Latesn schrieb:
R = 1 - 1 Angesteckter - der steckt wieder einen an - der wieder einen - der wieder einen am Ende haben sich 3 Leute angesteckt davon 2 ausgehend vom Überträger
R = 3 - 1 - 3 - 9 -> die Zahlen verneunfachen sich.
Somit müsste das Ziel also sein den R-Wert zu dritteln um die Ansteckungszahlen aufs gleiche Niveau zu bringen. So verstehe ich die Aussage jedenfalls und finde sie zumindest nicht falsch - sondern einfach nur begrenzt gültig nämlich nur in einem System das nicht abgeschlossen ist.
Du schmeißt zwei Sachen durcheinander! Dein "R = 1" ist ein resultierender Wert aus der Infektiosität des Virus
und den Maßnahmen, also den Gelegenheiten, die man dem Virus gibt, sich
tatsächlich weiter zu verbreiten.
Deine Annahme "R = 3" würde bedeuten, dass die
resultierende Ansteckungsgefahr des neuen Virustyps 3x so hoch sei wie bei der alten Variante. Das hat aber gar keiner behauptet, sondern nur, dass die
Infektiosität des neuen Viruytyp (also wenn man es ohne Maßnahmenschranken machen ließe) 3x so hoch ist.
Um die Ansteckungszahlen auf dem gleichen Niveau zu halten, muss man sie deshalb auch nicht dritteln, sondern man muss sicherstellen, dass durch die Maßnahmen der
resultierende R-Wert auch bei der neuen Variante 1 bleibt.
Das ist aber ganz etwas anderes und steht in keiner funktionalen Beziehung zur Infektiosität, die man mit einem Faktor X angeben könnte.