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Coronavirus 2019-nCoV

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Pancho schrieb:
Ich will ja nix sagen, aber MaiLab und ich :mrgreen: sagen das seit Wochen.

Das ist schon klar, aber nun ist es dafür zu spät.
Am Anfang hätten viele hier, selbst Extremecarver und ich, so etwas für gut befunden. Wäre effektiver gewesen als das Rumgeier.

Es kann nicht von Anfang an der Plan gewesen sein, dann hätte man es ja durchgezogen.
 
Es war zu halbherzig durchgezogen. Ob es zu spät ist, entscheiden die Fallzahlen
 
christopher91 schrieb:
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-04/coronavirus-strategie-eindaemmung-neuinfektionen-wissenschaftliche-stellungnahme

Wieso kommen die damit erst nun?! Das hätte man wenn am Anfang machen sollen. Nun gibt es dafür keine Akzeptanz mehr für einen knallharten Lockdown.

Demzufolge wäre die aktuelle Strategie weder Fisch noch Fleisch...

Was ich bei der Argumentation noch nicht ganz verstehe: Italien hat viel früher, länger und viel stärker den Lockdown gemacht, bis hin zum weitgehenden Produktionsstopp. Dennoch gehen die Neufälle nur sehr langsam zurück und sind immer noch klar vierstellig. Vermutlich weil es sich weiter langsam durch Familien, Krankenhäuser und (dort seltenere) Altenheime frisst. Wie sollten wir es da auf wenige Hundert Fälle schaffen? Wann wäre es soweit? Oder war in Italien der Zug eh schon abgefahren?
 
Ich fürchte ohne die Bilder aus Italien, wäre selbst der Lockdown, den wir in DE hatten, schwer vermittelbar gewesen. Ich nehme mich da selbst nicht aus :oops:
 
Auch diesen "R" (Reproduktionszahl) muss man differenziert sehen. 10000 Infizierte und ein "R" von 0,9, macht 9000 neue Infizierte. 1500 Infizierte und ein "R" von 1 macht 150 Infizierte. Ergo auch ein leicht gestiegenes "R" (welches eh hin und her pendelt) macht durch die schon erreichte Eindämmung ein auf das Bundesgebiet kaum zu spürende Anzahl an Neuinfizierten, welche in keinsterweise zu einer Überlastung der Gesundheitssysteme führt. Aber reißerisch machen die Medien wieder Panik draus "R steigt wieder!!!". Wichtig ist, dass die "R"nicht deutlich über 1 steigt. Solange er nur bei 0,98 verharrt, bedeutet das, dass die Gesamtanzahl der aktuell Infizierten sinkt! Je kleiner sie wird, je schneller sinkt die Zahl. Die aufs Bundesgebiet geringe Zahl an Neuinfizierten recht fertig keine Verschärfung der Maßnahmen. Dies sehen auch die Gerichte so, die z.B. im Saarland schon eingeschritten ist und eine Lockerung der Ausgangssperre angeordnet.

Im Saarland müssen die im Zuge der Corona-Pandemie verfügten Ausgangsbeschränkungen nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs gelockert werden. Es gebe "aktuell keine belastbaren Gründe für die uneingeschränkte Fortdauer der strengen saarländischen Regelung des Verbots des Verlassens der Wohnung" mehr, so die Verfassungsrichter. Begegnungen in Familien sowie das Verweilen im Freien unter Wahrung der notwendigen Abstände und Kontaktbeschränkungen sind demnach wieder möglich. Den Angaben nach gelte der Beschluss der Verfassungsrichter ab sofort.

Ein saarländischer Bürgers hatte Verfassungsbeschwerde eingelegt und eine einstweilige Anordnung gegen die Beschränkung beantragt. Er sah sich laut Gericht in seinem Grundrecht der Freiheit der Person verletzt. Seit 21. März durften die Saarländer ihre Wohnung wegen der Corona-Pandemie nur mit einem triftigen Grund verlassen. Dazu gehören der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe oder Arztbesuche.


EDIT: Hatte immer RKI statt R geschrieben - das habe ich korrigiert
 
Gleitweggleiter schrieb:
christopher91 schrieb:
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-04/coronavirus-strategie-eindaemmung-neuinfektionen-wissenschaftliche-stellungnahme

Wieso kommen die damit erst nun?! Das hätte man wenn am Anfang machen sollen. Nun gibt es dafür keine Akzeptanz mehr für einen knallharten Lockdown.

Demzufolge wäre die aktuelle Strategie weder Fisch noch Fleisch...

Was ich bei der Argumentation noch nicht ganz verstehe: Italien hat viel früher, länger und viel stärker den Lockdown gemacht, bis hin zum weitgehenden Produktionsstopp. Dennoch gehen die Neufälle nur sehr langsam zurück und sind immer noch klar vierstellig. Vermutlich weil es sich weiter langsam durch Familien, Krankenhäuser und (dort seltenere) Altenheime frisst. Wie sollten wir es da auf wenige Hundert Fälle schaffen? Wann wäre es soweit? Oder war in Italien der Zug eh schon abgefahren?

Ich denke, da spielt auch die unterschiedliche Wohnsituation eine Rolle. In Italien ist das Wohnen mehrerer Generationen unter einem Dach deutlich weiterverbreitet als hier und so wie ich die italienischen "Nonnas" kennengelernt habe, lass die sich den Kontakt zu den "Bambini" einfach nicht verbieten.
 
Pancho schrieb:
Ich will ja nix sagen, aber MaiLab und ich :mrgreen: sagen das seit Wochen.

Und das war auch von Anfang der Plan, aber man wollte nicht zu sehr verschrecken.


Soll ich mal mein erstes Posting dazu raus suchen? :D

Wenn man der Bevölkerung die Wahrheit nicht sagt, ist man entweder feige oder hält die Bevölkerung für dumm.

Ich bin ja nun gespannt, mit wie viel Repression dieses Ziel erreichbar ist.

In Tirol zb läuft es derzeit sehr gut. Aber das könnte schnell eskalieren, wenn Gastronomie und soziales Leben wieder hoch gefahren wird. Vom Tourismus ganz zu schweigen. Da hat Sardinien den besten Ansatz: Die erklären sich zur garantiert nCoV freien Zone. :D
 
Ich habe Anfangs ja auch gesagt - entweder Lockdown ala China - so streng wie man es irgendwie 3-4 Wochen durchziehen kann. Oder offen bleiben mit Verzicht auf Risikogebiete.
#Flattenthecurveisbullshit - hab ich seit Ende Februar gesagt - das funktioniert einfach nicht und ist viel zu teuer. Ich hätte nicht erwartet dass es so gut klappt - aber die Strategie muss heißen Durchseuchung in Wellen - und dass bitte intelligent mit jungen zuerst - oder aber richtig harte Verfolgung und ein viel härterer Lockdown den man viel früher begonnen hätte. Das rumgeeier was in Europa gemacht wurde - war das denkbar blödeste.
 
christopher91 schrieb:
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-04/coronavirus-strategie-eindaemmung-neuinfektionen-wissenschaftliche-stellungnahme

Wieso kommen die damit erst nun?! Das hätte man wenn am Anfang machen sollen. Nun gibt es dafür keine Akzeptanz mehr für einen knallharten Lockdown.
Ich finde jetzt auf die Schnelle die Schnelle die Quelle nicht mehr, aber es kann gut sein, dass es MaiLab war. Dort wurde jedenfalls nMn recht plausibel erklärt, dass bei Zahl von ungefähr 5000 bekannten gleichzeitig Infizierten ein Wechsel von Lockdown-Maßnahmen zu einer Containment-Strategie gewechselt werden könnte, d.h. Lockerung der generellen Maßnahmen und stattdessen Nachverfolgung und Unterbrechung der Infektionsketten.
Mal angenommen, das würde stimmen, dann waren wir vom Trend her (innerhalb von gut einer Woche von 60.000 auf 35.000 gleichzeitig Infizierte) so dicht davor, das Ziel zu erreichen, wenn wir vielleicht 3 Wochen so weiter gemacht hätten. Jetzt durch die halbgaren Lockerungen ist alles wieder offen, wohin es sich entwickelt (das sehen wir ja erst in ca 1 Woche). Mit Nein bisschen Pech kann alles für die Katz gewesen sein und DAS ist das, was mich richtig ärgern würde...
 
Habe am Montag im Rahmen einer Studie einen Antikörper-Test gemacht (Hersteller Euroimmun). Soll wohl recht spezifisch sein. War leider negativ. :wink:

Bei grenzwertigem Resultat wäre noch ein Abstrich gemacht worden. Allerdings nicht für eine PCR sondern um spezifische IgA-Antikörper im Rachensekret nachzuweisen. Dies da es Hinweise gibt, dass es bei gewissen Leuten wohl durchaus eine spezifische aber nur eine lokale Immunreaktion gibt.
 
Pancho schrieb:
Ich will ja nix sagen, aber MaiLab und ich :mrgreen: sagen das seit Wochen.

Und das war auch von Anfang der Plan, aber man wollte nicht zu sehr verschrecken.

Bist du sicher, dass das der Plan war? Ich habe das bei der Regierung nie so raushören können.
Ich hätte mir schon gewünscht, dass da mal deutlich angesagt wird, was der Plan ist.

Ich halte das ja auch für den einzig sinnvollen Weg. Darum verstehe ich ja auch die aktuellen Öffnungen nicht.
Noch weniger verstehe ich, dass nicht mehr getestet wird. Mittlerweile sind die Kapazitäten doch da. Pennen die in den Gesundheitsämtern oder in den Arztpraxen?
Heute von einer Kollegin gehört: Ganze Familie hatte hohes Fieber und Husten. Beim Kleinsten war der Husten besonders schlimm, darum wollte sie, dass der Knirps einmal abgehört wird. Aber mit Husten sollte man nicht in die Praxis. Der Doc hat ein Rezept für Hustensaft geschickt.
In meinem Landkreis sind kaum Fälle- kein Wunder, wenn man nicht testet.
In einem nahgelegen Landkreis war die Zahl der akut Infizierten bei Null. Am Tag darauf aber 3 neue Fälle und einer davon tot.
 
Jan Tenner schrieb:
... Dort wurde jedenfalls nMn recht plausibel erklärt, dass bei Zahl von ungefähr 5000 bekannten gleichzeitig Infizierten ein Wechsel von Lockdown-Maßnahmen zu einer Containment-Strategie gewechselt werden könnte, d.h. Lockerung der generellen Maßnahmen und stattdessen Nachverfolgung und Unterbrechung der Infektionsketten.
Mal angenommen, das würde stimmen, dann waren wir vom Trend her (innerhalb von gut einer Woche von 60.000 auf 35.000 gleichzeitig Infizierte) so dicht davor, das Ziel zu erreichen, wenn wir vielleicht 3 Wochen so weiter gemacht hätten...
Hmm, die Zahl der aktiven Fälle ist jedenfalls zu langsam gesunken, als dass man auf ca. 5000 spekulieren könnte. Ich hatte es eher so verstanden, dass die Zahl der Neuinfektionen wichtiger wäre? Nur ein paar Hundert am Tag in ganz Deutschland müssten sich doch irgendwie weiterverfolgen lassen? Oder bin ich da zu optimistisch?
Bin jedenfalls auch gespannt, ob die Zahl der Neuinfektionen dann Anfang Mai wieder nach oben geht...
corona_d.png
 
Tyrolens schrieb:
Neandertaler schrieb:
Heftiger Krankheitsverlauf bei Kindern in Italien, Spanien und Großbritannien

In drei Ländern mehren sich Fälle von Kindern, die schwer krank in die Notaufnahmen kommen. Sie zeigen Symptome des so genannten Kawasaki-Syndroms. Ärzte befürchten einen Zusammenhang zum Coronavirus.
...
https://www.welt.de/wissenschaft/article207557711/Corona-Heftiger-Krankheitsverlauf-bei-Kindern-in-Italien-Spanien-UK.html

https://www.bmj.com/content/369/bmj.m1710

Aus dem Cluster Bergamo

"Hier in der Gegend von Bergamo - erklärt der Kinderarzt - liegt der Durchschnitt bei etwa zehn dieser Syndrome in einem Jahr. Davon zehn pro Jahr, nur 2-3 mit schweren Entzündungen. Jetzt jedoch haben sie in etwas mehr als einem Monat im Krankenhaus in Bergamo 20 Fälle erreicht. Alle von ihnen mit schweren Entzündungssyndromen, aber bisher haben sich alle nach durchschnittlich vier bis fünf Tagen Standardtherapie vollständig erholt". Nur wenige dieser Kinder wurden positiv auf das Coronavirus getestet, aber alle stammten aus Familien mit Covid-19-Patienten.

"Die Schlussfolgerung, zu der wir bisher gekommen sind, ist, dass es hier in der Provinz Bergamo eine Häufung des scheinbar Kawasaki-Syndroms gibt - erklärt Dr. Ciuffreda - und wir nehmen es seit vier Wochen auf, d.h. seit dem akutesten Moment der Covid-Epidemie in diesem Gebiet. Wenn der Zusammenhang mit dieser schweren pädiatrischen Erkrankung festgestellt wird, sollte die Untersuchung der Schutzmassnahmen für eine neue Risikokategorie auf Kinder ausgedehnt werden".

Der Brief an die Kinderärzte in Deutsch übersetzt

Um diesen Zustand besser überwachen zu können, wurde ein Brief an alle italienischen Kinderärzte verteilt, in dem eine besondere Aufmerksamkeit für die beschriebenen Symptome empfohlen wird. "Es ist nicht klar - so heisst es -, ob das Sars-Cov-2-Virus direkt an der Entwicklung dieser Fälle der Kawasaki-Krankheit beteiligt ist oder ob die beobachteten Formen eine systemische Pathologie mit ähnlichen Merkmalen wie die Kawasaki-Krankheit darstellen, aber sekundär zur Infektion. Die hohe Inzidenz dieser Formen in Gebieten mit einer hochgradig endemischen Sars Cov2-Infektion und die Assoziation mit positiven Abstrichen oder serologischen Untersuchungen legt jedoch nahe, dass die Assoziation nicht zufällig ist.


Es gibt Kinder welche fast zeitgleich mit denn Eltern am Virus erkranken meist leicht. Da die Eltern hier vorher denn Virus hatten oder am erholen sind. Bei diesen fälle bricht der Virus mit Zeitverzögerung aus. Und so das es zu einem Kawasaki-Syndrom kommt wahrscheinlich weil das Immunsystem hier eine über Reaktion zeigt. Wenn es in denn nächsten Zeit dort noch mehr Fälle gibt. Könnte es bei uns auch solche Fälle noch geben. Es ist eine Frage der Zeit und vom Immunsystem der Kindern.
 
Schusseligkite schrieb:
Pancho schrieb:
Ich will ja nix sagen, aber MaiLab und ich :mrgreen: sagen das seit Wochen.

Und das war auch von Anfang der Plan, aber man wollte nicht zu sehr verschrecken.

Bist du sicher, dass das der Plan war? Ich habe das bei der Regierung nie so raushören können.
Ich hätte mir schon gewünscht, dass da mal deutlich angesagt wird, was der Plan ist.

Nein, natürlich bin ich nicht sicher. Im MaiLab Video fragt sie doch den Berater, der auch an der Rede von Merkel mitgeschrieben hat, ob sie das so richtig verstanden hätte...

...es hatte ja Anzeichen von Hammer and Dance, wenn der Hammer softer kommt, muß er halt länger hämmern, wurde aber mit dem verfrühten lockern auf (mutmaßlichen) Druck der Länder und der Wirtschaft verlassen. Merkel wollte das sichtlich anders haben, daher auch ihre Warnungen.

Jetzt eiern wir auf einem halbgaren Zwischenweg herum.

Kommunikativ hat die Regierung schwere Fehler / Versäumnisse begangen, die ihr jetzt auf die Füße fallen.
 
Hmm, die Zahl der aktiven Fälle ist jedenfalls zu langsam gesunken, als dass man auf ca. 5000 spekulieren könnte. Ich hatte es eher so verstanden, dass die Zahl der Neuinfektionen wichtiger wäre? Nur ein paar Hundert am Tag in ganz Deutschland müssten sich doch irgendwie weiterverfolgen lassen? Oder bin ich da zu optimistisch?
Bin jedenfalls auch gespannt, ob die Zahl der Neuinfektionen dann Anfang Mai wieder nach oben geht...

Die Anzahl der wieder gesunden und damit immunen Leute steigt ja auch stetig, was ja bedeutet, dass man auch bei nicht ganz so stark sinkenden Zahlen bei den Neuinfektionen verhaltnismäßig schnell auf 5.000 gleichzeitig Infizierte hätte kommen können.

Aber natürlich hast bei Recht, dass eine zu hohe an Neuinfektionen das Nachverfolgen ungleich schwerer machen würde. Genau deshalb kann es sich als töricht raus stellen, ein paar Wochen zu früh halbgar gelockert zu haben.
 
Pancho schrieb:
Kommunikativ hat die Regierung schwere Fehler / Versäumnisse begangen, die ihr jetzt auf die Füße fallen.

Ja, sehe ich so. Bei allem, was bei uns richtig lief, das war/ist Murks.
Da ist kein Wunder, dass da haufenweise Verschwörungstheorien gestrickt werden.
 
Pancho schrieb:
Hier ist exakt auf die Stelle vorgespult, wo Mai Merkels Berater fragt:
https://www.youtube.com/watch?v=3z0gnXgK8Do&t=620

Äh...nein. Also, kann sein, dass er auch Berater von Merkel ist, Aber als solcher trott er da ja nicht auf.
Er bestätigt auch nicht, dass diese Strategie der Plan der Regierung ist.
Das ist ist aber, was fehlt: Eine deutliche Ansage, was der Plan ist.
Versteht dann sicher auch nicht jeder. Aber wenn alle mitziehen sollen, müssen schon genug wissen, woran man da zieht.
 
Stimmt natürlich, es ist kein offizieller Auftritt, er hat ja auch kein Mandat als Regierungssprecher. Er ist wohl Mitverfasser der Regierungserklärung.
 
Pancho schrieb:
Hier ist exakt auf die Stelle vorgespult, wo Mai Merkels Berater fragt:
https://www.youtube.com/watch?v=3z0gnXgK8Do&t=620
Wenn man das Video an der Stelle ein bisschen weizer schaut, bringt Mai ja im Prinzip eine ähnliche Modellrechnung, wie ich sie vorhin meinte. Wien geht dabei von 1.000 Fällen aus, die für Containment händelbar sind. Die Strategie, die ich meinte, von 5.000, vielleicht weil die Infektionen ja mittlerweile in bekannten Clustern auftreten und dadurch besser nachzuvollziehen sind. Mai rechnet bei einem Reproduktionsfaktor von 0.5 mit 56 Tagen Lockdown, bis man auf die 1.000 Fälle runter ist. Wir wissen jetzt, dass die tatsächliche Reproduktionszahl zwar etwas über 0.5 lag, aber eben auch unter 1. Man hätte also bei beiden Annahmen und Modellrechnungen in ähnlich großen Zeiträumen in die Containment-Phase kommen können, wenn der Allgemeinheit vermittelt worden wäre, noch 2-3 Wochen den Daumen auf die Neuinfektionszahlen zu halten.
Stattdessen diskutieren wir in der Öffentlichkeit über so einen Schwachsinn, ob nun über oder unter 800qm Verkaufsfläche geöffnet werden darf und ob und wie man Selbstbau-Masken desinfizieren kann :sauer:
 
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