• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Coronavirus 2019-nCoV

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
gfm49 schrieb:
Florian86 schrieb:
Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob ich diese Aussage mit den folgenden Bildern bestätige oder widerlege... :wink:
Ich schließe mich Fab an.
:schlaumeier: Für alle Niedersachsen und Bewohner ähnlich ferner Regionen :wink: : ein "richtiger" Biergarten zeichnet sich dadurch aus, daß man seine Speisen selbst mitbringen darf und nur das Getränk am Ausschank holt. Man kann natürlich meist auch Speisen an den Buden holen. Größere Biergärten haben daneben auch einen Bedienbereich - aber eben nicht nur.
Wenn man es nicht zu wissenschaftlich :D betrachtet (ein bayer. Biergarten sollte eigentlich direkt über einer Kelleranlage mit beschattendem Baumbewuchs liegen), dann hab ich beispielsweise in Berlin schöne, ich nenns mal österreichisch, Gastgärten genossen.
Das "Café am Neuen See" im Tiergarten ist ein wunderschöner Gastgarten. Am Wannsee kann ich mich auch an einen netten erinnern. Sowie in Friedrichshagen am großen Müggelsee, direkt am Ausfluss der Spree aus dem See.
 
Einfach nicht so verbissen sehen :wink: Hauptsache Außengastronomie ist bald offen :!: Macht für mich auch Fahrradtouren noch interessanter 8)
 
br403 schrieb:
Mallorca und Griechenland wird nun ins Spiel für eventuelle Urlaubsziele gebracht: https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_87774292/corona-news-regierung-macht-hoffnung-auslandsurlaub-doch-moeglich-.html

Da wären ja viele schon glücklich :lol:

"Wenn es dort kaum noch Neuinfektionen gibt und die medizinische Versorgung funktioniert, könnte man auch über einen Sommerurlaub dort nachdenken"

gibt es überhaupt???? oder meint er nur Kreta???? 8O 8O 8O
 
Ist mir immer noch zu wenig Lockerung und zu viel Paragraphendschungel! Und schade um das Bier, am besten denen Einflößen, die immer noch so strenge Begrenzungen haben wollen :twisted: :wink:

Der Oberschmarrn ist ja Maske im Restaurant ausser bei Tisch, also was bekloppteres kann man sich ja ned ausdenken! Dazu mit 22:00 zu sperren müssen, sind wir im Mittelalter?
Also damit vergrault man Kunden eher als, dass man welche lockt. Schätze da werden einige lieber bei Take-Away bleiben. Klar besser als komplett dicht ists, aber trotzdem nicht gut genug!

Und dass Schwimmbäder und andere Freizeiteinrichtungen weiter zu bleiben sollen (da sind wir auch bei Seilbahnen) ist noch absurderer Quatsch. Zumindest in den Bädern dürften die Hygienestandards wohl deutlich höher sein als z.B: am Baggersee oder an der Isar und man kanns auch besser steuern, Bloss die Maske funktioniert halt im Schwimmbad nicht. Also mir ist das immer noch nicht genug Exit. Das sollte dann bitte so nicht über Jahre hinweg in die Länge gezogen werden.
Genauso wie dieses Neuinfiziertenlimit von 50 auf 100k ebenso schwachsinnig ist und dann sollens wieder alles zusperren, weil Kreis A jetzt 150000 EW hat und hat 76 neue Infizierte in einer Woche, Kreis B hat z.B. 200000 Einwohner und 99 Neuinfektionen und da darf alles offen bleiben, auf Gut Deutsch wären das dann Grenzen zwischen wenigen Kilometern.
Wieder das übliche nix gescheites!
Mein Verdacht bestätigt sich dadurch mal wieder: Man will nicht besser lockern, man macht nur das nötigste um den Esel an der Möhre zu halten bevor er komplett bockig wird.
Die einzig Richtige Lockerung wäre sämtliche Beschränkungen komplett aufheben, dafür Maskenpflicht im ÖPNV und das Abstandsgebot behalten!

mfg Widdi
 
Fab schrieb:
in Berlin schöne, ich nenns mal österreichisch, Gastgärten genossen.
Der Garten vor Clärchens Ballhaus hatte für mich die schönste Atmosphäre - aber das ist mit dem neuen Betreiber wohl vorbei.
Zurück zum Topic: Gab's dort eigentlich Corona-Bier?
 
lebensschutz als totschlagargument
https://www.addendum.org/coronavirus/lebensschutz-als-totschlagargument/

„Es zipft mich schon dermaßen an, wie ihr plötzlich alle zu Moralaposteln werdet. Ja, jeder Todesfall ist tragisch, egal ob er in Österreich, Italien, Afrika oder den USA passiert. Aber tut doch bitte nicht so, als ob erst seit dem Jahr 2020 gestorben wird. 250.000 Todesfälle aufgrund dieser Pandemie sind tragisch, aber sind die 1,2 Millionen vorzeitigen Sterbefälle aufgrund von Tuberkulose und eine Million aufgrund von HIV/AIDS nicht auch tragisch? Was ist mit den 5,3 Millionen Kindern, die jedes Jahr vor dem 5. Lebensjahr versterben? Jedes Jahr! Immer und immer wieder! Auf dem Dashboard wären das 14.500 Sterbefälle jeden Tag! Doppelt so viel wie am Höhepunkt der Corona-Pandemie. Hat euch das bisher irgendwie gekümmert? Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar gewesen. Hat sich irgendeiner von euch Moralaposteln jemals dazu geäußert? Ich hätte auch gut und gerne auf diese Pandemie verzichtet. Aber euch, die ihr da jetzt so politisch korrekt und pseudoempathisch in diversen Medien herumheuchelt, möchte ich am liebsten laut ins Gesicht schreien: Wo ist eure Empathie, wenn Menschen im Mittelmeer ertrinken, wo ist sie, wenn Kinder in Flüchtlingslagern, eine Flugstunde von Österreich entfernt, jämmerlich krepieren? Eure Scheinheiligkeit kotzt mich an!“

Martin Sprenger..

Und seine neuest Analyse...

Fleischhacker:
Wenn man der legitimen Ansicht ist, dass hier und jetzt und mit allen Mitteln, koste es, was es wolle, jeder individuelle Tod so lange hinausgezögert werden muss, wie es nur irgend möglich ist, kann man den schwedischen Weg nur ablehnen. Er nimmt tatsächlich das frühere Sterben vieler alter Menschen in Kauf, um spätere Beeinträchtigungen der physischen, psychischen und sozialen Gesundheit vieler junger Menschen zu verhindern, weil das, nach gesunden Lebensmonaten gerechnet, die günstigere Kalkulation ist. Aber darf man so rechnen? Viele sagen nein, ich denke, man kann gar nicht anders rechnen.


Ich sag nur Sche*** auf eure Moral, Rechnen wir bitte in QALYS und nicht anders.... Alles andere fällt einem nur später auf den Kopf.
 
extremecarver schrieb:
Und seine neuest Analyse...
:arrow:
Über das Jahr gerechnet wird 2020 in Bezug auf die Gesamtsterblichkeit auch in Schweden kein besonders auffälliges Jahr sein. Aber wer will schon so eine differenzierte Betrachtung hören. Warum manche unbedingt wollen, dass die schwedische Geschichte böse endet, habe ich noch nie verstanden.
 
gfm49 schrieb:
extremecarver schrieb:
Ich sag nur Sche*** auf eure Moral, Rechnen wir bitte in QALYS und nicht anders....
irgendwie bewegt man sich dabei in Richtung der Diskussion über "lebensunwertes Leben"

Das zweite Totschlagargument der Hysteriker - Vergleiche mit Nazi Zeit...
Vor allem da das ja nun nicht von jenen kommt, welche Grenzen auf für Flüchtlinge fordern. Nur das Leben der eigenen Klasse wird also als lebenswert erachtet - sonst könnte man ja nicht behaupten Leben zu schützen während Millionen Menschen jedes Jahr an Malaria, Durchfall und HIV verrecken....
 
Im Bereiche der Risikoanalysen (Chemie, Kernkraftwerke, Transportmittel, usw.) wird der Preis des Lebens quantifiziert. Dort geht es vereinfacht darum, auszurechnen, wieviel man in Risikominderungsmassnahmen investieren muss, damit das Restrisiko sozial betrachtet tragbar wird.

Z.B. ist die zulässige Eintreffwahrscheinlichkeit einer Explosion in einem Chemiewerk höher für den Fall "1 Toter Mitarbeiter" als für "1 Toter ausserhalb des Werkareals" und dann noch um einiges kleiner für "100 Tote in der Bevölkerung", usw.
Im Eisenbahnbereich nimmt man Fehlkonzepte bei der Überwachung der Türen willentlich in Kauf, da die Kosten der Verbesserungen nicht verhältnismässig im Bezug auf die Anzahl Todesopfer infolge Fehlfunktion der Türüberwachungen sind (die Toten kosten weniger als die Sicherheitsanpassungen). In Frankreich kann ein Zug weniger als 7 Sekunden nach Schliessung der Barrieren einen Bahnübergang erreichen, bei Fehlfunktion der Barriere hat man dort keine Sicherheitsmarge mehr, in gewissen Ländern wird der Streckenabschnitt erst nach geschlossener Barriere freigegeben, d.h. der Zug wird bei Fehlfuntktion der Barriere früh genug angehalten, usw.


Back on-topic.
In Frankreich wurden auf dem (einzigen) Flugzeiträger 1082 Personen auf SARS-CoV-2 per RT-PCR positiv getestet (auf insgesamt 1767 gesteten Personen). Zwei davon sind noch im Spital, darunter eine "en réanimation" (ob intubiert oder ob Comorbiditäten vorhanden sind, wurde nicht bekannt gegeben). Insgesamt wurden 31 Personen hospitalisiert.
Die allermeisten (> 99 % laut Medien) sind mittlerweile wieder gesund.

Bin gespannt wie am 2020-12-31 die Sterblichkeitsdaten aussehen, denn viele vergessen, dass unter den COVID-19 Opfern einige davon statistisch betrachtet auch ohne COVID-19 noch dieses gestorben wären. Ist etwas krass ausgedrückt, nur geht es mir darum, das ganze etwas objektiv zu betrachten,

Ebenso war die Interpretation der Warteschlangen vor einem Krematorium in Wuhan (über 11 Mio. Einwohner) fragwürdig, in China sowie Südkorea werden sehr grosse Krematorien betrieben, während bei uns eher kleine Anlagen üblich sind. Ein Krematorium in Wuhan verfügt angeblich über 30 Einäscherungsanlagen (wobei allerdings mehrere davon defekt sind, bin jedoch nicht sicher ob die Zahl der Medien stimmt, meinte es wären eher um die 20), i.V.gl. hat Seoul ein Krematorium mit 23 sowie ein neues mit 11 Anlagen (mit FTS und moderner Prozessleittechnik: https://m.chosun.com/svc/article.html?sname=photo&contid=2012011602204), Shanghai 24, Toda Saijo in Japan 15, Zürich Nordheim 7, Berlin Treptow (Baumschulenweg) verfügt nur über 3 Ofenlinien). Betrachtet man die Anzahl Personen, die während dem Lockdown in Wuhan mit oder ohne COVID-19 starben, ist es dann auch nicht aussergwöhlich, dass eine grössere Anzahl Urnen von den Angehörigen abgeholt werden musste.

Aber eben, die Medien haben ja kaum objektiv berichtet, obwohl in DE vermutlich doch seriöser als z.B. in Frankreich.

Auf die Testkosten komme ich später zurück, die sind jedoch je nach Land ziemlich unterschiedlich und AFAIK in DE ziemlich hoch im internationalen Vergleich. Für einen SARS-CoV-2 per RT-PCR Virologie-Test werden so ca. zwischen 130 und 250 Euros verrechnet wobei DE angeblich eher im oberen Bereich liegen würde. CH glaub etwas unter 200.
Betrachtet man den Laboraufwand (RNA Isolierung und dann RT-PCR oder qRT-PCR) sind die Preise verständlich wobei allerdings die grosse Menge etwas den Preis mindern sollte.

Habe mich allerdings eher für die Automatisierungsmöglichkeiten als die Preise interessiert. Wenige high-end Platformen erlauben eine vollautomatische Ausführung (inkl. RNA-Isolierung) während i.d.R. die RNA-Isolierung zuerst in einem getrennten Schritt vor der RT-PCR entweder klassisch oder, seltener, nahezu vollautomatisch erfolgt.
Grundsätzlich kann man mittels einfacher Laborautomatisierung, insbes. Liquid Handling, den Handarbeitsaufwand ganz wesentlich reduzieren.
 
snowflat schrieb:
Da sollten sich doch einige aus dem Forum in der Rolle der Bürger wiederfinden :mrgreen:

Tiger ist im Zoo ausgebrochen

Rundfunk : "Die Zooleitung fordert die Bürgerinnen und Bürger auf - bitte retten Sie sich,schnell nach hause, schließen sie sich ein!"

Bürger 1: "Widerstand gegen diktatorsiche Anordnungen der Zooleitung ist oberste Bürgerpflicht! Wir lassen uns nicht einfach unterbuttern!"

Bürger 2: "Immer diese Panikmache. Tiger sind ja auch nur so eine Art Katzen!"

Bürger 3: "Statistisch stirbt doch kaum jemand durch Katzen!"

Bürger 4: "Der Tiger wurde absichtlich freigelassen - die wollen uns nur unsere Freiheitsrechte nehmen!"

Büger 5: "Mit gesunder Lebenseinstellung und Meditation´greift mich der Tiger sicher nicht an und tödliche Bisswunden heilen viel schneller mit ausreichende Vitamin C!"

Bürger 5: Alte und langsame Zoobesucher mit schlechter Kondition sind durch die Tiger gefährdet und die wären sowieso früher oder später von einer Katze gefressen worden!"

Bürger 6: " Es ist überhaupt noch nicht klar ob jemand durch einen Tigerangriff je gestorben ist. Toderursache durch eingewachsene Zehennägel wurde nie durch eine Obduktion entkräftet!"

Bürger 7.: "Im Kuscheltierzoo kommt man probemlos ohne große Zäune aus, was ist die Absicht mit dem hohen Zaun beim Tigergehege? was will man uns verheimlichen?"

Bürger 8: Prof X und Doktor Y erklären auf Youtube wie liebesbedürftig Tiger sind und dass ihre angebliche Aggressivität völlig missverstanden wird. Seht Euch das unbedingt mal an und denkt darüber nach!"

Bürger 9: "was hat der Zoo davon, wenn er Euch warnt und wer profitiert davon? Wir werden doch alle verarscht! Das ist meine Meinung und schließlich besteht Meinungsfreiheit!"

Bürger 10: " Wir sollten die Zoobesucher auf hungrige Tiger einstellen und wenn alle Tiger satt sind ist eh Ruhe. Es trifft ja nur immer ein paar wenige. In schwedischen Zoos klappt das auch ganz hervorragend!"

:D :D Made my day!

Bin jetzt nach eigentlich schon mehrwöchiger Abwesenheit wieder in den Thread eingestiegen (auf dieser Seite) und bemerke, eigentlich hat sich nicht viel verändert, die üblichen Verdächtigen posten die üblichen posts.... :wink:

Was die Todesfallstatistiken betrifft: Dieses Thema halte ich für wirklich spannend. Es zeigt sich ja in vielen Statistiken ein deutlicher Sterblichkeitsgipfel in den letzten Wochen/Monaten im Vergleich zu den Durchschnittswerten der letzten Jahre. Extrem interessant wird die Entwicklung der nächsten Monate / Jahre sein. Wenn das "korrespondierende Todesfalltal" in der Kurve z.B. genauso tief und (in der Zeitachse) lang wäre wie der aktuelle Gipfel, dann wären praktisch nur diejenigen gestorben, die ohnehin in den nächsten Monaten gestorben wären. Wenn es aber über die nächsten Jahre nur eine geringfügige konstante Reduktion der Sterblichkeit gibt, dann wären im Rahmen der Pandemie auch viele Menschen gestorben, die noch einige Jahre zu leben gehabt hätten.
 
Also ich habe gehört dass in Nordrhein Westfalen die SARS-COV2 PCR Tests (nicht Schelltest! 2-3 Tage) um 60€ inkl. Attest zu haben sind. In Wien zahlt man 140-190€ für PCR Schnelltests (190 am Flughafen, wobei das genau derselbe Test ist wie um 140€ beim Labor selber). Möchte jetzt keine Werbung machen und verlinke die Angebote nicht... Falls wer eine günstigere Quelle in Österreich hat - nur her damit.
 
extremecarver schrieb:
gfm49 schrieb:
extremecarver schrieb:
Ich sag nur Sche*** auf eure Moral, Rechnen wir bitte in QALYS und nicht anders....
irgendwie bewegt man sich dabei in Richtung der Diskussion über "lebensunwertes Leben"

Das zweite Totschlagargument der Hysteriker - Vergleiche mit Nazi Zeit...
Vor allem da das ja nun nicht von jenen kommt, welche Grenzen auf für Flüchtlinge fordern. Nur das Leben der eigenen Klasse wird also als lebenswert erachtet - sonst könnte man ja nicht behaupten Leben zu schützen während Millionen Menschen jedes Jahr an Malaria, Durchfall und HIV verrecken....

Ich empfehle die Lektüre der Stellungnahme des Ethikrats zu Nutzen und Kosten im Gesundheitswesen: https://www.ethikrat.org/fileadmin/Publikationen/Stellungnahmen/deutsch/DER_StnAllo-Aufl2_Online.pdf , insbesondere S. 61 ff (Fettdruck und Unterstreichungen durch mich):
"Die auffälligste normative Komponente der QALYs besteht darin, dass eine interindividuelle Nutzenmaximierung intendiert wird. Ziel ist es, eine möglichst große Zahl an zusätzlichen QALYs zu generieren, wobei diese über Personengrenzen hinweg aggregiert werden können. Bei der übergeordneten Anwendung der Ergebnisse geht es also nicht um die Erreichung der maximalen Zahl von QALYs für einen bestimmten Patienten, sondern – auf das Kollektiv bezogen – um die Optimierung der QALYs entsprechend einem zur Verfügung stehenden finanziellen Budget. Bei dieser Vorgehensweise können Rechte individueller Personen verletzt werden, indem ihr individueller Nutzen gegen den Kollektivnutzen aufgerechnet wird. Damit kann man diese Methode dem Utilitarismus zuordnen"
...
"Insgesamt zeigen die vorstehenden Ausführungen, dass jede QALY-Korrektur zugunsten bestimmter Personengruppen auf bestimmten Wertprämissen beruht, die als solche nicht selbstverständlich sind und in ihrer Gewichtung untereinander problematisch sein können. Die Probleme des QALYKonzepts sind wegen der fraglichen Konzeption und wegen der unsicheren Berechnungsgrundlage evident."
...
"5.2.3 Interindividuelle Bewertung von Leben
Aus den erläuterten Problemen der unterschiedlichen Messverfahren lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass es sich bei den jeweils errechneten QALY-Werten um mathematische Konstrukte handelt, die in einem hohen Ausmaß von individuellen Präferenzen und von methodologischen Prämissen abhängig sind. Selbstverständlich begründet dies auch die Schwierigkeit, Ergebnisse, die mit konkreten Patienten erhoben wurden, auf größere Gruppen, insbesondere auf die gesamte Bevölkerung, hochzurechnen. Es leuchtet ein, dass ein derart sensibles Instrumentarium am ehesten dazu eingesetzt werden kann, um indikationsspezifische Vergleiche bei der Behandlung individueller Patienten durchzuführen. Eine solche Fragestellung könnte also lauten: Erreicht die Patientin P bei der Behandlung ihrer Krankheit K einen höheren QALY-Wert unter Einsatz der Therapie T1 oder unter Einsatz der Therapie T2 ?
Anders liegt der Fall jedoch bereits dann, wenn die QALYs zwar noch indikationsspezifisch, aber patientenübergreifend eingesetzt werden sollen: Kann ein höherer QALY-Wert erreicht werden, wenn man die Krankheit K der Patientengruppe PG1 (z. B. Patienten im Alter zwischen 30 und 50) oder die gleiche Krankheit K der Patientengruppe PG2 (z. B. Patienten im Alter zwischen 60 und 80) mit der Therapie T behandelt? Schon in dieser Konstellation erweist sich die Herangehensweise der QALYs (wie auch anderer Nutzenmaße) als problematisch.
"
...
"Eine interindividuelle Bewertung von Leben ist aus dem Blickwinkel einer deontologisch argumentierenden Ethik eine inakzeptable Betrachtung des einzelnen Menschen als einer „vertretbaren Größe“. Sie wird verwirklicht, wenn man das QALY als ein Maß der interindividuellen Verrechnung von Lebensqualität und Lebenslänge als Grundlage von Zugangschancen zur Gesundheitsversorgung nutzt. Das Leben von konkreten Patientinnen und Patienten wird einer quantifizierenden „Bewertung“ ausgesetzt, indem Menschen, die durch eine Therapie ihrer Krankheit höhere QALY-Werte erzielen, im Fall einer Ressourcenknappheit zuerst behandelt werden würden. Die damit einhergehenden Gefahren einer Verletzung des Lebensrechts der nachrangig Behandelten können nicht von der Hand gewiesen werden. Auch wenn das QALY-Maß zunächst nur ein mathematisches Vergleichsmaß ist, das Lebenszeit und Lebensqualität miteinander verrechnet, so impliziert seine Anwendung zur wertmaximierenden Ressourcenallokation doch auch die Nutzenbewertung eines individuellen Lebens. Ängste vor einer Wiederbelebung der Debatte über Lebenswert und Lebensunwert sind deshalb nicht unbegründet und sollten bei der Bewertung dieser Methodik berücksichtigt werden"
 
snowflat schrieb:
Da sollten sich doch einige aus dem Forum in der Rolle der Bürger wiederfinden :mrgreen:

Tiger ist im Zoo ausgebrochen

Rundfunk : "Die Zooleitung fordert die Bürgerinnen und Bürger auf - bitte retten Sie sich,schnell nach hause, schließen sie sich ein!"

Bürger 1: "Widerstand gegen diktatorsiche Anordnungen der Zooleitung ist oberste Bürgerpflicht! Wir lassen uns nicht einfach unterbuttern!"

Bürger 2: "Immer diese Panikmache. Tiger sind ja auch nur so eine Art Katzen!"

Bürger 3: "Statistisch stirbt doch kaum jemand durch Katzen!"

Bürger 4: "Der Tiger wurde absichtlich freigelassen - die wollen uns nur unsere Freiheitsrechte nehmen!"

Büger 5: "Mit gesunder Lebenseinstellung und Meditation´greift mich der Tiger sicher nicht an und tödliche Bisswunden heilen viel schneller mit ausreichende Vitamin C!"

Bürger 5: Alte und langsame Zoobesucher mit schlechter Kondition sind durch die Tiger gefährdet und die wären sowieso früher oder später von einer Katze gefressen worden!"

Bürger 6: " Es ist überhaupt noch nicht klar ob jemand durch einen Tigerangriff je gestorben ist. Toderursache durch eingewachsene Zehennägel wurde nie durch eine Obduktion entkräftet!"

Bürger 7.: "Im Kuscheltierzoo kommt man probemlos ohne große Zäune aus, was ist die Absicht mit dem hohen Zaun beim Tigergehege? was will man uns verheimlichen?"

Bürger 8: Prof X und Doktor Y erklären auf Youtube wie liebesbedürftig Tiger sind und dass ihre angebliche Aggressivität völlig missverstanden wird. Seht Euch das unbedingt mal an und denkt darüber nach!"

Bürger 9: "was hat der Zoo davon, wenn er Euch warnt und wer profitiert davon? Wir werden doch alle verarscht! Das ist meine Meinung und schließlich besteht Meinungsfreiheit!"

Bürger 10: " Wir sollten die Zoobesucher auf hungrige Tiger einstellen und wenn alle Tiger satt sind ist eh Ruhe. Es trifft ja nur immer ein paar wenige. In schwedischen Zoos klappt das auch ganz hervorragend!"

Bürger 11: Schaut die Sache ganz seelenruhig aus dem Auto zuerst an. Und nimmt den Zooleiter in die Verantwortung nach Schweizer Art an der Budgetgemeinde.

Drei wilde Tiger aus dem Urwald auf der Strasse entdeckt.



Ich bin nur froh das es kein Elefant oder ein Nashorn ist da hätte ich ein Problem in meinem Auto.

 
extremecarver schrieb:
Also ich habe gehört dass in Nordrhein Westfalen die SARS-COV2 PCR Tests (nicht Schelltest! 2-3 Tage) um 60€ inkl. Attest zu haben sind. In Wien zahlt man 140-190€ für PCR Schnelltests (190 am Flughafen, wobei das genau derselbe Test ist wie um 140€ beim Labor selber).
Danke an Dich und an Lagorce für die Information! Vor ein paar Wochen hatte ich irgendwo von Kosten in der Größenordnung von 200 Euro pro PCR Labortest gelesen. Vielleicht ist jetzt tatsächlich durch die hohe Zahl und den Einsatz von Automatisierungstechnik der Preis gesunken. Wenn ich aber als Privatperson und -Patient zu einem Arzt gehe und von dem eine auf dem Test basierende schriftliche Bestätigung "Herr X ist aktuell nicht infiziert" haben möchte, dann kommen da sicher noch mal 50 Euro für das Handwerk, Papierkram etc. oben drauf, und dann landet man im Kostenbereich zwischen 100 und 200 Euro für einen Test.

Ein Gesundheitsamt oder eine Forschergruppe, die sich für statistische Daten interessieren, werden die Tests wohl auch nicht geschenkt bekommen. Insofern ist es nicht ganz grundlos, wenn die jetzt vorhandenen Testkapazitäten nur teilweise genutzt werden, auch wenn das die Aktionäre der Anbieterfirmen sicher gerne sähen. Irgendwann kommen die Rechnungen ...
 
Nein eben nicht - die Preise sind genau jene als Privatperson - deswegen schrieb ich ja mit Attest. Wobei der Preis in Deutschland um 60€ evtl noch von Krankenkasse bezuschusst wird? Ist auf jeden Fall der Preis den man als Privatperson zahlt laut Angabe meiner Schwester (die ist Ärztin) - ich weiß da allerdings nicht genau die Details.
In Österreich sind das die Preise von Labors PUNKT AT bzw dem Flughafentest der auch von denen AFAIK durchgeführt wird. Weiß nicht wer das in AT sonst noch so anbietet. Gibt sicher einige.

ACHTUNG - diese Tests dürfen eben genau nicht von Personen gemacht werden - die Symptome haben oder Risikokontakte hatten. Dafür muss man zu offiziellen Teststellen - also 1450 anrufen in AT.
 
Warum sollte denn irgendeine Krankenkasse da etwas "bezuschussen"? Klar, wenn der Test positiv ausfällt, dann ist das die Erstdiagnose einer Erkrankung, und dann gehört das zu den erstattungsfähigen Kosten. Sonst wären die aber nicht ganz bei Trost, die Kosten eines Attests zu übernehmen, das vielleicht nur dazu dient, eine Einreisegenehmigung in ein anderes Land für eine Urlaubsreise zu erhalten. Oder läuft das jetzt neuerdings unter "Vorsorgeuntersuchung"? Ganz abgesehen mal davon, dass viele privat Versicherte eine hohe Rückerstattung bei Nicht-Inanspruchnahme von Kassenleistungen erhalten, die erst mal dazu führen, "Kleinvieh" selbst zu bezahlen. Ein paar Hundert Euro / Jahr ist weit unter der "Kleinvieh"-Grenze.
 
  • Like
Reaktionen: Che
Tag 57

snowflat schrieb:
Da sollten sich doch einige aus dem Forum in der Rolle der Bürger wiederfinden :mrgreen:

Tiger ist im Zoo ausgebrochen

Rundfunk : "Die Zooleitung fordert die Bürgerinnen und Bürger auf - bitte retten Sie sich,schnell nach hause, schließen sie sich ein!"

Bürger 1:...
...
...hervorragend!"
Und alle dazu im Chor:

So, dann haben wir das mit der Mitzekatze auch hinter uns. Vorgestern Elefanten, heute Mitzekatze und morgen? Da ist noch viel im Zoo auf Vorrat, ich lass mich überraschen!

Dann haben sie ja begonnen, die Weltmeisterschaften im wieder aufsperren. Die 180 Grad-Wende ging ja schnell. Naja, wenn die Umfragewerte in den Keller rauschen ist auch ganz schneller Handlungsbedarf vorhanden. Der Rest ist wie alles: Learning by doing.

Dann noch wie jeden Abend:
In Italien sind in den letzten 24 Stunden 369 Personen an bzw. mit Corona verstorben. 8.000 Personen sind genesen, aber die Zahlen in der Lombardei sind nicht beruhigend.

Zuerst die gute Nachricht: In Italien sind in den letzten 24 Stunden über 8.000 Personen für geheilt erklärt worden, womit die Zahl der aktuell Positiven stark abnimmt (auf jetzt 91.528).

Aber, und damit wären wir bei den weniger guten Nachrichten: Die Zahl der mit bzw. am Coronavirus Verstorbenen hat wieder stark zugenommen. In den letzten 24 Stunden sind 369 Personen verstorben, davon 222 allein in der Lombardei.

Die Zahl der Toten ist somit auf 29.684 gestiegen und nähert sich der 30.000er-Marke.

Die Lombardei wird denn auch immer mehr zur Problemregion.

Denn von den 1.444 Neuinfektionen, die zwischen Dienstag und Mittwoch registriert wurden, sind 764 in der Lombardei aufgetreten (165 Fälle im Piemont, 104 in der Emilia Romagna und 77 im Veneto.

Weiterhin zurück – und das ist gut so! – geht die Zahl der Intensivpatienten (minus 94 auf jetzt 1.333). Auch bei den stationär Betreuten gibt es ein Minus von über 500 Patienten.
https://www.tageszeitung.it/2020/05/06/viele-genesene-aber-369-tote/


Und sonst? Nix.
 
:arrow:
Über das Jahr gerechnet wird 2020 in Bezug auf die Gesamtsterblichkeit auch in Schweden kein besonders auffälliges Jahr sein. Aber wer will schon so eine differenzierte Betrachtung hören. Warum manche unbedingt wollen, dass die schwedische Geschichte böse endet, habe ich noch nie verstanden.



Es wird sogar für gewisse Altersgruppen ein Jahr überdurchschnittlicher Untersterblichkeit werden. Das kündigt sich jetzt schon an.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben