Ich möchte auf die Seite "ourworldindata" aufmerksam machen, eine Kooperation zweier Brittischer Universitäten, in der statistsiche Daten umfassend konfigurierbar dargestellt und als CC BY auch weiter verbreitet werden können:
https://ourworldindata.org/coronavirus
Beispielhaft habe ich im Folgenden das
fließende 7-Tagesmittel der Covid19-Todesfälle einiger Lände pro Millionen Einwohner zeichnen lassen. Ziel war einen Plot zu erzeugen, dessen Interpretation relevante und halbwegs eindeutige Aussagen ermöglicht.
Gründe für die Wahl dieser Parameter - und was diese ermöglichen sollen:
1.)
7-Tagesmittel: Zahlreiche Länder melden an Wochenenden nicht, andere zu gewissen Stichtagen. Das rollende Wochenmittel bügelt das aus.
2.)
Covid-19 Todesfälle: Erscheinen mir die einzig halbwegs vergleichbaren Daten, d.h. unabhängig von Corona-Testungen, die ja sehr Situationsspezifisch sind stets.
3.) Länderwahl:
a.)
IT,ES,BE,FR - Europäische Länder mit den
höchsten relativen Fallzahlen
b.)
D,A.CH - die Länder
dieses Forums
c.)
USA -
Weltmacht halt immer noch
d.)
GB,NL -
Anfängliche "Herdenimmunität-The way to go" (Die zwei Länder haben irgendwann umgeschwenkt).
e.)
SE,NOI,FI - Die "
Philosophie Schwedens" im Vergleich mit seinen Nachbarländern.
3.) Relative Fallzahlen "
pro Millionen Einwohner": Ermöglichen
Vergleichbarkeit zwischen Ländern und deren Historie. Absolute Zahlen wie idR. durch Medien verabreicht ermöglichen keine Vergleichbarkeit.
Gesamtchart:
Hinweis: Die Bilder sind hier verkleinert eingebettet. Rechte Maustaste "View Image" um Bild in hoher Auflösung zu sehen!
Zoom zur Plot-Legende:
Ich meine die Plots zeigen gut die eine oder andere Charakteristik auf.
* Beispielsweise ist Belgiern besonders hart getroffen, auch in deren Krankenhäusern ging es tw. drunter und drüber. Was kaum bei uns in die Medien kam, offenbar war die mediale Aufmerksamkeitsspanne durch zuvorige unschöne Szenen aus Krankenhäusern in der Lombardei bereits ausgeschöpft.
* Auch interessant der Vergleich SE mit NO und FI. Immerhin rangiert SE jetzt an dritter Stelle bzgl. relativer Todeszahlen. Dies nicht nur im Vergleich mit den aufgeführten Ländern, sondern wahrscheinlich weltweit.
* Zu guten Entwicklung in Österreich ließe sich anmerken, dass der
Ischgl-Schock insofern sein Gutes hatte, als dass es erst durch diesen Schock zu landesweit wirkungsvollen Maßnahmen gekommen sein dürfte. Zudem wurden die besonders betroffenen Gebiete adäquat isoliert (was ja im Gebirge auch gut möglich ist), und gleichzeitig die dort vorhandenen Fälle quasi allesamt in deren Ursprungsländer entsorgt...