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Coronavirus 2019-nCoV

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Julian96 schrieb:
Ralf321 schrieb:
Naja nicht jeder geht raus in seien Garten. Sondern sitzt in der 2 Zimmer Wohnung in der Stadt und wird, wenn er sich rauswagt, noch von der Polizei belästigt wenn er auf einer Bank Sitz. Es kommt da doch sehr auf die eigene wohnsituation an.

Das stimmt und darf dann in so einem Fall vielleicht auch wirklich kritisiert werden. Aber mir gings hier auch nicht um eine generelle Diskussion zu den Grundrechten, sondern um das Gejammer das aktuell schon wieder bei vielen Gerichten vorgetragen wird...das führt doch alles nur zu einem weiteren Lockdown in ein paar Wochen.

Ja das schon, aber hier machtvwirklich jeder Ort was anderes. Bänke sperren, ganze Bereiche betretungsverbot, kein Straßenverkäufer. Und 10km weiter darf man alles. Es ist’s eher dieses planungslose vorgehen das so langsam den Leuten nervt und sie sich wehren. Neuster Witz die maskenplflucht. Wochenlange Diskussion. Bring eh nix, usw. dann kommen sie einzeln ums Eck und nun ist sie überall da. Und das wird so weite4gehen. .. leider
 
Julian96 schrieb:
Wo und wie leben denn all die die argumentieren, dass sie sich ihrer Freiheit beraubt fühlt? Habt ihr gar keine Flexibilität im Leben...wenn man nicht ins Kino darf arbeitet man eben im Garten und gut ist...
Den Garten habe fertig. Die Wohnung ist, so weit möglich renoviert, Arbeiten wäre mal wieder nicht schlecht.
Pancho schrieb:
„Verhandel das mit der Natur“ also mit dem Virus.
Denn Mutter Natur sagt auch ganz klar: Von Luft und Liebe wirst nicht satt. Ist halt so, kann auch ich nicht ändern.
MichiMedi schrieb:
Als Student funktioniert das Home Office Semester aktuell auch relativ gut, ich bin also persönlich nicht wirklich schwer getroffen. Mich regt natürlich auf, dass ich in den Semesterferien nicht mehr Skifahren konnte, aber es geht hier auch nicht um mich.
Das ist neu. Woher der Wandel?
MichiMedi schrieb:
Es geht um die vielen Unternehmer die mit jedem Tag mehr Shutdown näher an den Ruin getrieben werden. Es geht um die Arbeiter, die nicht einfach Homeoffice machen können und denen nach der Kurzarbeit die Entlassung droht. Es geht um ganze systemrelevante Berufsgruppen wie die Gastronomie oder den Tourismus. Und es geht vor allem um elementare Grundrechte wie Versammlungsfreiheit, Freizügigkeit, oder Berufsfreiheit.
Ob jetzt der Tourismus systemrelevant ist, lassen wir mal dahin gestellt. Nur bei der Sache mit der Kurzarbeit, da gebe ich Dir recht, da sind viele in Europa, denen das Geld aus geht und der Kühlschrank leer bleibt. Und das wird dann echt mies, wenn wir Aufgrund solcher Entscheidungen hungernde Menschen haben werden. Gibt es nicht? Doch:
...
Der am stärksten betroffene Kreis Rumäniens
Der Ort ist in den vergangenen drei Jahrzehnten ausgeblutet, berichtet Bürgermeister Cornel Tehaniuc am Telefon: Die Holzfabrik, die Textilfabrik, die Brauerei, das Sanatorium mit dem Heilbad - alles wurde im Laufe der vergangenen drei Jahrzehnte dichtgemacht. Von 5000 Einwohnern sind 2000 geblieben; und wie die Bahans suchen viele ihr Glück als Erntehelfer im Ausland. "Saisonler" werden sie im Rumänischen genannt. Viele von ihnen seien wegen der Coronakrise jetzt verunsichert, sagt der Bürgermeister, und sie überlegten, wegen des Infektionsrisikos lieber zu Hause zu bleiben. "Aber", sagt er nach einer Pause mit belegter Stimme, "man kann ja auch an Hunger sterben."
...
https://www.spiegel.de/wirtschaft/bad-krozingen-tod-eines-spargel-helfers-mit-corona-ein-leben-fuer-den-spargel-a-ff21540c-8fa9-429d-b69d-0a54cc5c3462
So ist das, wir werden gerade von einer Realität eingeholt, die bitterböse schmeckt.
 
Julian96 schrieb:
das Gejammer das aktuell schon wieder bei vielen Gerichten vorgetragen wird...das führt doch alles nur zu einem weiteren Lockdown in ein paar Wochen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich einen weiteren Lockdown leisten kann. Das ganze kostet mehrere Milliarden Euro täglich, und damit wird es unumgänglich sein zur Normalität zurück zu kehren. Gerade wenn dann die Wirtschaftskrise immer stärker wird, dann wird und kann einen Corona gar nicht mehr interessieren. Mit politischer Klugheit (siehe ausnahmsweise Schweden) hätte man sich das ganze aber auch gleich sparen können und einfach feststellen können, dass diese Lockdown Therapie gegen Corona nichts anderes als kollektiver Selbstmord aus Angst vor dem Tod ist. Ja, die gesundheitlichen Folgen von Corona würden traurige Einzelschicksale hervorbringen, aber verantwortungsvolle Politiker müssen das in Kauf nehmen und nicht hysterisch das große Ganze aus dem Blick verlieren. Verantwortungsethik statt Gesinnungsethik heißt hier das Petitum.
 
Ralf321 schrieb:
Ja das schon, aber hier machtvwirklich jeder Ort was anderes. Bänke sperren, ganze Bereiche betretungsverbot, kein Straßenverkäufer. Und 10km weiter darf man alles. Es ist’s eher dieses planungslose vorgehen das so langsam den Leuten nervt und sie sich wehren. Neuster Witz die maskenplflucht. Wochenlange Diskussion. Bring eh nix, usw. dann kommen sie einzeln ums Eck und nun ist sie überall da. Und das wird so weite4gehen. .. leider

Oh ja da bin ich voll bei dir. Ich finde man sollte sich da viel mehr einigen bevor man etwas beschließt. Und ich finde z.B. auch das RKI hätte sich manchmal besser etwas zurückhalten sollen und überlegtere Aussagen treffen sollen.
Aber ich glaub der Journalismus ist da auch ein echtes Problem, die Zuständigen werden ja oftmals quasi zu Aussagen genötigt und ann kommt halt auch viel unüberlegtes raus.

Beispiel auch das mit der Verdopplungszeit bei wenigen tausen Fällen kann man locker eine Verdopplungszeit von einigen Tagen verkraften, schaut man nach Amerika käme aktuell selbst bei einer Verdopplungszeit von 2 Wochen jeden Tag ne Menge dazu. Ich glaub man wusste am Anfang halt selbst noch nicht wirklich wohin die Reise geht und hat dann erstmal mit dem reagiert was einem halt als erstes eingefallen ist.
 
Widdi schrieb:
Dem Drosten glaub ich eh nix mehr. Der hat Vorgestern, glaub ich ja noch Panik wg. einer neuen schlimmeren Welle gemacht. Der bastelt sich das was er sagt grad um wie er will. Und das wäre nicht das Erste Mal, dass er bei Epidemien falsch liegt.
Stimmt:
:arrow:

Drosten rief dringend dazu auf, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen. „Bei der Erkrankung handelt es sich um eine schwerwiegende allgemeine Virusinfektion, die erheblich stärkere Nebenwirkungen zeitigt als sich irgendjemand vom schlimmsten Impfstoff vorstellen kann.“
https://www.welt.de/gesundheit/article5056630/Schweinegrippe-kommt-als-Welle-ueber-Deutschland.html


Nicht ohne Folgen:
:arrow:

Für Narkolepsie-Patienten gibt es keine Heilung: Manche schlafen bis zu 40 Mal am Tag ein. Hunderte Fälle sollen Folge der Schweinegrippeimpfung in der Grippesaison 2009/2010 sein.

Inzwischen fließen Entschädigungszahlungen – von Behörden, nicht vom Hersteller.

Auch in Deutschland wurde die Schutzimpfung von der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts (Stiko) empfohlen.
Doch letztlich erwies sich die vor allem 2008 fast schon panisch gefürchtete Schweinegrippe als weit harmloser als zunächst angenommen.


Die WHO-Einstufung als globale Pandemie mit höchstem Gefahrenniveau wurde im Nachhinein von vielen Experten als voreilige Überreaktion kritisiert.
https://www.welt.de/gesundheit/article143404030/Narkolepsie-durch-Schweinegrippe-Impfung.html
 
Detail am Rande: Ratet mal, wer in Schweden damals die Impfung gegen die Schweinegrippe durch gezogen hat? ;)


Impfstoff Entwicklung ist alles andere als trivial. Das jetzt schnell durch boxen zu wollen ist schon gewagt.
 
MichiMedi schrieb:
... Es geht um ganze systemrelevante Berufsgruppen wie die Gastronomie oder den Tourismus....

Du lebst schon in Deiner eigenen (Studenten)welt, oder?
Was sind dann Krankenhäuser, Feuerwehren, Landwirte, etc. überflüssiger Wohlstandsluxus?
OK, ne Kuh ist lila und Milch kommt aus dem Tetrapack.
 
Jens schrieb:
MichiMedi schrieb:
... Es geht um ganze systemrelevante Berufsgruppen wie die Gastronomie oder den Tourismus....

Was sind dann Krankenhäuser, Feuerwehren, Landwirte, etc. überflüssiger Wohlstandsluxus?

Natürlich sind die auch systemrelevant, aber die von dir genannten wurden ja auch nicht eingeschränkt. Der Tourismus und die Gastronomie leiden allerdings gerde extrem und da stell dir mal vor wie die Täler in Österreich heute aussehen würden, wenn es keinen Tourismus gäbe...
 
... dann sind sie wirtschaftlich wichtig, aber nicht systemrelevant, oder ist ein Kreuzfahrtschiff auch systemrelevant weil da viele drauf arbeiten?
 
Das ist jetzt echt mal langsam Fortschritte in Italien:
In Italien sind in den letzten 24 Stunden erneut über 400 Personen mit Corona-Infektion verstorben. Die Zahl der Genesenen ist auf 63.120 gestiegen.

Die Zahl der mit Corona-Toten bleibt in Italien nach wie vor hoch:

Insgesamt 26.384 Personen sind in Italien bislang im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus verstorben – in den letzten 24 Stunden sind 415 Personen verstorben.

Die anderen Zahlen zeichnen aber nach wie vor ein positives Bild: Die Zahl der Neuinfizierten sinkt, genauso wie jener der Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Genesenen.

Nur noch einer von 27 Tests ist im Durchschnitt positiv. In den vergangenen 24 Stunden wurden insgesamt 2.357 Neuinfektionen verzeichnet, am Freitag waren es noch 3.021.

Die Zahl der aktuell Positiven in Italien liegt jetzt bei 105.847 – rund 1.000 weniger als am Tag zuvor.

Die Zahl der Intensivpatienten sinkt auf 2.102 Patienten – das sind 71 Patienten weniger als am Freitag. Insgesamt werden in Italien 21.533 Personen mit Symptomen behandelt.

Die Zahl der Genesenen ist um 2.622 auf 63.120 gestiegen.
https://www.tageszeitung.it/2020/04/25/weniger-neuinfektionen/

Es wird, es wird!
 
Pancho schrieb:
MichiMedi schrieb:
Mit politischer Klugheit (siehe ausnahmsweise Schweden) hätte man sich das ganze aber auch gleich sparen können

Unbedingt...
https://www.der-postillon.com/2020/04/schweden.html

Da du offenbar nicht zu Ende gelesen hast, zitiere ich mich nochmal da, wo du es abgeschnitten hast:

MichiMedi schrieb:
Ja, die gesundheitlichen Folgen von Corona würden traurige Einzelschicksale hervorbringen, aber verantwortungsvolle Politiker müssen das in Kauf nehmen und nicht hysterisch das große Ganze aus dem Blick verlieren. Verantwortungsethik statt Gesinnungsethik heißt hier das Petitum.

Und genau das ist ja der Knackpunkt. Du argumentierst (offenbar auch gerne gestützt durch den Postillon) rein medizinisch. Ja, man kann mit einem immer schärferen Lockdown immer besser verhindern, dass es ein wenig mehr endende Corona Verläufe gibt. Aber jetzt muss man doch als Politiker dieses Faktum ins Gewicht setzen zu all den anderen Folgen des Lockdown inklusive der anderen Arten, wie dadurch Menschen sterben können. Das ist dann immer eine politische und letzten Endes ethische Entscheidung. Aber was definitv unverantwortlich ist, ist dass einem die Folgen des Lockdown völlig egal sind und quasi besessen ist eine partikuläre Todesursache unter vielen anderen Todesursachenmit aller Macht und ohne Rücksicht auf Verluste zu drücken. Genau das ist Gesinnungsethik.
 
Pancho schrieb:
Das ist Rechtsstaat. Anstrengend manchmal, aber unverzichtbar.

Heute in RV live erlebt. Demo (genehmigt) für eine kritische Betrachtung der eingeschränkten Freiheitsrechte, stieß bei vielen Passanten einerseits nicht auf Gegenliebe und die beobachtende Polizei wurde angegangen warum sie nichts unternimmt! Abstände in der Demo wurden sauber gehalten 👍.
 
Schweizer Homeoffice-Index und Lockdown-Index von der Uni Basel

Homeoffice-Index

Für ihre Analyse haben die Ökonomen detaillierte Informationen über Beruf, Wohnort und Arbeitsmarktstatus von knapp 70’000 Schweizerinnen und Schweizer verwendet. Die Daten stammen aus der Schweizer Arbeitskräfteerhebung (SAKE) für das Jahr 2018.

Das Ergebnis: Im Durchschnitt können 56 Prozent aller Jobs in der Schweiz problemlos von zu Hause aus erledigt werden.

Allerdings sind verschiedene Regionen sehr unterschiedlich betroffen. Während in einigen Kantonen wie Basel-Stadt über die Hälfte aller Berufe (67 Prozent) Home-Office erlauben, ist dies in anderen Kantonen für weniger als ein Drittel möglich: Appenzell Innerrhoden weist mit 27 Prozent den niedrigsten Wert auf.

Ein Grund für die regionalen Unterschiede sei die hohe Spezialisierung einzelner Arbeitsmarktregionen auf wenige Branchen, so die Ökonomen.

Lockdown-Index

Der Lockdown-Index zeigt im Vergleich zum Homeoffice-Index entsprechend an, welcher Anteil der Bevölkerung bei der Ausübung des Berufs auf körperliche Nähe angewiesen und somit vermutlich durch den Lockdown stark eingeschränkt ist.

Das Ergebnis: 31 Prozent aller Jobs sind vom Lockdown direkt eingeschränkt.

Am stärksten betroffen sind:

Obwalden (39 Prozent der Berufstätigen sind auf körperliche Nähe angewiesen),
Appenzell Innerrhoden (38 Prozent)
Uri (37 Prozent)
Wallis (35 Prozent).

Verhältnismässig wenig betroffen sind die Kantone:

Zürich (29 Prozent),
Basel-Stadt (29 Prozent),
Zug (28 Prozent),
Genf (28 Prozent)
Jura (27 Prozent).

Quelle und Info: https://wwz.unibas.ch/de/appliedeconometrics/coronavirus/
 
gfm49 schrieb:
Theo schrieb:
Mit dem Hund darf man raus aber mit den Kindern nicht.
Hä??? wo gibts denn so eine Regel?
Gab in der Tagespress doch den einten oder anderen Bericht mit diesen Aussagen, gemacht von ausgewanderte Personen in nicht angrenzenden aber doch zumindest EU-Ländern. In Italien schien es ja zumindest ca. 2 Wochen lang auch so gewesen zu sein bevor eine halbwegs menschliche Lösung gefunden wurde.
 
Hier ist jetzt mal was über die auf diesem Globus, denen es wirklich beschissen geht:
Coronavirus in Venezuela

Lockdown ohne Strom und Wasser

...
Decken, Kissen und Mahlzeiten müssen die Patienten selbst mitbringen
Das venezolanische Gesundheitssystem ist auf eine Pandemie in keiner Weise vorbereitet. Ein entsprechendes Ranking des britischen Economist listet das Land auf Platz 176 von 195. Die Kliniken seien schon vor Corona überfüllt gewesen, erzählt Cecilia Rojas (Name geändert), angehende Ärztin in Caracas, am Telefon, viele Kranke seien abgewiesen worden. Drinnen fehlen "nicht nur Medikamente", sagt sie, "es gibt nicht einmal Mahlzeiten für die Patienten, keine Bettdecken, keine Kissen. Das müssen die Leute selbst mitbringen". Es fehle an Schutzkleidung für das Personal. Im Hospital Vargas, früher eine der besten Kliniken Lateinamerikas, grassiere inzwischen eine Katzenplage.
...
https://www.sueddeutsche.de/politik/venezuela-corona-krise-1.4887393

Das sind Abgründe, tiefe Abgründe.
 
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