steak
Großer Müggelberg (115m)
- Registriert
- 03. Sep. 2010
- Beiträge
- 341
- Reaktionspunkte
- 54
Hey Leute, meine Sturm- und Drangphase hier im Forum sind längst vorbei, jedoch nutze ich das Forum als einmalige Informationsquelle für einen Schiverrückten.
Nachdem man hier ja kaum hinterher kommt, möchte ich euch meine Geschichte als direkt Betroffenen schildern.
Unsere Gruppe: 8 Personen durch Verwandschaft verteilt zwischen Sachsen und BW
Motivation: Eine Woche gemeinsamen Skiurlaub mit ambitionierten Skifahrern in Südtirol - Alta Badia
Gebucht: Oktober 19
Vor der Abfahrt: Unkenrufe wurden laut. Erste Fälle in Italien, ist unserer Reise sicher? Naja, wir haben gebucht, eine Stornierung würde 100% kosten. Südtirol ist kein Risikogebiet. Anreise am 29.02.2020. Ängstliche Beteiligte rufen in der Unterkunft an. Antwort: Alles Gut!
Ankunft: Ausgelassene Stimmung. Nach den ersten Tagen wird immer etwas mehr gefeiert. Man war hier und dort auch etwas ausgelassener.
Während des Urlaubs: Die Stimmung prächtig. Man wusste aber das was in der Luft lag. Die Marmolada Gondel fuhr nur mit 25% - Wartezeit über 2h, in Wolkenstein wurden Schlangen gebildet anstatt alle ins Stationsgebäude drängeln zu lassen. An der besagten Desinfektions-EUB war ein Schild das nur 3 Männer pro Gondel rein dürfen. Irgendwas stimmt nicht, aber du bist jetzt drin, raus geht nicht.
Das bestimmende Thema Abends natürlich immer Corona. Aber was bringts jetzt?
Alarm: Am 05.03.2020 wurde Südtirol vom RKI als Risikogebiet eingestuft, spät abends. Natürlich haben wir das nicht mitbekommen, wir waren bereits in unserer Ferienwohnung, haben gekocht und uns ein Bier genehmigt.
Am Tag darauf bekamen wir erste Whatsapp Mitteilungen von Bekannten. Etwa um 11Uhr war die Stimmung am Boden. Alle Beteiligten wurden informiert: Wir müssen uns treffen um einen Kriesenstab zu halten. Alle sofort zur Edelweisshütte, wir müssen beraten. Wir haben den Entschluss gefasst sofort abzureisen. Wer weiß was jetzt kommt. Abends / nachts angekommen waren alle froh daheim zu sein.
Bereits an diesem Tag berichtete ein Teilnehmer von einem komischen Gefühl in der Lunge.
Samstag, alle daheim. Ich hatte auch ein kribbeln in der Lunge und Rückenschmerzen. Abends dann bereits leichte Temperatur. Das Wochenende haben alle irgendwie rum gebracht, wobei nicht alle Symptome hatten. Ab Montag hat sich der erste testen lassen und später haben alle gefolgt. Resultat: 8 von 8 reisenden positiv.
Wir hatten zu zweit, also ein teil der Gruppe, eine anschließende Woche in Vorarlberg geplant, hatten auch schon Buchungen. Nach Rücksprache mit unseren Arbeitgebern wurde aber uns davon abgeraten. Da Vorarlberg bis dato kein Risikogebiet war, wir statistisch gesund waren hätten wir antreten müssen /sollen. Ich hatte mich nicht nach Schifahren gefühlt, wusste die 300€ sind im Eimer.
Nunja, ab Montag fühlte ich mich wieder einigermaßen fit. Habe mich geärgert das ich jetzt nicht in Damüls bin. Hatte eine Vorahnung das isch schon betroffen sein könnte und lese Berichte im Forum wie geil es gerade ist Schi-zu-fahren. Wir rufen unseren Hausarzt an und schildern unsere Symptome. Zwei Tage später hatten wir einen Termin für einen Drive-Thru Test. Vier Tage später das Ergebnis: Positiv.
Wir sind direkt von Südtirol ohne Pause bis daheim durchgefahren, was mir wirklich Ärger einbrachte (Klo). Haben uns sofort in Quarantäne begeben obwohl keine Anordnung bestand. Wenn ich diese Storry erzähle sind wir Vorbilder genannt worden, aber das war Glück im Unglück.
Wir hatten wirklich einen milden Krankheitsverlauf, wobei mir als Gourmet wirklich der Raub des Geschmacksinn wirklich am meisten gefehlt hat. Ich weiß nicht ob ich zur Risikogruppe gehöre, ich hab hohen Blutdruck und nehme Mittel dagegen, der schlankste bin ich auch nicht. Jedoch 34 Jahre alt. Man nennt mich Tomba la Bomba.
Seit heute werden wir als offiziell geheilt betrachtet. Man fragt sich ob Nase putzen auch schon als Symptom zählt. Jedoch habe ich nach 19 Tagen Quarantäne, fast vier Wochen Realitätsverlust das Verlangen nach draußen zu kommen. Versteht mich nicht Falsch, ich fühle mich top-fit.
Jetzt stehe ich vor dem Thema, dass ich ja vermutlich Antikörper hab, und die Beschränkungen immer stärker werden. Ich bin kein Arsch, ich halte mich an Anweisungen, aber irgendwie wurmt es mich doch.
Nachdem man hier ja kaum hinterher kommt, möchte ich euch meine Geschichte als direkt Betroffenen schildern.
Unsere Gruppe: 8 Personen durch Verwandschaft verteilt zwischen Sachsen und BW
Motivation: Eine Woche gemeinsamen Skiurlaub mit ambitionierten Skifahrern in Südtirol - Alta Badia
Gebucht: Oktober 19
Vor der Abfahrt: Unkenrufe wurden laut. Erste Fälle in Italien, ist unserer Reise sicher? Naja, wir haben gebucht, eine Stornierung würde 100% kosten. Südtirol ist kein Risikogebiet. Anreise am 29.02.2020. Ängstliche Beteiligte rufen in der Unterkunft an. Antwort: Alles Gut!
Ankunft: Ausgelassene Stimmung. Nach den ersten Tagen wird immer etwas mehr gefeiert. Man war hier und dort auch etwas ausgelassener.
Während des Urlaubs: Die Stimmung prächtig. Man wusste aber das was in der Luft lag. Die Marmolada Gondel fuhr nur mit 25% - Wartezeit über 2h, in Wolkenstein wurden Schlangen gebildet anstatt alle ins Stationsgebäude drängeln zu lassen. An der besagten Desinfektions-EUB war ein Schild das nur 3 Männer pro Gondel rein dürfen. Irgendwas stimmt nicht, aber du bist jetzt drin, raus geht nicht.
Das bestimmende Thema Abends natürlich immer Corona. Aber was bringts jetzt?
Alarm: Am 05.03.2020 wurde Südtirol vom RKI als Risikogebiet eingestuft, spät abends. Natürlich haben wir das nicht mitbekommen, wir waren bereits in unserer Ferienwohnung, haben gekocht und uns ein Bier genehmigt.
Am Tag darauf bekamen wir erste Whatsapp Mitteilungen von Bekannten. Etwa um 11Uhr war die Stimmung am Boden. Alle Beteiligten wurden informiert: Wir müssen uns treffen um einen Kriesenstab zu halten. Alle sofort zur Edelweisshütte, wir müssen beraten. Wir haben den Entschluss gefasst sofort abzureisen. Wer weiß was jetzt kommt. Abends / nachts angekommen waren alle froh daheim zu sein.
Bereits an diesem Tag berichtete ein Teilnehmer von einem komischen Gefühl in der Lunge.
Samstag, alle daheim. Ich hatte auch ein kribbeln in der Lunge und Rückenschmerzen. Abends dann bereits leichte Temperatur. Das Wochenende haben alle irgendwie rum gebracht, wobei nicht alle Symptome hatten. Ab Montag hat sich der erste testen lassen und später haben alle gefolgt. Resultat: 8 von 8 reisenden positiv.
Wir hatten zu zweit, also ein teil der Gruppe, eine anschließende Woche in Vorarlberg geplant, hatten auch schon Buchungen. Nach Rücksprache mit unseren Arbeitgebern wurde aber uns davon abgeraten. Da Vorarlberg bis dato kein Risikogebiet war, wir statistisch gesund waren hätten wir antreten müssen /sollen. Ich hatte mich nicht nach Schifahren gefühlt, wusste die 300€ sind im Eimer.
Nunja, ab Montag fühlte ich mich wieder einigermaßen fit. Habe mich geärgert das ich jetzt nicht in Damüls bin. Hatte eine Vorahnung das isch schon betroffen sein könnte und lese Berichte im Forum wie geil es gerade ist Schi-zu-fahren. Wir rufen unseren Hausarzt an und schildern unsere Symptome. Zwei Tage später hatten wir einen Termin für einen Drive-Thru Test. Vier Tage später das Ergebnis: Positiv.
Wir sind direkt von Südtirol ohne Pause bis daheim durchgefahren, was mir wirklich Ärger einbrachte (Klo). Haben uns sofort in Quarantäne begeben obwohl keine Anordnung bestand. Wenn ich diese Storry erzähle sind wir Vorbilder genannt worden, aber das war Glück im Unglück.
Wir hatten wirklich einen milden Krankheitsverlauf, wobei mir als Gourmet wirklich der Raub des Geschmacksinn wirklich am meisten gefehlt hat. Ich weiß nicht ob ich zur Risikogruppe gehöre, ich hab hohen Blutdruck und nehme Mittel dagegen, der schlankste bin ich auch nicht. Jedoch 34 Jahre alt. Man nennt mich Tomba la Bomba.
Seit heute werden wir als offiziell geheilt betrachtet. Man fragt sich ob Nase putzen auch schon als Symptom zählt. Jedoch habe ich nach 19 Tagen Quarantäne, fast vier Wochen Realitätsverlust das Verlangen nach draußen zu kommen. Versteht mich nicht Falsch, ich fühle mich top-fit.
Jetzt stehe ich vor dem Thema, dass ich ja vermutlich Antikörper hab, und die Beschränkungen immer stärker werden. Ich bin kein Arsch, ich halte mich an Anweisungen, aber irgendwie wurmt es mich doch.