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Julian96 schrieb:
In Italien beginnt man solangsam zu verstehen, dass in einer absoluten Notsituation nahezu nichts wirklich nötig ist.
Und deshalb ist es für mich auch komplett gleich ob etwas unwichtiges wie ein Skigebiet oder Kino geschlossen wird oder eine Bus/Zugverbindung gekappt wird.

Man sollte eh am besten zu Hause bleiben und kein Mensch stellt sich in einer wirklichen Ausnahmesituation noch die Frage wie er von A nach B kommt.

Das einzige was in Betrieb bleiben sollte ist die Versorgung mit Lebensmitteln und Medizin. Diese wäre in einer überschaubaren Größenordnung und man hätte auch keinen 80km LKW Stau am Brenner.

Ich versteh nicht das viele immer noch so sehr dafür plädieren, dass man das öffentliche Leben aufrechterhalten muss. Nein das muss man nicht, das öffentliche Leben gehört sofort auf ein Minimum reduziert. :!: Ich bin die letzte Woche quasi nur zu Hause gewesen, nur eingekauft wurde noch... Mehr ist doch nicht wichtig.

Natürlich denke ich auch darüber nach, wie geht es nach dem Studium mal weiter und wie sehen die Chancen auf einen Job dann aus, bei der Krise.
Aber jetzt im Moment ist mir doch vollkommen egal, ob und wie ich jetzt an die Uni komme oder sonst was.

Offenbar sind sich viele immernoch nicht bewusst, was es heißt mit nichts klar zu kommen. Vor 200 Jahren gab es nahezu nichts was unsere moderne Gesellschaft heute hat und die Leute konnten Leben... Diesen Zustand sollte man doch mal ein paar Wochen durchhalten können.


Du sagst das so easy als Student, aber als Arbeitnehmer kann man nicht einfach Zuhause bleiben?! Da muss der Arbeitgeber mitspielen, dass tut der Großteil aber nicht.

Aber klar ins Kino usw gehe ich nun auch nicht und Skisaison ist für mich auch beendet.
Auch an der Arbeit meide ich die Kantine.
 
christopher91 schrieb:
Du sagst das so easy als Student, aber als Arbeitnehmer kann man nicht einfach Zuhause bleiben?! Da muss der Arbeitgeber mitspielen, dass tut der Großteil aber nicht.

Das stimmt da muss ich dir recht geben. Ich bin weder "beruflich" noch finanziell extrem hart getroffen wenn ein paar Wochen nichts geht.
Es gibt Teile der Bevölkerung die sind jeden Monat auf ihren Lohn angewiesen, sonst ist auch nichts mit Lebensmittel kaufen. Die vergisst man schnell.
 
Von all dem Leid und Todesfällen abgesehen, schadet es der Gesellschaft (mich explizit eingeschlossen) mal nicht, auf den Boden der Tatsachen geholt zu werden. Alles ist auf Konsum und Selbstdarstellung ausgerichtet, jetzt wird mal auf das Wesentliche reduziert: Ernährung und Zusammenhalt. Meine Großeltern kannten das bestens, aber heutzutage ist Verzicht ja ein Wort das viele nicht mal schreiben können.
Und Wertschöpfung für die hiesige Gesellschaft passiert nun mal nicht auf Instagram, sondern größtenteils durch unser techn. und logistisches Know-How und den Export der Realwirtschaft, der jetzt zusammenbrechen wird. Beamte können sich da entspannen, für viele gehts da um Existenzen jetzt, die haben glaub andere Sorgen wie ihren Osterurlaub.
 
Und das " schöne " an Corona ist ja, das es jeden trifft. Egal ob arm, oder jemand der Geld wie Heu hat..
 
Beim Verfolgen dieses Threads hat sich mir leider immer wieder ein (vermutlich fälschlicherweise) Albert Einstein zugeschriebenes Zitat aufgedrängt: "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Oder ein Satz von Dr. Strosmajer in der legendären tschechoslowakischen Fernsehserie "Das Krankenhaus am Rande der Stadt" (1978-1981), hier von mir etwas abgewandelt: "Wenn Dummheit Flügel trüge, würden viele herumflattern wie die Täubchen".
Aber - ich sage es ehrlich - mein Pessimismus hat doch nachgelassen angesichts der Tatsache, dass (unter anderem) diese Diskussion hier bei einigen durchaus zu einem Umdenken und einer Neubewertung der Sachlage geführt hat, darüber freue ich mich wirklich!
Ich wünsche jedenfalls allen Menschen, dass sie durch die Coronakrise keine schlimmeren "Schicksalschläge" erdulden müssen als das vorzeitige Ablaufen einer Saisonkarte.
Und auch die sinnvolle Aufforderung zum Einschränken sozialer Kontakte ist heute angesichts des Vorhandensein des Internets und von Foren wie diesen keinesfalls so drastisch, wie sie noch vor 20 oder 30 Jahren gewesen wäre!
 
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Julian96 schrieb:
Es gibt Teile der Bevölkerung die sind jeden Monat auf ihren Lohn angewiesen, sonst ist auch nichts mit Lebensmittel kaufen. Die vergisst man schnell.
Dann sei mal Selbständiger. Da macht man sich schon mal existenzielle Sorgen...
 
Pancho schrieb:
Julian96 schrieb:
Es gibt Teile der Bevölkerung die sind jeden Monat auf ihren Lohn angewiesen, sonst ist auch nichts mit Lebensmittel kaufen. Die vergisst man schnell.
Dann sei mal Selbständiger. Da macht man sich schon mal existenzielle Sorgen...

Naja dazu kann ich mich aktuell noch glücklich schätzen -meine ganze Familie führt aktuell eine Landwirtschaft. Wir sind sogesehen alle zusammen selbstständig und grade jetzt im Winter und Frühjahr betriffts einen noch am wenigsten.
Aber ich kanns mir natürlich vorstellen, wenn man jetzt z.B. ne kleine Bar betreibt oder sowas dann steht man ziemlich scheiße da.
 
schwabenzorro schrieb:
snowflat schrieb:
Durch die Grenzkontrollen an der Grenze IT - AT hat sich auf der Brennerautobahn ein LKW-Stau von 80km bis nach Bozen gebildet.

Das dürfte ein (trauriger) Fall für das Buch der Rekorde sein. Mein Mitgefühl gilt all denen die dort nur ihre Pflicht (Arbeit) tun.
In weiterer Folge sind nun die Einfahrten Bozen Nord, Klausen, Brixen Industriezone, Brixen und Sterzing Richtung Norden bis auf weiters für den gesamten Verkehr gesperrt. Da aber die Skigebiete und Herbergsbetriebe ja eh schon geschlossen sind dürfte das nicht mehr viele abreisende Gäste betreffen ... vermute ich mal.

Mir tun die Fahrer auch leid ... "Glück" haben die, die sich seit Wochen gewehrt haben nach Italien zu fahren. Viele werden es zwar nicht gewesen sein, weil die die auf den Böcken sitzen jeden Euro an Spesen benötigen und sozusagen "gezwungen" sind die Aufträge auszuführen.
 
Auf der A12/A13 gab es gestern jedenfalls noch recht ordentlich Verkehr.
Den Warenverkehr von und nach Italien will Österreich auch keinesfalls unterbinden.
 
Tyrolens schrieb:
Auf der A12/A13 gab es gestern jedenfalls noch recht ordentlich Verkehr.
Den Warenverkehr von und nach Italien will Österreich auch keinesfalls unterbinden.
Kommt schon noch.
 
Der Warenverkehr ist notwendig fürs Überleben. Den sperrt man nur im äußersten Notfall. Man muss abwägen zwischen Quarantäne und Nahrungsmittelknappheit.
 
Sehe ich auch so.
Es darf schlicht nicht sein, dass am Samstag wieder Abertausende ohne wichtigen Grund quer durch Europa gondeln.
Ich bin mal gespannt, wann auch in D etwas mehr Realismus einkehrt.
 
-tom- schrieb:
Der Warenverkehr ist notwendig fürs Überleben. Den sperrt man nur im äußersten Notfall. Man muss abwägen zwischen Quarantäne und Nahrungsmittelknappheit.
Schon klar, der Warenverkehr von Industriegütern wird mit zunehmenden Betriebschließungen zurück gehen. Mal schauen was mit Dingen des täglichen Bedarfs passiert. Hoffe nicht, dass man die Leute irgendwann zwingen muss hier weiterzuarbeiten.
 
Darauf warte ich auch täglich. Aber man ist offenbar nicht gewillt (wissen tut man es sicher), ein Szenario „e-Funktion der infizierten incl Symptome:
lese den Wert bei heute in 10 Tagen ab“ zu entwickeln. Da man ab dann eh wochenlange Maßnahmen vor sich hat sind paar Tage früher vielleicht schmerzhaft, aber sicher keine hysterische Maßnahme.
 
snowflat schrieb:
Vermute, dass ab Samstag nichts mehr groß mit Skifahren sein wird und der Bettenwechseln zum Shut-Down genutzt wird.

Ich hoffe mal dass es nicht ganz so schnell geht. Man müsste es ja morgen kommunizieren, sonst sind alle neuen Gäste da.

Vielleicht steht es hier ja schon irgendwo: Tessin hat seit heute auch zu.
 
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