Jan Tenner schrieb:
Das behaupten doch hier im Forum auch die Allerwenigsten. Mein Eindruck ist eher, dass es für einige User dem Weltuntergang gleichkommt, wenn sie für den Rest der Saison nicht mehr Skifahren können. Und ganz besonders hart zu treffen scheint das die User, denen man mit den Skigebietsschließungen den 40.,50.,60. oder gar 80. Skitag diese Saison nimmt. Aber das ist dann wirklich ein ganz subjektiver Eindruck, der auch falsch sein kann.
Das stimmt, ich habe mich aber auch ausdrücklich auf die gesamte Netzcommunity und nicht nur das Forum bezogen.
alpennon schrieb:
(...)
Die Aussagen und Handlungen von Usern wie ski-chrigel, TiPi, Chense, Widdi, Scratch, Tobi-DE, Kamikatze nur auf den letzten beiden Seiten (vom letzten Freitag gesehen) zeugen von Unwissenheit, Rücksichtslosigkeit und schlicht Dummheit. Die Welt hört nach der eigenen Nasenspitze auf, selbst das Leben der eigenen Eltern ist egal wenn es um die Maximierung der persönlichen Gier jener Personen geht. Hinweise auf Widerhandlungen gegen amtliche Weisungen werde ich auch an entsprechende Stellen weiterleiten.
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Ich kann echt nur den Kopf schütteln, was für eine Welt ihr aufgrund eurer Gier und egoistischen Dummheit unseren Kindern überlassen wollt!
Die Anfeindungen von Alpennon finde ich allerdings drastisch überzogen, ("Meldung an zuständige Stellen", wtf?).
Ich stimme absolut zu, dass es zu Fakten keine Meinung gibt, da gilt der Stand der Wissenschaft. Gleichwohl kann man sich als Staatsbürger fragen, ob derart weitgreifende Maßnahmen zu vertreten sind. Und dann mit der kranken Oma zu kommen, die sterben könnte, ist eine unfaire Argumentationskeule. Kranke Omas sterben leider auch an Krankenhauskeimen und an anderen Umständen, ohne dass es irgendjemand juckt. Opas sterben, weil sie trotz Warnung immer noch rauchen und niemand tut etwas gegen Tabakwerbung in Deutschland. Was kann man noch erlauben, was muss man verbieten?
Wir sind also mittendrin in einer Ethik-Diskussion und da darf sich auch derjenige beteiligen, der vielleicht nicht Arzt ist aber sonst einen gesunden Menschenverstand hat. Und da frage ich, ist es noch zu verantworten, dass z.B. in Italien mittlerweile schwerstkranke Menschen bei Notfällen an Krankenhäusern abgewiesen werden, weil diese in Quarantäne-Gebieten liegen. Herzinfarkte, Blinddarmentzündungen, zeitkritische Notfälle werden einem Risiko ausgesetzt, weil es um den Schutz von einer anderen Risikogruppe geht. Hier muss man also überlegen, welcher Risikogruppe man den Vorzug gibt. Das nennt man Abwägung und derzeit hat man sich entschieden, schlicht die empfohlenen Maßnahmen der WHO umzusetzen, um die Epidemie zu bremsen. Das kann man aber auch anders sehen (ich sehe es nicht anders). Da darf man auch irgendwann mal die Frage der Wirtschaftlichkeit stellen, ob es sinnvoll ist, dass aufgrund der Corona-Wirtschaftskrise demnächst in Ländern, die gerade an der Schwelle zum Industrieland waren, unter ihrer Schuldenlast zusammenbrechen und dort tausende Menschen verhungern werden?
Aber wenn es die Omas und Opas der Industrienationen geht, ist kein Opfer zu groß. Dabei ist mir bekannt, dass es bei der Quarantäne auch genau darum geht, die Gesundheitssysteme der Schwellenländer zu schonen. Es wäre nur schön, wenn man den gleichen Aufwand auch z.B. bei der Bereitstellung von Forschungsmitteln bei HIV, Malaria, Cholera und anderen dritte Welt-Krankheiten betrieben hätte. Da braucht mir also keiner mit so Ansagen wie "welche Welt IHR hinterlassen wollt" kommen.