Dem Terror entflohen, dem Virus erlegen
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Er ist der Mörderbande entkommen, die ihn töten wollte. Zwei Mal entging Mirkan K. Anschlägen der Terrormiliz des IS, dann floh er aus Afghanistan.
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Vor einer Woche ist der 35-Jährige im Klinikum rechts der Isar an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Seither fragen sich Bekannte des Mannes und der Münchner Flüchtlingsrat: Hätte sein Tod verhindert werden können, wenn ihm rechtzeitig geholfen worden wäre? Angesteckt hat sich Mirkan K., der eigentlich anders heißt, wohl in der Giesinger Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete, in der er seit Herbst 2015 lebte. Als er am 3. April plötzlich Kopfschmerzen, Halsweh und Fieber bekam, telefonierte er mit einer ehrenamtlichen Helferin, die ihn seit fünf Jahren kannte, und erzählte ihr davon.
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Der Bereitschaftsdienst sei Anfang April informiert worden und der Erkrankte zum Test angemeldet worden. Getestet wurde Mirkan K. dann am 7. April, das Ergebnis lag am 10. April vor - positiv.
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Die Caritas, die in der staatlichen Unterkunft an der Aschauer Straße Asylsozialberatung anbietet, hat ihre Mitarbeiter Ende März wegen der Corona-Krise abgezogen - was vom Innenministerium grundsätzlich so vorgesehen ist. Andere Wohlfahrtsverbände wie die Innere Mission hatten jedoch umgehend Ausnahmegenehmigungen beantragt und erhalten, um Geflüchtete weiter eng betreuen zu können.
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Stand Ende April gab es 704 Geflüchtete, die in einer Asylunterkunft positiv getestet wurden, 186 von ihnen sind laut Ministerium wieder genesen. Zwei Menschen starben, Mirkan K. ist einer von ihnen.
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https://www.sueddeutsche.de/muenchen/coronavirus-muenchen-fluechting-unterkunft-krank-1.4895158