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Coronavirus 2019-nCoV

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Kris schrieb:
Die Anfängliche "wir machen quasi nichts -Herdenimmunität wollen wir"-Strategie wurde auch in Schweden bereits vor Wochen aufgegeben. Das exponentielle Wachstum der Todes- und Intensivbeh.-Fallzahlen wurde wohl vielen auch als ethische Problemstellung zu unheimlich, und konnte politisch nicht mehr ignoriert werden konnten.
Ich finde es leider gerade nicht wieder, aber der oberste schwedische Epidemiologe hat letztens in einem Interview Fehler zu gegeben. Ich bin wahrlich nicht für den Weg, der in den meisten europäischen Staaten gegangen wird, aber irgendeinen Weg musste man gehen. Irgendwo zwischen dem schwedischen und dem deutschen liegt wahrscheinlich der "richtige", aber "hinterher weiß ,man immer mehr" und ob der Weg beim nächsten Mal wieder der Richtige ist, weiß man auch nicht.
 
baeckerbursch schrieb:
Ich denke mit maßvolle Einschränkungen kann eine Gesellschaft in so einer Zeit gut Leben.

Was die Sache jedoch unerträglich macht, sind Regelungen, wo über das Ziel hinausgeschossen wurde, geradezu hirnrissig sind.

Beispiel Sport: Tennis und Golf verboten. Wo soll man sich da denn anstecken?

Beispiel Alltag: man trifft sich mit zig Leuten beruflich, privat darf ich meinem Vater aber nicht zum Geburtstag mit der Familie gratulieren?

Beispiel Gastronomie: auch hier könnte man ohne Probleme Lösungen anbieten, die alle Interessen unter einen Hut bringen.

Mir kommt so vor es gibt einen Großteil der Maßnahmen nur noch, damit kein Politiker das Gesicht verliert.

Das ist das Problem, nicht das wir uns umsichtig verhalten müssen.

Wie unlogisch die Maßnahmen sind, sieht man an der Öffnungserlaubins bis 800m²? Warum sollte es gefährlicher sein, wenn bei 800m² Ladenfläche pro 10m² ein Kunde rein darf oder bei 8000m²? Jeder hat dann doch immer noch gleich viel Platz. Man hätte ja auch einfach festlegen können bis 800m² 1 Kunde pro 10m2, dadrüber 1 Kunde pro 15m², aber alle hätten wieder was vom Kuchen mit bekommen und gerade das sind die Läden, worauf man am besten hätte verzichten können, weil man das alles mit perfektem Abstand online hätte erledigen können. Darf man ja nicht laut sagen. Ganz negatives Beispiel sind Shoppingcenter. In unserer Nachbarstadt hat das Alleecenter mit 30000m² geöffnet, weil ja die einzelnen Shops kleiner als 800m² sind. Wo ist da die Logik, dass ein 6000m² Kaufhof geschlossen sein muss. In den Gängen des Alleecenters ist kein Abstand mehr.

Nächster Schwachsinn. Gastronomie! Wo liegt der Sinn, dass die nicht öffnen darf? Wo lässt sich denn besser Anstand zu halten? Jeder zweite Tisch besetzt, pro Tisch nur x Leute. Die Hygienestandards waren schon vor Corona höher als in jedem Shop eines Einkaufzentrums.
 
bamigoreng schrieb:
Inwiefern sich die Akzeptanz der Bevölkerung bei einer erneuten Welle wohl verändern würde?
Diese Aktion https://orf.at/stories/3163480/ welche hier zwar gepostet wurde aber kaum Resonanz fand, könnte eher ein Boomerang werden...
Das wir den Alarmisten gefallen:
:arrow:
Um die „gewünschte Schockwirkung“ zu erzielen, heißt es etwa: „Viele Schwerkranke werden von ihren Angehörigen ins Krankenhaus gebracht, aber abgewiesen, und sterben qualvoll um Luft ringend zu Hause. Das Ersticken oder nicht genug Luft kriegen ist für jeden Menschen eine Urangst.“ Dem Glauben, dass Kinder kaum betroffen seien, wird entgegengehalten: „Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z. B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.“
 
wetterstein schrieb:
bamigoreng schrieb:
Inwiefern sich die Akzeptanz der Bevölkerung bei einer erneuten Welle wohl verändern würde?
Diese Aktion https://orf.at/stories/3163480/ welche hier zwar gepostet wurde aber kaum Resonanz fand, könnte eher ein Boomerang werden...
Das wir den Alarmisten gefallen:
Um die „gewünschte Schockwirkung“ zu erzielen, heißt es etwa: „Viele Schwerkranke werden von ihren Angehörigen ins Krankenhaus gebracht, aber abgewiesen, und sterben qualvoll um Luft ringend zu Hause. Das Ersticken oder nicht genug Luft kriegen ist für jeden Menschen eine Urangst.“ Dem Glauben, dass Kinder kaum betroffen seien, wird entgegengehalten: „Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z. B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.“
Inwieweit das Papier mehr als eine Diskussionsgrundlage war, ist unklar. Für eine konkrete Umsetzung dieser Kommunikationsmaßnahmen gibt es keine Indizien.
 
baeckerbursch schrieb:
.........................
Mir kommt so vor es gibt einen Großteil der Maßnahmen nur noch, damit kein Politiker das Gesicht verliert.
............
Weißt du, ich kenn einige Leute die waren o. sind in der Regierung. Weiß auch einigermaßen wie die ticken.
Nämlich so wie wir auch wenn wir in ein Amt gewählt würden. Die sind weder vom Himmel gefallen, noch aus der Hölle gekrochen.

Ja, manche Maßnahmen sind nicht von vorneherein einsichtig (Tennis etc.). "Man" darf aber unterstellen, daß im Ministerium und den nachrangigen Behörden sich viele Leute Gedanken gemacht haben. Bei den vielen, in kurzer Zeit zu treffenden Entscheidungen, sind sicher Fehlentscheidungen und Übertreibungen dabei - wer will es verdenken.
Wenn man nix zu entscheiden hat, lässt sich gut das Maul aufreissen. (Damit ist nicht explizit "baeckerbursch" gemeint)

Ja - und manch einer hat Schiss, durch eine Fehlentscheidung zur Unzeit richtig Schaden, mit vielen Folgetoten, anzurichten. Hättet ihr nicht?

Zur Zt. werden die Gesundheitsämter massiv personell aufgerüstet um Neuinfektionen nachverfolgen zu können.
Bei einer tgl. Neuinfektionszahl in Bayern von unter 350 kommen wir langsam in den Bereich der individuellen Nachverfolgung. Das ist ein Topergebnis, das keines der großen Länder vorweisen kann.
Die großen Nachbarländer u. die USA schauen staunend auf D und fragen "Wie machen die das?"


.
 
gfm49 schrieb:
molotov schrieb:
gfm49 schrieb:
Das ist doch ein alter Hut - das Problem war nie die Ausgangsbeschränkung an sich, sondern die Frage der Kontakte und des Abstands.

Kein alter Hut, es gab genug Berichte wonach auch Wanderer zu zweit verwarnt wurden...
sag ich doch: nicht Ausgangsbeschränkung, sondern Frage der Kontakte
Ein Paar 🤔
Oder ein Ausflügler der allein auf ner Bank am Forggensee saß... Oder ein Paar das im camper übernachtet hat...
Es gibt genug Beispiele wo die Polizei völlig unverhältnismäßig eingeschritten ist ohne dass es zu Kontakten über den Haushalt hinaus kam...
 
Fab schrieb:
baeckerbursch schrieb:
.........................
Mir kommt so vor es gibt einen Großteil der Maßnahmen nur noch, damit kein Politiker das Gesicht verliert.
............
Weißt du, ich kenn einige Leute die waren o. sind in der Regierung. Weiß auch einigermaßen wie die ticken.
Nämlich so wie wir auch wenn wir in ein Amt gewählt würden. Die sind weder vom Himmel gefallen, noch aus der Hölle gekrochen.

Ja, manche Maßnahmen sind nicht von vorneherein einsichtig (Tennis etc.). "Man" darf aber unterstellen, daß im Ministerium und den nachrangigen Behörden sich viele Leute Gedanken gemacht haben. Bei den vielen, in kurzer Zeit zu treffenden Entscheidungen, sind sicher Fehlentscheidungen und Übertreibungen dabei - wer will es verdenken.
Wenn man nix zu entscheiden hat, lässt sich gut das Maul aufreissen. (Damit ist nicht explizit "baeckerbursch" gemeint)

Ja - und manch einer hat Schiss, durch eine Fehlentscheidung zur Unzeit richtig Schaden, mit vielen Folgetoten, anzurichten. Hättest ihr nicht?

Zur Zt. werden die Gesundheitsämter massiv personell aufgerüstet um Neuinfektionen nachverfolgen zu können.
Bei einer tgl. Neuinfektionszahl in Bayern von unter 350 kommen wir langsam in den Bereich der individuellen Nachverfolgung. Das ist ein Topergebnis, das keines der großen Länder vorweisen kann.
Die großen Nachbarländer u. die USA schauen staunend auf D und fragen "Wie machen die das?"

Bezüglich unsinniger Regelungen: dafür hat wohl jeder Verständnis, der schon mal unter großem Druck Entscheidungen treffen musste. Da muss man klar stark vereinfachen.
ABER: mit der Zeit muss man sich dann eben die vielen Spezifika in den einzelnen Bereichen anschauen und die Regelungen präzisieren.
 
Ja, die sitzen alle in den Startlöchern.
Eigentlich geht es nur noch um die Nachverfolgung wenn die Infektionszahlen wieder steigen - und damit muss man rechnen.
Gäbe es die deutsche Datenschutzhysterie nicht könnte die vermaledeite App evtl. schon in Betrieb sein.
 
Recht interessantes Interview mit einem schwedischen Wissenschaftler:
https://www.addendum.org/coronavirus/interview-johan-giesecke/

Durchaus passend wohl auch folgende Aussage, gerade wenn man an Söder oder Kurz denkt: „Politiker wollen Handlungsfähigkeit, Entscheidungskraft und vor allem Stärke demonstrieren“.

Edit: R0 in Schweden nun unter 1 (Aussage Tegnell)
 
Jan Tenner schrieb:
Inwieweit das Papier mehr als eine Diskussionsgrundlage war, ist unklar. Für eine konkrete Umsetzung dieser Kommunikationsmaßnahmen gibt es keine Indizien.

Was wir aber wissen ist, dass die Kommunikation der Regierung nach eben diesem Muster verlaufen ist. z.B. das bekannte "Bald wird jeder von uns jemanden kennen, der an Corona gestorben ist" vom BK Kurz, und die ständigen unpassenden Vergleiche mit Italien. Dazu gibt es aktuell bei Addendum übrigens einen guten Artikel: https://www.addendum.org/coronavirus/mythos-italien/
 
hch schrieb:
Jan Tenner schrieb:
Inwieweit das Papier mehr als eine Diskussionsgrundlage war, ist unklar. Für eine konkrete Umsetzung dieser Kommunikationsmaßnahmen gibt es keine Indizien.

Was wir aber wissen ist, dass die Kommunikation der Regierung nach eben diesem Muster verlaufen ist. z.B. das bekannte "Bald wird jeder von uns jemanden kennen, der an Corona gestorben ist" vom BK Kurz, und die ständigen unpassenden Vergleiche mit Italien. Dazu gibt es aktuell bei Addendum übrigens einen guten Artikel: https://www.addendum.org/coronavirus/mythos-italien/

Danke für die interessante und plausibel erscheinende Analyse.

Für mich - wie für viele andere sicherlich auch - waren für die Beurteilung der Situation zwei Punkte besonders massgebend:
1. Die Reaktion in China - wenn man dort, wo Menschenleben normalerweise nicht besonders viel zählen, schon zu solchen drastischen Maßnahmen greift, scheint es doch etwas gefährliches zu sein.
2. Die Zustände in IT, aber auch ESP und FR. Es erschien plausibel, dass das auch bei uns (DE, AT) drohen könnte.

Der 2. Punkt wird durch die Analyse stark hinterfragt (gibt es ggf. in ESP/FR ähnliche Faktoren?).
Gibt es eine solche Analyse auch zum China-Vergleich?

Letztlich stellt sich zunehmend die Frage: Ist der Kaiser (bzw. die Kaiserin) womöglich doch nakt?
 
Gleitweggleiter schrieb:
Danke für die interessante und plausibel erscheinende Analyse.

Für mich - wie für viele andere sicherlich auch - waren für die Beurteilung der Situation zwei Punkte besonders massgebend:
1. Die Reaktion in China - wenn man dort, wo Menschenleben normalerweise nicht besonders viel zählen, schon zu solchen drastischen Maßnahmen greift, scheint es doch etwas gefährliches zu sein.
2. Die Zustände in IT, aber auch ESP und FR. Es erschien plausibel, dass das auch bei uns (DE, AT) drohen könnte.

Der 2. Punkt wird durch die Analyse stark hinterfragt (gibt es ggf. in ESP/FR ähnliche Faktoren?).
Gibt es eine solche Analyse auch zum China-Vergleich?

Letztlich stellt sich zunehmend die Frage: Ist der Kaiser (bzw. die Kaiserin) womöglich doch nakt?

Gefährlich ist ein weites Spektrum. Ich habe überhaupt kein Problem mit dem anfänglichen "full stop" - der hätte eher noch etwas früher kommen müssen, und ich habe selbst hier in Tirol mit den sehr drastischen Maßnahmen ganz am Anfang wenig Unverständnis (außer von gewissen Touristikern) gesehen. Aber die Zeit hätte man halt zum nachdenken nutzen und mit Argument überzeugen sollen anstatt mit der Angstkeule zu kommen.
 
Jetzt überbieten sich wieder ein paar xxxx von diversen Unis mit Horrorszenarien wegen einer 2.Welle.Genau die gleichen die schon jetzt komplett daneben lagen und zehntausende Tote in der Schweiz und völlig überlastete Spitäler vorhersagten und das schlimme daran ist dass das Schweizer Staatsfernsehen ihnen jedesmal eine Plattform gibt und der älteren Bevölkerung Angst macht.

Beleidigung entfernt. Bitte Ton mässigen! /bamigoreng
 
In München ist es die letzten Tage sehr rund gegangen, in Sachen Demonstrationen:
https://www.merkur.de/lokales/muenchen/altstadt-lehel-ort43327/coronavirus-muenchen-demonstranten-grundgesetz-widerstand-polizei-13747594.html

Die Stimmung kippt und zwar deutlich. Wenn die noch stärker kippt, dann ist das Virus bald das geringste Problem! Ich war allerdings nicht dabei, hab heute lieber einen Faulenzer gemacht, tut auch mal gut. Aber denen muss ich Recht geben. Und ad 2. Welle, da sind wir wieder beim Panikorchester, weil es jetzt irgendwo einen lokalen erneuten Ausbruch gab ist gleich eine 2. Schlimmere Welle im Anmarsch, totaler Schwachsinn!
Schon stehen die Panikmacher wieder auf der Matte, könnte ja wieder um die ganze Welt fliegen, wie denn bei nem Flugplan wie 1956!
Und so lang jetzt das in Japan lokal bleibt, wird das wohl da drüben schon halbwegs im Keim erstickt, die Rückverfolgung sollte ja jetzt leichter sein!

mFg Widdi
 
Eigentlich geht es nur noch um die Nachverfolgung wenn die Infektionszahlen wieder steigen - und damit muss man rechnen.

Ich kann mir nicht vorstellen das das irgendwie funktionieren kann.

Da braucht nur jemand aus einem EU Land einreisen, der es hat, man erkennt es nicht sofort, und der Spuk geht wieder von vorne los.

Und mir ist schon klar daß man anfangs vereinfachen muss, aber die Sache dauert jetzt schon etwas und da darf man, gerade weil es um Existenzen geht, eine Abwägung der Interessen erwarten.

Panik aller Orten, aber wenn es maximal so schlimm wie in Schweden werden kann, ist eine gewisse Skepsis schon angebracht.
 
Fab schrieb:
baeckerbursch schrieb:
.........................
Mir kommt so vor es gibt einen Großteil der Maßnahmen nur noch, damit kein Politiker das Gesicht verliert.
............
Weißt du, ich kenn einige Leute die waren o. sind in der Regierung. Weiß auch einigermaßen wie die ticken.
Nämlich so wie wir auch wenn wir in ein Amt gewählt würden. Die sind weder vom Himmel gefallen, noch aus der Hölle gekrochen.

Ja, manche Maßnahmen sind nicht von vorneherein einsichtig (Tennis etc.). "Man" darf aber unterstellen, daß im Ministerium und den nachrangigen Behörden sich viele Leute Gedanken gemacht haben. Bei den vielen, in kurzer Zeit zu treffenden Entscheidungen, sind sicher Fehlentscheidungen und Übertreibungen dabei - wer will es verdenken.
Wenn man nix zu entscheiden hat, lässt sich gut das Maul aufreissen. (Damit ist nicht explizit "baeckerbursch" gemeint)

Ja - und manch einer hat Schiss, durch eine Fehlentscheidung zur Unzeit richtig Schaden, mit vielen Folgetoten, anzurichten. Hättest ihr nicht?

Zur Zt. werden die Gesundheitsämter massiv personell aufgerüstet um Neuinfektionen nachverfolgen zu können.
Bei einer tgl. Neuinfektionszahl in Bayern von unter 350 kommen wir langsam in den Bereich der individuellen Nachverfolgung. Das ist ein Topergebnis, das keines der großen Länder vorweisen kann.
Die großen Nachbarländer u. die USA schauen staunend auf D und fragen "Wie machen die das?"
Da bin ich absolut bei dir! Für mich und unzählige Mitbürger ist es sehr einfach vom Sofa aus über die Politik zu schimpfen. Mag ja manchmal auch wirklich angebracht sein. Aber ich persönlich möchte die Entscheidungsverantwortung gerade nicht tragen wollen. Immerhin haben wir keine Trumpeltierregierung die uns empfiehlt Desinfektionsmittel zu injezieren...
 
Tag 53

Gestern war ich mal nicht wirklich da. Das im Keller ist einfach streng. Alle Handarbeit. Aber heute haben wir die Rohre drin. Gott sei dank.

wmenn schrieb:
Es wurde hier ja schon öfter erwähnt, dass die Maßnahmen in Schweden nun sooooo locker gar nicht sind. Und wenn ich mich an meine Reisen nach Schweden erinnere, gehe ich auch davon aus, dass der schwedische Weg wohl so auch nur in Schweden funktioniert, wie hier erläutert wird:
https://www.capital.de/wirtschaft-politik/schwedens-corona-weg-ein-leadership-modell-der-zukunft
Ja, das in Schweden geht ganz anders als in Italien oder Deutschland. Das ist so und wird auch so bleiben. Da steckt auch ein ganz anderes Gesellschaftsmodel dahinter. Was in Italien im Fernsehn von Herrn Berlusconi möglich ist würde in Schweden zu langjährigen Haftstrafen wegen sexueller Belästigung führen. Hier ein Beispiel aus dem Vorabendprogramm das ich mir regelmäßig antun darf:

Dieser Schrott von Sendung wäre sogar in Deutschland fast nicht mal auf RTL2 zu ertragen. Aber es zeigt sehr schön, wie die Frauenrolle in Italien immer noch besetzt ist. In Schweden unvorstellbar.
Dann die Gleichberechtigung in Schweden ist von einem weiteren anderem Kaliber wie in der restlichen Welt. Frauen sind voll ins Berufsleben eingebunden, über eine Seehoferische "Herdpremie" denkt dort nicht einmal einer im Ansatz nach. Darüber hinaus zahlen die Schweden sehr gerne Steuern. Und die sind happig:
Mehrwertsteuer
Die Mehrwertsteuer ( mervärdesskatt oder Mütter ) Rate in Schweden 25%, mit Ausnahmen für Lebensmittel und Dienstleistungen wie Hotelzimmer Mietgebühren (12%), und für den Verkauf von Publikationen , Eintrittskarten für kulturelle Veranstaltungen und Reisen in Schweden (6% ).

Einkommenssteuer
Schweden hat eine progressive Einkommensteuer , die allgemeinen Tarife für 2018 sind wie folgt (basierend auf jährlichen Einkommen):

0% 0 Kronen bis 18.800 Kronen
Circa 32% (ca. 11% Landkreis und 20% Gemeinde Steuer, die den schwedischen Durchschnitt): von 18.800 Kronen zu 468.700 Kronen
32% + 20%: von 468.700 bis 675.700 Kronen Kronen
32% + 25%: über 675.700 Kronen
Die ersten 18.000 Kronen des Jahreseinkommen nicht besteuert werden . Die steuerpflichtige Einkommen wird durch die allgemeinen Abzüge reduziert , was bedeutet , dass die Grenzsteuer in der Praxis zwischen 7% auf Einkommen knapp über 18.800 Kronen zu 60,1% auf Einkommen über 675.700 Kronen variiert.
https://de.qwe.wiki/wiki/Taxation_in_Sweden#Income_tax
Hier ist dann spätestens der Moment, an dem viele in Italien oder Deutschland den Kopf schütteln. Aber der Schwede zahlt ohne zu murren.
Hier ist auch noch mal eine nette Vergleichsliste: https://de.qwe.wiki/wiki/Tax_rates_in_Europe

So einigen sich die Schweden darauf, das jetzt einfach Abstand zu halten ist, und zwar alle einigen sich darauf und halten sich auch dran. Das macht den entscheidenen Unterschied, hier steht das ich,ich,ich ganz hinten an. Dazu kommt nach wie vor, das außerhalb von den Ballungszentren Stockholm, Göteborg und Malmö einfach keiner wirklich wohnt, die Nachbarortschaft kann schon mal 30 km weit weg sein. Da ist Distanz halten sehr einfach.
Der Schwede fährt dann aber trotz dieser großen Distanzen im Land nicht schneller wie die erlaubten 80 bzw 100 km/h obwohl die Strassen mehr hergeben würden. Man stelle sich auf deutschen Autobahnen einen generellen 100 in Ballungsgebieten und sonst 120 vor und alle halten sich dran.
Aus diesem Grund geht das mit dem schwedischen Model, und nur deswegen. In Südeuropa undenkbar, da sucht jeder sein Schlupfloch um den anderen zu frigieren.

Widdi schrieb:
In München ist es die letzten Tage sehr rund gegangen, in Sachen Demonstrationen:
https://www.merkur.de/lokales/muenchen/altstadt-lehel-ort43327/coronavirus-muenchen-demonstranten-grundgesetz-widerstand-polizei-13747594.html

Die Stimmung kippt und zwar deutlich. Wenn die noch stärker kippt, dann ist das Virus bald das geringste Problem! Ich war allerdings nicht dabei, hab heute lieber einen Faulenzer gemacht, tut auch mal gut. Aber denen muss ich Recht geben. Und ad 2. Welle, da sind wir wieder beim Panikorchester, weil es jetzt irgendwo einen lokalen erneuten Ausbruch gab ist gleich eine 2. Schlimmere Welle im Anmarsch, totaler Schwachsinn!
Schon stehen die Panikmacher wieder auf der Matte, könnte ja wieder um die ganze Welt fliegen, wie denn bei nem Flugplan wie 1956!
Und so lang jetzt das in Japan lokal bleibt, wird das wohl da drüben schon halbwegs im Keim erstickt, die Rückverfolgung sollte ja jetzt leichter sein!

mFg Widdi
Ich habe mit mehr Leuten auf der Strasse gerechnet. War ja ziemlich ruhig im Allgemeinen. Nur mit der 2. Welle, da weis ich nicht ob ich dir da recht geben soll. Ich hoffe aber Du hast recht.

Es wird in Italien wirklich viel besser, es scheint zu greifen:
In Italien sind in den letzten 24 Stunden 192 Personen mit bzw. am Coronavirus verstorben. Es gibt 1.900 Neuinfektionen.

In Italien sind in den letzten 24 Stunden weniger als 200 Personen mit bzw. am Coronavirus verstorben. Es waren 192.

Zwar scheinen in der offiziellen Liste des Zivilschutzes 474 Tote auf, doch laut „la Repubblica“ handelt es sich 282 verstorbenen Patienten um Corona-Infizierte, die im Laufe des Monats April außerhalb der Sanitätsstrukturen gestorben sind und somit erst jetzt in die offizielle Liste aufgenommen wurden.

Die Zahl der Neuinfektionen lag bei 1.900 (533 entfallen auf die Lombardei).

Weiter gesunken ist die Zahl der Intensivpatienten – und zwar auf jetzt 1.539 (das sind 39 weniger als noch am Freitag).

Die Zahl der stationäre Betreuten hat um 212 Patienten abgenommen und liegt jetzt bei 17.357.

1.665 Patienten wurden für geheilt erklärt, so dass die Zahl der aktuell Positiven (die in Südtirol jetzt bei 703 liegt) italienweit weiter abgenommen hat – und zwar um 239 Patienten auf jetzt 100.704.

Insgesamt sind in Italien bislang 209.328 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zahl der Toten in Zusammenhang mit Corona liegt jetzt bei 28.710.
https://www.tageszeitung.it/2020/05/02/weniger-als-200-tote/
 
Weil immer wieder das Tennisspiel als Beispiel für eine zu strenge Kontaktbeschränkung herangezogen wird. Hier scheint evtl. der Ball das corpus delicti zu sein. Könnte ein Spreader sein. Hat sich nicht z.B. unser Bobbele beim Erwarten des gegnerischen Aufschlags regelmäßig ins Gesicht gefasst? Nur so ne Idee...
 
baeckerbursch schrieb:
Eigentlich geht es nur noch um die Nachverfolgung wenn die Infektionszahlen wieder steigen - und damit muss man rechnen.
Ich kann mir nicht vorstellen das das irgendwie funktionieren kann.
Das liegt möglicherweise an einem Mangel an Vorstellungskraft :P
Nein, im Ernst. Das kann schon einigermaßen funktionieren. Sogar mit dem Telefon, was in Bayern grad massiv angegangen wird. Auf die App will man nicht warten. Die wär natürlich ideal.
baeckerbursch schrieb:
Da braucht nur jemand aus einem EU Land einreisen, der es hat, man erkennt es nicht sofort, und der Spuk geht wieder von vorne los.......
Da muss man den deutschen Hang zur Perfektion mal zur Seite legen.
Wenn ein Großteil nachverfolgt werden kann ist das gut. Abrieb ist immer - jo mei.

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Schweden: Dort gibts halt genau genommen 3 große Städte - Stockholm, Malmö u. Göteborg.
Allein Großparis hat mehr Einwohner als ganz Schweden.
Die Sterbezahlen in Schweden sind übrigens vergleichsweise ultraschlecht!
 
Also wenns eine steile 2. Welle gibt dann leider in der CH!

Eigentlich hat man ja geschafft das ganze ziemlich gut einzudämmen nachdem wir am Anfang ziemlich vorne dabei waren.

Aber ab dem 11.05. geht ja praktisch alles wieder auf ohne wirkliche Konzepte. Nicht mal Schutzmasken sind Pflicht. Im ÖV sind sie zwar empfohlen, heute im Zug war ich aber der einzige der eine getragen hat...

Die Politik hat sich dadurch völlig unglaubwürdig gemacht. Zuerst Vollbremsung und jetzt weiter als wäre nichts gewesen.
 
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