Ich kanns immer nur wiederholen, mir bleibt die Spucke weg wenn ich das sehe, alle Achtung.
Aber was zum löten: Wenn du den im Bild gezeigten rostigen Stahl weichlöten willst, das wird nicht gehen. Jegliches Metalloxid verhindert eine Lötverbindung, weil das Lot nicht netzen kann. Stahl, auch Edelstahl, eignet sich nicht zum weichlöten. Hartlöten ist bei Edelstahl gut mit flussmittelummantelten Neusilberlotstangen möglich, das gibt auch schöne Lötknten, da das Lot gut in die Spalten fließt. Mit dem Dremel kann man nachher alles schön herrichten. Wenn man das Wikken nichht beherrscht hat man noch schneller Löcher drin als beim normales Schweißen, Elektrodenschweißen ohne Schutzgas ist bei den Blechstärken sowieso nicht praktikabel, da brennen dir selbst die Profis Löcher rein. Das Elektrodenschweißen ist erst bei Blechstärken von 3 mm und mehr wirklich praktikabel, selbst eine neuere Autokarosserie ist schon eine Herausforderung.
Mal was zu den Brennern: Schau mal im Baumarkt nach den sogenannten Mappgasbrennern (siehe Foto), den verwende ich erfolgreich für kleinflächigere Lötarbeiten. Mappgas gibt es fertig in Kartuschen, es ist etwas treurer als das Butan, dafür sind die Kartuschen größer und halten recht lange. Durch ein spezielles Gasgemisch erreichen sie auch ohne Sauerstoff die zum Hartlöten erforderlichen Temperaturen, aber nie den Schmelzpunkt von Edelstahl. Da kann der etwas ungeübte Löter einfach draufhalten bis es glüht, es besteht aber keine Gefahr der Lochbildung.
Ansonsten nimmt man die ebenfalls im Baumarkt erhältlichen Sauerstoff-Gasbrenner, die kann man mit kleinen Campingkartuschen oder der Propanflasche betreiben, die Sauerstoffflasche bezahlt man einmal und bekommt sie dann für wenig Geld wiedr gefüllt.
Gruß Tobias