Langstrecken durch, sehe aber das Problem überhaupt nicht nach über 3h Fahrt auch mal ne kurze Pause zu machen??
Sollte der Konzentration sogar förderlich sein. :mrgreen:
 
Das sind die üblichen BEV-Argumente. :wink:
Ob du mal kurz 3 Minuten Austritts oder 30-40 Minuten lädst, ist schon ein Unterschied.
Und ich weiss immer nicht, was am Autofahren so anstrengend sein soll.
Was soll da immer so unendlich Konzentration kosten? :?:


P.S.: Würde ich in 150-200km Reichweite von den Alpen wohnen, würde ich vielleicht über ein BEV nachdenken.
Aber warum einen Kompromiss kaufen, wenn ich auch alles in einem Paket haben kann. :wink:
Ich habe an die 400 PS, Reichweite und kann sogar schnell nachtanken. :wink:
 
AtomicCarver schrieb:
Das sind die üblichen BEV-Argumente. :wink:
Ob du mal kurz 3 Minuten Austritts oder 30-40 Minuten lädst, ist schon ein Unterschied.
Und ich weiss immer nicht, was am Autofahren so anstrengend sein soll.
Was soll da immer so unendlich Konzentration kosten? :?:

Das Treffen der Pinkelflasche mit 190 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit um ohne Pause die 800 km für den Wochenendausflug in die Alpen abzurocken?
Ich fahre für einen Wochenendausflug 350-450 km einfache Strecke. Wenn ich Freitag Nachmittags hin und Sonntags nach dem Skifahren zurück fahre ist das schon hart an der Grenze von der Fahrtzeit her. Und das liegt nicht an Ladepausen, da brauche ich wenn überhaupt eine 5-10 minütige um anzukommen. Aber der Stau am Fernpass oder auf der Inntalautobahn und A8 bis München bei der Rückfahrt am Sonntag ist eben immer da. Bis man in München ist hat man meist 19 bis 20 Uhr wenn man den Skitag bis zum Ende durchzieht, und dann will man noch bis NRW heizen müssen? Ich könnte mir sowas nicht vorstellen. Da kommt man irgendwann nachts um 2 in NRW an und muss Montags wieder arbeiten. Nee, danke.
 
ralleycorse schrieb:
Sie werden nicht wahrer dadurch.

Man sollte halt auch richtig lesen. Ich schrieb von sauber, nicht sauberer.
Der Abbau seltener Erden, die Akkuproduktion, Reifenabrieb etc.
Alles reale dreckige Seiten des Elektroautos die nicht besser sind als die Förderung von Öl etc.
Sauberer in der Gesamtbilanz ja, aber nicht sauber.

Wer davon spricht das E Auto wäre sauber will in meinen Augen nur sein Gewissen beruhigen. Aufs Auto ganz verzichten und nur mit Bus und Bahn fahren, das will man dann doch nicht. Da ist man doch zu egoistisch und eitel. Und das ist in meinen Augen scheinheilig.

Etwas das stimmt kann nicht wahrer werden :wink:
 
IMG_0311.png
Zillertal - Ruhrgebiet

flamesoldier schrieb:
AtomicCarver schrieb:
Das sind die üblichen BEV-Argumente. :wink:
Ob du mal kurz 3 Minuten Austritts oder 30-40 Minuten lädst, ist schon ein Unterschied.
Und ich weiss immer nicht, was am Autofahren so anstrengend sein soll.
Was soll da immer so unendlich Konzentration kosten? :?:

Das Treffen der Pinkelflasche mit 190 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit um ohne Pause die 800 km für den Wochenendausflug in die Alpen abzurocken?
Ich fahre für einen Wochenendausflug 350-450 km einfache Strecke. Wenn ich Freitag Nachmittags hin und Sonntags nach dem Skifahren zurück fahre ist das schon hart an der Grenze von der Fahrtzeit her. Und das liegt nicht an Ladepausen, da brauche ich wenn überhaupt eine 5-10 minütige um anzukommen. Aber der Stau am Fernpass oder auf der Inntalautobahn und A8 bis München bei der Rückfahrt am Sonntag ist eben immer da. Bis man in München ist hat man meist 19 bis 20 Uhr wenn man den Skitag bis zum Ende durchzieht, und dann will man noch bis NRW heizen müssen? Ich könnte mir sowas nicht vorstellen. Da kommt man irgendwann nachts um 2 in NRW an und muss Montags wieder arbeiten. Nee, danke.

Starkes Argument für ein BEV! :wink:
Mit einem BEV wird es wohl noch länger dauern. Und von Müchen benötige ich bestimmt noch noch einmal extra 7-8h. Mit einem BEV wahrscheinlich schon.
Zudem pinkel ich nicht 40 Minuten, wie die BEV-Fahrer immer. Wieso sollte ich in eine Flasche pinkeln?
 
Julian96 schrieb:
Wer davon spricht das E Auto wäre sauber will in meinen Augen nur sein Gewissen beruhigen. Aufs Auto ganz verzichten und nur mit Bus und Bahn fahren, das will man dann doch nicht. Da ist man doch zu egoistisch und eitel. Und das ist in meinen Augen scheinheilig.

Fakt ist aber auch, ein Elektroauto ist lokal sauber und emissionsfrei. Jetzt gerade im Winter merke ich nur zu oft die Autos, wo wegen der kalten Temperaturen die Abgasreinigung nicht oder nicht richtig funktioniert (VW Dieselskandal lässt grüßen). Es stinkt einfach oft, und laut sind viele Autos auch noch. Hat man gerade in der Stadt immer wieder. Verbrenner sind problematisch bei der Kraftstofferzeugung (fahrt mal auf der A9 bei Ingolstadt vorbei, wie oft es da stinkt), und lokal zum Teil dreckig.

Ja, Strom wird nicht immer regenerativ erzeugt, und ja, auch die Autos müssen gebaut werden, aber wird denn Öl immer mit regenerativen Energien erzeugt? Da kümmert sich niemand darum. Grundsätzlich hast Du natürlich recht, man sollte so viel wie möglich auf Mobilität generell verzichten, denn selbst mit dem Fahrrad fährt man auf Asphalt, aber man kann es doch so gut wie möglich verbessern. Und da sehe ich E-Autos schon auf dem richtigen Weg.
 
Julian96 schrieb:
...Mir ist ein offen kommuniziert dreckiges Fahrzeug dann doch noch lieber als ein scheinheilig sauberes.

Das suggeriert eindeutig, das ein BEV dreckiger ist als ein Verbrenner, nur daher meine Antwort.
Natürlich hat auch ein BEV negative Auswirkungen auf die Umwelt. Nur sind sie in Summe geringer als die der Verbrenner.
 
br403 schrieb:
Jetzt gerade im Winter merke ich nur zu oft die Autos, wo wegen der kalten Temperaturen die Abgasreinigung nicht oder nicht richtig funktioniert (VW Dieselskandal lässt grüßen). Es stinkt einfach oft, und laut sind viele Autos auch noch. Hat man gerade in der Stadt immer wieder. Verbrenner sind problematisch bei der Kraftstofferzeugung (fahrt mal auf der A9 bei Ingolstadt vorbei, wie oft es da stinkt), und lokal zum Teil dreckig.

Das ist nicht nur bei Fahrzeugen aus dem Dieselskandal so.
Es ist leider total verdrängte Wahrheit, das JEDER Katalysator erst dann funktioniert wenn er die Umsetzungstemperatur erreicht hat. Und das kann dauern.

Dh. die Abgase JEDES Verbrenners kommen in der ersten Zeit völlig ungefiltert an die Umwelt. Das wird nicht besser, wenn die Honks den Motor schon im Leerlauf laufen lassen bei Scheibenkratzen. Tödlich für den Verschleiss, da das Öl so viel später warm wird (richtig Abwärme wird erst erzeugt wenn der Motor belastet wird sprich mit dem Auto gefahren wird) UND die Umwelt. Da springt der KAT ganz sicher noch nicht an.
Diese Zeit ohne Katalysator ist im Sommer sehr kurz, kann aber im Winter bei schlechter Betriebsstrategie und Nutzung (s.o.) auch Minuten dauern!
 
AtomicCarver schrieb:
IMG_0311.png
flamesoldier schrieb:
AtomicCarver schrieb:
Das sind die üblichen BEV-Argumente. :wink:
Ob du mal kurz 3 Minuten Austritts oder 30-40 Minuten lädst, ist schon ein Unterschied.
Und ich weiss immer nicht, was am Autofahren so anstrengend sein soll.
Was soll da immer so unendlich Konzentration kosten? :?:

Das Treffen der Pinkelflasche mit 190 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit um ohne Pause die 800 km für den Wochenendausflug in die Alpen abzurocken?
Ich fahre für einen Wochenendausflug 350-450 km einfache Strecke. Wenn ich Freitag Nachmittags hin und Sonntags nach dem Skifahren zurück fahre ist das schon hart an der Grenze von der Fahrtzeit her. Und das liegt nicht an Ladepausen, da brauche ich wenn überhaupt eine 5-10 minütige um anzukommen. Aber der Stau am Fernpass oder auf der Inntalautobahn und A8 bis München bei der Rückfahrt am Sonntag ist eben immer da. Bis man in München ist hat man meist 19 bis 20 Uhr wenn man den Skitag bis zum Ende durchzieht, und dann will man noch bis NRW heizen müssen? Ich könnte mir sowas nicht vorstellen. Da kommt man irgendwann nachts um 2 in NRW an und muss Montags wieder arbeiten. Nee, danke.

Starkes Argument für ein BEV! :wink:
Mit einem BEV wird es wohl noch länger dauern. Und von Müchen benötige ich bestimmt noch noch einmal extra 7-8h. Mit einem BEV wahrscheinlich schon.
Zudem pinkel ich nicht 40 Minuten, wie die BEV-Fahrer immer. Wieso sollte ich in eine Flasche pinkeln?

Eigentlich nur ein starkes Argument gegen unnötige Wochenendausflüge quer über den Kontinent...
 
ralleycorse schrieb:
Julian96 schrieb:
...Mir ist ein offen kommuniziert dreckiges Fahrzeug dann doch noch lieber als ein scheinheilig sauberes.

Das es hier einige gibt, die die Elektromobilität ablehnen kann ich ja verstehen.
Aber dies mit schon oft wiederlegten falschen Tatsachen zu begründen werde ich nie akzeptieren.
Es gibt zahlreiche Studien die das selbst bei heutigen Strommix in Deutschland wiederlegen. Nur ein Beispiel:
https://www.bmuv.de/themen/verkehr/elektromobilitaet/klima-und-energie

Ich habe die Studie grad nur überflogen, aber aufgrund der dort publizierten Zahlen gehe ich davon aus, dass sie beim Strommix vom sogenannten "Mittelwertansatz" ausgehen. Heisst, bei den spezifischen CO2 Emissionen gehen sie vom Mittelwert der CO2 Emissionen des in Deutschland verfügbaren Stroms aus. Dem gegenüber gibt es aber noch den "Marginalansatz", der davon ausgeht, dass im worst case bei nicht ausreichender Verfügbarkeit von Strom aus EE irgendwo ein konventionelles Kraftwerk mit entsprechend hohen CO2 Emissionen, bei Kohle bis zu 1 kg CO2 / kWh, die Energie zum Laden liefern muss.

Auto Motor Sport hat dazu vor ein paar Wochen was geschrieben und dabei den Unterschied zwischen beiden Ansätzen gut erklärt. Leider hat sich der Autor bei den Einheiten schon mal vertan, aber die Studie des VDI, auf die sich der Artikel bezieht, findest Du hier. Beim worst case Szenario mit Marginalansatz fährt man laut Factsheet mit einem reinen Stromer erst jenseits der 150.000 Kilometer Marke Emissionsärmer als mit einem Benziner.

Die Wahrheit liegt dann irgendwo in der Mitte. Wenn das Auto nicht auf den Zeitpunkt genau geladen werden muss, dann kann es im Idealfall sogar mit den Überschüssen aus EE praktisch emissionsfrei geladen werden. Muss das Auto aber sofort geladen werden, weil man nicht tagelang auf die nächste Brise warten möchte, dann kommt der Strom in worst case halt aus einem der Braunkohlekraftwerke. Oder aus einer Gasturbine, die mit LNG aus Fracking angetrieben wird, dessen Klimabilanz nach neueren Erkenntnissen kaum besser als die von Braunkohle ist. In Ländern wie Frankreich sieht das anders aus, weil Frankreich wegen Kernenergie seinen Strom mit spezifischen Emissionen von um die 70 g CO2 / kWh unabhängig vom Wetter praktisch emissionsfrei produziert (Deutschland: ca. 400 g CO2 / kWh), aber dafür ist der Strom in Frankreich mit 23 Cent pro kWh halt auch deutlich teurer als in Deutschland mit 40 Cent pro kWh.

Wenn man nun argumentiert, man müsse halt einfach nur noch mehr Windräder bauen, um für die heimische Produktion von Batterien und das Laden von Autos eine höhere Wahrscheinlichkeit bei der Verfürbarkeit von Strom aus EE anzustreben, dann muss man im Gegenzug aber auch die CO2 Emissionen für die Produktion der Windräder mit in die Klimabilanz einbeziehen. Denn der Sockel aus Beton, auf dem jedes Windrad steht, hat ja in der Öko-Fangemeinde auch nicht den besten Ruf. Und die Millionen von Wallboxen, die man samt der Zuleitungen montieren muss, nur damit das Auto dann im richtigen Moment geladen werden kann, wenn genügend "sauberer" Strom im Netz verfügbar ist, kommen auch nicht aus dem Replikator von Raumschiff Enterprise.

ralleycorse schrieb:
Regt Euch übers Pfeifen auf, vermisst den Lärm und die Abgase, und das Geruckel und die Verzögerung bei der Gasannahme. Regt Euch über die Reichweite auf.
Verstehe ich zwar nicht, aber kann ich akzeptieren.

Ich liebe das Peifen der Frequenzumrichter. Das ist Musik in einem Ohren. Abgase und Lärm fand ich dagegen schon immer uncool. Welche Verzögerung bei der Gasanahme? Technisch hat der der FU angesteuerte E-Motor im Stillstand das höchste Drehmoment und ist jedem Verbrenner haushoch überlegen. Bauen da etwa einige Hersteller eine künstliche Verzögerung ein, um Energie zu sparen?

ralleycorse schrieb:
Aber hört bitte auf falsche Argumente immer wieder zu weiderholen. Sie werden nicht wahrer dadurch.

Das ist halt wie gesagt nicht so trivial, wie es auf den ersten Blick ausschaut. Es hängt sehr stark von dem tatsächlichen Energieeinsatz ab, der bei der Produktion und beim Laden benötigt wird.
 
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