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Bekommt München eine Seilbahn?

https://muenchenunterwegs.de/termine-und-veranstaltungen/informationsveranstaltung-seilbahn-im-muenchner-norden
Digitale Informationsveranstaltung - Vorstellung Machbarkeitsstudie Seilbahn im Münchner Norden
6. Juli 2022, 18:30 bis 20 Uhr

Das Mobilitätsreferat lädt interessierte Bürger*innen zu einer digitalen Informationsveranstaltung ein, bei der die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zu möglichen Routen für eine Seilbahn in München vorgestellt werden.

Gutachter hatten in den letzten eineinhalb Jahren die Machbarkeit einer Seilbahntrasse für den Münchner Nordosten untersucht. Auch wenn das Ergebnis dieser Machbarkeitsstudie negativ ausfiel, lassen sich daraus viele Erkenntnisse für den generellen Einsatz von Seilbahnen im urbanen Umfeld ziehen. Die Expert*innen stellen Ihnen die Ergebnisse der verkehrlichen, technisch-betrieblichen und städtebaulichen Analysen vor und geben einen Einblick in die Grobkostenabschätzung und den Systemvergleich mit den konventionellen Verkehrsmitteln. Daraus ergibt sich das abschließende Fazit und die Empfehlung der Gutachter.

Über dem folgenden Link gelangen Sie zur Anmeldung zum Zoom Webinar: https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_lw6PlwLDQFGM_UzGRenXyg
 
In der Intraplan-Untersuchung wurde eine 30-Pendelbahn untersucht.

Rund 1km Strecke und 2:50min Fahrzeit im 5min-Takt.
Investitionskosten von 7,1 Mio€
Näheres in den Unterlagen des Kreistages: https://muenchen.gremien.info/vorlagen_details.php?vid=150903100897

Wobei ich die geplante Linienführung auf direkter Linie von der Tramhaltestelle in Grünwald zur S-Bahn Höllriegelskreuth schon interessant finde, da wurden sämtliche Raumwiederstände durch Wohn- / Bürobebauung schlicht ausgeblendet.

Realisitscher halte ich da eine Seilbahn von rund 600m Länge nördlich der Tram / S-Bahn Station, jeweils direkt am Isarufer platziert. Damit wären es jeweils 300m Fußweg zur Tram / S-Bahn.

Ein umlaufendes System wäre aus Fahrgastsicht natürlich wünschenswert. Insbesondere da bei einer 30-PB und den angesprochenen Fahrrädern-/Kinderwägen die Kapazität schnell erschöpft sein dürfte.
Aber für 7,1 Mio wird es kein umlaufendes System geben, insbesondere wenn zur 2S/3S gegriffen werden muss.

Interessanter dürften da die Probleme mit dem Naturschutz werden, eine Untersuchung ist im obrigen Link enthalten.
 
Danke für die Unterlagen.
eine 30 Pendelbahn würde wohl nur zu Tagesrandzeiten ausreichen. Im Hochsommer an Wochenenden wäre so eine Anlage vollkommen überlastet. Da bräuchte man mehr als 600 p/h
 
So gern ich Seilbahnen mag - ich glaub das ist ne undurchdachte Schnapsidee und wird nix.
Es geht ja darum, dass die Straße zur bestehenden Brücke sehr steil und schmal ist. Eine Verbreiterung für (dort bislang nicht existierende Radwege) ist wegen Naturschutz quasi unmöglich. für Radfahrer ist die Strecke sehr gefährlich, für Fußgänger fast unmöglich - da passen heutzutage grad zwei Autos nebeneinander.

Also soll’s jetzt die Seilbahn richten. Wie soll das aber dann aussehen? Um Radfahrer und Fußgänger da weg zu bekommen müsste man für diese Gruppen ein benutzungsverbot für die Straße verhängen. Jedoch: wer den Münchener Nahverkehr kennt weiß, das es da nix kostenlos gibt. Man würde die Bürger also zwingen, sich ein Ticket für diese Bahn zu kaufen weil die einzige Alternative gesperrt wird.
Wäre die Bahn nachher kostenlos würds gehen. Aber wer München ein bisschen kennt…

Daran wird’s zum Schluss scheitern.
 
freerider13 schrieb:
So gern ich Seilbahnen mag - ich glaub das ist ne undurchdachte Schnapsidee und wird nix.
Es geht ja darum, dass die Straße zur bestehenden Brücke sehr steil und schmal ist. Eine Verbreiterung für (dort bislang nicht existierende Radwege) ist wegen Naturschutz quasi unmöglich. für Radfahrer ist die Strecke sehr gefährlich, für Fußgänger fast unmöglich - da passen heutzutage grad zwei Autos nebeneinander.

Also soll’s jetzt die Seilbahn richten. Wie soll das aber dann aussehen? Um Radfahrer und Fußgänger da weg zu bekommen müsste man für diese Gruppen ein benutzungsverbot für die Straße verhängen. Jedoch: wer den Münchener Nahverkehr kennt weiß, das es da nix kostenlos gibt. Man würde die Bürger also zwingen, sich ein Ticket für diese Bahn zu kaufen weil die einzige Alternative gesperrt wird.
Wäre die Bahn nachher kostenlos würds gehen. Aber wer München ein bisschen kennt…

Daran wird’s zum Schluss scheitern.


Grundsätzlich spricht nichts dagegen bei einer Pendelbahn die Station direkt in die Straßenbahnwendeschleife in Grünwald hineinzustellen.

Die Straßenbahn in München fährt mit 750 Volt Gleichstrom, sodass es kein Problem ist, die Kabinen über die Oberleitung der Straßenbahn mit einem Schutzabstand von etwa 2 Metern rüberzuheben.

Zwischen Höllriegelskreuth, wo die S-Bahn fährt, und Grünwald braucht man genau zwei Fachwerkstützen.

Da die Straßenbahn nach Grünwald alle 10 Minuten fährt, bietet es sich an, für die Pendelbahn einen 5-Minuten-Takt vorzusehen. Nun wendet jede zweite Straßenbahn an der Großhesseloher Brücke; südlich der Großhesseloher Brücke ist für die Nahverkehrsleistungen nicht mehr die Landeshauptstadt München zuständig, sondern der Landkreis München. Der Landkreis München ist mit den sehr reichen Gemeinden Grünwald, Pullach und Unterföhring der reichste Landkreis in Deutschland; ohne Probleme könnte er auch für den 5 km langen Straßenbahnabschnitt Großhesseloher Brücke - Grünwald, wo die Straßenbahn mit einem eigenen Bahnkörper stadtbahnmäßig ausgebaut ist und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 37,5 km/h sogar gegen die U-Bahn Remis hält, bei der Münchner Verkehrsgesellschaft einen 5-Minuten-Takt bestellen. Normalerweise muss man bei einer Straßenbahn mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h zufrieden sein.

In Höllriegelskreuth beträgt der Grundtakt bei der S7 Wolfratshausen 20 Minuten.

An der Ostseite des S-Bahnhofes Höllriegelskreuth ist noch Platz für eine Seilbahnstation.

In ein paar Jahren wird der Bahnsteig in Höllriegelskreuth von derzeit 140 m auf die Standardlänge bei der S-Bahn München (210 m) verlängert. Ich schätze mal, dass zwischen 2030 und 2035 die Verlängerung der S-Bahn von Wolfratshausen nach Geretsried in Betrieb gehen wird; dann wird sich auch das Verkehrsaufkommen für die Pendelbahn Höllriegelskreuth - Grünwald verbessern.

Vom geplanten Haltepunkt Menterschweige für die S-Bahn halte ich sowieso nichts, weil wir dringend die S7 Wolfratshausen anbinden müssen, weswegen ich nicht nur für die Seilbahn Höllriegelskreuth - Grünwald bin, sondern auch für die Standseilbahn Siemenswerke - Hellabrunn - Wettersteinplatz und langfristig auch für die U-Bahn-Verlängerung Mangfallplatz - Solln - Parkstadt Solln.

Was den Tarif anbetrifft, wären dann natürlich sämtliche Seilbahnanlagen im MVV-Tarif integriert; insbesondere gilt dann natürlich auch das Deutschlandticket, das am 01. Mai 2023 starten wird.

Am 10. Dezember, also in 8 Monaten, wird der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund dann bis nach Lenggries, Fall, Kufstein und Bernau ausgedehnt.
 
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