F. Feser schrieb:
baeckerbursch schrieb:
Abgesehen davon ist es weder rechtens noch moralisch korrekt, ältere Personen gegenüber jüngeren als minderwertig zu betrachten. Eine 70-jährige Person hat genauso das Recht auf Leben wie ein 10-jähriges Kind.
Hier hat doch niemand ältere als minderwertig betrachtet?
Aber Fakt ist es doch, das wenn eine 10 jähriges Kind an einer Krankheit stirbt ein größeres Drama ist als ob ein 70 jähriger stirbt?
Rein rechtlich sind beide Fälle gleich, aber ethisch / moralisch?
Nein, das ist kein Fakt. Das was du schreibst ist mit Panchos Worten zu wiederholen und hier nicht zu diskutieren. Ich hab es nur nochmal kommentiert weil ich nicht will dass so eine scheisse hier unkommentiert stehen bleibt noch dazu als „Fakt“
Jeder Tod zieht persönliche Dramen nach sich. Das ist Fakt.
Da zu behaupten dass der Tod eines/r 70jährigen weniger Schlimm wäre als der eines
Zehnjährigen ist einfach nur das was du in meinen Augen mit deinem ständigen Falschdarstellungen und Verdrehungen bist. Arm und Bemitleidenswert.
Die Geburt ist der erste Schritt in Richtung Tod. Das ist einfach so und wird auch immer so bleiben.
Es gibt aber 2 Wege dahin. Der ein ist der kurze, für alle Beteiligten sehr belastende und gelegentlich schmerzhafte da er durch kurze Krankheit oder Unfall erfolgt.
Der andere ist der unabwendbare Weg, der uns alle eines Tages von dieser Welt gehen lässt. Das ist und bleibt einfach eine Tatsache.
Wir sind weit in der Medizin gekommen. Es werden Krankheiten mit einigen wenigen Pillen behandelt die vor einigen Jahren noch unverzüglich zum Tode geführt hätten.
Vielleicht sind wir auch schon zu weit gekommen. Gelegentlich stellt sich diese Frage bei mir.
Mein Großvater ist vor jetzt gut drei Jahren verstorben. Er war im Endstadium von Alzheimer erkrankt. Es wurde alles getan, um ihn medizinisch am Leben zu halten. Der moralische Preis war dafür aber sehr hoch. Da er es nicht mehr verstanden hat, warum die eine oder andere Operation durchgeführt wurde war eine "normale"
Behandlung fast nicht möglich. Katheter wurden herausgerissen, Pflaster und Verbände entfernt und so weiter. Daneben hatte er keine Erinnerung mehr daran, Kinder, Enkel und Urenkel zu haben. So ging er eigentlich zu spät von dieser Welt in einer geistigen Umnachtung. Die Frage, die uns alle sehr belastet hat war immer die nach dem Sinn einer weiteren Behandlung. Es ist dann dazu übergegangen worden, nur noch akute Schmerzen zu behandeln. Der Rest wäre einfach ohne jede Würde ein zielloses verlängern des Lebens gewesen. Und so war dann mit 89 Jahren sein Ende hier bei uns gekommen. Es war eine Erlösung für uns, da wir ab diesem Zeitpunkt nicht mehr über all diese Dinge nachdenken mussten.
Meine Großtante ist vor gut einem Monat mit oder an Corona verstorben. Das mag jetzt tragisch klingen, ist es aber für mich nicht. Es war klar, das dieser Tag kommen wird. Immerhin hat sie es auf stolze 97 Jahre gebracht. In Erinnerung wird sie mir immer bleiben, denn die Dame hatte richtig was auf dem Kasten. Zu erwähnen wäre da als erstes, daß sie 1948 als Deutsche in die Niederlande der Liebe wegen gezogen ist.
Und als zweites, wenn wir hier schon über den Tod von jungen Menschen reden, gesagt hat: meine Kinder können sein wie sie wollen, aber schwimmen, das müssen sie können, mir ertrinkt keiner von denen im Kanal vor der Türe.
So werde ich sie in Erinnerung behalten, denn es war und ist mir immer klar, das sich viele die mir sehr ans Herz gewachsen sind, aus meinem Leben verabschieden werden.
Schlimm war der 1.1. 1998. Zwei Freunde von mir sind Abends noch bei mir aus der Haustüre nüchtern hinaus. Bei ihren Eltern sind sie niemals angekommen. Laut Unfallbericht der Polizei ist bei ca. 80 km/h ein Reifen geplatzt, der Wagen ins schleudern gekommen und seitlich in einen weiteren mit einer vierköpfigen Familie gekracht. Es gab vier Tote. Das war gar nicht gut und alles viel zu schnell. Vor vollendete Tatsachen gestellt ist die ganze damalige Clicke zu zwei Beerdigungen innerhalb von drei Stunden gegangen. Zu der, wenn ich das jetzt nach über 20 Jahren noch richtig weiß, Familie sei anzumerken, das es die Mutter und das jüngste Kind erwischt hat.
Es ist der Lauf der Zeit, nichts ist ewig.
So wird eine Diskussion hier aber auch an anderen Stellen der Menschheit geführt in wie weit wir alles an menschlichem Leben schützen sollen oder eben nicht. Und zu welchem Preis. Diese Frage ist berechtigt. Der Preis eines Lebens kann nicht in Geld angegeben werden. Es muss aber abgewogen werden, wie weit diese Leben sich gegenüber stehen. In wie weit darf man einer Generation den Weg in die Zukunft erschweren um die andere Generation zu schützen? Wie kann und darf man das beantworteten?