Pilatus schrieb:
Lagorce schrieb:
Wirksam um sich selbst gegen Coranaviren zu schützen sind insb. FFP2 oder FFP3 PSA zusammen mit Schutzbrille sowie Nitril-Einweghanschuhe sofern diese Schutzausrüstung richtig eingesetzt wird.
Was versprichst du dir von Handschuhen? Bei intakter Hautbarriere bringen diese m.E. nichts. Dann noch viel eher ein Schutzmantel der eine Kontamination der Kleidung verhindert. Und von was für einem Setting sprechen wir überhaupt? Im Alltag? Bei Umgang mit positiven Patienten?
In meinen Posts meine ich stets den Einsatz von PSA zum persönlichen Schutz im privaten Umfeld (z.B: Einkaufen gehen), nicht im Gesundheits-, Bestattungsbereich, usw.
"Setting" muss nicht kompliziert sein, wichtig ist, logisch und konsequent zu handeln, u.a. definieren welche Gegenstände, Körperteile, Kleidungsstücke, Wohnbereiche, usw. als kontaminiert betrachtet werden und welche nicht (und ggf. zu welchem Zeitpunkt). Das Ganze muss man auch sinnvoll probabilistisch beurteilen da die Massnahmen der angestrebten Risikominderung entsprechen müssen.
Über die "Dekontaminierung" bzw. Quarantaine eingekaufter Lebensmittel wurde allerlei mehr oder weniger sinnvolles durch die Medien berichtet, dort gilt wiederum gesunder Menschenverstand (also z.B. Tomaten zum roh essen bitte nicht mit Javel-Wasser reinigen wie ein Zuschauer aller ernst fragte (!)).
Unnötig aufwendige Prozeduren werden in der Praxis onehin kaum eingehalten (übrigens auch in der Industrie).
Einweg-Nitril-Schutzhandschuhe bilden eine grundsätzlich als kontaminiert zu betrachtende äussere Oberfläche, damit werden dann auch bewusst berührte Oberflächen kontaminiert (z.B. Lebensmittel[aussen]verpackungen), schützen jedoch die nackte Haut (angeblich erfolgt keine Übertragung bei Schnittwunden, wobei diesbzgl. diese Vermutung wissenschaftlich noch nicht genügend belegt werden konnte).
Nach dem Einsatz der Schutzhanschuhe müssen diese fachgerecht ausgezogen und entsorgt werden, zusätzlich sind die Hände gründlich zu waschen (da die Hände schnell feucht werden ist dies aus rein hygienischen Gründen umsomehr unabdingbar).
Weiterer Vorteil ist, dass man tendenziell mit Handschuh weniger dazu neigt, die Hande in die Nähe des Gesichts zu bringen. Sehr oft werden Schutzmasken instinktiv mit den Fingern berührt, was unbedingt zu verhindern ist. Bereits eine Stunde lang nicht ins Gesicht zu langen ist für viele gar nicht so einfach.
Einweg-Schutzkittel sind m.E. basierend auf dem aktuellen Wissenstand nicht erforderlich
Für gewöhnliche Tätigkeiten (Einkaufen, usw.) lohnt sich, aufgrund der Risikobeurtelung, der Einsatz eines Schutzbekleidung nicht, der entsprechende Mehraufwand bzgl. Anforderungen die einen FACHGERECHTEN Einsatz dieser PSA voraussetzt ist nicht gerechfertigt.
Die sofern man nicht entdeckt, dass das "kleidergebundene" Infektionsrisiko doch nicht relativ gering ist.
Die äussere Kleidungsschicht sowie Schuhe sollte man dennoch einer Art Quarantaine unterziehen und klar definieren welche Wohnbereiche mit welchen Kleidern betreten werden (Zonenprinzip, ggf. Duschen wie es in der Industrie üblich ist). Möglich kontaminierte Kleidungsstücke (äussere Seite) nicht in Berührung mit dem Gesicht kommen lassen, somit das Übnertragunsrisiko genügernd gering gehalten werden kann, dass keine Körperschutz-PSA erforderlich ist. Allerdings sollte die äussere schicht einigermassen virenundurchlässig sein oder zumindest eine Barrierenfunktion darstellen, ansonsten enden Viren mit der Feuchtigkeit auf der inneren Seite der Kleidungsstücks, z.B. im Kragenbereich. Vermute jedoch, dass die richtigen Gesten das Risiko bereits wesentlich mindern.