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Börsianer im AF

Quasi wie eine Art Schneeballsystem...
 
Idealerweise hätte man das wohl schon vor einigen Wochen machen müssen. Aber das ist die Schwierigkeit, man kennt die Höchst- und Tiefststände immer erst hinterher.
 
:sauer:
David93 schrieb:
Idealerweise hätte man das wohl schon vor einigen Wochen machen müssen. Aber das ist die Schwierigkeit, man kennt die Höchst- und Tiefststände immer erst hinterher.

Ja, das ist immer so das Fiese an den Börsen - der richtige Zeitpunkt. Erst recht, weil es in Retrospektive am Chart derart simpel klar ist, wie es "richtig" gegangen wäre. Im Unterschied zu bspw. nach einen Tag im Tiefschnee, nach dem man in Retrospektive auch nicht so einfach sagen kann, welche Hänge signifikant besser oder schlechter gewesen sein dürften. Dafür der Schnee-Ausblick auf die kommenden Tage einfacher ausfällt, als an der Börse :-)

Falls man jetzt auch mit -10% ggÜ den kürzlichen (Allzeit-)Höchstständen verkauft - ist das immer noch ein absurd ergiebiger Goldesel gewesen, wenn man vor ein paar Jahren eingestiegen ist. Etwas aus einem DOW/NASDAQ Charts herausgezoomt, ist der Abwärtspfad -- medial dzt als der "Börsenabsturtz" betitelt -- gar nicht zu ekennen...

Wobei jetzt nur der US Kram gemeint ist, wie es mit heimischen Papieren aussieht, weiß ich nicht so - wohl so ähnlich? War überwiegend in den üblichen Tech-Dingern drinnen, plus ein wenig Konventionelles wie Warren-Buffet, oder Mastercard.

Dazu vielleicht ein Zitat aus der heutigen NZZ:
Buffett-Indikator: [...] Warren Buffett setzt die Börsenkapitalisierung eines Landes in Relation zu seiner Wirtschaftsleistung. Derzeit kostet der amerikanische Aktienmarkt unerreichte 200 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP). Der frühere Höchstwert von 140 Prozent stammt aus dem Jahr 2000, bevor die New-Economy-Blase platzte. Auch Buffett selbst traut der Lage nicht mehr. Er hat massenhaft Aktien verkauft und hortet inzwischen über 300 Milliarden Dollar an Cash.

Gehalten habe ich in US einzig Inflationsindexierte Anleihen TIPS ...
Man wird nicht reich damit, aber für Angsthasen wie mich ganz fein, es gibt sie auch vom Bund:
https://www.deutsche-finanzagentur.de/bundeswertpapiere/bundeswertpapierarten/inflationsindexierte-bundeswertpapiere
(Etwas vereinfacht, man bekommt 0.1% od. 0.5% p.a. plus die leider beschönigte offizielle europäische Inflation lt. HVPI. Der aktuelle Handelswert richtet sich hingegen nach der aktuellen "Inflationserwartung der Märkte", ist aber egal wenn man bis zur Fälligkeit hält, bzw. weitgehend gaga weil real nichts vorhersehbar ist).

Gesetzt den Fall, die Weltwirtschaft wandelt sich vom globalen schrankenlosen "Profit-First" System, hin zu einem zunehmend unvorhersehbaren animalischen System:

Was meint ihr?
Welche Bereiche werden hier in Zukunft eher gefragt sein?

- Big-Tech? - Energie? - Rohstoffe? - Industriegüter? - Konsumgüter? - Versicherungen? - Luft& Raumfahrt?
+ Eher Globalkonzerne? + Nationale? + Oder gar deutsche Spezialisten, zb. Mechatronik? + Irgendwelche Nischen mit Ausblick?
# Länder wie Türkei oder Marokko?
% Irgendwelche netten ETF ? (nicht MSCI global, emerging etc... sind ja zumeist an US Börsen gehandelte US-Konzerne drinnen)

Rüstung geht nicht.

Sehr viel wird sich ändern in den kommenden Zeiten, man muss schon ein wenig knobeln jetzt....
 
Also ich hab im Wesentlichen MSCI World und EM IMI...natürlich jetzt auch ordentlich gefallen, aber ich bleib dabei.
 
time in the market beats timing the market
 
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