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Blitzschutz ?!

selber
Man erdet aber aktive Leiter an denen gearbeitet wird?
war schon etwas verwirrend geschreiben.

Aber ein Seilbahnseil ist doch kein Stromkabel?!?!
Ein Wasserleitungssystem und eine Heizung sind auch keine Stromkabel und sind über den Potentialausgleich/ Erdungssystem eines Hauses und mit der ERDE verbunden.
Wenn man etwas geerdetes mit einem unter spannungstehenden Leiter berührt entsteht ein Kurzschluß und die Sicherung des Leiters löst AUS. Ist nicht geerdet löste die Sicherung NICHT AUS. Dann steht die Spannung weiterhin an und somit besteht Lebensgefahr.
 
^^ Jo! Aber bei der Seilbahn wird geerdet wenn die Bahn nicht im Betrieb ist!

Außerdem nicht verwirrend geschrieben. So heißt das nunmal! :-)


D.h. also ich setze mein Leben jedesmal auf Spiel weil das Seil nicht geerdet ist?

Das Seil ist aber über die Rollen geerdet.
Also kann die Erdungsstange eigentlich nur etwas mit dem Blitz zu tun haben!

8)
 
D.h. also ich setze mein Leben jedesmal auf Spiel weil das Seil nicht geerdet ist?
dazu ein Kommentar von Reiner Menzel MS Blitzschutz
für Berg-Seil- und Sesselbahnen gibt es innerhalb der gültigen Normen besondere Anforderungen an die Erdung und den Blitzschutz.

Nach meinen Beobachtungen beim Skifahren, werden die in unseren Haupturlaubsgebieten Östereich und Italien nicht ausreichend beachtet.

Trotzdem sind die Anlagen schon aufgrund ihres Aufbaus aus Stahlmasten, mit Ihren natürlichen Erdungen in den Fundamenten, den Fahrseilen und den Metallkabinen ziemlich eigensicher.

Im Prinzip werden alle Stahlmasten
am Fußpunkt geerdet. Die Seibahnbetriebsgebäude erhalten einen
Äußeren Blitzschutz, der teilweise nicht immer den in der EU geltenden Normen entspricht.

Ob auch der Innere Blitzschutz, also Überspannungsschutz eingebaut wird, konnte ich nicht feststellen, werde mir aber bei meinem nächsten Winterurlaub die Ausführung der Blitzschutzanlagen mal genauer ansehen.

Meiner Meinung nach brauchen Sie bei der Benutzung einer Bergbahn während eines Gewitters keine Angst haben, weil die Metall-Kabinen einen s. g. Fahradayschen Käfig bilden, in den Blitzströme nicht eindringen können.

Aufgrund der empfindlichen elektrischen-und elektronischen Systeme in den Anlagen könnte es aber bei einem einschlag zu Betriebsausfällen kommen.

Ich gehe davon aus, dass man für solche Fälle ein Notfahrprogramm hat, um die Passagiere wieder sicher ins Tal zu bekommen.

Bei Sesselbahnen wäre ich etwas vorsichtiger und würde bei einem Gewitter lieber eine feste Behausung aufsuchen. Also bei aufziehendem Gewitter nicht mit der Sesselbahn fahren.

Im Prinzip kann Ihnen auch da nichts passieren, weil der einschlagende Blitz die Seile, oder Masten trefffen würde und Sie da oben wie der Vogel auf der Starkstromleitung keine "Erdung haben".

Durch Ihren Körper kann nur dann ein Blitzstrom fließen, wenn der Blitz Sie direkt trifft.

Trotzdem, "Vorsicht ist die Mutter der Pozellankiste".

MfG Reiner Menzel
MS Blitzschutz

Also kann die Erdungsstange eigentlich nur etwas mit dem Blitz zu tun haben!
Ich werde mal die Blitzexperten fragen.
@ram frage doch bitte mal eine Liftgesellschaft an, die müßten es doch an besten Wissen.
 
Hier die Frage an den Blitzschutzexperten und die Antwort:
hallo Reiner, danke für die Infos!
Sicher kannst Du auch beantworten warum bei Wartungsarbeiten einer Seil oder Sesselbahn mit einer Erdungsstange geerdet wird. Hat das etwas mit einem möglichen Biltzschlag zu tun?
Frage gilt natürlich auch an alle.
Hallo Michael,
das ist nicht mein Fachgebiet, ich kann mir aber vorstellen, dass das ein Kurzschließseil ist, das ähnlich wie bei Arbeiten an Starkstromanlagen verhindern soll, das verschleppte Spannungen zu Unfällen während der Wartungsarbeiten führen können.

Vielleicht kann ein Elektrofachmann hierzu antworten.

Gruß Reiner
Erkärung meinerseits: verschleppte Spannungen = einer zieht ein Verlängerungskabel über das Seilbahnseil wobei das Kabel beschädigt wird und somit das Seil "unter Strom" setzt. Ist geerdet löst die Sicherung des Verlängerungskabel aus. Ist nicht geerdet steht das Seil unter Spannung. Folge Lebensgefahr für den der es berührt.
Daher nach wie vor meine Meinung das die Erdungsstange kein Blitzschutz ist.
Um ganz sicher zu sein müssen wir die Seilbahner fragen!
 
OK hab mich da mal schlau gemacht! Ein alter Eisenbahnen (Mein Vater hat mir das mal erklärt! Bei der Eisebahn werden diese Erdungstangen aus folgendem Grund installiert:
-Der Widerstand des Isolators an dem beiden Schaltenrn der Fahrleitung hat 100k Ohm. Das ergibt sich aufgrund des Stahlstaubes der Bremsbeläge der sich auf dem Porzelan ablagert. Das heisst auf der Leitung ist immer noch eine kleine Spannung. Berührt jetzt ein Arbeiter mit seinen 50k Ohm die Leitung ergibt sich ein Strom von maximal 600 miliampere der über den Körper fliesst. Die Erdungsstange unterbindet diesen Effekt. Bei der Seilbahn wird diese System angewannt um das überspringen von Elektrostatischen Ladungen auf das Seil zu verhindern. das sogenannte Elmsfeuer. Das Elmsfeuer ist eine Funkenentladung an hohen Gegenständen. Es tritt bei starken Spannungsdifferenzen zwischen dem Boden und der Luft auf. Das Elmsfeuer wurde u.a. an Kirchturmspitzen, Schiffsmasten, Bergspitzen und Stacheldrahtzäunen beobachtet. Es tritt nur sehr selten auf. Wenn man ein Elmsfeuer in der Nähe sieht, besteht höchste Gefahr eines Blitzschlages. Die starke Spannungsdifferenz kann sich auch dadurch zeigen, daß einem die Haare zu Berge stehen. Auch wenn dies "lustig" aussehen mag, hat man in diesem Fall den Ort sofort zu verlassen, da ein Blitzschlag unmittelbar bevorsteht.
 
k2k schrieb:
Also ich würds mir so erklären: Bei der PB sind die Tragseile standardmässig unabhängig geerdet (oder isoliert durch Ummantelung, das könnt ich mir auch noch vorstellen), deshalb sind dort keine nötig.
Beim Zugseil sind zwei nötig, weil dieses an den Gondeln unterbrochen ist. An der 4KSB läuft das Förderseil durch, deshalb braucht man nur eine Erdungsstange.
Dass man die Dinger überhaupt braucht, denk ich, ist der Fall weil man möglicherweise im Sommer die Stromversorgung unterbricht und eine Erdung der Anlage über dieses somit nicht gegeben ist.

(Ich hoffe jetzt kommt nicht ein gewisser Claus und schmeisst meine Theorie über den Haufen... )

Na, dann wollen wir mal. ;-)
Bei Pendelbahnen sind die Tragseile elektrisch unabhängig, folglich werden sie getrennt geerdet. Zugseile sind an den Kabinen unterbrochen, das stimmt auch (wenn es auch da Ausnahmen gibt, darauf kommt es aber jetzt nicht an). Sogar bei Umlaufbahnen wird teils in jeder Station geerdet, um möglichst kurze Strecken zwischen den Erdungspunkten zu haben.

Die Erdungsstangen werden normalerweise nur bei längerem Stillstand der Anlage aufs Seil gehängt. Im Winter sehr selten.
Das Seil wird normalerweise in den Stationen dauergeerdet. Nur kann man das leider nicht besonders gut, da die elektrisch leitfähigen Rollenfütterungen eben noch einen relativ hohen Widerstand haben. DM hat sogar mal Erdungsbolzen in den Seilscheiben ausprobiert. Da waren in der Seillauffläche gefederte Bolzen enthalten, die auf das Seil gedrückt haben und es mit Erde verbanden. Nachteil all dieser Methoden: Die Kontaktfläche ist relativ klein. Bei den Erdungsbolzen in den Scheiben hat es sogar Brandstellen im Seil gegeben, wenn ein Blitz eingeschlagen hat, weil der abzuleitende Strom durch eine sehr kleine Fläche muß.
Ist die Anlage in Betrieb, ergeben sich ständig neue Berührpunkte, sodaß die Gefahr von Brandstellen recht klein ist. Steht die Anlage aber, dann würde jeder Blitz über die gleiche Stelle abgeleitet ud damit das Seil an den äußeren Litzen so anbrennen, daß das Seil schwer beschädigt wird. Die Erdungsstange dagegen hat eine relativ große Berührfläche (das ist die Erklärung für die viel zu groß erscheinende Klemme) und ist direkt in der Station mit der Erdung verbunden. Meistens geht das Kabel der Stange zum Fundamenterder, der an irgendeinem Betonsockel herausschaut. So etwas hat übrigens auch jede Stütze.
Bei Unterbrechung der Stromversorgung werden zwar die Erdungsschalter außer Funktion gesetzt, doch diese dienen zur Überbrückung einiger Sicherheitsstromkreise. Das Seil wird auch bei eingeschalteter Stromversorgung nicht besser geerdet, als mit der Erdungsstange oder Erdungsklemme.
Außerdem kann man bei hydraulisch gespannten Anlagen die Stromversorgung nicht ganz abschalten, die Spannhydraulik muß noch überwacht werden.
 
mic schrieb:
[ ... ] Und diese Erdungsstange erfüllt eben die Sicherheitsregel 4. Will sagen wenn von irgendwoher eine Spannung kommt fliegt die zugehörige Sicherung wegen der Erdung (satter Kurzschluß gegen Erde) heraus. Das kann man wie gesagt auch bei der Eisenbahn oder Seilbahn sehen. Wenn daran gearbeitet wird, sind diese Stangen, zur Sicherheit der Mitarbeiter, zu setzen. Mit dem Blitzschutz hat das nix zu tun. Das ist ein anderes Thema. So ein Blitzschlag sucht sich an einer Seilbahn schon seinen Weg über das Seil. An den Gummirollen springt der Biltz einfach über (ist ja sein Job!).

Tut mir leid, aber das ist kompletter Blödsinn. Was Du erzählt hast, gilt für Arbeiten an Leitungen, die der Stromversorgung dienen. Das ist bei einem Bahnseil nicht der Fall. Wenn der Blitz an einer Seilrolle überschlägt, dann ist das Seil meistens hinüber. Zwar sehen die Stangen genauso aus, jedoch haben sie mit den Sicherheitsregeln bei Arbeiten an Energieversorgungsanlagen nichts zu tun.
 
Ahh ja Mic: Letzetn Freitag hat ein Bauarbeiter im Basler Bahnhof eine Erdungsstange an eine Fahrleitung gehängt die eigeschaltet war. Und das erst noch nicht so wies vorgeschrieben ist zuerst mit dem Rücken der Stange ans Seil um zu schauen ob Spannung drauf ist sondern gleich Rums Hacken drauf! Und Peng 15000V Ein Dopperschlag und Funkenregen! Dan konnte er nur noch Kopf einziehen und Rennen. :lol:
Tja Deppen gibts halt! Besser wers noch gewesen wenn er zuerst die Stange eingehängt und danach die Klemmen an die Schienen montiert! :lol: dann währ das Problem gelöst gewesen! :D
^^Letzten Satz nicht allzuernst nehmen

Dafür war 15min Stromausfall auf Gleis 14 und 15
 
boah MM klasse. Wenn ich mal wieder in Weil bin, werde ich mal nach Basel rübergehen und Ihn fragen ob er das nochmal machen kann. Damit ich ein paar Bilder machen kann :lol:
 
Naja, man weiß ja nie. Manchmal weiß ich nicht, wie oft man etwas sagen muß ;-)
Ich erinnere mich nur an die Diskussion mit den Head-Skiern.
Ich gebe ja nur dann meinen Senf ab, wenn ich mir meiner Sache sicher bin und bleibe dann auch bei dem, was ich gesagt habe.

mic schrieb:
nachdem MM es erklärt hat kann kommt wieder der Herr :schlaumeier:

Oh, danke. Es freut mich, wenn Ihr meine Kompetenz anerkennt.
Haha.
 
Ich wärme das alte Thema mal wieder auf.

Sind die Erdnungsstangen eigentlich an neuen Anlagen noch vorgeschrieben/vorhanden?

Mir ist gerade bewusst geworden, dass ich die an neuen Anlagen schon länger nicht mehr gesehen habe. So zumindest mein Eindruck.

Liege ich da richtig?
 
Die müsste es nochgeben. Blitze gibt es ja auch noch.
Die Gefahr ist nicht kleiner geworden. :D

Ich überlege nur gerade wo die sitzen.
Bei DLine z.B. wüßte ich jetzt nicht.

Kenne welche die oben auf den Laufsteg vorne wo das Seil in die Station läuft oder rausgeht sitzen.
 
Erdungsstangen gibt es immer noch.
Bei der D-Line sind sie ausfahrseitig montiert.
Gleich wie bei der UNI-G.
Natürlich mit einem Endschalter überwacht.
 
Ist eh eine komische Sache. DM UNI-G mit Bj 2005 und 2016 haben keine, Leitner mit Bj 2007 sind welche vorhanden werden aber nicht verwendet, DM D-Line Bj 2020 habe ich glaube ich welche gesehen wobei diese wahrscheinlich auch kaum je verwendet werden um uns so nicht ein paar Betriebsoptionen zu nehmen.
Alle diese Anlagen haben eine Sisag Steuerung und evt. bauen die ihr Zeug so dass es diese Erdungsstangen bei ihnen nicht braucht.
 
Ja bei Sisag Steuerung weiß ich es nicht.

Wir haben Elin, DM, STG und Leitner Steuerungen und die haben alle eine Erdungsstange.
Egal ob Bj. 1985, 1998, 2000, 2001, 2003, 2005, 2014, 2020,

Auch die alte Kapellen mit 1995 hatte Erdungsstangen.
Also ich kenne es nur so und normalerweise muss jede Anlage eine haben wenns mich nicht täuscht.
 
Wir haben an der Rossalmbahn mit Siemens Steuerung genau eine Erdungsstange an der Talstation ausfahrt und sonst keine. (Girak)
An der Leitner Scheibelbergbahn haben wir 4 Stück, also in jeder Station 2 Stück, wobei es meiner Meinung nach keinen Unterschied macht ob die am Seil sind oder nicht, wenn ein richtiger Blitz einschlägt sind immer die selben Teile geschossen.
Bei den Schleppliften haben wir keine Erdungsstangen, sind allerdings Diesellifte, da erden wir nur über den Erdungsschalter die Steuerleitungen.
Allgemein muss ich aber sagen dass die Rollengummis sowie die Einlageschnüre der Seilscheiben elektrisch leitend sind und so bei Blitzschlag eh schon gut geerdet.
 
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