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Coronavirus 2019-nCoV

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Che schrieb:
Nein, aber auch die andere Seite darf man nicht vergessen. Die Menschen die dadurch Jobs bzw. ihre Existenz verlieren, etc.
Nicht falsch verstehen, ich halte die aktuellen Maßnahmen für richtig. Trotzdem wäre man blind, zu behaupten, ein Menschenleben hätte keinen Preis. Sollen wir einem einzelnen 90 jährigen das Leben kurzfristig verlängern, dabei aber einen massiven Wirtschaftseinbruch mit all seinen Folgen riskieren? Die Antwort ist denke ich klar Nein. Denn dieser Wirtschaftseinbruch würde weitaus mehr Menschenleben fordern, ganz abgesehen von den wirtschaftlichen Schäden.
Klar, das ist ein extremer Vergleich, zeigt aber eben, dass ein Leben einen Preis hat. Und Dies zu leugnen macht es zwar leicht und mag moralisch richtig erscheinen- ist es aber nicht.

Der Link kam von einem Kollegen, ich habe ihn schon mal gepostet, jetzt nochmals:
https://www.theguardian.com/commentisfree/2020/mar/25/there-is-no-trade-off-between-the-economy-and-health

Das schreibt ein Ökonom. Wenn man wirklich tiefer drüber nachdenkt, gibt es diesen Konflikt nicht. Maximale Rettung von Leben ist gleichbedeutend mit maximalem Schutz der Wirtschaft.

Oder hältst Du die Chinesen für Menschenfreunde? Sie haben mit den rigiden Maßnahmen alles getan und ihre Wirtschaft zu schützen und die Kosten so gering wie möglich zu halten. Das dabei auch die Opferzahlen minimiert wurden, ist ein Nebeneffekt. Eine Stufe weiterdenken bitte...

In China drohen Hungersnöte wenn das Wachstum der Wirtschaft nicht weiter geht. Die haben NUR die Wirtschaft im Sinn gehabt, und deswegen - nicht TROTZDEM - alles getan um Opfer zu vermeiden und die Krise kurz zu halten.
 
Tyrolens schrieb:
20% der Südtiroler Intensivpatienten liegen in Nordtirol.
Vielleicht gar nicht so schlecht, so wird das ital. Gesundheitssystem entlastet und gleichzeitig die Erreichung der Herdenimmunität in anderen Gegenden beschleunigt. :wink:
 
fabile schrieb:
Wenn der Bundesrat die Regeln weiter verschärft, dann schon mal ein herzliches Dankeschön an Dich!
Was für ein Quatsch... auch in Deutschland ist sportliche Betätigung weiterhin noch erlaubt. Jetzt am WE sind in meine Region einige auf dem Fahrrad, MTB oder ähnliches unterwegs. Solange man das nicht als Anlass nimmt draussen sich in Gruppen zu treffen (um über Party's u.ä. mal ganz zu schweigen), sondern nur für die persönliche sportliche Betätigung, trägt das genau überhaupt nicht bei an Virusausbreitung. Nochmals: Wir reden hier nicht über das nicht-beachten eine angeordnete 14-Tage Quarantäne für angestecke Menschen oder Verdächtsfälle. Wenn die sein muss, muss die sein. Wir reden hier über gesunde Menschen wie ski-chrigel die eine Solo-Sport ausüben wollen und unter keinen Covid-19 verdacht stehen. :idea:

Anscheinend ist es aktuell "in" um zu allerhärtesten Massnahmen greifen zu wollen und/oder diese zu Unterstützen. Was nutzt dir deine restliche Freiheit, wenn du sie eh nicht benutzt? Von dir aus kann doch die pauschale Quarantäne/Lockdown über Monaten kommen. Wenn du ja nicht nach draussen gehst, sollten das die anderen ja auch nicht dürfen... :roll: Ich halte die aktuelle Massnahmen für ausreichend. Solche coole Berichte wie diese sorgen für ein gewisse positive Ablenkung in diese negative Zeit. Ich gönne ski-chrigel sein Glück in den Bergen und sowie ich ihm kenne, wird er auch keine Touren machen die gesundheitlich/lawinetechnisch nicht vertretbar wären. Zum Abschluss möchte ich nur noch schreiben: "Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren."
 
Pilatus schrieb:
Es gibt einfach massive regionale Unterschiede. Ein Freund von mir in Genf arbeitet dafür 13h pro Tag an 5-6 Tagen pro Woche (in Genf haben sie fast einen Viertel der insgesamt 280 beatmeten COVID-19-Patienten in der Schweiz). Von dem her können wir an den weniger betroffenen Orten einfach Glück gehabt (und auch hier steigen trotz Massnahmen die Zahlen noch kontinuierlich, aber halt in einem Tempo, das es erlaubt, das Ganze ohne Chaos vernünftig zu organisieren).

Für Deutschland gibt es jetzt ja ein Intensivregister. Dort sieht man, dass einige Kliniken keinen Platz mehr haben.
Nicht unbedingt, weil da so viele Covid-Patienten liegen. Aber die Intensivbetten sind halt belegt.
Manche Kliniken waren ja auch vorher schon am Rand ihrer Kapazität- oder darüber hinaus.

Dazu kommt, dass manche Regionen ja sehr stark betroffen sind, andere eben so gut wie gar nicht.
 
Che schrieb:
Nein, aber auch die andere Seite darf man nicht vergessen. Die Menschen die dadurch Jobs bzw. ihre Existenz verlieren, etc.
Die Existenzen/ Jobs bleiben ja nicht zwingend gesichert, wenn viele Menschen sterben.
Nicht falsch verstehen, ich halte die aktuellen Maßnahmen für richtig.
Es wäre ziemlich merkwürdig, dir etwas anderes zu unterstellen, nachdem was du bisher so geschrieben hast.

Sollen wir einem einzelnen 90 jährigen das Leben kurzfristig verlängern, ...
Es geht ja eben nicht um Einzelne sondern um die Gesamheit. Da trifft es dann eben nicht nur den 90jährigen sondern potentiell jeden. Auch Firmeneigner, Investoren...(zu denen übrigens auch der 90jährige gehören kann) So wie Lebenspartner, Eltern, Kinder...

Dass es der Wirtschaft auf Dauer nützen würde Menschenleben zu opfern halte ich nicht für sicher.

Und: Es geht dabei ja irgendwie auch um die Frage, in was für eine Gesellschaft für Leben wollen, oder?
 
Schusseligkite schrieb:
Und: Es geht dabei ja irgendwie auch um die Frage, in was für eine Gesellschaft für Leben wollen, oder?

Ganz entscheidend!

Ich denke auch, dass es Folgen geben könnte, die weitaus gravierender sein könnten, als die medizinische Bedrohung durch die Krankheit selber. Diese Folgen kämen auf uns zu, wenn die Gesellschaften als solche den anstehenden Stresstest nicht bestünden und innerlich oder sogar komplett zerbrechen würden. Mit Sorge blicke ich da momentan auf die USA.

Nachdem in der Gesellschaft nicht alle das gleiche Risiko tragen, und die Entlohnung schon gar nicht mit dem Risiko korreliert, halte ich eine laute Diskussion die Opfer vs Ökonomie aufrechnet für unnötiges Zündeln in jeder Hinsicht.

Wir müssen zusammen halten, sonst wird es schlimm...

EDIT:
Mir ist bewusst, dass manche mich für einen grünen Träumer halten müssen in diesem Forum.
Ich lebe vom Projektieren und Verkaufen von Industrieausstattung für die Produktion bestimmter Erzeugnisse. Ich stehe in der ersten Reihe. Mich braucht man nur, wenn man die Produktion erweitern will. Ich hänge von einer florierenden Wirtschaft zu 100% ab.
 
Also in Nordrhein-Westfalen, kann noch nicht viel los sein. Zumindest Klinik Witten
-herdeke hat noch keinen einzigen kranken liegen. Der Mann meiner Schwester ist jetzt planmäßig 2 Wochen auf Urlaub. Er wäre ja gerne geblieben da man mit Urlaub derzeit wenig anfangen kann, aber das wurde ihm da grad so wenig los ist nicht gestattet.... Er und meine Schwester meinen das die Schäden die durch lockdown passieren höher sind. Häusliche Gewalt, verwahrloste Kinder, Kinder die aus Problemfamilien stammen und jetzt mangelernährung leiden, Selbstmorde usw. Und halt die Frage wie lange es dauert bis wieder Normalzustand ist. Und die meisten Toten wurden eh innerhalb der nächsten 5 Jahre sterben.
NUR ohne wissen über die Dunkelziffer kann dass niemand beantworten....

Gut möglich dass er in 7 Tagen Retour muss, dass weiß ja keiner. Aber derzeit ist es in den meisten Krankenhäuser in Deutschland und Österreich wohl ruhiger als normal, halt auch weil man alles frei macht für eventuellen Ansturm. Dabei halt das Problem eher Material als Personal, weil viele Ausrüstung derzeit festhängt oder viel teurer ist. Auch die Testzentren für covid-19 sind ja derzeit scheinbar auch nicht knapp bei Personal, sondern Reagenzien usw...
 
Hier ist die Studie aus Oxford:
https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.03.24.20042291v1

Sie nehmen an (weshalb?), dass viel weniger hospitalisiert werden müssen als in der bisherigen Literatur berichtet wird. So wären bei einer Hospitalisierungsrate von 1 % bereits 68 % der britischen Bevölkerung bis zum 19.3. infiziert gewesen, damit der Output ihres mathematischen Models den gemeldeten Todeszahlen entspricht. Ergibt knapp 452'000 stationäre Patienten, deren Mehrzahl jetzt, 10 Tage später, gleichzeitig die NHS stürmen würden. Sehe ich (zum Glück!) nicht wirklich, dass dies jetzt passiert.

Nochmals, bevor jetzt weiter solche blöden Träumereien gepostet werdenn, wie erklärt man anhand der Zahlen aus Süd Korea, Vo' oder Diamon Princess, dass über 99% der Infizierten symptomfrei bleiben? Klar, es gibt ne Dunkelziffer, deren genauen Höhe unbekannt ist und auf deren die ifr basiert, jedoch sehe ich ausserhalb absoluten Hotspots wie Bergamo keinerlei Anzeichen für eine einsetzende Herdaimmunität. Wir diskutieren über symptomfrei verlauften Infektionen zwischen 20% und 50%, die anhand Tests berechnet worden sind, wenn jetzt plötzlich 99,5% für ein Modell postuliert werden, braucht es schon eine gute Erklärung dazu.
 
Pancho schrieb:
Der Link kam von einem Kollegen, ich habe ihn schon mal gepostet, jetzt nochmals:
https://www.theguardian.com/commentisfree/2020/mar/25/there-is-no-trade-off-between-the-economy-and-health

Das schreibt ein Ökonom. Wenn man wirklich tiefer drüber nachdenkt, gibt es diesen Konflikt nicht. Maximale Rettung von Leben ist gleichbedeutend mit maximalem Schutz der Wirtschaft.

Oder hältst Du die Chinesen für Menschenfreunde? Sie haben mit den rigiden Maßnahmen alles getan und ihre Wirtschaft zu schützen und die Kosten so gering wie möglich zu halten. Das dabei auch die Opferzahlen minimiert wurden, ist ein Nebeneffekt. Eine Stufe weiterdenken bitte...

In China drohen Hungersnöte wenn das Wachstum der Wirtschaft nicht weiter geht. Die haben NUR die Wirtschaft im Sinn gehabt, und deswegen - nicht TROTZDEM - alles getan um Opfer zu vermeiden und die Krise kurz zu halten.
Ich behaupte nirgends was anderes. Trotzdem ist irgendwo der Punkt, wo das Ganze ins Wanken gerät. Einen gewissen Preis hat das Leben, da ändert dein Link, dessen Meinung ich komplett vertrete, nichts daran.

Ich bin der Meinung, dass die aktuellen Maßnahmen gerechtfertigt sind, für das Leben eines einzelnen wären sie das jedoch nicht. Heißt es gibt immer eine Waage, welche in etwa im Gleichgewicht sein muss.
Und man muss eben festlegen, was wie schwer wiegt. Und man muss abschätzen können, von wie vielen Menschen wie potenziell sprechen. Denn nur dann kann man auch entsprechend richtig aufwiegen. Dass das keine schönen Themen sind, ist mir klar und ich bin deshalb ich froh, hier keine Entscheidungen fällen zu müssen. Aber diese Entscheidungen werden bereits gefällt, also bringt es nichts, die Augen davor zu verschließen.

Schusseligkite schrieb:
Auch Firmeneigner, Investoren...(zu denen übrigens auch der 90jährige gehören kann)
Dieses Kapital wird vererbt. Und darum wird sich der 90-jährige hoffentlich schon gekümmert haben. Darum mach ich mir aktuell ehrlich gesagt die wenigsten Sorgen.
 
hegauner schrieb:
Tolle Eindrücke. Gerne mehr. Ich kann das vertreten.

Hauptsächlich ja auf der Piste unterwegs und dann im Notfall auch leicht erreichbar.

Ich war gerade eben mit dem Rad unterwegs und musste einem Hund auf einem Schotterweg ausweichen und bin in die Wiese. Hätte auch ins Auge gehen können. Und nun?

Wenn du so was gutheisst, dann sind dein Hastags in der Signature die reinste Ironie.

Anscheinend ist euch eure Freizeit und Egobefriedigung wichtiger als alles andere.

Denkt doch mal an das Krankenhauspersonal, die jeden Tag dem ausgesetzt sind und ihre Familien nicht oder kaum sehen können.

Meint ihr die haben Lust drauf solche verunfallten Freizeitsportler und Mottorradfahrer auch noch zu versorgen.

Die Denkweise vieler Forenmitglieder geht wohl nur bis zu eigenen Nasenspitze und nicht viel weiter.

Und ich gebe Fabile recht, wenn die Massnahmen noch strenger werden können wir uns bei den Leuten bedanken, die meinen Sie müssten sich nicht an Empfehlung und Massnahmen halten, sondern nur an sich denken.
Und ja jeder hat einen super Grund warum ER ja nicht für das Risiko beiträgt und SEINE Verhalten korrekt ist und die anderen sollen sich anpassen. ( Da meine ich auch besonders die lieben Rentner , die ja alles besser wissen und das ganze sie nichts angeht)

Der Bund überwacht die Handy's, und die unterscheiden nicht die ausgeübte Tätigkeit, sondern nur die Bewegungen an sich.


Dies ist nun mein letzte Beitrag in diesem Forum, da ich mich jetzt abmelden werde und die Seite mit diesen grossen Ego's nicht mehr besuchen werde, da habe ich zum Glück schönere Dinge zu tun als hier mitzulesen.

Ihr könnt jetzt meinen Beitrag bashen wie ihr wollt, lesen tu ich das eh nicht mehr.

Fabile, dir wünschen ich einen schönen Sommer
 
Wenn die Welle nicht auf breiter Front kommt, dann liegt das einzig und alleine an den jetzigen Massnahmen. Das beweisen Bergamo und Strasbourg (und dort wäre es noch viel schlimmer, wenn die nicht in weniger betroffene Gebiete verlegen könnten).

Ich denke jetzt geht es erst Mal einen Monat so weiter. Im Verlauf wird die Strategie in Abhängigkeit vom Zustand des Gesundheitswesens, der Wirtschaft und der verfügbaren Ressourcen (Medikamente, Tests, Schutzausrüstung, etc.) von der Politik immer wieder neu verhandelt werden. Eine verlässliche Prognose ist denk ich aktuell nicht möglich.

Noch mehr Sorgen als die aktuell zu erwartende Rezession macht mir ehrlich gesagt die nun zunehmende Staatsverschuldung. Wenn vor dieser Krise Italien schon immer wieder an der Kippe stand, wie wird das nachher sein? Und wenn Italien Pleite geht, dann wird’s ganz hässlich.

Und übrigens: Die Diskussion um Intensivplätze betrifft vor allem die Alterskategorie 40-75 Jahre. Weil hier gibt es trotz allem eine relevante Anzahl Fälle bei verhältnismässig gesunden Patienten. Bei hochbetagten, polymorbiden Patienten stellt eine Beatmungstherapie auch unter Normalbedingungen in der Regel keine vernünftige Therapie-Option dar.
 
Was ich nicht verstehe:

Alle paar Tage gibt es neue Umfragen zur Bundestagswahl auf Grundlage von 1000 bis 2000 repräsentativ ausgewählten befragten Bürgern. Die Umfrageergebnisse sind nicht immer ganz richtig, aber liegen eigentlich nie völlig daneben.

Dann muss doch möglich sein, durch das Testen von sagen wir mal 10000 repräsentativ ausgewählte Personen auf die Größenordnung der tatsächlich infizierten Personen zu schließen, so dass man die Dunkelziffer viel genauer abschätzen kann als bisher.

Warum wird das nicht gemacht ? Oder es wurde gemacht und bisher nicht veröffentlicht oder die Veröffentlichung ist an mir vorbei gegangen.
 
Denke das wird mir den jetzigen Antikörpertests kommen. Mit den aktuellen Tests und der sehr dynamischen Situation macht das wohl wenig Sinn. Weil da kann man ja Patienten die noch nicht erkrankt sind und solche, bei denen die Infektion abgeheilt ist, nicht unterscheiden.
 
extremecarver schrieb:
.....
Aber derzeit ist es in den meisten Krankenhäuser in Deutschland und Österreich wohl ruhiger als normal, halt auch weil man alles frei macht für eventuellen Ansturm. Dabei halt das Problem eher Material als Personal, weil viele Ausrüstung derzeit festhängt oder viel teurer ist. Auch die Testzentren für covid-19 sind ja derzeit scheinbar auch nicht knapp bei Personal, sondern Reagenzien usw...

Das kann man so pauschal nicht sagen, es gibt sicherlich Regionen in denen es derzeit noch relativ ruhig ist, aber ebenfalls Regionen wie zum Beispiel Oberbayern oder die Region um Freiburg, in denen die Karnkenhäuser mit dem kompletten Personal schon fast 24/7 Schichten fahren, und bereits am Limit des machbaren angekommen sind...
München überlegt sogar die verbeamteten Lehrer der Stadt München, womöglich für den Krankenhaus Dienst einzuberufen....

https://www.br.de/nachrichten/bayern/kann-muenchen-lehrer-auch-zu-medizinischem-dienst-heranziehen,RuEwOT5
 
Eigentlich wollte ich zur Covid-Diskussion hier nichts mehr schreiben, nur noch zu Schnee und Tour, aber da meine Kollegin aus dem Kantonsspital Stans in Übereinstimmung mit einer anderen Kollegin im Kantonsspital Luzern auf meine Frage, wie es im Spital so zu und her gehe, grad geantwortet hat, kann ich es doch nicht lassen:
Denkt doch mal an das Krankenhauspersonal, die jeden Tag dem ausgesetzt sind und ihre Familien nicht oder kaum sehen können.
Wir haben die Situation, dass vom Bundesrat verordnet nur Notfall Betrieb und Covid 19 Behandlungen laufen dürfen. Das Spital ist so gut wie leer. Das heisst aktuell sind viele Aerzte, Pflegepersonal etc zu Hause und können nicht arbeiten. Es gibt keine Regelung wie diese Situation mit den Nichtbeschäftigten gehandelt werden soll. Kurzarbeit anmelden will die Spitalleitung nicht, sieht nach aussen schlecht aus, wo doch in den Medien ganz ein anderes Bild kommuniziert wird. Aktuell ist in der ganzen Zentralschweiz und auch Zürich ruhig.
Wird sich leider sicher noch ändern, aber zumindest jetzt zählt das obige Argument nicht. Und trotzdem sollten wir natürlich beim Sport vorsichtig sein, was ich auch ganz bewusst tue. Jeder darf und soll sein Verhalten für sich entscheiden und kritisch hinterfragen.
Danke für die vielen Danksagungen und Feedbacks.
Bleibt gesund!
 
Highlander schrieb:
Das kann so pauschal nicht sagen, es gibt sicherlich Regionen in denen es derzeit noch relativ ruhig ist, aber ebenfalls Regionen wie zum Beispiel Oberbayern oder die Region um Freiburg, in denen die Krankenhäuser mit dem kompletten Personal schon fast 24/7 Schichten fahren, und bereits am Limit des machbaren angekommen sind...
So ist es:
Am 28.3.2020 Landratsamt Rosenheim schrieb:
Stadt und Landkreis Rosenheim suchen dringend Pflegepersonal

Für den Dienst in den RoMed-Kliniken bzw. in Pflege- und Altenheimen suchen Stadt und Landkreis Rosenheim kurzfristig und dringend Pflegepersonal. Auch Lösungen in Teilzeit sind möglich. Ein Teil der Pflegekräfte in den Alten- und Pflegeheimen kann auch in infektiösen Bereichen eingesetzt werden. Die Bereitstellung von Schutzkleidung ist hier sichergestellt. Interessierte Frauen und Männer melden sich per E-Mail unter pflegehilfe@kfv-rosenheim.de. Wichtige Angaben wären die persönlichen beruflichen Voraussetzungen sowie ab wann sie zur Verfügung stehen.

Die RoMed-Kliniken suchen Unterstützung für ihre Pflegekräfte und Ärzte. Melden können sich hier Personen, die Erfahrung oder eine Ausbildung in der Pflege oder als medizinische Assistenz haben oder Medizin studieren oder ein Praktikum in der Alten- oder Krankenpflege (z.B. freiwilliges soziales Jahr) absolviert haben. Die RoMed Kliniken bieten einen auf bis zu drei Monate befristeten Arbeitsvertrag und eine Bezahlung entsprechend der Erfahrung bzw. Qualifikation im Rahmen des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes. Interessierte melden sich hier per E-Mail unter pflegedirektion@ro-med.de.
 
Und das wird wohl der bisher größte Versuch die herdenimmunität möglichst schnell zu erreichen:
https://mobil.krone.at/2126481

War wohl nicht ganz der Plan, aber je ärmer die Länder desto weniger geht Lockdown. Da wird’s noch ganz andere „demographische Korrekturen“ geben die kommenden Monate.
 
Beitrag entfernt.

Medikationen sollen im Krankheitsfall immer vom behandelnden Arzt individuell auf den Fall abgestimmt gegeben werden. Das Posten von Leitlinien für den Gebrauch dieser Medikamenten sollte dann auch unbedingt unterlassen werden!

Solche Posts bringen mehrere Implikationen mit sich mit als man in erster Linie denkt und sind hier nicht erwünscht // Mod. Snow4Carve
 
Remdesivir nicht gleich am Anfang? Also ab positivem Befund? Wäre doch naheliegend.
 
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