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Baden-Württemberg führt Studiengebühren ein

Wiede

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Da es sicher auch beim den Alpinforums-Usern Studenten/Studentinnen gibt...

Quelle: www.handelsblatt.com

HANDELSBLATT, Donnerstag, 15. Dezember 2005, 17:38 Uhr
Pläne auch in anderen Ländern

Baden-Württemberg führt Studiengebühren ein

Als zweites Bundesland nach Niedersachsen sind nun auch im Land Baden-Württemberg Studiengebühren für alle Studenten eingeführt worden.

HB STUTTGART. Mit den Stimmen der regierenden CDU/FDP-Koalition verabschiedete der Landtag am Donnerstag in Stuttgart das entsprechende Gesetz. Demnach müssen die Studierenden an den Hochschulen und Berufsakademien des Landes ab dem Sommersemester 2007 eine Gebühr von 500 Euro pro Semester zahlen.

Auf der Zuschauertribüne protestierten mehrere Studenten gegen die Gebühren. Rund 1 000 junge Leute demonstrierten in der Stuttgarter Innenstadt gegen das Gesetz, wie die Polizei berichtete. Christian Berg, Vorstandsmitglied des freien Zusammenschlusses von Studentinnenschaften (fzs), sagte: "Wir gehen davon aus, dass vor allem Menschen aus einkommensschwachen Familien künftig vom Studium abgeschreckt werden." Die Gebühren seien für viele junge Menschen eine Schuldenfalle. Das habe mit Chancengleichheit nichts mehr zu tun.

Wissenschaftsminister Peter Frankenberg betonte, die Einnahmen würden den Hochschulen zur Verbesserung von Studium und Lehre zugute kommen. Sie seien eine "zweite Säule" der Hochschulfinanzierung, erklärte der CDU-Politiker. Die Gebühren sollen 180 Millionen Euro im Jahr einbringen. Über die Verwendung entscheide jede Hochschule selber. Die bisherige staatliche Unterstützung der Universitäten von rund zwei Milliarden Euro im Jahr werde nicht abgesenkt, sagte Frankenberg.

Die Gebührenregelung sieht auch Studienkredite für Studenten vor, die das Geld nicht selbst bezahlen können. Außerdem gibt es Befreiungsmöglichkeiten für Studenten mit kleinen Kindern oder für solche, die aus kinderreichen Familien kommen. Die Altersgrenze für den Anspruch auf den Kredit wurde auf 40 Jahre heraufgesetzt. Ähnliche Pläne für Gebühren gibt es auch in Bayern, Nordrhein-Westfalen und im Saarland.
 
jop, und ich hab nichts dagegen.

dann gibts vielleicht weniger gammelstudenten, von denen gibts einfach noch viel zu viele.... 14. semester (zeit), 4. semester (fachsemester)...

jaja, endlich ist schluss damit!
 
^^ Also das Argument zieht nicht so ganz, die Langzeitstudiengebühren gibts ja schon seit Jahren.

Ansonsten: Sollens ruhig einführen. Aber ich will kein Gejammer hören wenn der Schuss dann nach hinten los geht. Ich weiß nicht, ob ich den Spaß angefangen hätte, wenn ich von Anfang an gezahlt hätte.
Ich freu mich aber schon drauf, wenn dann wieder nach gut ausgebildeten Informatikern geschrien wird (steigende Gehälter :D).

k2k,
der wenn's gut läuft zwei und wenn's schlecht läuft vier Semester zahlen wird
 
Glaubt ernsthaft irgentwer hier das die Universitäten mittel- bis langfristig von den Gebühren profitieren werden? Die Länder werden das Geld das die Universitäten durch Gebühren einnehmen sehr schnell aus ihren Bildungshaushalten streichen und wenn dann noch die Studierendenzahlen sinken haben die Universitäten am Ende weniger Geld als vorher... herzlichen Glückwunsch!
 
tipe schrieb:
Glaubt ernsthaft irgentwer hier das die Universitäten mittel- bis langfristig von den Gebühren profitieren werden? Die Länder werden das Geld das die Universitäten durch Gebühren einnehmen sehr schnell aus ihren Bildungshaushalten streichen und wenn dann noch die Studierendenzahlen sinken haben die Universitäten am Ende weniger Geld als vorher... herzlichen Glückwunsch!
Natürlich ist das so. Das Argument "die bisherigen Zahlungen des Landes werden nicht verringert" ist ja sowieso ein Witz. Das bisherige Budget reicht ja bei weitem nicht aus. Schaut euch doch mal in den Unis um wie die Zustände da so sind. Da fehlt's an allen Ecken und Enden. Ein Prof betreut z.T. über 100 Studenten, uralte und ungenügende PC-Pools, total überlastete Sekretariate und Verwaltungen... Naja, Bildung war in Deutschland ja noch nie wichtig. :evil:

Das positive an den Gebühren: der Status der Studenten verschiebt sich ein bißchen in Richtung "zahlender Kunde". Alle Frechheiten wird man sich an den Unis wohl in Zukunft nicht mehr erlauben können...

Mir persönlich ist das alles so ziemlich egal, da ich eh bald fertig bin und endlich raus komm aus diesem Chaosbetrieb. Glück gehabt :roll:
 
Downhill schrieb:
Das positive an den Gebühren: der Status der Studenten verschiebt sich ein bißchen in Richtung "zahlender Kunde". Alle Frechheiten wird man sich an den Unis wohl in Zukunft nicht mehr erlauben können...

Naja dazu müsstest du erstmal einen Rechtsanspruch auf wie immer geartete Qualität der Ausbildung haben und selbst wenn so ein Anspruch kommen sollte würden die Standarts vom Land gesetzt das bei Verfehlungen auch zahlen müsste, folglich hat das ein extrem hohes interesse an besonders hohen Anforderungen... :roll:
 
Ich wär für n Modell, das jedem ein Studium ermöglichen sollte, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Dazu würde ich für jedes Studium eine Normalstudienzeit einführen, z.B. 8 Semester, diese wären dann umsonst, bzw. mit nur geringen Gebühren belegt. Alles was darüber hinausgeht an Semestern oder weiteren Studien wird dann mit sehr hohen Studiengebühren belegt.
 
Jens schrieb:
Ich wär für n Modell, das jedem ein Studium ermöglichen sollte, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Dazu würde ich für jedes Studium eine Normalstudienzeit einführen, z.B. 8 Semester, diese wären dann umsonst, bzw. mit nur geringen Gebühren belegt. Alles was darüber hinausgeht an Semestern oder weiteren Studien wird dann mit sehr hohen Studiengebühren belegt.

Sehe ich ganz genauso!
 
War ja wohl nur noch eine Frage der Zeit ...
Bei uns in Österreich wars ja bereits vor einigen Jahren so weit, wobei hier damals tatsächlich so perfide vorgegangen wurde, dass die Unis die Gelder nicht (direkt) erhalten haben, sondern ins allgemeine Budget geflossen sind.

Ich war damals strikt dagegen (und hab das auch bei relevanten Unterschriftsaktionen zum Ausdruck gebracht), hauptsächlich aufgrund der üblichen Argumente i.S., dass Bildungsausgaben eine Investition darstellen, die (über die rein privaten Erträge --> i.A. höheres Einkommen als Akademiker) hinausgehend positive externe Effekte für die Gesamtgesellschaft abwerfen. Daneben sprachen auch noch soziale Gründe aus meiner Sicht dagegen, auch wenn das Argument gesamt gesehen recht schwach ist, da Gratisstudien u.U. letztlich sogar einen Einkommenstransfer von ärmeren Schichten zu wohlhabenderen Schichten darstellen (da Jugendliche aus besserverdienenden Familien tendenziell eher studieren).

Mittlerweile tendiere ich unter bestimmten Bedingungen (v.a. dass die Einnahmen direkt an die Unis fliessen und der Staat nicht gleichzeitig die Bildungsausgaben reduziert) zu (massvollen) Studiengebühren (worunter ich 500 Euro/Semester noch verstehe).

Hauptgrund sind die eh oft erwähnten verbesserten Anreize und die dadurch induzierten positiven Effekte (Verkürzung der Studienzeit, überlegtere Studienwahl etc.). Im übrigen verändert sich auch bei den Lehrenden durchaus die Einstellung zum Unterricht durch das Vorhandensein von Studiengebühren. Ich habe selber mal ein paar Jahre unterrichtet, und zwar parallel sowohl im Rahmen von (damals kostenlosen) "normalen" Studiengängen, als auch bei kostenpflichtigen Lehrgängen. Der Unterschied macht schon was aus ...

Ausserdem ist mir über die Jahre das Verständnis abhanden gekommen, warum alle Steuerzahler (auch jene, deren Kinder nie studieren werden) den Selbsterfahrungstrip (Vorsicht Klischee) von hauptsächlich Mittelschichts"kindern" finanzieren sollen (z.B. allein an der Uni Wien ca. 2000 Psychologiestudenten und 3000 Publizistikstudenten).
 
Jens schrieb:
Ich wär für n Modell, das jedem ein Studium ermöglichen sollte, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Dazu würde ich für jedes Studium eine Normalstudienzeit einführen, z.B. 8 Semester, diese wären dann umsonst, bzw. mit nur geringen Gebühren belegt. Alles was darüber hinausgeht an Semestern oder weiteren Studien wird dann mit sehr hohen Studiengebühren belegt.

Genau meine Meinung, studieren darf nicht ein Privileg von Reichen Kindern werden!
 
darf nicht ein Privileg von Reichen Kindern werden!

Ist es de facto aber bereits!

Bin durchaus für Studiengebühren: wenn die Unis mehr Geld sehen, die Mitarbeiter besser bezahlen können, mehr Mitarbeiter einstellen und die Betreuungsrelation sich verbessert. Bei uns betreuen an der Fakultät etwa 100 Professoren und Mitarbeiter (Assistenten, Sekretäre, Bibilothekare, Verwaltungsmenschen) gut 4500 Studenten, da bleibt viel Zeit für den Einzelnen. Und die Hiwi-Gehälter sind derart niedrig, für diesen Stundensatz bleibt jeder Hartz-IV-Empfänger im Fernsehsessel (sorry...) sitzen. Folge: brain drain. Allein aus unserem kleinen Institut sind in den letzten zwei Jahren zwei Spitzenleute nach England gegangen und bleiben auch da - haben dort nämlich sofort Lebenszeitstellen angeboten bekommen, während man sich bei uns im akademischen Mittelbau von 1/4 zu 1/2 Stellen und von einem Jahresvertrag zum anderen hangelt. Kündigungsschutz? Naja, wir fordern ja auch die Abschaffung, also können wir mit gutem Beispiel vorangehen... :D
 
Marius schrieb:
darf nicht ein Privileg von Reichen Kindern werden!

Ist es de facto aber bereits!

Naja, auch wenn man diese Aussagen immer öfter hört, wird sie doch nicht richtiger (bzw. hängt wohl auch davon ab, was man unter "reich" versteht). Man sollte nicht immer alles Schwarzmalen (ich weiss, gerade in Deutschland ist es mittlerweile üblich geworden, das Glas immer halbleer statt halbvoll zu sehen).

Tatsache ist jedoch, dass Studieren geradezu eine klassische Mittelschichtssache geworden ist. Auch wenn nicht alle Mittelschichtskinder eines Jahrgangs studieren (aus verschiedensten Gründen), so ist es geradezu zur "Normalbiographie" in diesen Kreisen geworden. Ich kenne niemanden in meinem Bekanntenkreis mit entsprechenden Kindern, dessen Kinder nicht studieren bzw. der nicht davon ausgeht, dass seine Kinder mal studieren werden.

Warum das für die Mittelschicht nicht mehr leistbar - Studiengegühren hin oder her - sein sollte, versteh ich nicht. Ausserdem kommt ein Studium (mit den damit verbundenen Kosten, die ja weit über die Gebühren hinaus gehen) nicht von heute auf morgen. Die Eltern haben knapp 20 Jahre Zeit die Kosten (oder einen Teil davon) anzusparen.

Probleme sehe ich eher für Kinder aus einkommensmäßig schwachen Familien. Da glaube ich auch, dass sich deren Zugangsmöglichkeiten sogar etwas verschlechtert. Dieses Problem sollte man aber eher durch gezielte Stipendien angehen, anstatt gleich allen das Studium "kostenlos" zur Verfügung zu stellen.

Ich möchte nochmal betonen, dass mir bewusst ist, dass gute Ausbildung enorme positive Erträge für die gesamte Gesellschaft abwirft, daher bin ich ja auch weiterhin für eine entsprechende Finanzierung aus dem allgemeinen Steueraufkommen. Gleichzeitig sind allerdings die privaten Erträge von Bildungsinvestitionen hoch genug, um auch einen direkten Kostenbeitrag von den Studenten erwarten zu können.
 
Jens schrieb:
Ich wär für n Modell, das jedem ein Studium ermöglichen sollte, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Dazu würde ich für jedes Studium eine Normalstudienzeit einführen, z.B. 8 Semester, diese wären dann umsonst, bzw. mit nur geringen Gebühren belegt. Alles was darüber hinausgeht an Semestern oder weiteren Studien wird dann mit sehr hohen Studiengebühren belegt.
Im Prinzip ist das (zumindest hier in BW) ja bereits der Fall: Regelstudienzeit plus vier Semester ist kostenfrei, wer länger braucht zahlt Langzeitstudiengebühren von derzeit 500 Euro pro Semester (wenn man die üblichen Rückmeldegebühren noch dazu rechnet, sind's ca. 600 Euro). By the way, die vier Semester brauchts auch - zumindest nach meiner Erfahrung. Dazu muß man kein "Bummelant" sein.

Ich will mal an einem Beispiel aus meiner Sicht schildern, warum ich von allgemeinen Studiengebühren nicht viel halte. Ich lese ständig überall von IT-Fachkräftemangel und vom Mangel an Ingenieuren usw.
Gleichzeitig sehe ich, was in den entsprechenden Studiengängen (zumindest an meiner Uni hier) an Leistung verlangt wird, und ich sehe wieviele Leute sich in den ersten Semestern sagen "Das ist mir viel zu krank, da mach ich lieber was anderes". Zudem wird noch ein nicht unerheblicher Teil der Leute ausgesiebt, Durchfallquoten von über 50% in manchen Prüfungen sind im Vordiplom keine Seltenheit. Unterm Strich liegt die Abbrecherquote bei uns im Bereich von 50%.
Jetzt frage ich mich, wenn wir doch angeblich mehr von diesen Leuten brauchen, wieso schafft man dann durch Studiengebühren noch eine zusätzliche Hürde? Die einzige logische Begründung ist für mich, daß man davon ausgeht dass die Zahl der Studenten in den nächsten Jahren eh massiv zunimmt und man dann auch so genügend Absolventen kriegt. Trotzdem bleibe ich skeptisch.

Was übrigens die Studienbedingungen angeht, da kann ich mich gar nicht mal beklagen. Klar, wenn nach mehr als 10 Jahren ohne Erhöhung der Hiwi-Stundensatz gekürzt wird (liegt derzeit bei ca. 7,50 pro Stunde, ich schätze um das Geld kann man auch putzen gehen) dann nervt das schon. Aber die Ausstattung z.B. der Rechnerpools ist hier ziemlich geil, ich sitz gerade wieder an so ner schicken Dell-Workstation mit 19" TFT, das rockt schon :D
Liegt vielleicht auch daran, daß, wie ich letztens gelesen habe, unsere Fakultät deutschlandweit die meisten Drittmittel einwirbt (unter den Informatik-Fakultäten).
Letztlich bin ich aber sehr skeptisch, ob die Studiengebühren zu einer Verbesserung führen. Wenn ich die Zahlen richtig im Kopf habe, liegt die Summe eben dieser Drittmittel ungefähr bei der Hälfte dessen, was das Land BW insgesamt in Zukunft an Studiengebühren einzunehmen glaubt. Wenn man dann noch die Kosten für den Verwaltungsaufwand berücksichtigt, dann will ich gar nicht wissen was mir davon am Ende wirklich zugute kommt. Es wird jedenfalls weit weniger sein, als daß es mir finanziell schadet, dazu muß man kein Prophet sein.

Das wie gesagt aus meiner persönlichen Sicht. Von anderen Unis aus mag man andere Blickwinkel haben ;-)
 
k2k schrieb:
Jens schrieb:
Ich wär für n Modell, das jedem ein Studium ermöglichen sollte, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Dazu würde ich für jedes Studium eine Normalstudienzeit einführen, z.B. 8 Semester, diese wären dann umsonst, bzw. mit nur geringen Gebühren belegt. Alles was darüber hinausgeht an Semestern oder weiteren Studien wird dann mit sehr hohen Studiengebühren belegt.
Im Prinzip ist das (zumindest hier in BW) ja bereits der Fall: Regelstudienzeit plus vier Semester ist kostenfrei, wer länger braucht zahlt Langzeitstudiengebühren von derzeit 500 Euro pro Semester (wenn man die üblichen Rückmeldegebühren noch dazu rechnet, sind's ca. 600 Euro). By the way, die vier Semester brauchts auch - zumindest nach meiner Erfahrung. Dazu muß man kein "Bummelant" sein.

Hab da wenig Ahnung, weil ich selber ja nicht studiert habe, aber ist dann nicht ein Fehler bei der Berechnung der Regelstudienzeit passiert ?

Wenn jemand versucht die Anzahl Studenten über Gebühren zu reglementieren, dann gute Nacht.
Mein Vorschlag geht erstmal darum jedem ein Studium zu ermöglichen, welches er dann in kürzestmöglicher Zeit abschliessen sollte, da er dann nämlich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht und Steuern und Sozialversicherung bezahlen kann/muss.
Wer dann weiter studieren will oder länger braucht sollte eben auch seinen Beitrag leisten und den Staat mitfinanzieren.
Dadurch sollte dem Staat einiges an Mehreinnahmen zufliessen, ob die dann bei den aktuellen Haushaltslöchern bei den Uni's ankommen?
 
Sers
Ich geh ja auf eine Fachhochschule in Wien, wir zahlen die normalen Studiengebühren und noch 70€ pro Semster an die FH.
Dafür bekommen wir aber ziemlich viel geboten:
-gratis Papier
-gratis Druckerpatronen für Zuhause
-billige Menüs in der Mensa
-alle Skripten ausgedruckt
....
Außerdem haben wir einen Vertrag mit der FH, in dem genaue Vorschriften drinstehen. So kann die Sekertärin Probleme bekommen, wenn nicht innerhalb von 3 Tagen die Zeugnisse fertig sind.
Vergleicht mal mit einer normalen Uni. :lol:

Vor kurzem wurde im Standart (glaube ich) eine Studie veröffentlicht, wonach Studiengebühren mehr den niederen Einkommensschicht nutzen.
Wenn keine Gebühren bestehen gibt es kaum Stipendien und die Leute können sich das Studium nicht leisten.
Werden Gebühren eingeführt, werden auch mehr Stipendien erlaubt, was wieder den "Ärmeren" nutzt.
Grüße
 
Wenn keine Gebühren bestehen gibt es kaum Stipendien und die Leute können sich das Studium nicht leisten.
Werden Gebühren eingeführt, werden auch mehr Stipendien erlaubt, was wieder den "Ärmeren" nutzt.

Diese Logik verstehe ich nicht ganz. Wenn es keine Studiengebühren gibt, braucht auch niemand Stipendien. Wo soll also der Nutzen für die "armen" Studenten sein, wenn sie um die wenigen Stipendien kämpfen müssen, was sie vorher nicht brauchten. Die Anzahl der Studenten aus niedrigen sozialen Schichten wird also sinken. Das ist auch in Österreich belegt.

Außerdem wird sich die Anzahl der Studenten verringern, dabei sagen viele Studien, dass Deutschland in Zukunft wesentlich mehr hochqualifizierte Arbeitnehmer braucht, also mehr Studenten.

Zusätzlich sieht es für mich sehr danach aus, als wollte man das Hochsculwesen mit der Politk der kleinen Schritte nach und nach privatisieren. Erst dienen die Studiengebühren nur als kleine Spritze für den Haushalt der Hochschulen, später werden sie ihn wohl zum Großteil finanzieren müssen. Das die Studiengebühren hierzu enorm steigen werden ist klar. Vielleicht haben wir ja hier bald amerikanische Verhältnisse, wo studieren nur noch für Kinder von reicheren Eltern möglich ist.
 
michamab schrieb:
Außerdem wird sich die Anzahl der Studenten verringern, dabei sagen viele Studien, dass Deutschland in Zukunft wesentlich mehr hochqualifizierte Arbeitnehmer braucht, also mehr Studenten.

Aber bitte nicht nach dem Motto "Masse statt Klasse". Ausserdem kann man auch ohne Studium unter die so oft genannte Kategorie "hochqualifizierte Arbeitnehmer" gehören.
 
Jens schrieb:
michamab schrieb:
Außerdem wird sich die Anzahl der Studenten verringern, dabei sagen viele Studien, dass Deutschland in Zukunft wesentlich mehr hochqualifizierte Arbeitnehmer braucht, also mehr Studenten.

Aber bitte nicht nach dem Motto "Masse statt Klasse". Ausserdem kann man auch ohne Studium unter die so oft genannte Kategorie "hochqualifizierte Arbeitnehmer" gehören.

Deine Einwände stimmen sicherlich, trotzdem ändert dies nichts an dem Fakt, dass wir viel zu wenig Studenten haben im europäischen Schnitt und dies uns bald zum Verhängniss werden wird. Studiengebühren werden diesen Prozess nur noch beschleunigen.
 
Zuwenig Studenten? Die ETH Zürich und die Uni Zürich überlegen sich ernsthaft einen numerus clausus einzuführen!
 
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