Für die, die immer noch meinen, das sei harmlos und man könne abwarten:
Das ist der (am 10. März) prognosizierte Verlauf. Da ging man von einer Verdopplung alle 7 Tage aus. Offensichtlich geht das gerade schneller, im Moment wohl etwa alle 2,5 Tage.
In Deutschland gibt es 28000 Intensivbetten. Man geht aktuell davon aus, dass ein Intensivpateimt bei Corona eine Woche lang beatmet werden muss. Man könnte also pro Tag 4000 neue Patienten aufnehmen. Die Intensiventten braucht man aber auch für andere Fälle. Das Ärtzeblatt rechnet mit der Hälfte, also 2000 Betten.
Etwa 10% der an Coronafälle brauchen so ein Intensivbett.
Es dürfen als maximal 20000 Menschen erkrankt sein, damit die Betten reichen. Das wäre bei seeeehr optimistischer Rechnung am 7. April. Wenn die Anzahl der Infizierten weiter so ansteigt wie in den letzten Tagen, dann wohl eher nächste Woche.
Blöderweise brauchen die Menschen auch nicht unbedingt da Intensivbetten, wo es noch welche gibt.
Ich habe vorhin erfahren, dass meine Oma, 90 Jahre alt) im Krankenhaus ist mit COPD + Influenza.
In Italien wäre die jetzt tot.
Das betrifft mich nicht persönlich (ich kenne die so gut wie gar nicht). Aber ich finde es grundsätzlich furchtbar, wenn man auswählen muss, wen man sterben lässt. Einfach weil es nicht anders geht.
Soll es bei uns so weit kommen? Und nach was wählen wir dann aus? Nur Alter und Vorerkrankungen? Oder spielen vielleicht auch Geld und „Nützlichkeit“ eine Rolle?
Also, ich will nicht, dass man Menschen nach Überlebensberechtigungschancen sortieren muss.
Und darum #flattenthecurve verdammtnochmal.
(Mein gehässiges Ich merkt gerade an, dass man bei einer Triage auch das persönliche Risikoverhalten berücksichtigen sollte.)