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Brexit: Good bye UK

3303 schrieb:
noisi schrieb:
3303 schrieb:
Die Diskussion über „undemokratische“ Aspekte des Mehrheitswahlrechts hat aber doch mit dem Referendum zunächst mal nichts zu tun. 17,4 Mio. wählten „leave“ und 16,1 Mio. „remain“. Das ist Demokratie.
Nicht, dass ich den Austritt gut finde, aber undemokratisch ist doch eher, dass viele Strömungen der Politik das Referendum nicht umsetzen wollten.
Das habe ich allerdings auch an keiner Stelle erwähnt, geschweige dennn geschrieben. Zum Referendum selbst habe ich mich hier überhaupt nicht geäußert.
Mir ging es auch nur darum, dass hier teils der Eindruck herauskam, dass ja trotz rechnerisch eventuell etwas mehr Stimmen für brexitkritische Parteien bei der Parlamentswahl nun die Tories den Brexit durchziehen können und dass dieses System undemokratisch sei.
Genau das habe ich nirgends geschrieben, weder gedacht noch erwähnt. Trotzdem hast du mir diese Aussage mehr oder weniger zugeschoben um jetzt selbst zu erklären was demokratisch ist und was nicht. Jemanden etwas in den Mund zu legen was er nie gesagt hat, gerade in einem Forum wo man nur etwas scrollen muss um das zu wiederlegn, ist jedenfalls nicht gerade die feine Art, ganz sicher nicht demokratisch. Finde ich irgendwie absurd.
Wie auch immer, ich kanns ja gerne nochmal niederschreiben, das Referendum war demokratisch. Das man dabei durchaus die Frage stellen darf ob sich so weitreichende Dinge mit einer einfachen Ja/Nein Frage klären lassen sei mal dahingestellt.
 
3303 schrieb:
@ Petz: Die Briten sind trotz allem Nettozahler.:
Das ist mir sehr wohl bewusst ändert aber nichts an der Tatsache das ich für einen Wiedereintritt verschärfte Bedingungen sehen will. Aktuell bemisst sich die Beitragsbemessungsgrundlage ja auf statistische Volkswirtschaftszahlen und auf die würde ich bei einem Wiedereintritt kompromißlos 20 % als "Austrittsidiotiezuschlag" draufsetzen... ;D
Dazu auch noch eine einmalige Abgeltungszahlung für jene Schäden, die der EU - Wirtschaft durch den Austritt z. B. durch Betriebsverlagerungen, Logistikumstellungen, Produkteanpassung aufgrund geänderter Vorschriftenlage in GB etc. entstanden sind.
 
3303 schrieb:
Es wird nicht lange dauern, bis da bei uns angeklopft und die Hand aufgehalten wird.
Schon geschehen:
Deutschland zahlt EU mit Abstand am meisten - doch Summe könnte sich verdoppeln
https://www.focus.de/politik/deutschland/streit-um-beitragserhoehungen-30-milliarden-zahlt-deutschland-bald-doppelt-so-viel-in-den-eu-haushalt-ein_id_11243865.html


Könnte auch noch ein bisschen mehr werden:
So will von der Leyen mit 1 Billion Euro Europa grün machen
https://www.focus.de/politik/ausland/focus-online-exklusiv-1-billion-euro-fuer-ergruenung-europas-das-steht-in-von-der-leyens-green-deal_id_11422127.html
 
Verstehe ich nicht, wo ich dir etwas untergeschoben haben könnte. Falls du das glaubst: Es war nicht so.
noisi schrieb:
3303 schrieb:
noisi schrieb:
Das habe ich allerdings auch an keiner Stelle erwähnt, geschweige dennn geschrieben. Zum Referendum selbst habe ich mich hier überhaupt nicht geäußert.
Mir ging es auch nur darum, dass hier teils der Eindruck herauskam, dass ja trotz rechnerisch eventuell etwas mehr Stimmen für brexitkritische Parteien bei der Parlamentswahl nun die Tories den Brexit durchziehen können und dass dieses System undemokratisch sei.
Genau das habe ich nirgends geschrieben, weder gedacht noch erwähnt. Trotzdem hast du mir diese Aussage mehr oder weniger zugeschoben um jetzt selbst zu erklären was demokratisch ist und was nicht. Jemanden etwas in den Mund zu legen was er nie gesagt hat, gerade in einem Forum wo man nur etwas scrollen muss um das zu wiederlegn, ist jedenfalls nicht gerade die feine Art, ganz sicher nicht demokratisch. Finde ich irgendwie absurd.
Wie auch immer, ich kanns ja gerne nochmal niederschreiben, das Referendum war demokratisch. Das man dabei durchaus die Frage stellen darf ob sich so weitreichende Dinge mit einer einfachen Ja/Nein Frage klären lassen sei mal dahingestellt.
 
Ich habe als erster in diesem Thread das Wort "Mehrheitswahlrecht" gebraucht, das hast du direkt unter meinem Post aufgegriffen. Natürlich beziehe ich mich dann darauf.
 
So, im Schatten der Pandemie rückt der finale Vollzug näher.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/brexit-folgen-deutschland-101.html
Trotz vieler Schwierigkeiten, die nun erstmal auftauchen wird es wohl nur auf die harte Tour gehen.
Abkommen werden dann vermutlich später, je nach Leidensdruck möglich.
Ich habe hier jedenfalls erstmal noch ein Poloshirt Made in England und einen Schal Made in Scotland geliefert bekommen :)
 
Normalerweise dauern die Beratungen bezüglich eines Handelsvertrages alleine im EU-Parlament ca. 5 Monate. Und dann müssen auch noch alle 27-Staatenparlamente den Handelsvertrag prüfen.

Dann muss auch noch der Vertrag, wenn er ausgehandelt ist, in alle 24(?) Sprachen der EU übersetzt werden.

Wie soll denn das gehen, wenn jetzt - 2 Wochen vor dem endgültigen Fristende - immer noch verhandelt wird, obwohl man schon seit 2 Jahren verhandelt hat?

Es war doch Zeit genug und jetzt soll alles in 2 Wochen Husch Husch gehen.

Die Dolmetscher werden etwas Husten, über die Weihnachtstage volle Pulle tausend Seiten Text zu übersetzen.

Für mich klingt das ungefähr so, wie wenn ein Marathonläufer erst einmal der Konkurrenz über eine Stunde Zeitvorsprung gibt, um danach gemächlich los zu gehen, eher er dann feststellt, dass er noch 42 km laufen müsste, um ins Ziel zu kommen.

Meine Meinung ist, dass es jetzt tatsächlich am Besten ist, wenn es einen harten Schnitt gibt und Großbritannien ohne Vertrag aus der EU fliegt.

Aber jetzt anzufangen, faule Kompromisse mit vielen juristischen Unklarheiten zu schmieden, ist völlig fehl am Platz, zumal der Vertrag gar nicht demokratisch geprüft werden könnte. Das erinnert mich schon sehr an windige Haustürgeschäfte und selbst bei so einfachen 0/8/15-Haustürgeschäften gibt es eine 14-tägige Widerspruchsfrist.
 
Zufällig wegen eines Artikels auf orf.at heute drüber gestolpert:

https://europa.eu/youreurope/citizens/travel/carry/meat-dairy-animal/index_de.htm

Wenn Sie in der EU reisen, können Sie Fleisch- oder Milcherzeugnisse mitführen, solange sie für Ihren persönlichen Verbrauch bestimmt sind.

In diesem Zusammenhang umfasst die EU die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Andorra, Island, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und die Schweiz.

Wenn Sie aus einem Nicht-EU-Land in die EU reisen, dürfen Sie keinerlei Fleisch- oder Milcherzeugnisse mitführen.

Ich hatte irgendwas mal von Fleisch gehört ja, dachte aber unverarbeitetes Fleisch. Das heißt jetzt quasi
1. man darf z.B. aus der Türkei oder Russland oder Kroatien gar nichts mit Schokolade mit über die Grenze nehmen, weil Schokolade normalerweise Milch enthält
2. man darf durch den Brexit jetzt auch aus Großbritannien keine Schokolade und Fertiggerichte (mit Fleisch oder Milch) mehr über die Grenzen mit heim nehmen

!?!?

Die Welt ist so bescheuert geworden, man glaubt es nicht ..
 
Schokolade gilt ziemlich sicher nicht als Milcherzeugniss. Ich glaube kaum dass all die Souvenir-Schockolade der Touristen illegal ist und manchenorts haben sie sicher auch ähnliche, wenn nicht teilweise sogar strengere, Bestimmungen.
Wie es mit Fertiggerichten ausschaut weis ich nicht.

Wieso Kroatien?
 
Diese Fleisch- und Milchthematik ist jetzt nicht neu. Die Regelungen haben ja keinen Brexit-Zusammenhang. Das gibt es schon seit Jahrzehnten und machen andere Länder wie z.B. die USA und Australien auch so. Gerade Australien scheint da sehr restriktiv, um die heimische Flora und Fauna zu schützen.
Dass es dabei auch einzelne Dinge gibt, die formal von der Regelung erfasst werden, aber sehr wahrscheinlich keine Gefahr darstellen, liegt in der Natur der Sache. Ich denke auch nicht, dass Schokolade unter Milcherzeugnisse fällt.
 
Neuseeland hat auch strenge Regeln, z.B. darf man u.a. keine pflanzlichen Produkte einführen, oder diese müssen zumindest bei der Einreise angegeben werden. Ich hatte mir in Australien ein recht teures Oregano-Öl als Naturheilmittel gekauft, und das wurde dann halt bei der Einreise in Neuseeland kurz kontrolliert und dann aber durchgewunken. Dort geht es ja v.a. drin, dass keine neuen Tier- und Pflanzenarten eingeführt werden, die möglicherweise die einheimischen Arten verdrängen. Zudem war es tendenziell so, dass bei verarbeiteten Produkten dann doch kein Problem bei der Einfuhr bestand.

Was die EU-Regeln betrifft: müsste man sich mal genauer durchlesen, ich bin mir aber auch recht sicher, dass Schokolade nicht unter Milchprodukt fällt. Dort geht es neben der Seuchenbekämpfung wohl auch darum, den Binnenmarkt zu schützen, weshalb jemand der privat die entsprechenden Produkte in sehr kleiner Menge einführt kaum eine Rolle spielen dürfte. Legal ists aber möglicherweise trotzdem nicht (siehe hier). Dort wird allerdings Schokolade explizit als Ausnahme genannt.

Und ad Kroatien: ist seit 2013 in der EU, wenn auch nicht in Schengen meines Wissens.
 
Ich musste schon vor über 20 Jahren Brot in die USA schmuggeln.
Auch einen Apfel darfst Du aus dem Flieger nicht mitnehmen...
 
Theo schrieb:
Ja, ist ja inzwischen in der EU, mein Fehler.
MrGaunt schrieb:
Die Regelungen haben ja keinen Brexit-Zusammenhang.
Na doch schon, weil UK jetzt nicht mehr in der EU ist, aber in der Hinsicht (noch?) nicht mit Schweiz/Norwegen usw. gleichgestellt ist..

Florian86 schrieb:
Legal ists aber möglicherweise trotzdem nicht (siehe hier). Dort wird allerdings Schokolade explizit als Ausnahme genannt.
Stimmt, weil:
Nahrungsmittel, die nur in geringen Mengen Milch oder Sahne enthalten, wie zum Beispiel Sahnebonbons, Schokolade oder Kekse
.. gibt Hoffnung auf meine zukünftigen Einkäufe. SPAM allerdings darf ich aus UK seit dem Brexit wohl nicht mehr mitnehmen, da wird dann schon genug irgendwiewas Fleischartiges drin sein, dass es als Fleischerzeugnis gilt.
 
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