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Coronavirus 2019-nCoV

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j-d-s schrieb:
Och, solange die Medien weiter fleißig Panik schüren findet alles Akzeptanz. Alles schon mal passiert. Macht man den Leuten nur genug Angst und wiederholt oft genug die Alternativlosigkeit der Maßnahmen der Regierung, glauben es die allermeisten auch.
Ich gebe es auf gegen Deine Verschwörungstheorien mit Argumenten anzugehen denn für nutzlose Tätigkeiten ist mir meine Zeit zu schade. Offensichtlich könnte Dich leider nur eine Infektion mit sehr schwerem Verlauf noch bekehren...:ja:

extremecarver schrieb:
Die sind nicht frei erfunden. 12% und Kurzarbeit macht sicher 20% in AT. Und 12% sind die offizielle Zahl für März. Da ist noch kaum jemand mit über 14 Tagen Kündigungsfrist! Die April zahlen werden viel übler.
Deshalb weil die Wirtschaft mal sauber einknickt geht die Welt noch nicht unter, die Menschheit hat oft genug bewiesen wie kreativ und ambitioniert sie aus Desastern wieder rausfindet. Und um jene Betriebe die deshalb jetzt den Bach runtergehen weil sie entweder eine ungesunde Geschäftsgrundlage haben und/oder keine strategischen Reserven bilden konnten um trotz aller Hilfsmaßnahmen den Teillockdown zu überstehen weine ich keine Träne nach - diese Flurbereinigung beruht nämlich auch auf marktwirtschaftlichen Grundlagen auch wenn das deren Verfechter nicht gerne hören. Da kommen eben wieder neue nach die den Branchenbedarf decken; auch haben Krisen oder auch Kriege immer einen Innovationsschub ausgelöst...:ja:
In das gleiche Horn stieß übrigens auch Trigema´s Chef Wolfgang Grupp und gerade er weiß sicher besser wie viele andere wovon er spricht.
 
Petz schrieb:
Deshalb weil die Wirtschaft mal sauber einknickt geht die Welt noch nicht unter, die Menschheit hat oft genug bewiesen wie kreativ und ambitioniert sie aus Desastern wieder rausfindet. Und um jene Betriebe die deshalb jetzt den Bach runtergehen weil sie entweder eine ungesunde Geschäftsgrundlage haben und/oder keine strategischen Reserven bilden konnten um trotz aller Hilfsmaßnahmen den Teillockdown zu überstehen weine ich keine Träne nach - diese Flurbereinigung beruht nämlich auch auf marktwirtschaftlichen Grundlagen auch wenn das deren Verfechter nicht gerne hören. Da kommen eben wieder neue nach die den Branchenbedarf decken; auch haben Krisen oder auch Kriege immer einen Innovationsschub ausgelöst...:ja:
In das gleiche Horn stieß übrigens auch Trigema´s Chef Wolfgang Grupp und gerade er weiß sicher besser wie viele andere wovon er spricht.

Die Welt geht auch nicht unter, wenn Homo Sapiens endlich mal verschwinden. Nachdem dann das Schlamassel von Kernkraftwerken oder anderen Fabriken usw die auf einmal unversorgt ein Umweltdebakel auslösen halbwegs vorüber ist - wird die Artenvielfalt auf einmal wieder steigen statt nur zu sinken weil sich Homo Sapiens immer weiter ausbreiten. Was für ein tolles Argument.

Und die Menschheit wird natürlich auch wieder aus dem Schlamassel rauskommen, hoffentlich ohne auf so Experten zu hören die jetzt schon sagen wir kommen vor Impfung nicht aus dem Chaos raus! Genau deswegen hatte ich ja für kurze harte Einschnitte und danach vorgehen wie in Taiwan, Südkorea, HongKong usw plädiert - da hieß es aber ist zu teuer. Unser Mittelweg ist noch deutlich teurer...
Und selbst wenn 0.4% der Menschheit am Virus stirbt, werden wohl dennoch in 1-2 Jahren mehr Menschen auf dem Planeten leben wie aktuell. Aber es kann nicht das Ziel sein dass der Mensch sich wie ein Virus weiter und weiter ausbreitet. Denn wenn der Wirt tot ist (die Erde) dann stirbt auch das Virus.. Das wir da als Menschheit ein stabiles Optimum schon überschritten haben - steht da für mich außer Frage. Krankheiten wie Covid-19 und Umweltkatastrophen zeigen dies unverblümt - zumindest mit aktueller Technologie. Der moralischste Ausweg aus dem Problem ist weniger neue Menschen in die Welt zu setzen. Im Gegensatz zu einem Virus können wir das als Menschen ja sogar steuern. Ein Virus mutiert - aber hat ansonsten keine Möglichkeit zu seinem überleben beizutragen.

Und es gehen eben auch zig gesunde Unternehmen derzeit drauf - viele werden sich sagen wir gehen jetzt in Insolvenz - und sperren dann in 2-3 Jahren wieder auf. Dass ist die günstigste Variante. In einigen Branchen wird es für viele kaum anders gehen - auch wenn die 1-2 Jahre Reserven hätten. Alles andere ist den Aktionären gegenüber nicht vertretbar und evtl sogar verboten. Anderseits kann es auch nicht sein dass der Staat jetzt die Unternehmen 2 Jahre lang durchfüttert. Das können wir uns genausowenig leisten wie die Unternehmen alle Pleite gehen zu lassen, nur weil 0.3-0.4% - vor allem alte Bevölkerung - sterben wird. Das steht einfach in keinem Verhältnis.

SARS-Cov-2 ist wahnsinnig ansteckend - dass hat man Anfangs komplett falsch eingeschätzt. Aber eben nicht so wahnsinnig gefährlich.
 
Neandertaler schrieb:
Und sonst? Nix, der Wahnsinn geht weiter.
Mich würde Deine Einschätzung als Südtiroler zu diesem Posting (aus dem YT-Kanal von Erichsen) sehr interessieren:
:arrow:
Ob es den Euro in einigen Jahren noch gibt...wer weiß. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass es die EU in der jetzigen Form nicht mehr lange geben wird. Woher ich diese Sicherheit nehme? Ich bin Südtiroler, also italienischer Staatsbürger. Ich bin sowohl mit den deutschen, als auch mit den italienischen Medien sehr vertraut. Neben Covid gibt es seit Wochen in Italien (und nicht nur in den sog. "Berlusconi-TV-Sendern") nur ein Thema. Nämlich dass KEIN EU-Staat den Italienern signifikant geholfen hat. Klar, einige (ich glaub 6) Intensivpatienten wurden von Deutschland übernommen, aber das war lediglich ein Tropfen auf dem heissen Stein. Viel wichtiger, und vor allem medienwirksamer war, daß KEIN EU-Staat auch.nur einen Arzt nach Italien geschickt hat, diese kamen aus China, Kuba, Albanien, Russland (und Norwegen). Die bereits vor der Covid-Krise geringe Anzahl an EU-Befürwortern ist nun auf quasi Null geschrumpft. Dies ist Wasser auf den Mühlen der Populisten in Italien, diese werden (nicht zuletzt aus dem oben genannten Grund) die nächsten Wahlen gewinnen, dann wird Italien versuchen aus dem Euro auszusteigen, was spätestens dann das Ende der EU bedeuten wird. Die "reichen" EU-Staaten verweigern die Corona-Bonds, zurecht. Weder die Italiener wollen noch zur EU gehören, noch andere EU-Staaten wollen die Italiener in der EU haben (der deutsche Steuerzahler finanziert ja praktisch die italienische Misswirtschaft, aber nicht mehr lange).
https://www.youtube.com/watch?v=7ycPlTzm5SU&feature=em-uploademail
 
Petz schrieb:
j-d-s schrieb:
Och, solange die Medien weiter fleißig Panik schüren findet alles Akzeptanz. Alles schon mal passiert. Macht man den Leuten nur genug Angst und wiederholt oft genug die Alternativlosigkeit der Maßnahmen der Regierung, glauben es die allermeisten auch.
Ich gebe es auf gegen Deine Verschwörungstheorien mit Argumenten anzugehen denn für nutzlose Tätigkeiten ist mir meine Zeit zu schade. Offensichtlich könnte Dich leider nur eine Infektion mit sehr schwerem Verlauf noch bekehren...:ja:

Nichtmal das könnte mich "bekehren", denn ich schaue mir eben die Statistiken an. Ja, es kommt vor, dass junge, gesunde Menschen schwer an Corona erkranken. Der Anteil dafür ist aber sehr gering, unter 0,5%.

Wenn ich Pech habe, bin ich halt unter den 0,5%, das ist bei hunderttausenden Infizierten eben statistisch drin (ich müsste mich aber erstmal noch infizieren, was die Wahrscheinlichkeit natürlich weiter senkt, aber natürlich auch immer noch statistisch drin ist bei 80 Millionen Einwohnern, da ist selbst bei 0,001% insgesamt noch 800 Personen). Aber wenn ich Pech habe kann ich auch wenn ich zuhause bleibe im Bad ausrutschen und mir nen Schädelbasisbruch zuziehen.

Ich weiß ja nicht wie du dein Leben leben willst, aber ich bin weder für eine Vollkaskomentalität gegenüber dem Staat noch will ich mein Leben in Angst oder unter Entziehung meiner Grundrechte leben.

alpennon schrieb:
j-d-s schrieb:
Ein Beispiel für die Panikmache der Medien: Es wird über Einzelfälle vom Tod gesunder Menschen an Corona berichtet, aber wenn unter 140.000 dann eben 10 sind, die ohne Vorerkrankungen sind und sterben, sind das halt nur 0,00007%, aber diese Zahl nennt man in den Medien dann sicher nicht.

Die Zahl liest man deshalb nicht, weil jeder Journalist weiss, dass es mehr als 10 waren - in Italien waren etwa 0,7% der Todesfälle einer Studie unter 65 und ohne Vorerkrankungen. Das sind nicht viele, trotzdem wären 1000 der registrierten Todesfälle unter 65 und ohne Vorerkrankungen. Vorerkrankung heisst jedoch nicht zwingend, dass diese Person schwer krank war, was manch ein Laie hier impliziert! Alle wissen, dass Ältere mit Vorerkrankungen den Grossteil der Verstorbenen ausmachen, das wird überall auch so berichtet. Trotzdem ist klar, dass dieser Coronavirus im Vergleich zu saisonalen Influenzaviren ein deutlich höheres Risikoprofil und Ansteckungsrisiko in allen Altersklassen hat bei kaum vorhander Immunität aufweist, wenn auch die aller(aller)meisten unter 65 ohne Vorerkrankungen den Virus überleben werden. Langzeitfolgen sind jedoch bei einem solch jungen Virus noch unbekannt und möglich, ich wäre schon deshalb vorsichtiger als bei Influenza trotz jungem Alter.

Da hast du dich vertan: Unter 2000 Toten waren 3 ohne Vorerkrankungen (https://www.welt.de/wissenschaft/article206649557/Coronavirus-Das-weiss-Italien-ueber-die-Toten.html).
[Das sind übrigens 0,15%, der Autor des Artikels kann offenbar 3/2000*100 nicht rechnen.]

Allerdings ist das der Anteil an den Opfern, nicht der Anteil an den Infizierten. Der dürfte noch niedriger sein, da es in Italien zu dem Zeitpunkt sicherlich mehr als 2000 Menschen ohne Vorerkrankungen gab, die mit Corona infiziert waren.

Pancho schrieb:
Grad drauf gestoßen - erinnert an den Bericht des Taucharztes aus dem Standard vor kurzem hier im Thread:

Was mir als Erstes aufgefallen ist: Viele Patienten machen zunächst einen fitten Eindruck. Wenn man sich dann aber deren Sauerstoffwerte anguckt, erschrickt man, weil sie so niedrig sind. Das kenne ich so von keiner anderen Krankheit. Andere Patienten hätten wir bei solchen Werten schon intubiert, also künstlich beatmet. Einige sind deshalb überrascht, wenn wir sie auf die Intensivstation verlegen, obwohl es ihnen noch gar nicht so schlecht geht. Aber das kann sich bei Covid-19 schnell ändern. Es gibt also eine große Abweichung zwischen dem klinischen Bild und den objektiv messbaren Parametern. Das macht ganz grob gesagt die Covid-19 Erkrankung im klinischen Alltag aus.
Quelle:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-arzt-in-darmstadt-das-kenne-ich-so-von-keiner-anderen-krankheit-a-4cef90d1-0686-415d-be33-e6ffff29cd10

Und für j-d-s aus der gleichen Quelle:
Gerade am Anfang der Epidemie, als viele aus dem Skiurlaub zurückkamen, hatten wir erstaunlich viele junge Patienten - und mit jung meine ich 30 Jahre und aufwärts -, bei denen das Coronavirus eine Lungenentzündung verursacht hatte. In dem Alter sind Lungenentzündungen eher selten, so viele auf einmal habe ich noch nie gesehen, und ich arbeite auf einer Lungenstation. Wenn das Virus in die Lunge gelangt, verläuft die Krankheit schwer. Viele Patienten - auch junge - erzählen mir, dass sie sich noch nie so krank gefühlt hätten.

Das sagt gar nichts aus, weil das eben erneute pars-pro-toto-Berichterstattung ist: Es wird, ohne irgendwelche Zahlen zu nennen, anhand von Einzelfällen generalisiert.

Der Mann spricht wiederholt von "vielen", wobei das beim ersten Mal faktisch widerlegt ist, denn über 80% der Patienten müssen erstmal gar nicht ins Krankenhaus, die Mehrheit gar keine Symptome. "Viele" kann in diesem fall also höchstens 20% ausmachen, vermutlich aber sehr viel weniger. Selbst ein Anteil von 20% wäre aber nach üblicher Definition nicht "viele".

Beim zweiten "viele" behauptet er dann, dass es eine große Zahl an jungen Patienten (wobei ich "30 und älter" ne seltsame Definition von "jung" finde - das wäre eher "50 und jünger" oder so) eine Lungenentzündung von Corona davongetragen hätte. Auch das ist statistisch nicht belegt, im Gegenteil, die vorhandenen Statistiken sprechen hier stark dagegen.

Ob der Mann jetzt bewusst einen falschen Eindruck erwecken will, kann ich nicht beurteilen. Die Spiegel-Journalisten wollen das aber definitiv.

Denn ich habe ja nie bestritten, dass auch Menschen ohne Vorerkrankungen am Coronavirus schwer erkranken können. Es ist eben nur ein solch geringer Anteil, dass er gegenüber vielen anderen Krankheiten nicht ins Gewicht fällt.

Ich verweise daher hier auf das Dokument des RKI (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-04-16-de.pdf), wo berichtet wird, dass von den Patienten, die gegenwärtig stationär wegen schwerer Atemwegserkrankungen (sog. "SARI") behandelt werden, nur 31% an Corona erkrankt sind. Also handelt es sich auch insgesamt gesehen, entgegen des Eindrucks, den die mediale Berichterstattung erwecken will, keineswegs um ein Phänomen, das in einem besonders großen Ausmaß auftreten würde verglichen mit anderen Erkrankungen der Atemwege.

Ich bitte darum, als Quellen nur verlässliche Statistiken zu nennen und keine Einzelfallberichte oder Berichte über "viele", "einige" usw., welche keinerlei Zahlen nennen.
 
Mal wieder zum Thema Schule; sozusagen ein Statusbericht aus der Realität:

Mein Sohn (7. Klasse Gymnasium) startet ab Montag in den elektronischen Unterricht über MS 365. Mal gespannt wie das wird :wink:
Edit: Der Förderverein will da, wo es Mangel an Endgeräten gibt, einspringen.
Meine Tochter (4. Klasse Grundschule) darf sich am Montag in der Schule Arbeitsmaterialien abholen.

Schauen wir mal, wie es weitergeht 8)
 
Eine 30 Jahre alte Frau, scheinbar gesund und ohne Coronavirus-Symptome, stellte sich nach dem Verlust eines Verwandten von COVID-19 in einer Bildgebungsabteilung im Iran vor.

Im Rahmen von Routineprotokollen wurde bei diesem Patienten keine Thoraxaufnahme durchgeführt, aber in diesem Fall machten die Ärzte eine Ausnahme.
Zwei Tage später lag sie mit einem bestätigten Fall der Krankheit im Krankenhaus.

Gefunden: https://www.abc.net.au/news/2020-04...ors-sharing-ct-images-of-coronavirus/12155560

Nachbeobachtung der Patienten und Antikörperbildung von SARS aus Wikipedia

Rund 25 % der SARS-Patienten, welche an einem Militärkrankenhaus in Peking nach Entlassung betreut wurden, zeigten verbleibende Lungenstruktur­veränderung im Sinne einer Lungenfibrose. 40 Patienten hatten eine messbare Diffusionskapazitäts­störung der Lunge. Diese besserte sich spontan bei der Hälfte der Betroffenen. Auch die radiologisch dargestellte Lungenfibrose zeigte im einjährigen Nachbehandlungs­zeitraum eine Besserungstendenz, verschwand aber nicht bei allen Patienten vollständig. Die Autoren stellten die Hypothese auf, dass aufgrund der Besserung ein anderer Mechanismus als bei gewöhnlichen Lungenfibrosen bestünde. In derselben Studie zeigten sich IgG-Antikörper gegen das Virus bei rund 80 % der Patienten. Aufgrund der Veränderung der Antikörpertiter im Verlauf gehen die Autoren nur von einer zeitlich begrenzten Immunität aus.

Eine sehr kleine Studie, bestehend aus infizierten Mitarbeitern des Gesundheitswesens, beobachtete die Patienten über 15 Jahre. Dabei zeigte sich eine Besserung der Lungenschädigung der Patienten, welche bei Abheilung radiologisch nachweisbare Residuen der Erkrankung hatten. Nach einem Jahr stellte sich jedoch eine Plateauphase mit milden restriktiven Störungen und Diffusionsstörungen ein. Die in den früheren Nachbehandlungs­untersuchungen beobachtete Femurkopfnekrose wurde als Spätfolge der Steroidtherapie im Rahmen der Behandlung des SARS gesehen.
In wie weit die Lungenschäden auch von wenig Erkrankten Patienten heilen :?: Es besteht noch Hoffnung auf Heilung oder besserung.
 
j-d-s schrieb:
Ich weiß ja nicht wie du dein Leben leben willst, aber ich bin weder für eine Vollkaskomentalität gegenüber dem Staat noch will ich mein Leben in Angst oder unter Entziehung meiner Grundrechte leben.

Beim zweiten "viele" behauptet er dann, dass es eine große Zahl an jungen Patienten (wobei ich "30 und älter" ne seltsame Definition von "jung" finde - das wäre eher "50 und jünger" oder so)
Ich bin und war auch nie ein Menschenfreund und deshalb treffen mich die Restriktionen nicht besonders weil ich manchmal auch sonst wochenlang keinen persönlichen Kontakt zu den wenigen befreundeten Personen habe. Die einzige Angst die ich aktuell zweifellos habe ist in meinem konkreten Fall die vor einer Ansteckung denn ein schwerer Verlauf wäre aufgrund Vorerkrankung und meiner Negation eines stationären Krankenhausaufenthaltes mein sicherer Exitus.

"30 und älter" stimmt nach medizinischer Definition sehr wohl weil der Alterungsprozeß bei jedem Menschen schon vor 30 beginnt; so ist die im Volksmund verbreitete Meinung bez. der "besten Jahre eines Mannes" um die 40 kompletter Schwachsinn und da höchstwahrscheinlich der Wunsch der Vater des Gedankens... ;D :lach:
 
wetterstein schrieb:
Mich würde Deine Einschätzung als Südtiroler zu diesem Posting (aus dem YT-Kanal von Erichsen) sehr interessieren:
:arrow:
Ob es den Euro in einigen Jahren noch gibt...wer weiß. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass es die EU in der jetzigen Form nicht mehr lange geben wird. Woher ich diese Sicherheit nehme? Ich bin Südtiroler, also italienischer Staatsbürger. Ich bin sowohl mit den deutschen, als auch mit den italienischen Medien sehr vertraut. Neben Covid gibt es seit Wochen in Italien (und nicht nur in den sog. "Berlusconi-TV-Sendern") nur ein Thema. Nämlich dass KEIN EU-Staat den Italienern signifikant geholfen hat. Klar, einige (ich glaub 6) Intensivpatienten wurden von Deutschland übernommen, aber das war lediglich ein Tropfen auf dem heissen Stein. Viel wichtiger, und vor allem medienwirksamer war, daß KEIN EU-Staat auch.nur einen Arzt nach Italien geschickt hat, diese kamen aus China, Kuba, Albanien, Russland (und Norwegen). Die bereits vor der Covid-Krise geringe Anzahl an EU-Befürwortern ist nun auf quasi Null geschrumpft. Dies ist Wasser auf den Mühlen der Populisten in Italien, diese werden (nicht zuletzt aus dem oben genannten Grund) die nächsten Wahlen gewinnen, dann wird Italien versuchen aus dem Euro auszusteigen, was spätestens dann das Ende der EU bedeuten wird. Die "reichen" EU-Staaten verweigern die Corona-Bonds, zurecht. Weder die Italiener wollen noch zur EU gehören, noch andere EU-Staaten wollen die Italiener in der EU haben (der deutsche Steuerzahler finanziert ja praktisch die italienische Misswirtschaft, aber nicht mehr lange).
https://www.youtube.com/watch?v=7ycPlTzm5SU&feature=em-uploademail
Puh, das ist so ein Thema, das immer wieder Aufkocht. Aber ich bin als deutscher Staatsbürger in Südtirol.

Italien und die Italiener träumen immer noch ganz viel in der Vergangenheit herum. Rom ist das Zentrum des Imperiums. Ist es aber nicht mehr. Dazu kommt auch noch, das Italien eigentlich immer im Wahlkampf ist. Da ist so oft gewählt worden, das kann man eigentlich nicht mehr zählen. Wenn man wirklich darüber nachdenkt, dass Berlusconi der erste war, der eine ganze Amtszeit durchgehalten hat, kann man nur noch den Kopf schütteln.

Somit waren viele Köche an dem Brei beteiligt, der den Beitritt zum Euro brachte. Die ganze Sache war sehr auf Kante genäht und vieles entsprach nicht der Wahrheit. Sozusagen wurden die Finanzen in der Theorie den Anforderung gerecht, nur die Realität war eine ganz andere.
Mit dem Traum von der glorreichen Vergangenheit taucht auch immer wieder die alte Lire auf, unter der alles scheinbar viel besser war. Sicher, bei einer Inflation von 10 und mehr Prozent waren die Schulden immer sehr schnell weg, das Guthaben waren ja Schwarzgeldkonten bei Österreichischen und Schweizer Banken in Franken oder D-Mark. Also bei den Privaten. Das geht jetzt nicht mehr, die obligatorischen 5% Preisaufschlag jedes Jahr auf Skipässe und Strandliegen wollen begründet werden. Weil auch immer Wahlkampf war, wurden regelmäßig Geschenke, deren Finanzierung nie gesichert war, unter dem Wahlvolk verteilt. Damit ist der Staatshaushalt noch weiter in die Miesen gerattert. Dazu hat es Italien mit den seltsamsten Rentengesetzen geschafft, die Jugend aus dem Land zu jagen. Man konnte bis vor wenigen Jahren mit 60 Jahren in Pension gehen und fast voll dazu verdienen. Da geht dann so manch einer mit 75 immer noch zu 100% Arbeiten.
Wenn die Wirtschaftskriese in Italien bewältigt werden soll, ist von 9-12 und von 13-16 Uhr das Mobilfunknetz abzuschalten. Dann könnten die Produktionskosten gesenkt werden, weil die Produtionsmenge pro arbeiter erheblich steigen wird. Wie oft bin ich in einem Amt oder laden gestanden und das Telefonat mit der Mama war wichtiger. Ich hatte mal einen Kollegen, der ist jeden Tag während der Arbeit 6 Stunden am Handy gehangen. Da stimmt so vieles nicht, es ist ein Wahnsinn.
Nur wenn Italien vom Euro weg geht, sind die am nächsten Tag pleite, da gibt es dann kein Geld mehr von außerhalb. Selbst Salvini war ganz schnell Still als der erste Zahlungstag für die Löhne der Staatsangestellten da war. Denen in Rom, die in der Regierung sitzen, traut auch hier vor Ort fast kein Mensch über den Weg.
Dazu kommt auch immer die Frage auf, warum Italien mit den Maßnahmen gegen den Virus so hart ist und die Schweden auf Vertrauensbasis arbeiten. Da steckt wirklich dieses Misstrauen gen die da oben und gegen die da unten hinter. Der Italiener findet immer ein Lücke im Gesetzt oder bei der Steuer, die er auch gnadenlos nutzt. Macht der Schwede eben nicht, deswegen.

Ist jetzt meine persönliche Meinung dazu, sonst nix.

Die neuen Zahlen sind auch da, es wird wirklich besser:

In In Italien sind in den letzten 24 Stunden 482 Personen am bzw. mit dem Coronavirus verstorben. Die Zahl der stationär und intensiv Betreuten nimmt weiter ab

Die Zahl der Corona-Toten in Italien ist zwar immer noch hoch, aber sie nimmt ab.

In den letzten 24 Stunden sind 482 Corona-Infizierte verstorben. Die Gesamtzahl der Toten steigt somit auf 23.227.

Die Zahl der intensiv Betreuten nimmt seit nunmehr zwei Wochen stetig ab, sie liegt jetzt bei 2.733 – das sind fast 100 weniger als noch am Freitag.

Dasselbe gilt für die stationär betreuten Covid-19-Patienten: die Zahl sinkt von 25.786 auf 25.007.

Parallel steigt die Zahl der Genesenen auf jetzt 44.927 – das sind 2.200 mehr als noch am Freitag.

Die Zahl der Neuinfizierten lag am Samstag bei 3.491, die Zahl der aktuell Positiven hat um 809 zugenommen.
https://www.tageszeitung.it/2020/04/18/weniger-tote-weniger-schwerkranke/
 
Wir Nord- und Osttiroler haben den Südtirolern jedenfalls den Allerwertesten gerettet. An die 20% ihrer Intensivpatienen haben wir übernommen.
So wie die Südtiroler sowieso andauernd die Klinik in Innsbruck aufsuchen.
 
Damals in der Finanzkrise hätten bereits Korrekturen erfolgen müssen. Diese wären z.B.: IT,GR... raus aus dem Euro -> mit umfassendem Schuldenschnitt. Das wäre meine Meinung. Ich persönlich hatte darin weniger das Ende der EU gesehen, als vielmehr die Korrektur von Konstruktionsschächen. Aber das mögen viele anders sehen...
Man hat sich nicht getraut, stattdessen Rettungsschirme aufgespannt, die aber besonders Griechenland gedemütigt und teilweise ausbluten lassen haben etc..
Es wurden Mechanismen aufgebaut, die die Konstruktionsfehler abmildern sollen, sie aber nicht beseitigt haben.
Die Notenbanken haben Zinsen eliminiert und Geld gedruckt bis zum Anschlag, ihr Pulver aber damit weitgehend verschossen.
All das rächt sich jetzt in der Coronakrise.
 
Neandertaler schrieb:
Die neuen Zahlen sind auch da, es wird wirklich besser:

In In Italien sind in den letzten 24 Stunden 482 Personen am bzw. mit dem Coronavirus verstorben. Die Zahl der stationär und intensiv Betreuten nimmt weiter ab

Die Zahl der Corona-Toten in Italien ist zwar immer noch hoch, aber sie nimmt ab.

In den letzten 24 Stunden sind 482 Corona-Infizierte verstorben. Die Gesamtzahl der Toten steigt somit auf 23.227.

Die Zahl der intensiv Betreuten nimmt seit nunmehr zwei Wochen stetig ab, sie liegt jetzt bei 2.733 – das sind fast 100 weniger als noch am Freitag.
Hm, wieviele von den 482 Verstorbenen in 24h waren vorher intensiv betreut? Die Zahl intensiv Betreute "fast 100 weniger" könnte in der Realität eher ein Zuwachs sein, wenn man die durch Verstorbene "frei" werdenden Betten berücksichtigt.
 
Petz schrieb:
Gleitweggleiter schrieb:
Was es nicht geben darf sind im Windschatten der Corona-Krise eingeführte Eurobonds und damit eine Vergemeinschaftung von Schulden.
Wenn man die richtig konstruierte gäbe es erst dann eine Schuldenvergemeinschaftung wenn auch der letzte Cent an allgemeinem Vermögen (nicht nur jenes des Staates) innerhalb des betreffenden Staatsgebietes verwertet wird; so würde einerseits in der Praxis eine Haftung nie eintreten aber andererseits liessen sich die niedrigen Zinssätze lukrieren. Ob sich das Ding dann Coronabonds, ESM - Hilfe oder wie auch immer schimpfte ist völlig unerheblich.

Interessant, solche "besicherte Staatsanleihen" habe ich ja noch nie gesehen. Wieso ist auf die Idee noch keiner gekommen, zum Beispiel bei den Griechen wäre das doch mal spannend gewesen? Wenn jedenfalls eine Haftung in der Praxis nie eintreten würde, bräuchte es eine Haftung durch andere Staaten mit besserer Bonität doch gar nicht. In diesem Fall wäre die Sicherheit bereits sehr hoch und der Zins sehr niedrig. Wenn aber die Haftung doch relevant wird - und damit eine Zinsersparnis für Schuldner mit schlechter Bonität erreicht wird - verstößt das klar gegen Art. 125 AEUV.
 
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