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Buga Seilbahn in Koblenz

Kurzes Update:
Die Unesco hätte sie ja gerne Weg (aus Fadenscheinigen Gründen)
Aber die Stadt Koblenz hat entschieden, sie nicht diese Jahr abzubauen, sondern noch mindestens Zwei Jahr in Betrieb zu lassen!
Quelle:
FB-Seite Pro Seilbahn 2014
 
Soweit ich das gelesen habe, sind irgendwelche Denkmalschützer dagegen.
Und wenn die Unesco dieser Empfehlung folgt, dann wars das.

Oder man entscheidet sich gegen den Titel, dann bleibt die Bahn doch stehen. :-)
 
Meine Meinung dazu: Es muss nicht jeder überall hin kommen und schön, im Sinne des Landschaftsbildes, ist so eine Seilbahn in der Tat nicht. Natürlich will auch ich meine Seilbahn beim Skifahren nicht missen. Jedoch sollte nicht jede Landschaft von ihr verschandelt werden.

So jetzt könnt ihr über mich herziehen :-P
 
Warum über dich herziehen?

Man sollte das ganze eher neutral bewerten. Je nach Ort und Lage einer Seilbahn.
Auch sollte man sich dazu ein Bild vor Ort machen.


Und da ich vor Ort war kann ich das. Und ich denke sogar neutral. Weder für Pro noch Contra.

- Die einzigen Stützen stehen direkt vor den Stationen. Beide sind auch so angeordnet das um sie herum Bäume stehen. (Bis auf die Trasse, die muss ja frei bleiben)
- Die Seile gehen über das Wasser und den bewaldeten Hügel. Schaut man Richtung Berg fallen die Seile gar nicht so auf da sie mit der Bewaldung verschwimmen.
Schaut man natürlich direkt zum Himmel können die Seile je nach Betrachter störend empfunden werden.
- Die Stationen sehen sehr modern aus. Dies passt nicht zu den Gebäuden die in der Nähe liegen. (Diese sind aus Stein)
- Die Stationen behindern den Blick vom Wasser auf das Gebäude an der Talstation. Bevor dort die Station stand, waren dort große Bäume die in einer Allee gepflanzt waren.
Diese behinderten auch schon den Blick.
- Umweltaspekt: Mit der Seilbahn ist man schnell von Koblenz oben an der Festung.
Früher musste man mit dem Bus von Koblenz über die Rheinbrücke und dann noch den Berg über kurvige Straßen hinauf fahren.
 
Ram-Brand schrieb:
- Die Stationen sehen sehr modern aus. Dies passt nicht zu den Gebäuden die in der Nähe liegen. (Diese sind aus Stein)
- Die Stationen behindern den Blick vom Wasser auf das Gebäude an der Talstation. Bevor dort die Station stand, waren dort große Bäume die in einer Allee gepflanzt waren.
Diese behinderten auch schon den Blick.
- Umweltaspekt: Mit der Seilbahn ist man schnell von Koblenz oben an der Festung.

Ich finde es durchaus bemerkenswert und auch lobenswert, mit welchem Enthusiasmus sich die Bürger der Region hinter "ihre" Seilbahn stellen. Die Lage ist sowieso etwas perplex - in Gmunden wurde der Bahnbau versucht zu verhindern, und in Koblenz wird versucht, die Abtragung zu verhindern! MMn. hat vor allem die ortsansässige Bevölkerung das Recht, mitzuentscheiden, was in der Region passiert und passieren soll. Die UNESCO sollte das mal beherzigen!

Zu den oben zitierten Punkten: die Stationen waren ja nur auf "Kurzzeitbetrieb" gedacht. Das kann geändert werden, um eine optimale Einbindung in die bestehende bauliche Substanz zu gewährleisten.
Bäume werden sicher nicht so schnell wachsen, die Allee ist weg und wird auch nicht mehr so schnell auferstehen. Gut, die Sicht ist halt weg. Und der Umweltaspekt ist durchaus ein Aspekt, der wichtig ist!

MFG Dachstein
 
Ehrlich gesagt versteh ich nicht wieso das dort ein Unesco Weltkulturerbe überhaupt sein soll.
Unterhalb der Festung am Fuße des Berges beim Rhein verläuft ja eine Bahnstrecke und Straßen.
Also so natürlich bzw. wie Anno dazumal ist das ganze dort sowieso nicht.



Also wenn es nach mir ginge, dann bräuchten sie nur die Stationen anpassen.
Z.B. so dass die Talstation aussieht wie eine kleine Kapelle und die Bergstation oben entsprechend so, dass sie zur Festung passt.
 
Dachstein schrieb:
Ich finde es durchaus bemerkenswert und auch lobenswert, mit welchem Enthusiasmus sich die Bürger der Region hinter "ihre" Seilbahn stellen. Die Lage ist sowieso etwas perplex - in Gmunden wurde der Bahnbau versucht zu verhindern, und in Koblenz wird versucht, die Abtragung zu verhindern! MMn. hat vor allem die ortsansässige Bevölkerung das Recht, mitzuentscheiden, was in der Region passiert und passieren soll. Die UNESCO sollte das mal beherzigen!

Der UNESCO ist die Seilbahn ziemlich egal. Bleibt sie stehen, kann die UNESCO u.U. entscheiden, den Weltkulturerbestatus zu entziehen. Nicht mehr nicht weniger.
Die Stadt kann dan abwägen was ihr wichtiger ist. Ein Ähnlich gelagerter Fall gab es in Dresden mit der neuen Strassenbrücke über die Elbe, AFAIK ging damit der Status Weltkulturerbe verloren (wobei ich das da nicht verfolgt habe).

Wie so üblich ist das abwiegen heute eine überwiegend ökonomisch-politisch motivierte Betrachtung: Was spült mehr Touristen und damit Euronen in die Hotels und Restaurants der Stadt: Mehrwert durch Seilbahn oder Marketingaushang UNESCO Weltkulturerbe?
 
Ram-Brand schrieb:
Ehrlich gesagt versteh ich nicht wieso das dort ein Unesco Weltkulturerbe überhaupt sein soll.
Unterhalb der Festung am Fuße des Berges beim Rhein verläuft ja eine Bahnstrecke und Straßen..................
Das ganze Mittelrheintal hat ja diesen Kulturerbestatus - ansonsten geb ich dir völlig recht. Von der UNESCO, die ja eine Unterorganisation der UNO ist, würde ich mir auch keine Strukturpolitik vorschreiben lassen. Das Mittelrheintal hat Werbung mit der UNESCO nicht nötig. Wenn der Titel weg ist ist er halt weg.

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=49&t=39614&p=4768154&hilit=BUGA#p4768154
 
Schon deshalb weil die Unesco Weltkulturerbestätten ziemlich inflationär zugenommen haben sehe ich darin keine besondere Werbewirksamkeit mehr - meiner Ansicht nach jedenfalls weniger als die neue Seilbahn an Touristenanziehungswirksamkeit hinzufügt. Das begründet sich auch in der, durch die neue Bahn viel einfachere Zugangsmöglichkeit zur Festung.
 
Klasse das wird mit einen zweiten Besuch gewürdigt!!
Eine Stadt demonstriert für eine Seilbahn- was ich so was noch erleben durfte.
 
Delirium schrieb:
Ich freue mich jetzt schon über die Debatte 2026...
Und ich wundere mich sehr über die Angabe eines Endes der "technischen Nutzungsdauer" der Seilbahn 2026:

http://www.ksta.de/panorama/unesco-beschluss-koblenz-darf-seilbahn-behalten,15189504,23438602.html

Die beträgt ja normalerweise lt. EU - Richtlinien 30 Jahre also wurde entweder die Konzession nur bis 2026 erteilt (was aber nicht dem technischen Ende der Nutzungsdauer gleichzusetzen ist und daher durchaus eine Verlängerung möglich wäre) oder ein Redakteur hat bei der Verlautbarung schlicht Begriffe verwechselt. Das DM in Koblenz eine kurzlebigere "Billigbahnvariante" aufgestellt hat halte ich für praktisch ausgeschlossen.
 
Na das ist doch zumindest mal ein Teilerfolg. Bis 2025 wird noch viel Wasser den Rhein runterfließen :wink:

Versteh nur den ganzen Hick Hack nicht. Das obere Ende des Kulturerbes Oberes Mittelrheintal befindet sich eh in Koblenz! Weshalb zieht man dann nicht einfach die Grenze ein paar Meter zurück und schon liegt die Seilbahn außerhalb.
Bei der Sommerrodelbahn Loreley Bob sieht das ganze etwas anders aus. Die liegt mitten drin. Da kann man das ganze noch einigermaßen nachvollziehen!
 
Und ich war vor Ort und kann das ganze Blabla um diese Bahn (die Rodelbahn meine ich) nicht nachvollziehen! Bericht und Video folgen demnächst.

Aber schön für Kolenz, diese Seilbahn ist einfach ein riesiger Gewinn für die ganze Stadt. Jetzt gehört die Festung endlich richtig zur Stadt dazu!
 
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