Im Bereiche der Risikoanalysen (Chemie, Kernkraftwerke, Transportmittel, usw.) wird der Preis des Lebens quantifiziert. Dort geht es vereinfacht darum, auszurechnen, wieviel man in Risikominderungsmassnahmen investieren muss, damit das Restrisiko sozial betrachtet tragbar wird.
Z.B. ist die zulässige Eintreffwahrscheinlichkeit einer Explosion in einem Chemiewerk höher für den Fall "1 Toter Mitarbeiter" als für "1 Toter ausserhalb des Werkareals" und dann noch um einiges kleiner für "100 Tote in der Bevölkerung", usw.
Im Eisenbahnbereich nimmt man Fehlkonzepte bei der Überwachung der Türen willentlich in Kauf, da die Kosten der Verbesserungen nicht verhältnismässig im Bezug auf die Anzahl Todesopfer infolge Fehlfunktion der Türüberwachungen sind (die Toten kosten weniger als die Sicherheitsanpassungen). In Frankreich kann ein Zug weniger als 7 Sekunden nach Schliessung der Barrieren einen Bahnübergang erreichen, bei Fehlfunktion der Barriere hat man dort keine Sicherheitsmarge mehr, in gewissen Ländern wird der Streckenabschnitt erst nach geschlossener Barriere freigegeben, d.h. der Zug wird bei Fehlfuntktion der Barriere früh genug angehalten, usw.
Back on-topic.
In Frankreich wurden auf dem (einzigen) Flugzeiträger 1082 Personen auf SARS-CoV-2 per RT-PCR positiv getestet (auf insgesamt 1767 gesteten Personen). Zwei davon sind noch im Spital, darunter eine "en réanimation" (ob intubiert oder ob Comorbiditäten vorhanden sind, wurde nicht bekannt gegeben). Insgesamt wurden 31 Personen hospitalisiert.
Die allermeisten (> 99 % laut Medien) sind mittlerweile wieder gesund.
Bin gespannt wie am 2020-12-31 die Sterblichkeitsdaten aussehen, denn viele vergessen, dass unter den COVID-19 Opfern einige davon statistisch betrachtet auch ohne COVID-19 noch dieses gestorben wären. Ist etwas krass ausgedrückt, nur geht es mir darum, das ganze etwas objektiv zu betrachten,
Ebenso war die Interpretation der Warteschlangen vor einem Krematorium in Wuhan (über 11 Mio. Einwohner) fragwürdig, in China sowie Südkorea werden sehr grosse Krematorien betrieben, während bei uns eher kleine Anlagen üblich sind. Ein Krematorium in Wuhan verfügt angeblich über 30 Einäscherungsanlagen (wobei allerdings mehrere davon defekt sind, bin jedoch nicht sicher ob die Zahl der Medien stimmt, meinte es wären eher um die 20), i.V.gl. hat Seoul ein Krematorium mit 23 sowie ein neues mit 11 Anlagen (mit FTS und moderner Prozessleittechnik:
https://m.chosun.com/svc/article.html?sname=photo&contid=2012011602204), Shanghai 24, Toda Saijo in Japan 15, Zürich Nordheim 7, Berlin Treptow (Baumschulenweg) verfügt nur über 3 Ofenlinien). Betrachtet man die Anzahl Personen, die während dem Lockdown in Wuhan mit oder ohne COVID-19 starben, ist es dann auch nicht aussergwöhlich, dass eine grössere Anzahl Urnen von den Angehörigen abgeholt werden musste.
Aber eben, die Medien haben ja kaum objektiv berichtet, obwohl in DE vermutlich doch seriöser als z.B. in Frankreich.
Auf die Testkosten komme ich später zurück, die sind jedoch je nach Land ziemlich unterschiedlich und AFAIK in DE ziemlich hoch im internationalen Vergleich. Für einen SARS-CoV-2 per RT-PCR Virologie-Test werden so ca. zwischen 130 und 250 Euros verrechnet wobei DE angeblich eher im oberen Bereich liegen würde. CH glaub etwas unter 200.
Betrachtet man den Laboraufwand (RNA Isolierung und dann RT-PCR oder qRT-PCR) sind die Preise verständlich wobei allerdings die grosse Menge etwas den Preis mindern sollte.
Habe mich allerdings eher für die Automatisierungsmöglichkeiten als die Preise interessiert. Wenige high-end Platformen erlauben eine vollautomatische Ausführung (inkl. RNA-Isolierung) während i.d.R. die RNA-Isolierung zuerst in einem getrennten Schritt vor der RT-PCR entweder klassisch oder, seltener, nahezu vollautomatisch erfolgt.
Grundsätzlich kann man mittels einfacher Laborautomatisierung, insbes. Liquid Handling, den Handarbeitsaufwand ganz wesentlich reduzieren.