für Berg-Seil- und Sesselbahnen gibt es innerhalb der gültigen Normen besondere Anforderungen an die Erdung und den Blitzschutz.
Nach meinen Beobachtungen beim Skifahren, werden die in unseren Haupturlaubsgebieten Östereich und Italien nicht ausreichend beachtet.
Trotzdem sind die Anlagen schon aufgrund ihres Aufbaus aus Stahlmasten, mit Ihren natürlichen Erdungen in den Fundamenten, den Fahrseilen und den Metallkabinen ziemlich eigensicher.
Im Prinzip werden alle Stahlmasten
am Fußpunkt geerdet. Die Seibahnbetriebsgebäude erhalten einen
Äußeren Blitzschutz, der teilweise nicht immer den in der EU geltenden Normen entspricht.
Ob auch der Innere Blitzschutz, also Überspannungsschutz eingebaut wird, konnte ich nicht feststellen, werde mir aber bei meinem nächsten Winterurlaub die Ausführung der Blitzschutzanlagen mal genauer ansehen.
Meiner Meinung nach brauchen Sie bei der Benutzung einer Bergbahn während eines Gewitters keine Angst haben, weil die Metall-Kabinen einen s. g. Fahradayschen Käfig bilden, in den Blitzströme nicht eindringen können.
Aufgrund der empfindlichen elektrischen-und elektronischen Systeme in den Anlagen könnte es aber bei einem einschlag zu Betriebsausfällen kommen.
Ich gehe davon aus, dass man für solche Fälle ein Notfahrprogramm hat, um die Passagiere wieder sicher ins Tal zu bekommen.
Bei Sesselbahnen wäre ich etwas vorsichtiger und würde bei einem Gewitter lieber eine feste Behausung aufsuchen. Also bei aufziehendem Gewitter nicht mit der Sesselbahn fahren.
Im Prinzip kann Ihnen auch da nichts passieren, weil der einschlagende Blitz die Seile, oder Masten trefffen würde und Sie da oben wie der Vogel auf der Starkstromleitung keine "Erdung haben".
Durch Ihren Körper kann nur dann ein Blitzstrom fließen, wenn der Blitz Sie direkt trifft.
Trotzdem, "Vorsicht ist die Mutter der Pozellankiste".
MfG Reiner Menzel
MS Blitzschutz