Sauerland_6_CLD schrieb:
L&S schrieb:
Mein Status:
Ich habe jetzt den 6. Tag Kopfweh( hab ich sonst quasi nie), und fühl mich als hätte ich 6. Tag in Folge nen mittlerern Kater.
Bin seit Do. in selbst gewählter Quarantäne in meiner Wiener Wohnung.
Nur leider hat in Wien keiner Interesse daran mich( und meinen darniederliegenden Freundeskreis) zu testen, so lange wir allen nen milden Verlauf zeigen.
Ich habs bald hinter mir, nur wie find ich raus ob das nur ein normaler Infekt oder Corona war...und es mir dann am Ende doch holen kann ??
Wie schlimm der Virus wirklich ist, werden wir in ein paar Wochen sehen, wenn es GB und die USA voll erwischt, die ja bis jetzt alles schönreden.
Hab gestern von nem Freund aus London gehört, dass es keinen interessiert, dass er alle klassischen Symptome hat, er soll einfach Homeoffice machen.
Um in GB zu nem Arzt zu kommen, muss man schon fast tot sein..
Ich sehe die Kreise als bisher eindeutigsten Wendepunkt im 21. Jh. weil sie einige Folgen haben wird:
Demokratie/Liberalismus/EU:
Wenn IT, GB und die USA in die Knie gehen werden auch die meisten Staatsverweigerer einsehen, dass ein funktionierender Sozialstaat schon auch Vorteile hat..
Hygiene im Öffentlichen Raum:
wird langfristig wichtig bleiben
HomeOffice:
ist im deutschen Sprachraum bisher eher verpönt, aber vieler Arbeitgeber werden jetzt sehen dass es funktioniert, es wird sich bei uns viel stärker verbreiten als bisher.
Industriepolitik/Globalisierung:
Sicherstellung einer autarken Versorgung mit Medikamenten, Nahrung und Energie in der EU, wie viel Globalisierung wollen wir wirklich
Generationenvertrag:
Wenn die Kreise vorbei ist wird die Jugend die Politik in die Pflicht nehmen: "Um die ältere Generation zu schützten....." (Zitat S. Kurz) wurden keine Kosten und Mühen gescheut..
Nach der Kriese wird die Jugend berechtigterweise schmerzhafte Maßnahmen für den Klimaschutz/Umweltschutz für ihr Überleben fordern!
Das ist sicher noch nicht alles....
Doch bis es soweit ist:
Allen alles gute, wir kommen da durch!
Die Jugend wird die Politik in die Pflicht nehmen?
Selten so gelacht!
Die, die jetzt noch Corona Partys feiern, werden sehr bald sehen was es heißt das die Pleite Griechenlands und Italiens
nur aufgeschoben wurde. Sie werden mitbekommen das der „Fachkräftemangel“ schlagartig vorbei ist und man sich wieder um eine ARBEIT (nicht Job) bemühen muß.
Das positive an der Krise ist, dass man nächstes Jahr zur Bundestagswahl ganz andere Probleme haben werden als uns die verbitterte Greta aufschwatzen wollte.
Arbeit und Wirtschaft wird in den Vordergrund rücken- wie abgehoben das politische Personal ist zeigt zum Beispiel der Harbeck deutlich. Er rät den Gastronomen die geschlossenen Restaurants zu nutzen um alte Ölheizungen auszutauschen.
Natürlich, diesem Personenkreis bricht gerade 100 Prozent seiner Umsätze weg, sie werden sich sorgen wie sie nächsten Monat ihre Krankenkassenbeiträge, Rentenversicherungen, Pacht und auch ihren persönlichen Haushalt finanzieren sollen und der scheele Schwiegermutterschwarm kommt mit solchen Ratschlägen.
Mehr muß man zu diesem Personenkreis meiner Meinung nach nicht wissen.
So sehr ich wünschte, dass du (L&S) damit richtig liegst, ich stehe an dieser Stelle eher auf Sauerlands Seite.
Ich kann mir durchaus Vorstellen, dass im Bereich Demokratie/Liberalismus ein wenig passieren könnte, genauso beim Homeoffice und gewissen Abstrichen bei der Globalisierung.
Bei der Wirtschaft an sich, glaube ich allerdings an keine weitreichenden Veränderungen. Schau dir die ganzen Börsianer und dergleichen an, für die bricht aktuell doch alles zusammen und die könnens kaum erwarten wieder zu alter Normalität zurückzukehren. So sehr ich an das Gute im Menschen glaube, ich denke beim besten Willen nicht, dass bei den härtesten Geschäftsleuten irgend eine Art von Umdenken stattfindet. Es gibt Leute für die ist Geld mehr Wert als Leben.
Bei deiner Aussage zum Generationenvertrag und der Zukunft kann ich leider auch nur den Kopf schütteln.
Die Coronakrise wird das Sozialsystem im Worst-Case völlig zusammenbrachen lassen. Krankenkassen können die Ausgaben hinten und vorne nicht mehr stemmen und gehen entweder Pleite oder die Beiträge werden so in die Höhe schießen, dass es viele der aktuellen und kommenden Generation garnichtmehr bezahlen können. Ich rechne in diesem Fall mit zwei Dingen. Entweder die ältere Generation verliert für viele an Bedeutung, weil sie sich sagen "ihr belastet mich so sehr, dass ich nichts mehr von meinem eigenen Leben habe" (es sei angemerkt, dass ich so nicht denken möchte, ich kann mir aber vorstellen, dass dieser Gedanke durchaus aufkommen kann) oder man kehr wieder mehr zum alten System zurück, heißt mehrere Generationen leben wieder in einem Haus und es wird sich Generationen übergreifend wieder in der Familie unterstützt.
Zum Thema Klima/Umweltschutz...hier ist Corona in meinen Augen quasi ein Vollcrash. Der Umweltschutz in fast allen Belangen ist aktuell noch sehr auf Innovation und Zukunftsforschung ausgelegt und hier fehlt erstmal vollkommen das Geld. Airlines haben kein Geld mehr übrig, um in umweltfreundlichere Flugzeuge zu investieren. Autobauer haben kein Geld mehr für die Anschaffung von neuen Maschinen oder die Weiterentwicklung von Technologien wie Akkus. Man wird sich erstmal auf das altbewährte Fokusieren, da man hier weiß, dass es läuft. Und noch schlimmer, neue Technologien wie E-Autos kosten oftmals immer noch recht viel Geld. Die Löhne könnten sinken, die Arbeitslosenquote steigen...es könnten noch weniger Leute das Geld haben, um sich solche neuen Technologien leisten zu können.
Und wie Sauerland schreibt, von den Grünen jetzt noch gesagt zu bekommen nutzt doch diese Chance, mag zwar ansatzweise logisch sein, ist aktuell aber so ziemlich das schlimmste was man sagen kann, da hierdurch viele zu der Einstellung kommen werden "wollt ihr mich verarschen, mir bricht gerade alles auseinander und ihr wollt mir noch ins Gewissen reden?". Könnte in meinen Augen eher Trotzreaktionen auslösen.
Aber ich bin ja noch jung, habe vielleicht wenig Ahnung vom Leben und der Wirtschaft...kann von daher auch alles anders kommen. Wäre mir ja auch recht, nur so ganz dran Glauben kann ich eben trotzdem nicht.