Pilatus
Disteghil Sar (7885m)
- Registriert
- 30. Nov. 2005
- Beiträge
- 7.960
- Reaktionspunkte
- 702
Julian96 schrieb:Pilatus schrieb:...Hätte auch nichts dagegen, wenn alles ausser Bio verboten würde. Dann würde ich vielleicht etwas weniger Fleisch essen, aber - neben dem besseren Tierwohl - wären wir auch viele andere Probleme los (Überdüngung, Antibiotika-Resistenzen, etc.)...
Da kann ich mal wieder nur den Kopf schütteln. Wie wenn Überdüngung etwas mit Bio oder nicht Bio zu tun hätte. Überdüngung ist einfach eine Folge der intensiven Landwirtschaft, völlig egal wie die Fläche bewirtschaftet wird, überflüssiger Stickstoff wird immer ausgewaschen. Mineralischer Dünger wird von vielen wie ein Gift betrachtet, dabei ist es einfach ein Konzentrat natürlicher Nährstoffe, der Fehler liegt einfach in der Anwendung.
Und das Bio soviel gesünder sein soll bezweifle ich auch. Wers glaubt kanns kaufen, aber für mich steckt hinter Bio einfach der größte Markt Hype der letzten Jahre, der wie alles andere auch von allen großen Ketten benutzt wird um wieder das Maximum rauszuholen. Es gibt neben Medikamenten vermutlich nur wenig, was so streng kontrolliert wird wie Spritzmittel. Meine Angst davor ist in etwa so groß wie die wenn ich einen Hustensaft nehme, Nasenspray benutze etc. Drum spritz ich sogar die Tomaten im Garten, die Wahrscheinlichkeit durch einen natürlichen Pilz an der Tomate krank zu werden ist wahrscheinlich mit Spritzmitteln auf einem Level :lol:
Ich sehs einfach realistisch, wie unsere Welt funktioniert und wie viele wir sind. Corona hat z.B. anhand der Spargelernte wunderbar gezeigt, was wir für Probleme bekommen wenn die billigen Arbeitskräfte fehlen. Für nur Bio haben wir die Arbeitskräfte niemals. Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte ging dem einfach völlig entgegen, die meisten die wir heute für eine komplett biologische Landwirtschaft bräuchten sitzen nunmal im Büro und ermöglichen neue Technologien und Fortschritt in anderen Branchen.
Nachhaltigkeit und Bio sind zwei völlig unterschiedliche paar Stiefel. Nachhaltigkeit ist essentiell für einen funktionierenden Planeten, Bio ist für mich eine Marktmasche, ein Produkt das beworben wird. Man kann auch konventionell arbeiten und muss es nicht auf die Spitze treiben. Das ist doch das zentrale Problem, das alles auf die Spitze getrieben wird. Wir tun dem Planeten mehr an als er verträgt, wir düngen und spritzen viel mehr als nötig zerstören den Boden etc. weil wir immer mehr wollen. Das macht Bio aber kein Stück besser...es geht nur um maximalen Profit (ich spreche nicht von allen, aber von vielen)
Das Bio auch ein Marketing-Hype ist steht ausser Frage. Mir ging’s auch nur um die Tierzucht. Die ist absurd, unsere Böden würden niemals diese Menge an Tieren ernähren. Das geht nur mit importiertem Regenwald-Soja, welcher dann umgewandelt in Exkremente wieder unsere Böden und das Grundwasser vergiftet. Und weil die Tiere die miesen Haltungsbedingungen nur mit Unmengen Antibiotika überleben, gedeihen multiresistente Keime.
. Wie wenn Überdüngung etwas mit Bio oder nicht Bio zu tun hätte. Überdüngung ist einfach eine Folge der intensiven Landwirtschaft, völlig egal wie die Fläche bewirtschaftet wird, überflüssiger Stickstoff wird immer ausgewaschen. Mineralischer Dünger wird von vielen wie ein Gift betrachtet, dabei ist es einfach ein Konzentrat natürlicher Nährstoffe, der Fehler liegt einfach in der Anwendung.