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Bahnausbau der Zillertalbahn

snowflat

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Ja wieso nicht mal querdenken. Kann man sich die Skibusse sparen. Wenn es ne Bahn von Klosters nach Davos gibt (haben wir damals benützt fürs Jakobshorn), wieso dann nicht auch so eine neue Trasse? Wenn die Bergbahnen jeweils eine Station bekommen.
 
was i mir für Mayrhofen vorstelln könnt, wär nach dem einmaligen Serfauser Dorfbahn Prinzip -- eine U Bahn vom Bahnhof zur Ahornbahn, und die Autos raus ; des mit dera Einbahnstrassn is ja unmöglich, der Schibus is vom Bahnhof in wenigen Minuten an der Penkenbahn, auch hin zur Ahornbahn gehts dann recht schnell aber zurück dauerts ca. 5 x so lang ; was auch net schlecht wär, ne Schnellverbindung zur Horbergbahn -- am Besten ists in Kaltenbach, vom Bhf zur Gondel geht ma ca. 5 Min;
Die Horbergbahn fährt doch auf der ex MSB Strecke welche vom Werk am Haltepunkt losfuhr -- weiß jetz den Namen net, da könnt ma ne Verbindungsbahn baun ...evtl ne PB oder sowas ; für die Zugfahrer würds ausreichen ; i bin da mal mitm Bus nach Hippach gefahren, aber da fahrn mehrere Linien auf diversen Strecken, i mußt dann zum BHF zu Fuß rumlaufen, der Bus hielt irgendwo im Ort ; des war an dem tag, als plötzlich der komplette Penken menschenleer war und aussah wie ein Geisterort , - nur die Kombibahn drehte noch ihre Runden, damit ma mit der Horbergbahn runterfahrn konnt, schön windgeschützt ohne Probleme während es am Penken nur so stürmte ;
 
Würde der Natur sicher gut tun und das so geschundene Tal entlasten.

Leider hat man ja im Gebirge viele Bahnen stillgelegt, wie im Grödner Tal oder auch im Val di Fieme. Heute trauert bestimmt so manch einer diesen Bahnen nach.


Gruß!
 
Wieso gibts bei uns eigentlich keine Erschließungen per EUBs wie in Frankreich (z.B. Olympic Bahn nach Meribel)? Klar - ist eine lange Bahn, aber könnte mir vorstellen, dass das auch einiges bringen würde und zudem die Skigebiete perfekt miteinander verbinden würde!
 
Wie Dachstein schon geschrieben hat hört hinter Mayrhofen das eisenbahnfreundliche Terrain auf. Es geht steil nach oben und es wird teilweise verdammt eng.
Ferner ist das Problem, dass es außer den Seilbahnstationen im gzen Tal keine eindeutigen Aufkommensschwerpunkte gibt. Mayrhofen ist flächig gebaut und auch bei den anderen Siedlungen müsste immer noch ein Skibuss fahren, der die Feinerschließung übernimmt.
Von daher ist die Weiterfühfung der Bahn bis zur Ahornbahn vermutlich das einzig sinnvolle und umsetzbare.
Was noch gemacht werden müsste ist das Bussytem in Mayrhofen zu optimieren. Das Netz habe ich als unübersichtlich und schlecht beschildert in Erinnerung.
 
Und ich dachte beim Anklicken, dass nun endlich die Autobahn nach Südtirol gebaut wird.
Dann würde ich sogar wieder Maut in Ö zahlen.
 
Schneeloewe schrieb:
Wie Dachstein schon geschrieben hat hört hinter Mayrhofen das eisenbahnfreundliche Terrain auf. Es geht steil nach oben und es wird teilweise verdammt eng. (...) .

Genau, das Zillertal bis Mayrhofen ist ideal für eine Bahn (wobei man sich heute wahrscheinlich ärgert, dass man keine Normalspurbahn gebaut hat, und deswegen in Jenbach umsteigen muss), danach ginge es nur per Zahnrad weiter (dafür verfügt die Bahn über keinen Fuhrpark) oder aber mit umfangreichen Bauten wie Kehrtunneln etc., um die Steigungen im engen Tal zu meistern. Die Verlängerung bis zur Ahornbahn ist ggf. sinnvoll (darüber werden sich Verkehrsplaner schon ihre Gedanken gemacht haben), alles danach sind eher Gedankenspiele. Eine Bahn, die allein wegen der Fahrt Touristen anzieht wie Bernina Bahn, Glacier Express etc. kann man wegen des engen Tals und der doch kurzen Fahrtstrecke nicht schaffen.
 
Die Elektrifizierung der ZTB ist sicher sinnvoll, nicht nur in Bezug auf Reduktion der Betriebsmittelkosten sondern auch in Bezug auf den Fahrzeugeunterhalt weil die aufwendiger instandzuhaltenden Dieselmotoren komplett wegfallen. Warum man die Bahn damals ausgerechnet auch noch in der schmalstmöglichen Spur gebaut hat wäre interessant zu wissen denn enge Kurvenradien wären topologisch ohne weiteres vermeidbar gewesen. Und als so groß sehe ich den Baukostenunterschied zwischen Schmal - und Normalspur auch nicht an denn mehr als Mehrkosten für breitere Schwellen, die doppelte Schottermenge für den Gleisunterbau und etwas teurere Fahrzeuge wären eigentlich nicht angefallen.
 
Rüganer schrieb:
Und ich dachte beim Anklicken, dass nun endlich die Autobahn nach Südtirol gebaut wird.
Dann würde ich sogar wieder Maut in Ö zahlen.
Das wünsche ich mir schon lange. Die Alemagna wäre echt großartig... von Wiesing durchs Zillertal, ein Tunnel ins Ahrntal und dann über Bruneck und Cortina nach Ponte nelle Alpi zur existierenden Autobahn nach Venedig :bindafür: .
 
Das Zillertal scheint jetzt wirklich infrastrukturell gewaltig aufzurüsten.

Ich freue mich sehr, dass nun die Tiroler Landesregierung dem Ausbau und der Elektrifizierung der Zillertalbahn zugestimmt hat. Es ist ja ein Wahnsinn, jährlich auf der Zillertalbahn 1,5 Millionen Liter Diesel zu verbrennen, wenn im Zillertal das Siebenfache an elektrischer Energie erzeugt wird, als im ganzen Tal überhaupt benötigt wird.

Die Zillertalbahn wird, wenn das 150 Millionen €-Paket geschnürt ist, nicht nur funkelnagelneue elektrische Triebwagen mit der Elektrifizierung bekommen, sondern auch Doppelspurinseln, einen ganztägigen Halbstunden-Takt zwischen Jenbach und Mayrhofen, zudem einen 15-Minuten-Takt zwischen Fügen und Mayrhofen und einen Ausbau der Bahnhöfe. Ein 15-Minuten-Takt kann sich sehen lassen.

Ganz wichtig ist die Verlängerung der Zillertalbahn bis zur Penkenbahn und zur Ahornbahn.

Durch Linienverbesserungen wird zudem die Beförderungszeit zwischen Jenbach und Mayrhofen auf 45 Minuten für Regionalzüge und auf 36 Minuten für Expresszüge verkürzt. Im 150 Millionen €-Paket sind auch Bahnsteigverlängerungen enthalten, damit längere Züge fahren können.

Zwar ist es mit dem 150 Millionen €-Paket noch nicht getan, aber die großen Investitionen in die Zillertalbahn sind die Basis für weitere Fahrgaststeigerungen und ein erster Schritt dafür, dass die Verlängerung Richtung Hintertux im nächsten Jahrzehnt in Angriff genommen werden kann. Man kann nicht alles auf einmal haben, aber das Ja der Tiroler Landesregierung ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

http://www.tt.com/wirtschaft/standorttirol/10844148-91/zillertalbahn-neu-braucht-eine-sonderfinanzierung.csp
 
Die Verlängerung der Zillertal Bahn ist und bleibt ein hirngespinst, sowas teures und nutzloses machen nur die Schweizer.
 
Es ist halt Wahlkampf in Tirol ... Da werden ESL modernisiert, Zillertal bahnen verlängert, etc...
 
jack90 schrieb:
Die Verlängerung der Zillertal Bahn ist und bleibt ein hirngespinst, sowas teures und nutzloses machen nur die Schweizer.

Jaja, wir wissen schon, dass du lieber eine Autobahn bis zur Sommerbergalm bauen würdest. Zum Glück hast du aber nichts zu sagen.
 
jack90 schrieb:
Die Verlängerung der Zillertal Bahn ist und bleibt ein hirngespinst, sowas teures und nutzloses machen nur die Schweizer.


Vor ungefähr 10 Jahren wurde man auch als völliger Spinner angesehen, wenn man die Elektrifizierung der Zillertalbahn angeregt hat. Und ein attraktiver 15-Minuten-Takt galt damals als völlig illusionär. Damals hieß es im Zillertal, dass man die Zillertalbahn nicht mit der Wiener S-Bahn verwechseln soll und das es völlig unfinanzierbar und größenwahnsinnig sei, einen 15-Minuten-Takt zu fahren.

Nun, in den nächsten 3 Jahren wird man das Konzept Zillertalbahn 2020+ mit einem 15-Minuten-Takt realisieren. Aus Wien kommen schon positive Signale.

Und was die Verlängerung bis Hintertux angeht: Da gibt es schon längst eine Machbarkeitsstudie von der Universität Innsbruck. Ich gebe dir Recht: Im Paket Zillertalbahn 2020+ ist die Verlängerung bis Hintertux noch nicht; aber bis 2030 durchaus nicht unwahrscheinlich.

Im übrigen kann ich dir verraten, dass man nun ernsthaft an der Verlängerung der Montafoner Bahn bis nach St. Gallenkirch arbeitet.

http://www.vorarlbergernachrichten.at/lokal/vorarlberg/2014/10/01/die-montafonerbahn-soll-noch-viel-weiter-ins-tal-hineinfahren.vn#vnf1


OK, Montafon ist Vorarlberg und Zillertal ist Tirol. Aber auch wenn die politischen Verhältnisse nicht 1 : 1 übertragbar sind, kann ich dir trotzdem sagen, dass sich die Zeiten ganz deutlich pro Eisenbahn bzw. pro ÖPNV geändert haben.

Du vertrittst die Verkehrspolitik der 1950er Jahre, in der Auto, Auto über alles gerufen wurde. Das wäre ungefähr so, wie wenn man heute noch mit einem 8086er Prozessor rechnen würde.

Im Sommer 2015 hatte ich mir die Wochenkarte von Tirol (Verkehrsverbund Tirol) gekauft; ich hatte letztes Jahr 57,90 € bezahlt. Das war fantastisch. Ich war u.a. in Sölden, Hintertux, Kitzbühel, Mittelberg, Innsbruck, Tulfes. Ich bin kreuz und quer gefahren und habe mit etlichen Seilbahnern gesprochen und viele Seilbahnsichtigungen gemacht. Ich finde es etwas unglaubwürdig, wenn jemand ohne mit der Wimper zu zucken, für einen Tagesskipass 50 € bezahlt, aber dann ausflippt, wenn die Wochenkarte für ganz Tirol (inklusive Eurocitybenutzung übrigens!) gerade mal 57,90 € kostet. Dieses Jahr kostet die Wochenkarte für ganz Tirol 58,80 €.

Übrigens: Ein paar Seilbahner haben sich mit mir so gut unterhalten, dass sie mich sogar mit der Wochenkarte des VVT mit der Seilbahn mitfahren ließen, obwohl die Fahrausweise des VVT auf den Bergbahnen normalerweise nicht gelten. Ein Seilbahner zu mir: "Eigentlich gilt der VVT bei uns nicht, aber ich lasse Sie jetzt einfach mal so mitfahren." So kam es, dass ich mit derselben Fahrkarte sowohl Eurocity als auch EUB gefahren bin. :lach:

Zurück ins Zillertal:

2005 fuhren 1573263 Fahrgäste mit der Zillertalbahn und 2014 waren es bereits 2064688 Fahrgäste. Wenn die Verbesserungen umgesetzt sind, dann geht man von mehr als 2,5 Millionen Fahrgästen aus. Ein Erfolg, der sich sehenlassen kann. Wenn die Leute mit den Fahrkarten abstimmen, dann steigt der Druck auf die Politik, den ÖPNV auszubauen, das ist doch ganz klar, denn Fahrgäste sind nämlich auch Wählerstimmen.

Also, für 2020 bleibt die Verlängerung nach Hintertux ein Hingespinnst; da gehe ich mit dir noch d´accord. Was 2030 anbetrifft, sei dir da mal nicht so sicher.

Hier siehst du übrigens, welche Themen am Lehrstuhl für intelligente Verkehrssysteme an der Universität Innsbruck diskutiert werden:

http://www.uibk.ac.at/verkehrssysteme/lehre/diplomarbeiteneb2010.html

Da geht es nicht nur um die Verlängerung der Zillertalbahn nach Hintertux, sondern auch um den zweigleisigen Ausbau der Strecke Bludenz - St. Anton - Innsbruck, den Bau einer Straßenbahn in Bozen, den Bau einer Eisenbahn von Cortina nach Toblach, von Mals über den Reschenpass nach Landeck und vieles andere mehr.

An deiner Stelle würde ich da nicht von Hirngespinnsten reden, denn sehr oft holt sich die Politik Anregungen von den einschlägigen Lehrstühlen an den Universitäten.
 
Sobalds ans Zahlen außerhalb des Wahlkampfes geht, werden solche Projekte ganz schnell auf die Nächste Wahlperiode verschoben... Im Jahr 2030 hat das Zillertal ganz andere Probleme, als eine verlängerte Zillertal Bahn... (Überalterung, Klimawandel, reduzierter Skisport, Dumpingangebote im Tourismus, etc...)
 
Abwarten. In den letzten Jahren wurde tatsächlich einiges gemacht bei österreichischen Schmalspurbahnen. Die Zillertalbahn selbst hat neue Fahrzeuge bekommen, die Mariazeller Bahn hat einen komplett neuen Fahrzeugpark und die Traunseebahn wird derzeit mit der Straßenban Gmunden verbunden. In Innsbruck wird derzeit sehr viel Geld in die Tram investiert, aber das ist natürlich auch Großstadtverkehr.

Ich hatte das schon mal gesagt, aber das Hauptproblem sehe ich noch an der Anbindung der Bahn an die Schigebiete. Damit die Züge als wirkliche Alternative zu Schibussen anerkannt werden müssen die drei großen Gebiete ohne Umstieg auf den Buss erreichbar sein. Derzeit halte ich nur Kaltenbach für noch akzeptabel, aber es gäbe durchaus Lösungsmöglichkeiten für Mayrhofen und Zell.

Noch ein Hinweis zu den Diplomarbeiten. Da sind zwar jede Menge wirklich interessante Themen dabei, aber nur weil jemand darüber eine Arbeit verfasst heist das noch lange nicht, dass die Realisierung auch nur annähernd realistisch ist. Ich plane zur Zeit auch eine neue Bahnverbindung als Abschlussarbeit, aber die wird sicher auch nicht gebaut. Und dabei hab ich den Planungsauftrag schon von einem Unternehmen und nicht von der Hochschule.
 
bei 2 Mio Fahrten pro Jahr sind das circa 5.500 pro Tag - dem stehen 18.000 Fahrten auf der Zillertalbundesstrasse gegenüber. So viel zur Abstimmung per Fahrkarte.
Momentan ist Wahlkampf, da gibts tolle Ideen. Wenn wirklich das ganze Steuergeld ausgegeben wird, gehe ich dann aber auch davon aus, dass der Zahler Eigentümer wird.
Wofür braucht man einen 15 Minuten Takt? Hab die Züge nie so voll gesehen, dass dies benötigt wird (denn ja, das Zillertal ist nicht Wien!). Und der Takt hilft auch nur bedingt, wenn man in Jenbach warten muss.
Wofür soll man die Bahn denn bis Hintertux verlängern? Pendler (glaub ich nicht)? Tourismus? einfach so um Geld zu verschwenden?
Eine Machbarkeitsstudie ist das eine, aber rentiert sie sich auch? Und vor allem im Vergleich zum strassengebundenen ÖPNV! Das Zillertal bietet sich als Eisenbahnstrecke noch an, ab Mayrhofen ist das aber vorbei, da gehts steiler bergauf, die Täler werden schmäler. Und viele Einwohner hats da auch nicht mehr.
Gäbe da ja auch noch einige andere Täler, die man dann per Eisenbahn erschliessen müsste (Brandenberg, Alpbach, Wildschönau nur als Beispiel). Das sehe ich als Hinrgespinst...
 
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