alpennon schrieb:
ThomasK schrieb:
Außerdem ist es dann so, dass dann zusammen mit der Dunkelziffer schon so viele Leute infiziert waren, dass das Virus dann durchläuft bis zur Herdenimmunität. Es ist immer die Rede davon, dass die Herdenimmunität erreicht wird, wenn 63 % der Bevölkerung infiziert war. Der Grund liegt in der Mathematik; der Grenzwert für n gegen unendlich von (1 - 1/n) ^ n läuft nach 1 / e, also 1 / 2,718281828459... = 0,367879... d.h. 36,7879 % der Bevölkerung werden sich nicht anstecken, da aufgrund der statistischen Kontaktwahrscheinlichkeit die Infektionsketten schon vorher unterbrochen werden.
Wie schon etliche Male gesagt, musste man die Todeswahrscheinlichkeit des Virus deutlich nach unten anpassen. Die von dir genannten 0,13 % sind wahrscheinlich etwas zu optimistisch; realistisch dürften etwa 0,2 - 0,25 % sein, d.h. jeder 400. - 500. der Infizierten stirbt ohne medizinische Behandlung.
Uiuiui, da hat aber wer in Mathe nicht aufgepasst! e und n gegen unendlich iwo aufgeschnappt, aber nicht verstanden? Herdenimmunität wird ganz grob mit 1/(1-R0) angegeben, R0 hat so ziemlich gar nichts mit e zu tun. Ab diesem Zeitpunkt steigt das Infektionsgeschehen nicht mehr exponentiell an, bei keiner Grundimmunität sind am Ende trotzdem 100% angesteckt. Bei den gängigen Coronaviren hat die von Dr. Schwurblern hochbeschworene Herdenimmunität nicht funktioniert.
Die IFR wird noch immer auf ca. 0,5-0,8% geschätzt, mit adäquater medizinischer Behandlung! 80% verlassen in Berlin die IS lebend, was eine Überlastung zur Folge hat kann man sich ausmalen. Langfristige gesundheitliche Auswirkungen tragen ein Vielfaches der 0,6% davon, von Erschöpfung zu kognitiven Effekten (
https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.10.20.20215863v1).
Offenbar hast du
weder in Mathematik
noch in Deutsch aufgepasst, denn dein Textverständnis ist ja grauenhaft.
Ich mag es überhaupt nicht, wenn man mir Aussagen unterschiebt, die ich nicht gemacht habe. Ich habe nicht im Geringsten behauptet, dass sich 100 % anstecken, ganz im Gegenteil. Ich sprach explizit von ca. 63 %.
1. Für die Basisreproduktionszahl R0 wurden bezüglich des Coronavirus verschiedene Werte angegeben. Sie schwanken um den Wert 2,7 herum. Dieser Wert liegt in der Nähe von e, was nun bei Corona reiner Zufall ist. Allerdings streuen die Zahlen, da man einige unbekannte Faktoren nicht hinreichend genau bestimmen kann. Nicht Zufall ist aber, dass gilt:
R0 * (1 - q) = 1, wobei q die Herdenimmunität ist. Da bei Corona R0 in der Nähe von e liegt, liegt somit die Herdenimmunität in der Nähe von 63%. Dies wurde auch immer wieder in der Öffentlichkeit so gesagt.
2. Unabhängig davon, dass bei Corona R0 zufällig in der Nähe von e liegt, spielt e bei der Herleitung der Basisreproduktionszahl
sehr wohl eine Rolle. Die Zahl e ist eine Fundamentalkonstante der Analysis, die im Bereich der
stochastischen Prozesse - worum es hier bei Corona sehr wohl geht - eine entscheidende Rolle spielt. Auf dem alten 10-DM-Schein ist die Formel für die Gaußverteilung angegeben. Dass 1/e der Grenzwert von lim n-> unendlich für (1 - 1/n)^n ist, habe ich nur kurz ohne Begründung dazu geschrieben, um jetzt nicht diesen Thread mit OT zu füllen.
Nebenbei bemerkt:
e ist so fundamental, dass die Herleitung der Eytelweinschen Gleichung für die Reibung des Zugseils einer Seilbahn an der Antriebsscheibe ebenfalls über lim n-> unendlich für (1 - 1/n)^n = 1/e läuft.
Schau dir unter
https://en.wikipedia.org/wiki/Mathematical_modelling_of_infectious_disease
den Absatz "Mathematics of mass vaccination" an.
3. Dass lediglich 0,2 - 0,25 % der Coronainfizierten sterben, wurde kürzlich von einer Studie der Standfort University veröffentlicht, die 61 internationale Antikörperstudien verglichen hat.
Zitat: "
Im Schnitt sterben nur 0,23 Prozent der Corona-Infizierten, bei Personen unter 70 Jahren sind es nur 0,05 %."
https://www.focus.de/gesundheit/news/trotz-dramatischer-infektionszahlen-stanford-studie-der-who-zur-sterblichkeit-covid-19-verursacht-weniger-tote-als-vermutet_id_12550113.html