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Bergbahnen Lenzerheide übernehmen Parkbußen ...

Kakadu

Vogelsberg (520m)
Wer in Lenzerheide beim schönen Wetter letzte Woche keinen Parkplatz mehr gefunden und deshalb sein Fahrzeug im Parkverbot auf Fußwegen abgestellt und in der Folge eine Parkbuße einkassiert hatte, bleibt nicht darauf sitzen - der Bergbahnbetreiber übernimmt sie ... :D

Quelle: Ultim'ora beim tessiner TV
 
Ich habe Mühe mit solchen Aktionen, denn ich es sehr unfair, wenn Fehlverhalten für die Sünder keine Folgen hat. Viele interpretieren das nämlich, nicht ganz zu unrecht, als Freipass. Im konkreten Fall so nach dem Motto: "Ich stell mein Auto ab wo es mir gerade passt und es ist mir auch völlig egal wenn jemand behindert wird dadurch. Kostet mich ja nix selbst wenn die Polizei kontrolliert!".

Noch was: Sind die Parkplätze dort nicht gebührenpflichtig? Also das wäre dann ja oberfrech, wenn die Wildparkierer sogar noch billiger davonkämen als diejenigen, die schön brav auf einem offiziellen Parkplatz stehen!
 
Klar ist das nicht gerecht dass Sünder ( auch wen sie es in den meisten Fällen wohl nicht freiwillig taten ) billiger davonkommen als dijenigen wo sich korrekt verhalten. Packen wir die Sache aber dort an wo das wirkliche Problem besteht und torpedieren ausnahmsweise mal nicht die Lösung ( auch wenn es vielleicht nicht für alle die optimalste ist ) und dann erübrigen sich solche Aktionen und auch die nachfolgenden Diskussionen.
Nun in der Lenzerheide arbeitet man ja diesbezüglich grade an einer Gesamtlösung. Die Zubringerbahn ab Churwalden braucht aber dann 1. genügend Kapazität und 2. es braucht genug Parkplätze, auch wenn das einigen Kreisen weder politisch noch ideologisch in den Kram passt.
 
Danke Theo... es muss das Problem gelöst werden, dann erübrigt sich das Bekämpfen der Symptome!

@GMD Willst du in dem Fall wirklich "die Leut wieder heimschicken"?? Diese wenigen Tage/Wochenenden im Jahr sind genau die, in denen die meisten Skigebiete ihr Geld verdienen...
 
Downhill schrieb:
@GMD Willst du in dem Fall wirklich "die Leut wieder heimschicken"??
Das hat doch keiner gesagt, nur kann es auch nicht sein, dass diejenigen die ihr Fahrzeug rechtsgetreu abstellen mehr zahlen müssen als diejenigen, die ihr Fahrzeug rechtswidrig abgestellt haben.
Fair wäre das ganze wenn die Bahnen den Unterschied zwischen der Höhe der Buße und des Parktickets zahlen.
Meiner Meinung nach gibt es auf der Lenzerheide mehr als genug Parkplätze und wenn diese besetzt sind, würde zumindest ich nicht mehr dort Skifahren,
da auch bei weniger Betrieb alles überfüllt ist und so erst recht.
 
Theo schrieb:
Klar ist das nicht gerecht dass Sünder ( auch wen sie es in den meisten Fällen wohl nicht freiwillig taten )
Wieso nicht freiwillig? Habe noch nie was von einem Skiobligatorium in der Lenzerheide gehört, niemand ist gezwungen dort Ski zu fahren. Die waren alle sehr wohl freiwillig dort und haben sich auch aus freien Stücken dazu entschieden, falsch zu parkieren.

Downhill schrieb:
@GMD Willst du in dem Fall wirklich "die Leut wieder heimschicken"?? Diese wenigen Tage/Wochenenden im Jahr sind genau die, in denen die meisten Skigebiete ihr Geld verdienen...
Nun, rein vom Finanziellen wäre es den Bergbahnen günstiger gekommen. Denn nur wenn die Nettoeinnahmen aus dem Skipassverkauf die Höhe der Busse übersteigt hat sich das für die Bergbahnen gelohnt. Das dürfte beim Preis einer Tageskarte von Fr. 65.-- aber nicht der Fall sein. Ausserdem wurde die Aktion angeblich wie folgt gehandhabt: Mitarbeiter wurden losgeschickt um von falsch parkierten Autos die Bussenzettel einzusammeln. Dürften also auch einige Nichtskifahrer dabei gewesen sein. Ergo war das eine reine PR-Aktion, der leider das Manko anhaftet, falsches Verhalten zu belohnen. Ich gehe zudem mit burgi83 einig, zumindest die Parkgebühren hätten abgezogen werden müssen. Oder den korrekt parkiernden die Gebühren zurückzuzahlen. Denn wie gesagt, dass der Ehrliche am Schluss mehr bezahlt als der Dreiste, das finde ich doch sehr stossend

Hoffentlich bleibt das eine einmalige Sache. Machen sie das regelmässig und/oder sogar auf Ankündigung, dann braucht man kein Prophet zu sein um auf der Lenzerheide ein Chaos mit wild parkierten Autos vorherzusagen! Es gibt Spitzentage, an denen die Infrastruktur nicht ausreicht. Das ist leider nicht zu vermeiden, denn die gesamte Infrastruktur auf ein paar wenige solche Tage hin auszubauen wäre ökonomischer Unsinn und/oder evtl. gar nicht möglich. Man muss sich also darauf einstellen und rechtzeitig aufbrechen oder man riskiert halt, dass man Pech haben kann.
 
Jedes Jahr das gleiche Theater letztes Jahr war es Sörenberg...

Ich finde es interessant wenn sich Leute über Sachen aufregen an denen sie nicht beteiligt sind. Wenn einer net mit dem Auto anreist dann braucht es ihn doch gar net zu interessieren, weil er selbst net betroffen ist. Klar kann man sich Gedanken machen (is ja auch löblich) aber Jahr für jahr bei solch einer Aktion sich wirklich aufzuregen kann ich nicht nachvollziehen und ich finde das ist genug durchgekaut, evtl sollte man mal das Sörenbergtopic mit diesem verbinden.

Was ist mit den Bahnreisenden ist da auch was unfair, weil die andere Anreisepreise haben wie die Autofahrer? Die im Bus haben noch andere Preise usw


Das Leben ist eben nicht gerecht! Es ist doch viel zu kurz und zu schade sich über 2,50€ oder wieviel Franken auch immer sich aufzuregen, jeder Gedanke ist doch schon mehr wert ....

Habs da mit Theo und Downhill!
 
Oscar schrieb:
Was ist mit den Bahnreisenden ist da auch was unfair, weil die andere Anreisepreise haben wie die Autofahrer? Die im Bus haben noch andere Preise usw
Du verstehst hier den Ansatz der Diskussion nicht. Es geht darum, dass jemand der etwas verbotenes getan hat, dafür nochelohnt zu werden. Stell dir mal vor wenn jetzt alle sich nur noch ins Parkverbot stellen würden egal ob noch freie Prakplätze vorhanden sind oder nicht. Die gehen dann zu den Bergbahnen und verlangen das Geld für ihre Tickets von diesen nach dem Motto "ihr habt damals bezahlt jetzt bezahlt auch mein Ticket".
Mann wird sich damit nur mehr Feinde als Freunde machen, da der Großteil der Gäste rechtmässig geparkt hatte.
Ich glaube das Problem an der Aktion war, dass man es an die Öffentlichkeit getragen hat. Wenn man die Aktion nicht publik gemacht hätte, wären alle zufrieden und keiner hätte sich beschweren können.
 
Abgesehen von ein paar Prinzipienreitern gibt es glaub niemand der die Aktion schlecht heißt. Die Bergbahnen werden jetzt kaum an einem x-beliebigen tag auf die Idee kommen Parkbusen zu übernehmen. Genauso wenig wie ein halbwegs klar denkender Gast an einem normalen Tag auf die Idee kommt sein Auto ins Parkverbot zu stellen und mit dem Strafzettel zu den Bergbahnen zu rennen.
 
Wieso nicht freiwillig? Habe noch nie was von einem Skiobligatorium in der Lenzerheide gehört, niemand ist gezwungen dort Ski zu fahren. Die waren alle sehr wohl freiwillig dort und haben sich auch aus freien Stücken dazu entschieden, falsch zu parkieren.
Ich erwarte hier und jetzt von dir vernünftige und praktikable Vorschläge zur Lösung des Problems Parksituation Lenzerheide.
Eins vorweg: Jeder Mensch hat das Recht auf die Lenzerheide Skifahren zu gehen, und zwar wann er will und wie oft er will. Niemand hat das Recht den Zugang nach Lenzerheide dermassen einzuschränken dass das Gebiet in seiner jetztigen Grösse nicht mehr ausgelastet werden kann weil nicht alle Leute wo da hin wollen auch hin kommen. Ausserdem ist die Situation durch den Zusammenschluss mit Arosa zu berücksichtigen.
Das sind deine drei Eckpunkte die du zu Berücksichtigen hast. Also, ran an die Arbeit. Wir sind gespannt auf deine Lösungen, und zwar nur auf deine Lösungen. Prinzipienreitereischwachsinnblablabla ist hier ausdrücklich nicht erwünscht.
 
Theo und molotov you made my day! :D

Burgi83: Du hast glaub eher den Ansatz meiner Argumentation nicht verstanden, zumindest wenn deins die Antwort auf meinen Post war ...
 
Die "wirkliche Lösung" des Problems wäre eigentlich einfach – das müßte der Bahnbetreiber aber vorbereiten: er müßte im voraus einen Platz bereitstellen (und dies natürlich mit Gemeinde oder Polizei absprechen), wo noch Fahrzeuge geparkt werden können (irgend ein zugeschneiter und planierbarer Acker oder auch Straßen- oder Feldwegränder – wo es eben noch Platz hat), und dort jemanden hinstellen, der Parktickets verkauft; wer dann dort sein Fahrzeug hinstellt, bezahlt einen Fünfliber (o.ä.) und legt das Ticket hinter die Scheibe. Die Polizei büßt dann nur diejenigen ohne Parkticket – diese Bußen werden dann aber nicht übernommen ...

Aber eben – sowas braucht einen gewissen "Weitblick" und minimale Vorbereitungen ... So, wie es diesmal gelaufen ist, ist das ein PR-Gag mit schalem Nachgeschmack ...
 
Theo schrieb:
Ich erwarte hier und jetzt von dir vernünftige und praktikable Vorschläge zur Lösung des Problems Parksituation Lenzerheide.
Eins vorweg: Jeder Mensch hat das Recht auf die Lenzerheide Skifahren zu gehen, und zwar wann er will und wie oft er will. Niemand hat das Recht den Zugang nach Lenzerheide dermassen einzuschränken dass das Gebiet in seiner jetztigen Grösse nicht mehr ausgelastet werden kann weil nicht alle Leute wo da hin wollen auch hin kommen. Ausserdem ist die Situation durch den Zusammenschluss mit Arosa zu berücksichtigen.
Und wann soll das in die UNO-Menschenrechtcharta aufgenommen werden? Was sollen so unwichtige Dinge wie ein Recht auf Unversehrtheit oder Bildung etc. dort drin, freie Parkplätze für jedermann, darauf wartet die Welt doch! (Vorsicht, kann Ironie enthalten)

Also mal ganz im Ernst: Wenn es nicht genug Parkplätze hat, dann ist es Sache der Bergbahnen dem Abhilfe zu verschaffen. Wenn das vor Ort aus finanziellen, bautechnischen oder politischen Gründen nicht möglich ist, dann ist halt Kreativität gefragt! Zum Beispiel könnte man das Gespräch mit dem Militär suchen. Die haben unten bei Chur gleich neben der Autobahn jede Menge Platz und am Wochenende ist dort meistens niemand oder allerhöchstesn die Wachmannschaft. Mit einem Shuttlebus wäre man in gut 20 Minuten in Churwalden.
 
Finde das ne tolle Aktion!

Ganz ehrlich - wenn ich dort bin, und ich find kein Parkplatz (und dann bin ich vermutlich schon spät dran) und möchte nicht nochmal runter fahren oder woanders hin, dann stell ichs halt Notgedrungen iwo ab, wo ichs halt eigentlich nicht darf. Wenn der Gesunde Menschenverstand mir sagt, dass das Verbot dort nicht störend ist. Vorher wissen, dass die Situation so ist, kann ich ja auch nicht. Da hab ich echt wenige Alternativen. Wenn ich dann ein Knöllchen bekomme, und die Bergbahnen übernehmen das, weil die Situation halt so ist wie sie ist, dann fänd ich das gut und so finde ich das auch gut.

Aus Marketingaspekten und wirtschaftlicher Sicht natürlich auch sinnvoll.

Grüße,
 
Oscar schrieb:
Burgi83: Du hast glaub eher den Ansatz meiner Argumentation nicht verstanden, zumindest wenn deins die Antwort auf meinen Post war ...
Ich verstehe nich was du mit nachfolgendem Zitat aussagen willst, du vergleichst hier Äpfel mit Birnen:
Oscar schrieb:
Was ist mit den Bahnreisenden ist da auch was unfair, weil die andere Anreisepreise haben wie die Autofahrer? Die im Bus haben noch andere Preise usw
Ich weiß nicht was die andere Anreisemöglichkeiten und deren unterschiedlichen Preis mit dem Thema zu tun hat.

GMD schrieb:
Also mal ganz im Ernst: Wenn es nicht genug Parkplätze hat, dann ist es Sache der Bergbahnen dem Abhilfe zu verschaffen. Wenn das vor Ort aus finanziellen, bautechnischen oder politischen Gründen nicht möglich ist, dann ist halt Kreativität gefragt! Zum Beispiel könnte man das Gespräch mit dem Militär suchen. Die haben unten bei Chur gleich neben der Autobahn jede Menge Platz und am Wochenende ist dort meistens niemand oder allerhöchstesn die Wachmannschaft. Mit einem Shuttlebus wäre man in gut 20 Minuten in Churwalden.
Danke GMD, da sprichst du mir aus der Seele. Diesen Vorschlag habe auch schon in folgenden Threat gemacht:
http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=7&t=33218

Vielleicht kann man die beiden Threats zusammenfügen, passt dort nämlich gut rein.
Baiersbronner schrieb:
Ganz ehrlich - wenn ich dort bin, und ich find kein Parkplatz (und dann bin ich vermutlich schon spät dran) und möchte nicht nochmal runter fahren oder woanders hin, dann stell ichs halt Notgedrungen iwo ab, wo ichs halt eigentlich nicht darf. Wenn der Gesunde Menschenverstand mir sagt, dass das Verbot dort nicht störend ist. Vorher wissen, dass die Situation so ist, kann ich ja auch nicht. Da hab ich echt wenige Alternativen.
Man müsste die Besucher schon in Chur abfangen und darauf hinweisen, dass die Parkplätze knapp sind.
 
Bitte denkt daran dass das Verkehrsaufkommen, Anzahl Parkplätze und saftige Parkgebühren einen wichtigen Platz in der Raumplanungsordnung und der Umweltverträglichkeitsprüfung haben.
Und es ist wohl kaum der Sinn und Zweck der Raumplanungsordnung, wenn die festgelegte Anzahl Parkplätze mit illegalen Parkmöglichkeiten erweitert wird.

Abgesehen davon hat jeder Schweizer die Möglichkeit eine entsprechende Initiative zu lancieren, damit die Parkplätze in den Skigebieten unbeschränkt vergrössert werden können. Ob man die notwendigen 100'000 Unterschriften zusammenkriegt und auch noch an der Urne gewinnt, steht natürlich in den Sternen. Aber aufgrund verschiedener Abstimmungsergebnisse der vergangenen Zeit stehen die Karten eher schlecht.
 
Gab es eigentlich an dem Tag keine Möglichkeit mehr, ordnungsgemäß zu parkieren und auf der Lenzerheide Ski zu fahren?

Generell hätte ich besonders als Kunde, der Parkgebühren bezahlt jedenfalls wenig Lust, die Bußen Anderer mit meinem Skipass querzufinanzieren.
 
3303 schrieb:
Gab es eigentlich an dem Tag keine Möglichkeit mehr, ordnungsgemäß zu parkieren und auf der Lenzerheide Ski zu fahren?

Generell hätte ich besonders als Kunde, der Parkgebühren bezahlt jedenfalls wenig Lust, die Bußen Anderer mit meinem Skipass querzufinanzieren.
Querfinanzieren?^^ Jetzt geht's aber los. :D Noch theoretischer und einseitiger kann man die Sache nicht betrachten oder?^^
Die Parkplätze waren voll, es kamen mehr Menschen, wie die Parkplätze an Kapazität besitzen. Die Leute, die nicht so parken konnten, wie man es eigtl sollte, haben sich doch auch einen Skipass gekauft und die Lenzerheide hatte somit wesentlich höhere EInnahmen, wie an einem normalen Tag. Würden sie die Kosten nicht übernehmen, würden viele Kunden evtl nicht mehr kommen, bzw negativ über die Lenzerheide sprechen, so eher positiv. Somit finanziert hier niemand einen Parksünder quer. :lol:

Anstatt sich über Kundenfreundlichkeit zu freuen, gibt's hier ein paar Paragraphenreiter, denen, typisch mittleuropäisch, nichts besseres einfällt, als zu jammern und zu quängeln. Aber bevor ich mich wiederum über eure gewöhnungsbedürftige Sichtweise echauffiere, was ebenfalls typisch "Dauernörgler" wäre, nehme ich lieber den Unterhaltungswert mit, den ihr hier liefert :) Merci ;)
 
Die Leute, die nicht so parken konnten, wie man es eigtl sollte, haben sich doch auch einen Skipass gekauft und die Lenzerheide hatte somit wesentlich höhere EInnahmen, wie an einem normalen Tag.
Interessanter Ansatz.
Wenn das Bergbahnunternehmen mit den Einnahmen die Bussen problemlos finanzieren kann, dann ist die Marge viel zu hoch !
Bei einer Busse von mindestens 40 Franken bleibt nicht mehr viel vom Skipass übrig... :roll: Muss man schon eher als Imagepflege oder Marketinggag verbuchen.
 
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