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Coronavirus 2019-nCoV

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Mt. Cervino schrieb:
Also bei aktuell 1,5% Belegung aller in DE zur Verfügung stehenden Intensivbetten (ca. 30.000) durch Corona Patienten sehe ich keinen Grund zur Panik.
Bei den rund 200 Fällen vorher lagen wir bei unter 0,7% Auslastung.

Hätten wir 10mal mehr Coronafälle wie aktuell wären wir etwa bei dem Merkelschen Horrorszenario von letzter Woche mit rund 20.000 täglichen Infektionen. Das würde dann ceteris paribus zu rund 4500 Corona-Intensivpatienten führen.
Dann sind wir bei 15% Auslastung...
Also, wovor haben wir Angst?

Ich habe keine Angst. Trotzdem sind da einige Dinge nicht bedacht. Unter dem Strich ist das eine Milchmädchenrechnung. Haben wir hier alles schon mehrfach durchgekaut.

Stichworte exponentielles Wachstum, man blickt mindestens 14 Tage in die Vergangenheit, Dauer der Hospitalisierung von Intensivpatienten, etc...

Kurz: wenn du 20.000 Infektionen am Tag beobachtest und 15% Auslastung und bis dahin entspannt geblieben bist (angstfrei halt), dann weißt du (oder auch nicht), dass dir der Laden in den nächsten 2 Wochen um die Ohren fliegen wird.

Das ist keine Meinung, das ist Mathematik. :wink:

ski-chrigel schrieb:
Bei der gestrigen ARD-Sendung Corona-Extra wurde einmal mehr betont, dass in Deutschland keine Übersterblichkeit (mehr) besteht. Die Hitzewelle hat für den einzigen Peak seit April gesorgt:
https://m.youtube.com/watch?v=idNs17EvuGM

Das ist gut. Oder sollten wir das unbedingt ändern?
 
Mt. Cervino schrieb:
Also bei aktuell 1,5% Belegung aller in DE zur Verfügung stehenden Intensivbetten (ca. 30.000) durch Corona Patienten sehe ich keinen Grund zur Panik.
Bei den rund 200 Fällen vorher lagen wir bei unter 0,7% Auslastung.

Hätten wir 10mal mehr Coronafälle wie aktuell wären wir etwa bei dem Merkelschen Horrorszenario von letzter Woche mit rund 20.000 täglichen Infektionen. Das würde dann ceteris paribus zu rund 4500 Corona-Intensivpatienten führen.
Dann sind wir bei 15% Auslastung...
Also, wovor haben wir Angst?
Ohne die obligatorischen Unterstellungen von Angst und Panik geht es wohl nicht...naja.

Also das werte ich mal als eindeutiges Votum dafür, dass auch eine 150er-Grenze Quatsch ist, weil selbst in Worst-Case-Szenarien die Neuinfektionen niemals so schnell hinterherkommen würden, damit wir im Gesundheitssystem Problem bekommen.
Aber ein paar Annahmen machen mich schon stutzig:
  • Ist es schlau, die Corona-Patienten nur den gesamten Intensivbetten gegenüberzustellen? Die 30.000 Intensivbetten müssen ja erst mal frei sein, denn auch ohne Corona-Patienten sind die in den letzten Wochen und Monaten immer zu rund 70% ausgelastet gewesen. Es ist also eine gute Idee zu den 70%-Sowieso-schon-Auslastung, mit die Intensivpflegepersonal-Kapazität eh schon an der Grenze ist, noch 4.500 (nach deiner Rechnung) Corona-Patienten draufzupacken? Drauf ankommen lassen?
  • Von den derzeit ~450 Corona-Intensiv-Patienten müssen rund 50% künstlich beatmet werden, d.h. wir haben es zur Hälfte mit ICU- oder ECMO-Betten zu tun. Haben wir wir wirklich für 2.250 Corona-Patienten ICU- und ECMO-Betten nebst qualifiziertem Personal? Drauf ankommen lassen? Drauf hoffen, dass sich die Corona-Patienten auch lokal und regional "richtig" verteilen?
  • Du gehst davon aus, dass Infektionszahlen und Hospitalisierungen proportional ansteigen, ceteris paribus, wie du so schön sagst? Es gibt ja durchaus Stimmen, die meinen, dass bei steigenden Infektionszahlen auch wieder das Durchschnittsalter der Infizierten steigen könnte und damit die Zahl der Hospitalisierungen überproportional stark anziehen, wenn zB die Cluster aus den Altenheimen dazu kommen? Drauf an kommen lassen?
 
Ich weiss gar nicht wieso immer noch auf Intensivbetten rumgeritten wird. Da ist das Kind längst in den Brunnen gefallen.

Die Situation diesbezüglich ist zudem von Land zu Land kaum zu vergleichen. In Deutschland ist ein Pfleger pro drei Betten Standard, in der Schweiz herrscht hingegen 1:1-Betreuung. Dafür gibts deutlich weniger Intensivbetten, die aber im Schnitt sicher >70% ausgelastet sind. Im Notfall - wie im April - kann man die Anzahl Betten massiv hochfahren, aber nur wenn man den restlichen Klinikbetrieb runterfährt (in dem z.B OP-Säle zu provisorischen Intensivstationen umgerüstet werden). Und dann hat man immer noch das Problem, dass Covid-Patienten wesentlich aufwändiger sind als der 0815-Intensivpatient (Stichwort Schutzmassnahmen und Proning). Da hilft dann ein ausgedünnter Personalschlüssel auch nicht im Hinblick auf die Behandlungsqualität.
 
Pancho schrieb:
Ich habe keine Angst. Trotzdem sind da einige Dinge nicht bedacht. Unter dem Strich ist das eine Milchmädchenrechnung. Haben wir hier alles schon mehrfach durchgekaut.

Stichworte exponentielles Wachstum, man blickt mindestens 14 Tage in die Vergangenheit, Dauer der Hospitalisierung von Intensivpatienten, etc...

Kannst Du uns ein Beispiel nennen, bei dem wir seit März ein durchgehend exponentielles Wachstum haben? Selbst in den viel gescholtenen USA ist dies nicht der Fall. Und selbst in Brasilien geht die Zahl der Neuinfektionen derzeit zurück. Also selbst in den Ländern, denen immer vorgeworfen wird, sie würden zu wenig tun, will sich exponentielles Wachstum nicht einstellen. Aber vielleicht findest Du ja noch ein Land.
 
Hätten wir 10mal mehr Coronafälle wie aktuell wären wir etwa bei dem Merkelschen Horrorszenario von letzter Woche mit rund 20.000 täglichen Infektionen. Das würde dann ceteris paribus zu rund 4500 Corona-Intensivpatienten führen.
Dann sind wir bei 15% Auslastung...
Also, wovor haben wir Angst?
Die Rechnung stimmt nicht, es wären viel viel weniger Intensivpatienten. Es hat doch der ganze Verlauf bisher ganz klar gezeigt dass die Infiziertenquote massiv anders ansteigt als die Krankenquote oder Todesrate.

Nehmen wir jetzt mal nur das ach so schlecht dastehende Österreich. Von den ersten 22000 Infizierten starben 800, von den 27000 seither Infizierten waren es 100. Die Todesfallquote beider Etappen kann jeder selber ausrechnen.

Ein Sprecher der WHO hat laut gestriger SRF-Meldung die Zahl der bisher weltweit Infizierten mit 700 Millionen angegeben. Lag darum ein einziger mehr im Krankenhaus, ist darum ein einziger mehr gestorben? Die Antwort kennt auch jeder.
Ich fände die Zahl, wenn sie stimmen sollte, jedenfalls super denn sie würde eindeutig zeigen dass das Heilige und von seinen Jüngern abgöttisch verehrte Corona niemals das ist als das es ständig dargestellt wird.

Auf den Winter kommt nun halt das Problem dass dass der auch so tolle und fast unfehlbare PCR-Test viele viele male positiv sein wird und extrem vieles was in früheren Jahren einfach als die normale Wintergrippe diagnostiziert wurde diesen Winter als das "mörderische" Corona dargestellt wird anstatt dass man endlich erkennen würde dass wir dass Zeug schon seit Jahren wenn nicht gar Jahrzehnten mit Unterbrüchen, mal stärker mal schwächer, ständig um uns rum haben und es nichts abnormales ist. Natürlich wird dann im Winter auch die Todesquote wieder ein bisschen steigen, aber so lang sie über den ganzen Winter verteilt in dem Rahmen bleibt wie sie die letzten Winter war ist das nicht abnormales.

Friedlich kann einzig und alleine eine hohe Infiziertenzahl diesen Spuk beenden.
 
Theo schrieb:
denn sie würde eindeutig zeigen dass das Heilige und von seinen Jüngern abgöttisch verehrte Corona...
Wenn du auch nur ein Ei in der Hose hast, dann leg jetzt bitte mal dar, wer sowas angeblich tut!
Ansonsten bist du ein schäbiger Verleumder und Scharfmacher.
 
Genau da bin ich bei dir was das Betrifft@Theo . Aber mit den Ganzen Maßnahmen zum Beispiel Maskenpflicht in IT überall im Freien (soll ab Morgen kommen), da fällt dann mein geplanter Dolomitenurlaub (der ist aber erst für Mitte-Ende Jänner geplant) wohl mit Pech auch Flach. Das wäre Schon der 2. Urlaub den mir die Covid-Panikmache versaut hat.
In Größeren Städten an belebten Plätzen, zeitlich begrenzt lass ich mir das ja gerade noch angehen (und ist mir dennoch zu viel des "Guten" ) Aber generell im Freien fördert eher, dass man Krank wird, wie soll das Immunsystem reagieren, wenn man die Keime so abwehrt, da fördert man eher mehr Infektionen, als dass man die Verhindert, kann aber auch einen Denkfehler drin haben.

Beim Ersten Urlaub wars ja so, neue Arbeit gefunden, aber 3 Monate zu spät (wg. Corona-Lockdown) um das durchziehen zu können, kann passieren ist aber unangenehm.

Das ist eigentlich komplett der Falsche Weg mit diesen Maskenpflichten, man sollte es ob der Vielen leichten Verläufe besser halbwegs kontrolliert durchgehen lassen und nur Sensible Bereiche schützen, ich denke da vor allem an Seniorenheime und Kliniken, aber nicht die Allgemeinheit mit sowas "bombardieren". Anders wird man das Virus wohl leider nicht mehr los.
Ich hoffe mal Südtirol geht da ebenso wie schon bei manch anderer Maßnahme aus Rom nicht mit (Autonome Provinz, also de Fakto wie der Freistaat bei uns in D), Oder man macht in IT eine Ausnahme für Sportliche Betätigung im Freien.

mFg Widdi
 
Jan Tenner schrieb:
- Wie erklärst du Menschen, warum man nicht dort hin fahren darf, wo man will? (Reisefreiheit, Schengen, etc.)
Darf er ja, er muss nur mit den Konsequenzen leben.
Nein, darf man nicht. Es gibt genug Länder/Gegenden, wo man als Ausländer derzeit nicht reindarf. Außer maximal aus Berufsgründen. Außer wenn die Suche nach einem passenden Job als Einreisemöglichkeit in ein Land für dich auch nur eine (nötige) Konsequenz ist?

maba04 schrieb:
Quelle: 😷 Italien führt landesweite Maskenpflicht im Freien ein

Bin gespannt, ob oder wie stark sich das auf die Neuinfizierten-Zahlen auswirkt.
Wird sich positiv auswirken, weil all diejenigen, die auf diesen Schwachsinn keinen Bock haben, einfach daheim bleiben. Und je mehr daheim sind, desto weniger stecken sich an. Masken sind dann schon wirksam, wenn auch in anderer Weise ... Naja, dann gibt's heuer halt keinen Skitag in Italien, wenn das so bleiben sollte. Wofür hab ich mir jetzt eigentlich diese Zettel ausgedruckt, die man für eine Reise nach Italien ausgefüllt mitnehmen muss...
 
So bin gespannt was heute kommt nach der Schaltkonferenz der Bundesländer zu Corona-Reisevorschriften im Inland.
Bin ja dafür das Inland Risikogebiete in Deutschland nicht anders behandelt werden wie die im AUsland. 14 Tage Quaräntane und Test. Fertig.
Warum sollte das anders sein? Ist ja der gleiche Virus.
 
In der Schweiz werden die Ansteckungszahlen demnächst rasant sinken und somit auch nicht (mehr) auf der Risikoliste Deutschlands stehen ;-)
https://www.20min.ch/story/der-schweiz-drohen-die-corona-tests-auszugehen-287958501698
Der Schweiz drohen die Corona-Tests auszugehen
«Wenn wir nur begrenzt Tests zur Verfügung haben, müssen wir die Strategie ändern und diejenigen Personen testen, welche auch wirklich darauf angewiesen sind.» Conrad denkt dabei etwa an das Pflegepersonal oder die Patienten in Spitälern. Für andere mache ein Test hingegen wenig Sinn.
 
albe-fr schrieb:
Pancho schrieb:
Mt. Cervino schrieb:
Und genau deswegen kommt der Entwicklung von Schnelltests so eine große Bedeutung zu.
Schnelltest die innerhalb weniger Minuten anzeigen ob man infiziert ist oder nicht und die nur wenige Euro kosten, können maßgeblich Ausbrüche in Altersheimen, Krankenhäusern etc. vermeiden, wenn sie dort konsequent angewendet werden.

Sieht das irgendjemand nicht so?

es ist zumindest die Strategie, die das weisse Haus verfolgt hat - und es haben sich dort deutlich unter 50% angesteckt....


--> https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-testverfahren-was-bringen-antigentests-a-fcf85b7f-8cc7-4e38-8210-5ab03c176bc3

--> https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2020.05.11.089896v2
 
WackelPudding schrieb:
Natürlich dürfen wir Corona nicht unterschätzen und deswegen sind bestimmte Maßnahmen ja auch sehr sinnvoll. Abstand und Maske machen sicherlich in stark besuchten Innenräumen Sinn, wohingegen manch andere Maßnahmen halt keinen Sinn machen (Masken bei den meisten Anwendungsfällen im Freien). Auch die 50er-Regel, die ja noch im Frühjahr stehen geblieben ist, ist eine solche unsinnige Regelung.
Aber das sind ja im Prinzip auch die Worte von Streeck.

Jetzt aber alles Corona unterzuordnen ist absolut daneben. Das Leben geht weiter - Corona hin, Corona her. Wir werden Corona nicht ausrotten und ein seriöser Impfstoff ist in den nächsten 10-15 Jahren nicht zu erwarten.
Wollen wir wirklich so lange im Panik-Modus bleiben oder vielleicht doch besser die Situation pragmatisch und realistisch angehen? Sicherlich wird manches noch bis auf Weiteres schwierig bleiben, aber der Großteil kann, nein MUSS, auch während Corona möglich sein.
Es ist einfach unsäglich, dass unsere Medien und daraus auch getrieben unsere Politiker bei noch so leicht steigenden Zahlen (und gleichzeitig leeren Krankenhäusern) Panik schieben und dazu nur zu noch mehr Verunsicherung in der Bevölkerung beitragen.

Ich denke, ich stehe mit meiner Meinung bei Weitem nicht alleine da. Corona ist gefährlich - keine Frage. Darum sind einige Hygienemaßnahmen auch sehr sinnvoll und sollen auch beibehalten werden. Wir werden aber, egal was wir tun. nicht alle Infektionen und Sterbefälle vermeiden können und das ist ja auch gar nicht unbedingt erstrebenswert. Wenn wir das Leben aller für das längere Leben weniger aufgeben, haben am Ende alle ihr Leben aufgegeben und nicht nur Wenige. Also lasst uns mit Vorsicht und Rücksicht, aber ohne Angst, weiterleben!
(Frei nach der Signatur von miki, maba04, stäntn, etc.)

Was ich immer nicht verstehe: Wo bitte ordnen wir in Deutschland denn *alles* Corona unter? Mit Ausnahme von Großveranstaltungen in Innenräumen ist doch im Prinzip das Meiste unter Einhaltung von Hygienevorschriften erlaubt. Kinder gehen in die Schule, Menschen gehen in Restaurants, Sportvereine bieten wieder Kurse an usw. Und das scheint in Österreich nicht anders: in Sölden werden die Hütten offen sein, dürfen aber nur sitzende Gäste bewirten/einlassen. Das sind Maßnahmen, die lassen sich praktisch auch as dem zitierten Streek-Interview herleiten.

Über konkrete Schranken von Inzidenzahlen kann man sicherlich streiten. Fakt ist aber auch, dass es klare Regeln/Kennzahlen benötigt, basierend auf denen man Maßnahmen einleitet. Sonst schreien wieder alle - und wenn man März bis Mai als Maßstab nimmt zu Recht - "Willkür!". Und da das RKI bei der Ausweisung von Risikogebieten m.E. sinnvoll und mit Augenmaß vorgeht, kann ich mit den aktuellen Regelungen als sinnvoller Kompromiss zwischen "Leben geht weiter" und "wir müssen aufmerksam bleiben" gut leben.
 
Tobi-DE schrieb:
Sorry für zwei Posts untereinander, ist aber IMHO sauberer als den ersten zu ändern.

Die haben Panik, wie sonst kann man erklären, dass ganze Jahrgangsstufen in Quarantäne geschickt werden, weil ein Schüler Kontakt zu einem Covid Fall hatte?

Wo bitte gibt es denn das? Die Regeln in BaWü sagen klar etwas anderes und es wird auch so gelebt: Mein Sohn ist gerade in Quarantäne, weil es in seiner Fussballmannschaft einen positiven Fall gibt. Er ist auch genau 8 Tage in Quarantäne, da die Zeit sinnvollerweise ab dem letzten intensiven Kontakt zählt. Weder der Rest der Familie noch die Mitschüler seiner Klasse, geschweige denn seines Jahrgangs sind auch nur im Ansatz betroffen. Für die geht das Leben weiter, als sei mein Junge mit Erkältung zu Hause. Und das wird auch so bleiben, solange sein Test negativ ist.
 
WackelPudding schrieb:
Diesen Punkt sehe ich dann tatsächlich deutlich anders.
Es braucht sicherlich gewisse Grenzwerte, mit denen wir das Infektionsgeschehen beobachten müssen. Ein einziger Wert, wie die 50er-Grenze sind hier aber aus meiner Sicht denkbar ungeeignet (man könnte ihn ja auch sehr leicht manipulieren, indem man mehr oder weniger testet). Wir müssen aus meiner Sicht eine Bewertungsmatrix aus u.a. Anzahl der Neuinfizierten, aktiven Fällen, freien Krankenhausplätzen, demografischer Struktur der Erkrankten, Anzahl der durchgeführten Tests, Positivrate, Vergleich mit dem Zeitraum, zu dem die Regeln aufgestellt wurden, etc. schaffen und Hand dieser agieren. Dann fließen viel mehr Kriterien ein und wir gewinnen mehr Spielräume und wissen vielleicht besser, wo wir ansetzen können und wo nicht. Für die Zusammenstellung dieser Matrix brauchen wir aber maßgeblich den Imput von Streeck, Drosten, etc. - egal ob man die jetzt mag, oder nicht.
Am wichtigsten ist aber in meinen Augen, dass wir uns auch bei steigenden Zahlen nicht aus der Ruhe bringen lassen, weiterhin den Grundkanon beachten und parallel unser "normales" Leben weiterführen.

Im Prinzip stimme ich Dir da zu. Allerdings vergisst Du meiner Meinung nach die Kriterien "Nachvollziehbarkeit" und "Vermittelbarkeit" - wenn du Streek & Drosten machen lässt, bekommen wir eine Matrix die a) wissenschaftlich solide ist, b) sich vermutlich alle 3 Wochen ändert, aber vor allem c) kein normaler Mensch versteht und nachvollziehen kann.

Das ist halt immer das Problem mit Kennzahlen, die einfachen & nachvollziehbaren sind nicht immer die Besten. Aber wenn es keiner versteht, hält sich halt auch keiner an abgeleitete Maßnahmen. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass wir demnächst zumindest noch die Krankenhausauslastung als Merkmal sehen werden, da dies ja mittlerweile auch recht offen in der Politik diskutiert wird.
 
nomad schrieb:
Geil, Italien mit Maskenpflicht im Freien... *kopftisch

Wenn wir das hier auch bekommen (wovon ich leider ausgehe), stecken mit dann auf meiner Feierabendrunde die Gestapo/Stasi-Rentner ihre Stöcke nicht mehr in die Speichen, weil ich böse, ganz böse, verbotene Wanderwege fahre, sondern zeigen mich an, weil ich beim Biken keine Maske trage?

Wenn Du schnell genug fährst, können sie das gar nicht erkennen :twisted:
 
ski-chrigel schrieb:
In der Schweiz werden die Ansteckungszahlen demnächst rasant sinken und somit auch nicht (mehr) auf der Risikoliste Deutschlands stehen ;-)
https://www.20min.ch/story/der-schweiz-drohen-die-corona-tests-auszugehen-287958501698
Der Schweiz drohen die Corona-Tests auszugehen
«Wenn wir nur begrenzt Tests zur Verfügung haben, müssen wir die Strategie ändern und diejenigen Personen testen, welche auch wirklich darauf angewiesen sind.» Conrad denkt dabei etwa an das Pflegepersonal oder die Patienten in Spitälern. Für andere mache ein Test hingegen wenig Sinn.
Auch so kann man Zahlen in eine bestimmte Richtung lenken... :wink:.

Ich möchte allen Zahleninterpretierern hier noch mal den folgenden ARD Beitrag vom Montag ans Herz legen:
https://www.daserste.de/information/nachrichten-wetter/ard-extra/videosextern/ard-extra-die-corona-lage-344.html
Ab Minute 11:34 wird es interessant. Die Beiträge davor kann man sich sparen.

Vielleicht hilft das dem Ein oder Anderen die aktuellen Zahlen, aber auch die Entwicklung der Corona-Zahlen in den letzten Monaten hinsichtlich Infizierten, Hospitalisierten, Gestorbenen und Krankenhausauslastung (bezogen auf DE) besser zu verstehen bzw. einzuordnen.
Ich bin verwundert, dass so etwas in der ARD gezeigt wird 8O.

ski-chrigel hatte den Beitrag etwas weiter vorne schon einmal verlinkt, aber ich kann nur noch mal dafür Werbung machen. Bitte anschauen!
 
Mt. Cervino schrieb:
ski-chrigel schrieb:
In der Schweiz werden die Ansteckungszahlen demnächst rasant sinken und somit auch nicht (mehr) auf der Risikoliste Deutschlands stehen ;-)
https://www.20min.ch/story/der-schweiz-drohen-die-corona-tests-auszugehen-287958501698
Der Schweiz drohen die Corona-Tests auszugehen
«Wenn wir nur begrenzt Tests zur Verfügung haben, müssen wir die Strategie ändern und diejenigen Personen testen, welche auch wirklich darauf angewiesen sind.» Conrad denkt dabei etwa an das Pflegepersonal oder die Patienten in Spitälern. Für andere mache ein Test hingegen wenig Sinn.
Auch so kann man Zahlen in eine bestimmte Richtung lenken... :wink:.

Ich möchte allen Zahleninterpretierern hier noch mal den folgenden ARD Beitrag vom Montag ans Herz legen:
https://www.daserste.de/information/nachrichten-wetter/ard-extra/videosextern/ard-extra-die-corona-lage-344.html
Ab Minute 11:34 wird es interessant. Die Beiträge davor kann man sich sparen.

Vielleicht hilft das dem Ein oder Anderen die aktuellen Zahlen, aber auch die Entwicklung der Corona-Zahlen in den letzten Monaten hinsichtlich Infizierten, Hospitalisierten, Gestorbenen und Krankenhausauslastung (bezogen auf DE) besser zu verstehen bzw. einzuordnen.
Ich bin verwundert, dass so etwas in der ARD gezeigt wird 8O.

ski-chrigel hatte den Beitrag etwas weiter vorne schon einmal verlinkt, aber ich kann nur noch mal dafür Werbung machen. Bitte anschauen!

Danke für das Teilen. Fasst gut zusammen, was man auch in den Zeitungen so lesen konnte (OK - kann ich nur für die Stuttgarter und Süddeutsche beurteilen). Aber warum wundert Dich so etwas in der ARD läuft? Zeigt nur dass diese ganzen Unterstellungen von Propaganda falsch sind und zu kurz greifen ...

Vor dem Hintergrund sind die Zahlen in Madrid / Paris eben besorgniserregender, weil sich da die Krankenhäuser gerade wieder füllen und damit vermutlich auch die Rate der Corona-Toten an den Gesamtverstorbenen.
 
simmonelli schrieb:
WackelPudding schrieb:
Jetzt aber alles Corona unterzuordnen ist absolut daneben.

Was ich immer nicht verstehe: Wo bitte ordnen wir in Deutschland denn *alles* Corona unter? Mit Ausnahme von Großveranstaltungen in Innenräumen ist doch im Prinzip das Meiste unter Einhaltung von Hygienevorschriften erlaubt. Kinder gehen in die Schule, Menschen gehen in Restaurants, Sportvereine bieten wieder Kurse an usw. Und das scheint in Österreich nicht anders:
Na vielleicht hast du ja noch nicht mitbekommen, dass man Teile Österreichs und auch anderer Länder in Deutschland als Risikogebiet eingestuft hat, womit bei Rückkehr Quarantäne oder negative Tests nötig sind. Entsprechend werden viele gesunde Menschen daran gehindert, in den Urlaub zu fahren. Manche Konsumenten konsumieren auch im Inland weniger wegen der Maskenverpflichtung, andere weil sie Angst vor einer Ansteckung haben, wieder andere weil sie Angst vor Rezession haben, evtl. in Kurzarbeit sind.

Bei quasi allem, was man momentan außerhalb der eigenen 4 Wände machen will, muss man sich fragen, was man wegen den Coronamaßnahmen bedenken muss. Wenn das keine komplette "Unterordnung" ist, weiß ich nicht?! "Normal leben" geht anders.
 
simmonelli schrieb:
Danke für das Teilen. Fasst gut zusammen, was man auch in den Zeitungen so lesen konnte (OK - kann ich nur für die Stuttgarter und Süddeutsche beurteilen). Aber warum wundert Dich so etwas in der ARD läuft? Zeigt nur dass diese ganzen Unterstellungen von Propaganda falsch sind und zu kurz greifen ...
Ich freue mich ja, aber so deutlich und nüchtern dargestellt habe ich das selten in der ARD gesehen. Meist ist es ja eher die andere Richtung (exponentielles Wachstum, bald 20000 Fälle, reiner Fokus auf Infiziertenzahlen etc.) die bei derartigen Berichten im Vordergrund stehen.
 
Mt. Cervino schrieb:
simmonelli schrieb:
Danke für das Teilen. Fasst gut zusammen, was man auch in den Zeitungen so lesen konnte (OK - kann ich nur für die Stuttgarter und Süddeutsche beurteilen). Aber warum wundert Dich so etwas in der ARD läuft? Zeigt nur dass diese ganzen Unterstellungen von Propaganda falsch sind und zu kurz greifen ...
Ich freue mich ja, aber so deutlich und nüchtern dargestellt habe ich das selten in der ARD gesehen. Meist ist es ja eher die andere Richtung (exponentielles Wachstum, bald 20000 Fälle, reiner Fokus auf Infiziertenzahlen etc.) die bei derartigen Berichten im Vordergrund stehen.
Genau. Ich fand diese Sendung endlich mal vernünftig und faktenbasiert und eben nicht von Panik oder Schlagzeilen getrieben wie sonst. Deshalb habe ich sie ja auch verlinkt. Andere gibt es zu Hauf.
 
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