Ein wirklich schöner Bericht.
Ich habe dieses Jahr den Kontrast gehabt:
Erst eine Woche 3 Vallees, dann eine Woche Dolomiten. Es waren beides tolle Wochen und ich habe in beiden Regionen Vor- und Nachteile feststellen können. Während für mich die Landschaft in beiden Destinationen bombastisch aber nicht vergleichbar war, lag der einzige Vorteil in Südtirol für mich an den schönen Hütten und deren moderaten Preisen. Sehr negativ wahrgenommen habe ich die sogenannten Industriepisten. Trotz relativ geringen Schneemengen war zwar alles befahrbar und Steine schauten auch nicht heraus, aber der skifahrerische Genuss blieb für mich auf der Strecke. Es fanden sich nur brettharte Pisten, die nach Neuschnee am nächsten Morgen blitzschnell zu Buckelpisten mutierten. Dort quälten sich etliche mittelmäßige Skifahrer hinunter und der Spaß am Fahren bleibt daher auch für den geübten Geländefahrer aus. Fährt man bei "Normalbedingungen" eine superharte schwarze Piste, ist auch dies nicht unbedingt ein Genuss und für die meisten Skifahrer sogar recht gefährlich.
Da ich persönlich auch keinen Apres Ski brauche, werde ich nach wie vor die Westalpen (Wallis und Frankreich) bevorzugen, Österreich weiterhin meiden und die Dolomiten nur dann besuchen, wenn mit möglichst wenig Betrieb zu rechnen ist.