Guest schrieb:j-d-s schrieb:Und so ne Angabe wie vom Mölltaler Gletscher mit der offiziellen Angabe "bei Schlechtwetter ist die Bahn geschlossen" geht gar nicht. Was soll das? Was konkret soll "Schlechtwetter" sein, das ist doch völlig subjektiv.
Geht gar nicht würde ich nicht sagen, wobei es schon einen fahlen Beigeschmack hat. Warum ist das so, das müsste man halt auch dazusagen, wenn man sich schon an markigen Sprüchen abkaspert:
Sie stürzen sich halt auf das Argument "Gletscher" Skigebiet mit den damit verbundenen alpinen Gefahren, was ja seitens der Eigentümergesellschaft (Haftung, amerikanische Vorsichtigkeit) irgendwo auch verständlich ist und durch den Gast der durch diese angelockt wird auch teilweise begründet ist. Und da sie -anders als z.B. KSH oder Stubai- bei tatsächlich widrigen Bedingungen kein nennenswertes Angebot in niedrigeren Lagen haben (die 6KSB ist ganz einfach die Hauptbeschäftigungsanlage und halt blöderweise zum höchsten Punkt, und für's Gesamtbild muss man dazusagen, dass sie im Hochwinter wenn z.B. oberhalb EUB nichts mehr geht und die EUB, die SL bei der Mittelstation und Schwarzkopf laufen dann sehr wohl "mit eingeschränktem Angebot" aufmachen und das kommunizieren und nicht komplett schließen), kommt in den Randzeiten der Saison eine Schließung der 6KSB quasi einer Schließung des Skigebiets gleich.
Dito im Kaunertal, da schließen sie halt gleich die Straße.
Solange sie die Kommunikation und Info darüber weiter so gut, einfach und aktuell aufrecht erhalten (damit man sich im Falle des Falles den unnötigen Weg erspart) und die gefahrene Linie -wie über weite Teile der Saison gehandhabt- gleich und unverändert ist, dann ist das für mich okay. Zudem auch aus Marketing und Publicity-Sicht verständlich (wo man ja auch kämpfen muss und sich dementsprechend wenig erlauben kann), damit man nicht ums teure Geld erst Tageskarten verkauft nur damit der Gast dann oben feststellen muss, dass z.B. die 6KSB geschlossen ist und man für den ganzen Tag nur die Mittelstationsabfahrt hat.
Versorgung durch Bergrettung, Alpinpolizei usw. wäre ein weiterer Punkt, denn die ist im Mölltal auch nicht so einfach, bräuchte man aber gerade im Falle des Schlechtwetters denn da ist ja dann Hilfe von Außerhalb (z.B. Hubschrauber) eher unwahrscheinlich. Und auch in Ischgl wurden schon weite Teile des Gebiets bei Schlechtwetter gesperrt, wenn die Sprengmannschaften nicht an die obligaten Stellen gelangen können. Sicherheit geht immer vor! Nur ergibt sich halt im Falle des Mölltaler Gletschers bei Schlechtwetter die Crux, dass du ein gehöriges Mehr an Bergrettern auf dem Berg brauchst für verhältnismäßig weniger Gäste.
Was ich jedoch auch nicht okay finde in dem Punkt, dass sie die Schließungen wegen Schlechtwetter in den Randzeiten (Saisonstart und Saisonende) schon so offensichtlich machen, weil es ohnehin 'unprofitable' Tage sind und sie das gleich als Urlaubsabbau für das Personal nehmen können. Da wird es halt dann zur Farce, wenn der Sicherheitsaspekt für finanzielle Aspekte überstrapaziert wird.
So gehört das aufgedröselt und nicht mit kurzen, knappen Sprüchen irgendwas postuliert, denn gleich wie beim Kern-Thema gibt es dazu keine pauschale Aussage.
Nunja, du hast einige valide Gründe genannt, und ich würde sogar zustimmen, dass wenn nur die EUB und der Mittelstations-SL gehen man auch gleich ganz schließen kann. Was nicht wirklich akzeptabel, allerdings verständlich ist, wenn man an Tagen mit sehr wenig Andrang schließt, das muss man dann vorher halt klar kommunizieren.
Was mein Problem ist, ist halt, dass "Schlechtwetter" auch einfach nur ein wenig Nebel sein können, möglicherweise sogar nur morgens, der sich dann lüftet. Oder wenn es schneit, das kann auch "Schlechtwetter" sein. Es gibt viele Wetterbedinungen, die man darunter subsumieren könnte, wo man den Betrieb völlig problemlos aufrecht erhalten kann.
Bei Lawinengefahr schließen alle anderen auch, nur kann es die halt auch bei schönem Wetter geben, daher würde ich das nichtmal dazu rechnen.
Ist halt etwas, das ich vom Glacier 3000 kenne. Da wird "wegen Sturms" tagelang geschlossen, wenn alle Wetterdaten und Skigebiete rundum keinen nennenswerten Wind haben, und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, dürfen "wegen Sturms" öfters auch nur Fußgänger rauf. D.h. zumindest die PB-Pisten würden eh gehen, und häufig sogar wenn Wind wäre wohl auch die Schlepper. Dass die dann alles schließen kann ich mir nur so erklären, dass sie an solchen Tagen dann halt Personal- und Betriebskosten sparen und dann Gründe vorschieben.