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Bindung - Z-Wert

Ferps

Meeresspiegel (0m)
Hallo liebes alpinforum,

da ich erst 16 bin und ich somit über das letzte Jahr etwas gewachsen bin und somit auch etwas an Gewicht zunahm, hätte ich die Frage, ob ich den Z-Wert der Bindung ohne Bedenken selbst ändern kann, wenn ich den richtigen Wert habe?

LG
 
Wenn dir es das Risiko wert ist im Schadensfall die Kosten selbst zu tragen dann ja.
Lass lieber den alten Z-Wert oder wenn du ihn unbedingt ändern willst dann lass es von einem Fachmann machen. Denn der Z-Wert ist nur eine ungefähre Angabe für die wahrscheinliche Auslösung der Bindung um den genauen Wert zu überprüfen ist eine Testmaschine eigentlich unerlässlich.
 
Ach der Z-Wert ist immer so eine Sache, siehe Neureuther am Wochenende. Mein Tiefschneeski steht auf 12, weil ich gerne mit zwei Ski wieder heim kommen
möchte, mein Pistenski steht auf 8.

Wichtig ist das die Bindung auf deinen Schuh eingestellt ist, dann kann man den Z-Wert schon mal nachjustieren.

Zwecks der Kosten im Schadensfall sehe ich etwas anders, der Nachweis das die Bindung daran Schuld ist, finde ich als schwer zu erbringen.
 
Die Änderung wäre nicht wirklich drastisch. Es würde sich nur um 1 ändern. Mal schaun ob ich dazu kommen, in ein Fachgeschäft zu gehen.
 
Man liest ja so gerne von Testmaschinen in Fachgeschäften.
Beim Verleih haben sie bis jetzt aber immer einfach die Länge des Schuhs und den Auslösewert auf der Skala eingestellt und fertig. Getestet wurde da nichts.
Und das habe ich jetzt schon in mehreren Skigebieten bei verschiedenen Händlern so gesehen.

Sollte man sich da Gedanken machen?
 
Bei keinem Leihski und bei keinem Skitest werden die Bindungen elektronisch überprüft. Bei den Profis im Weltcup ja auch nicht.
Schraubenzieher nehmen, raufdrehen und gut ist. Das is keine Wissenschaft!
 
Ferps schrieb:
Die Änderung wäre nicht wirklich drastisch. Es würde sich nur um 1 ändern. Mal schaun ob ich dazu kommen, in ein Fachgeschäft zu gehen.

Kann man so nicht sagen. Ich habe 3 unterschiedliche Ski und Bindungen alle auf mich einstellen lassen im Fachgeschäft. Der Z-Wert dabei reicht von 5,5-8. Es wurde immer noch genau den selben Kriterien eingestellt. Und das mein Freeride Ski über 10 hat ist wohl selbsterklärend.
 
Da ich nicht noch einen neuen Thread erstellen möchte, frage ich mal hier.

Weiß jemand etwas über die Salomon Performa XS? Habe ich nämlich noch von meinem Opa zuhause.
 
Also ist ja schon ein bisschen älter, trotzdem: Finger Weg von der Bindungseinstellung!!!

Warum?
Die Bindung ist ein sicherheitsrelevantes Bauteil, dass vom Fachmann eingestellt und überprüft werden muss. Natürlich kannst du dein Z-Wert berechnen, aber jede Feder in einer Bindung ist etwas anderes, das heißt, sie hat eine andere Federkonstante. Um die Bindung auf deine Eigenschaften anzupassen, musst du wissen, bei wieviel Nm deine Bindung auslöst; das geht nur mit maschineller Hilfe.

zu den Kosten:
Wenn deine Bindung vom Fachmann eingestellt ist und es passiert was, haftet der Händler und muss zahlen. Fängst du an, daran rum zu schrauben, verlierst du den "Schutz" des Händlers und bist selbst verantwortlich.
 
Leini schrieb:
zu den Kosten:
Wenn deine Bindung vom Fachmann eingestellt ist und es passiert was, haftet der Händler und muss zahlen. Fängst du an, daran rum zu schrauben, verlierst du den "Schutz" des Händlers und bist selbst verantwortlich.
Gibts irgendeinen bekannten Fall, wo schon jemals der "Fachmann" zahlen musste wenn Zitat: "es passiert was".
:?:

Bei Atomic gabs mal ne Rückrufaktion bei der Race 412 Bindung davon war ich selbst betroffen. Aber sonst...
 
Leini schrieb:
zu den Kosten:
Wenn deine Bindung vom Fachmann eingestellt ist und es passiert was, haftet der Händler und muss zahlen.

Nein.Wenn der "Fachmann" damals nach den gegebenen Werten eingestellt hat und seine Maschine geeicht war und eingestellt hat was die Maschine errechnet hat trifft auch ihn keine Schuld.

Gab meines Wissen auch noch keinen so einen Fall.Sportgeschäfte die nach DIN-Normen einstellen werden auch vom TüV überprüft und vom DSV zertifiziert.

Gibt ja auch noch Materialermüdung bei solch sensiblen Teilen oder generelle Produktfehler die zu einem Unfall führen könnten.Außerdem unterschreibt der Kunde bei Abgabe einen Haftungsauschluss gegenüber dem Händler und bestätigt das seine Angaben korrekt sind.

Und Whistlecarver sagt das völlig richtig.Lieber die 5-10€ investieren als später auf der Schnauze zu liegen...Außerdem kann deine Bindung über die Saison beschädigt worden sein.

Der obere Teil von Leinis Aussagen stimmt natürlich.
 
Und was machst du wenn der Fachmann für einen Freeride-Ski einen Z-Wert von 8 errechnet und sich weigert das Ding auf höher einzustellen?
 
Jaja der "Fachmann"... der stellt die Ski auch nur anhand seiner Tabelle ein.
z.B. bekomm ich im Laden anhand meines Fliegengewichts die Ski eingestellt auf:
4 (wenn ich sag ich bin Anfänger)
5 (wenn ich sag ich bin Normalo)
6 (wenn ich sag ich fahr gut)

Fahr ich dann mit 6 richtig in eine Buckelpiste rein oder mit Vollgas in den Auslauf der Fodoma in Arabba, fliegt mir die Bindung um die Ohren.
Alles schon passiert.
=> Bitte nicht immer so pauschalisieren, den "richtigen" Wert für alle Fälle gibt es nicht...
 
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass für den Normalo die Einstellung nach Tibia+ Schuhsohlenlänge am sinnvollsten ist, da diese Methode in etwa die Belastbarkeit der Knochen darstellt.
Das Gewicht sagt eigentlich nichts über die Belastbarkeit des Knies aus. Aber natürlich ist die Einstellung nach Tibia und Sohlenlänge auch zeitlich aufwändiger als mal kurz auf der Tabelle nach
Gewicht nen Z-Wert abzuschreiben.
Moderne Bindungseinstell-Automaten berechnen nach Tibia+Sohlenlänge+Gewicht und Alter einen Z-Wert der zu 95% passt, wenn die Biundung dann nach diesem Wert auch eingestellt wird
gibt es kaum noch Fehlauslösungen. Daß diese Methode scheinbar nur noch von sehr wenigen Händlern benutzt wird ist eigentlich schade. Ist wohl dem Kostendruck zum Opfer gefallen.
Früher gab es die Gewichtsmethode gar nicht, ja sie war Anfangs sogar beim DSV verpöhnt.

Bzgl. Haftung: Normalerweise archiviert ein Sportgeschäft die Einstellungsprotokolle der Bindung, somit kann eine ordungsgemäße Einstellung dokumentiert werden und eine Haftung vermieden werden.

P.S: Ich habe nicht im Forum "Bindungslehre" studiert, sonder knapp 15 Jahre den Schih-Service des elterlichen Betriebes gemacht ;)
 
Lord-of-Ski schrieb:
Und was machst du wenn der Fachmann für einen Freeride-Ski einen Z-Wert von 8 errechnet und sich weigert das Ding auf höher einzustellen?
Als Kunde steht dir natürlich frei den Wert höher zu drehen.Wir dürfen das soweit ich weis nicht machen auch nicht auf ausdrücklichen Wunsch.
Ich persönlich hab meinen Freerideski auch über den errechneten und eingestellten Wert rausgedreht.

Aus einer Tabelle wird das zur Einstellung mit der Gewichtsmethode nicht abgelesen,folgende Faktoren entscheiden über den empfohlenen Auslösewert:Gewicht,Größe,Alter und Fahrkönnen.Außerdem muss jede Bindung wiegesagt geprüft und eingestellt werden da Z-Wert 8 nicht gleich Z-Wert 8 auf einer anderen Bindung ist.
So pauschal darf man das nicht sagen.

Ich glaub auch nicht das es schon besonders viele Fälle gab in denen eine möglicherwiese zufrüh oder zuspät auslösende Bindung von rechtlicher Relevanz war oder ist euch da was bekannt?

Die korrekte Einstellung ist ja auch nicht das einzige Ziel der Einstellung,es geht ja auch darum die Bindung zu überprüfen ob sie technisch in Ordnung und "Verkehrssicher" ist.
 
skier3000 schrieb:
folgende Faktoren entscheiden über den empfohlenen Auslösewert:Gewicht,Größe,Alter und Fahrkönnen.
Eben. Und das reicht halt nicht. Weil drei von diesen Faktoren fix sind und der vierte nur begrenzt variabel ist "laut Tabelle".

skier3000 schrieb:
ob sie technisch in Ordnung und "Verkehrssicher" ist.
Wenn sich bei einem Auto bei 200 km/h die Räder lösen ist das auch nicht "verkehrssicher".
Ebensowenig Skibindungen die bei zu hoher Belastung plötzlich aufgehen.
 
Auch wenn Du sicher wesentlich mehr Ahnung hast als ich.
Meine Bindung wird seit über 30 Jahren fast ausschließlich vor Ort von den Leuten nach Gewicht, Fahrkönnen, Größe und ungefährem Trainingszustand eingestellt und ich hatte noch nie eine Fehlauslösung sowie ebenfalls noch nie ein vedrehtes Knie, weil der Ski nicht abgegangen wäre.
Einmal habe ich in D einen RS Ski gekauft und dann haben die meinen Tibiakopf gemessen und hätten bei sportlicher Fahrweise maximal 6 eingestellt bzw. einstellen dürfen. Für einen RS Ski wohlgemerkt.
Der Verkäufer hat dann gesagt, dass er mich mit dem Ski und dem Wert nicht fahren lassen wolle und hat ein größeres Tibiamaß aufgeschrieben, so dass wenigstens 8 eingestellt werden konnte.
Ich halte von der Tibiamethode sehr wenig und ich glaube auch nicht, dass das Maß des Knochens viel über die Belastbarkeit des Gelenkes aussagt. Viel wichtiger ist der Band- und Muskulaturapparet.

OliK schrieb:
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass für den Normalo die Einstellung nach Tibia+ Schuhsohlenlänge am sinnvollsten ist, da diese Methode in etwa die Belastbarkeit der Knochen darstellt.
Das Gewicht sagt eigentlich nichts über die Belastbarkeit des Knies aus. Aber natürlich ist die Einstellung nach Tibia und Sohlenlänge auch zeitlich aufwändiger als mal kurz auf der Tabelle nach
Gewicht nen Z-Wert abzuschreiben.
Moderne Bindungseinstell-Automaten berechnen nach Tibia+Sohlenlänge+Gewicht und Alter einen Z-Wert der zu 95% passt, wenn die Biundung dann nach diesem Wert auch eingestellt wird
gibt es kaum noch Fehlauslösungen. Daß diese Methode scheinbar nur noch von sehr wenigen Händlern benutzt wird ist eigentlich schade. Ist wohl dem Kostendruck zum Opfer gefallen.
Früher gab es die Gewichtsmethode gar nicht, ja sie war Anfangs sogar beim DSV verpöhnt.

Bzgl. Haftung: Normalerweise archiviert ein Sportgeschäft die Einstellungsprotokolle der Bindung, somit kann eine ordungsgemäße Einstellung dokumentiert werden und eine Haftung vermieden werden.

P.S: Ich habe nicht im Forum "Bindungslehre" studiert, sonder knapp 15 Jahre den Schih-Service des elterlichen Betriebes gemacht ;)
 
Also nochmal kurz zur Haftung. Hab ich vielleicht auch ein bisschen schlecht formuliert: Der Skiservice haftet nur, wenn er den Wert falsch eingestellt hat. Hat er ihn richtig eingestellt und du drehst dran rum, bist du der Hirsch. Ob das jemals kontrolliert wird, weiß ich nicht, aber so ist meines Wissens die Lage (zumindest laut Skilehrer-Ausbildung).
Ich habe meine Ski auch in D einstellen lassen, aber mein Knie wurde noch nie vermessen, statt dessen wurde immer nach Größe, Gewicht, Fahrkönnen, Alter und Sohlenlänge gefragt; Fehlauslösungen gab es noch nie.

und @Olik: Das Gewicht und die damit verbundene Statur sagt schon etwas über die Belastbarkeit des Knies aus. Wenn jemand dick ist, trägt das Knie zwar das Gewicht (und wird vermutlich auch überlastet sein), aber mehr nicht. Bei einem trainierten Sportler sind die Muskeln, Sehnen etc. trainiert und somit belastbarer.

Meine Meinung: 10 € im Sportgeschäft sind es Wert, um schauen zu lassen, ob die Bindung i.O. ist und funktioniert.
 
Haftung hab ich immer schon als mein eigenes Problem betrachtet. Letztendlich ist jeder für sein Material selber verantwortlich. Sonst müssen wir noch den Ski-TÜV einführen.... nein danke.
Passt aber in die Zeit, heutzutage müssen auch an jeden Baum orangene Polster damit ja keiner mehr lernt, seinem Können und den Verhältnissen entsprechend skizufahren.
Passiert trotzdem was, wird dann halt gegen den Liftbetreiber geklagt. :?
 
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