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Coronavirus 2019-nCoV

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Bayern schafft das Beherbergungsverbot ebenfalls ab morgen ab:
München (dpa/lby) - Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, "wir belassen es dabei", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.
Quelle: Kabinett: In Bayern gibt es ab Samstag kein Beherbergungsverbot mehr (www.sueddeutsche.de; 16. Oktober 2020, 11:11 Uhr)

Damit ist es nun in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Saarland und Sachsen abgeschafft. Berlin, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen hatten es gar nicht erst eingeführt und bei uns in Schleswig-Holstein hier oben wurde es gerade nochmal gerichtlich bestätigt (https://www.tagesschau.de/inland/beherbergungsverbot-niedersachsen-103.html).
 
Baustellen und während Sammelfahrten zu/vom Baustellen ... hab ich selber schon die ganze Zeit beobachtet: Auf Baustellen in unserer Nähe keine Masken bei Rudelbildung und im vollbesetzten Van

Während des "Lockdown" war auf jeder Baustelle Hochbetrieb. Ohne Abstand, ohne Maske. Trotzdem war keine spezielle Clusterbildung.

und im vollbesetzten Van trägt keiner eine Maske. Da muss man schon arg am IQ der Leute zweifeln

Gut das es im Flugzeug, vollbesetzt, auch Essen und Trinken gibt. Selbstverständlich ohne Maske. Auch hier keine spezielle Clusterbildung.

Man kann es sich einfach machen, aber so einfach ist es nicht.
 
baeckerbursch schrieb:
Während des "Lockdown" war auf jeder Baustelle Hochbetrieb. Ohne Abstand, ohne Maske. Trotzdem war keine spezielle Clusterbildung.

Hat sich bei uns keiner getraut. Wurde vom Arbeitsinspektorat kontrolliert und hätte auf Großbaustellen 32.000 Euro Strafe gekostet.
 
Damoklesschwert Lockdown über Innsbruck

https://tirol.orf.at/stories/3071774/

Finde ich schon hart, weil in den letzten Tagen hat es geheißen einen Lockdown gibt es nur, wenn die Gesundheitsversorgung akut gefährdet ist. Ist das in Innsbruck so? Ich lese zumindest nichts davon.
 
Pancho schrieb:
Der gleiche Frisörbesuch mit den gleichen Maßnahmen ist unterschiedlich gefährlich in Abhängigkeit von der Zahl der aktuell infektiösen Personen. „Frisör“ ist nur ein Beispiel, gilt für jeden Kontakt.
Aber du kennst sicher das Beispiel aus den USA, bei dem ein infizierter Friseur niemanden angesteckt hat, was sich gut durch Masken erklären lässt?
https://www.merkur.de/leben/gesundheit/mundschutzmaske-schuetzt-friseure-schneiden-trotz-coronavirus-infektion-haare-zr-90010537.html
 
Nicht falsch verstehen, ja kenn ich, und ich argumentiere explizit nicht gegen Masken. Im Pool-Beispiel sind sie die Abdichtung... :wink:
 
Die Frage ist ja auch, wie ein lock down dann aussehen wird.

Ausgangssperre zwischen 21:00 und 6:00 würden mein Leben überhaupt nicht einschränken. ;)
 
In der Schweiz wurden heute 3105 Ansteckungen mit einer Positivitätsrate von 12% (Schnitt der letzten 7 Tage, dieser ist von Tag zu Tag gestiegen, also kann man wohl davon ausgehen, dass der Wert aktuell bei ??20%?? oder so liegt?)

Der Vergleich ist ja einfach: Einwohnerzahl D:CH ca. 10:1

Was machen die / macht Ihr?

Edit: Ach ja, und diesmal waren das keine aufsummierten Wochenendzahlen :(
 
Nüüüüt :wink:

Und ich befürchtet dieses Mal ändert sich erst etwas wenn es eskaliert! Die Verzögerung von jeweils sicher 2-3 Wochen zwischen Massnahmen und eintretender Wirkung vernebelt halt den Blick, nicht nur bei Theo und Ski-Chrigel!
 
Tyrolens schrieb:
Die Frage ist ja auch, wie ein lock down dann aussehen wird.

Ausgangssperre zwischen 21:00 und 6:00 würden mein Leben überhaupt nicht einschränken. ;)
Aus dem Gemeinderat ist zu hören, dass genau diese nächtliche Ausgangssperre/-beschränkung als nächste Verschärfung kommen würde. Hätte ich jetzt auch kein Problem mit, ist nur unklar ob man das dann schon als Lockdown bezeichnen könnte.
 
Pilatus schrieb:
Nüüüüt :wink:

Und ich befürchtet dieses Mal ändert sich erst etwas wenn es eskaliert! Die Verzögerung von jeweils sicher 2-3 Wochen zwischen Massnahmen und eintretender Wirkung vernebelt halt den Blick, nicht nur bei Theo und Ski-Chrigel!
Ich benütze mal die Rhetorik eines anderen Users:
Inwiefern ist mein Blick denn vernebelt?

PS: Spricht nicht für Dich, wenn Du aus heiterem Himmel - ich hatte hier schon seit längerem nicht mehr mitgelesen und wurde auf Deinem persönlichen Angriff aufmerksam gemacht - aus niedrigen Beweggründen auf Personen spielst. Aber überrascht mich eigentlich nicht.
 
Pilatus schrieb:
Doch. Die Farbe der Plakate wurde auf orange geändert. :hallo:

chatmonster schrieb:
Was machen die / macht Ihr?

Und ich befürchtet dieses Mal ändert sich erst etwas wenn es eskaliert!
Glaube ich leider auch. Ich gehe allerdings davon aus, dass das Wachstum der Anzahl positiver Tests alleine deswegen wieder schwächer wird, weil die Testzentren in den Spitälern bereits am Anschlag sind, obwohl in der Schweiz weniger getestet wird als im umgehenden Ausland.

Ein grundlegendes Problem ist halt, dass das die Schweiz föderalistisch ist. Im März / April hat der Bundesrat gehandelt mithilfe des Epidemiengesetzes, doch dadurch fühlten sich die Kantone entmachtet. Seither sollten die Kantone einzeln für sich handeln. Gleichzeitig ist aber die wissenschaftliche Task-Force mit den Epidemologen und Virologen der Unis und Eths der Schweiz national organisert. Diese Experten betteln förmlich um Massnahmen. Aber die aktuellen Entscheidungsträger (Kantone) sind halt von der Wissenschaft mehr oder weniger entkoppelt (da kantonal statt national) und kochen ihre eigene Suppe. Die in der Wissenschaft mittlerweile gesicherte Tatsache, dass bei Corona die Todesrate 12-15 mal so hoch ist wie bei einer normalen Grippe (hochgerechnet auf die Schweizer Bevölkerungsstruktur) ist somit bei manchen Entscheidungsträgern gar nicht angekommen, genauso wenig, dass Hospitalisierungen zeitlich versetzt zu den Infektionen stattfinden. Solange die Spitäler nicht voll sind, sieht man darum keinen Grund für grössere Massnahmen. Exemplarisch der Gesundheitsdirektor von Glarus, der tatsächlich meint, wenn die Wahrscheinlichkeit klein ist, dass er sich bei Aktion x von Person y infiziert (was richtig sein mag), dass dann insgesamt die Wahrscheinlichkeit klein sei, dass überhaupt irgendwo Infektionen passieren. Und so ist er dann gegen jegliche Massnahmen.

Die Gesundheitsdirektoren haben sich nur auf Druck der Bundespräsidentin getroffen um sich abzusprechen, danach treffen sich dann wieder regionale Gruppierungen der Direktoren, am Schluss soll trotzdem jeder Kanton selber entscheiden - die heisse Kartoffel wird rundherumgereicht. Deshalb ist es so, dass die Schweiz weit herum die liberalesten Regeln hat (viel liberaler als etwa Schweden), Grossveranstaltungen finden alle statt, das Sicherheitskonzept besteht oft aus einer Namensliste, die häufig weder auf Vollständigkeit noch Korrektheit überprüft wird. So findet etwa das Gruppen-Sauf-Fest Olma in St. Gallen immer noch statt, einfach im Freien und an zwei Wochenenden. Böse Zungen behaupten, die Anpassung an die Corona-Situation besteht einzig und allein aus dem Ändern des Namens. Abstand einhalten? Denkste.

Dazu kommt halt eine starke Portion Schweizer Arroganz und Bünzlitum im Sinne, man weiss und macht eh alles besser als im Ausland und weisss schon, was zu tun ist, und auf "diese Studierten" müsse man eh nicht hören. Da bei der ersten Welle die Massnahmen in der Deutschschweiz gerade noch rechtzeitig kamen und die Bevölkerung damals solidarisch mitgemacht hat, fehlt auch völlig die Vorstellung was passieren kann und wie sich das exponentielle Wachstum explosionsartig in Hospitalisierungen niederschlagen kann. Und jede kleine Einschränkung wird als Frontalangriff auf Freiheitsrechte gedeutet. Beispielsweise macht man sich darüber lustig, dass man die Hände waschen soll. Und die SVP will in den Kantonsparlamenten jegliche Massnahmen verbieten lassen.

Und was halt auch nicht hilft ist der weit verbreitete Glaube, dass man zwischen Wirtschaft und Gesundheit auswählen muss. Da fehlt der Blick über den Tellerrand umzusehen, dass das Gewerbe erst recht kollabiert, wenn das Gesundheitssystem mal überlastet ist (siehe New York).
 
spectre schrieb:
Und was halt auch nicht hilft ist der weit verbreitete Glaube, dass man zwischen Wirtschaft und Gesundheit auswählen muss. Da fehlt der Blick über den Tellerrand umzusehen, dass das Gewerbe erst recht kollabiert, wenn das Gesundheitssystem mal überlastet ist (siehe New York).

Sehe ich absolut genau so...
 
spectre schrieb:
Glaube ich leider auch. Ich gehe allerdings davon aus, dass das Wachstum der Anzahl positiver Tests alleine deswegen wieder schwächer wird, weil die Testzentren in den Spitälern bereits am Anschlag sind, obwohl in der Schweiz weniger getestet wird als im umgehenden Ausland.

Ich habe jetzt einfach mal nur einen Absatz zitiert, damit der Zusammenhang zu deinem Post da ist, es aber übersichtlich bleibt...

Am Föderalismus kann es ja nicht allein liegen, den haben wir ja auch. Und der ist in der Tat Fluch, aber wirklich auch Segen zugleich...
Aber ja, vielleicht ist es die Einstellung, die in deinen letzten zwei Absätzen mitschwingt.

Ich hoffe, dass es jetzt mit der Empfehlung wieder zum Homeoffice, vielleicht auch sonst wieder allen in's Bewustsein geholt wird, dass Discos grad nicht die beste Idee sind :|
 
Während in der Großstadt Wien die Zahl der Neuinfektionen pro Tag inzwischen stagniert, steigt die Anzahl der Neuinfektionen pro Tag in Tirol, Salzburg und Vorarlberg weiter deutlich.

Hat jemand eine plausible Erklärung dafür, warum es in Wien besser läuft als in den genannten Bundesländern ?
 
spectre schrieb:
Ein grundlegendes Problem ist halt, dass das die Schweiz föderalistisch ist.

Diese Situation ist wohl in D ähnlich: Zu Beginn sind alle Länder noch mitgezogen, dann wurde das Thema nach und nach als profilierungsgeeignet entdeckt und zur letzten Zusammenkunft hat Angela Merkel bemerkt, dass jedes Land sein Schlupfloch suchen würde. Unterschiedliche Maßnahmen mögen zwischenzeitlich auch mal mit regionalen Unterschieden begründet gewesen sein, zunehmend scheint jedoch sachfremde Profilierung im Vordergrund zu stehen.

Und zum Thema Wirtschaft vs. Gesundheitsschutz: Der Widerspruch ist in der Tat konstruiert. Das war historisch schon bei der spanischen Grippe so und auch diesmal spricht alles dafür, dass erst ein funktionierender Gesundheitsschutz nachhaltig funktionierende Wirtschaft ermöglicht.

Stellt euch vor, es ist Pandemie und jeder macht beim Schutz mit:
  • Alle tragen konsequent Masken in geschlossenen Räumen (unabhängig vom Abstand).
  • Auch draußen werden Masken getragen, wann immer Abstände unterschritten werden.
  • Lüftungsanlagen werden eingebaut und auf effektive Aerosol-Verdünnung/Abfuhr getestet und dafür zertifiziert.
  • Tische in Restaurants und Schulen werden mit Acrylwänden lufttechnisch wirksam separiert.
  • Öffentliche Verkehrsmittel (auch Kabinenbahnen!) werden mit wirksamer Zwangsbelüftung versehen (wird luftig, also extra warm anziehen), die Belegung wird so gesteuert, dass Aerosole in kritischer Konzentration nicht den Nachbarn erreichen können.
  • Situationen, in denen Gedrängel entsteht (z.B. Warteschlangen), werden konsequent beobachtet und aufgelöst.
  • Auf Flügen wird auf Essen und Getränke verzichtet (vielleicht ausgenommen Strohhalm durch Maske), die Platzbelegung wird so gesteuert, dass Abstände zu Haushaltsfremden zu 100% eingehalten werden können. Tickets werden entsprechend teurer.
  • Haushaltsfremde private Kontakte werden konsequent nach draußen verlagert, auch wenn es kalt ist und regnet. Und auch dort: Face-To-Face nur mit Maske (Aussprache ist immer mehr oder weniger feucht), oder 1,5 m Abstand.
  • Hygienekonzepte werden permanent wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Anstelle von Improvisation durch Laien tritt zertifizierte Professionalität entsprechend dem Stand der Wissenschaft.

Was könnten wir alles an Aktivitäten und Begegnungen weiterhin haben? Zum Beispiel eine Wintersportsaison...

Wir sind es halt letztlich selbst, die den Epidemieverlauf gestalten. Wenn wir dem Virus die Nahrung (Kontakte) nehmen, hat es keine Chance...
 
Ich gehe kurz auf die einzelnen Punkte ein, Alltags- und nicht wintersportbezogen und natürlich extrem subjektiv!
Oliver.O schrieb:
Stellt euch vor, es ist Pandemie und jeder macht beim Schutz mit:

[*] Alle tragen konsequent Masken in geschlossenen Räumen (unabhängig vom Abstand).
Nicht so ein Problem, ausser dort, wo zB der Gesichtsausdruck oder die Mimik auch entscheidend ist. In der Unterstufe zB ist es für die Schüler schon wichtig, dass sie auch das Gesicht der Lehrerin sehen.
Oliver.O schrieb:
[*] Auch draußen werden Masken getragen, wann immer Abstände unterschritten werden.
Schwierig zu vermitteln, da das konsequent umgesetzt zu einem dauernden "Maske auf - Maske ab" führt, kaum handelbar.
Oliver.O schrieb:
[*] Lüftungsanlagen werden eingebaut und auf effektive Aerosol-Verdünnung/Abfuhr getestet und dafür zertifiziert.
Illusorisch!! Braucht sehr viel Zeit und ist auch nicht immer möglich, zB bei denkmalgeschützten Gebäuden. Wer soll das bezahlen?
Oliver.O schrieb:
[*] Tische in Restaurants und Schulen werden mit Acrylwänden lufttechnisch wirksam separiert.
Illusorisch, dann kannst du das Restaurant auch gleich schliessen, viel steriler geht nicht mehr... auf so ein Restaurant hätte ich und wohl nicht nur ich absolut keine Lust.
Oliver.O schrieb:
[*] Öffentliche Verkehrsmittel (auch Kabinenbahnen!) werden mit wirksamer Zwangsbelüftung versehen (wird luftig, also extra warm anziehen), die Belegung wird so gesteuert, dass Aerosole in kritischer Konzentration nicht den Nachbarn erreichen können.
Illusorisch: Erstens ist eine "wirksame Zwangsbelüftung" in einem Zug nicht so einfach schnell umsetzbar, zweitens ist er öffentliche Verkehr in der CH (und nicht nur dort) vereinzelt kapazitätsmässig völlig am Anschlag, eine Kapazitätsreduktion kaum durchsetzbar, da ein Ausbau Jahrzehnte braucht und viel Geld kostet.
Oliver.O schrieb:
[*] Situationen, in denen Gedrängel entsteht (z.B. Warteschlangen), werden konsequent beobachtet und aufgelöst.
Wie willst du das am Hauptbahnhof Zürich mit täglich 450'000 Leuten praktisch durchführen?
Oliver.O schrieb:
[*] Auf Flügen wird auf Essen und Getränke verzichtet (vielleicht ausgenommen Strohhalm durch Maske), die Platzbelegung wird so gesteuert, dass Abstände zu Haushaltsfremden zu 100% eingehalten werden können. Tickets werden entsprechend teurer.
Kein Problem... wobei ich bei einem Langstreckenflug Zürich - Peking, der nun einmal 12h dauert schon gerne etwas zu beissen hätte.
Oliver.O schrieb:
[*] Haushaltsfremde private Kontakte werden konsequent nach draußen verlagert, auch wenn es kalt ist und regnet. Und auch dort: Face-To-Face nur mit Maske (Aussprache ist immer mehr oder weniger feucht), oder 1,5 m Abstand.
Wird nie funktionieren. Warum soll ich meinen besten Arbeitskollegen nicht mal auf ein Bier nach Hause einladen? Wir verbringen zT den ganzen Tag zusammen, da soll es am Abend dann plötzlich gefährlich sein?
Oliver.O schrieb:
[*] Hygienekonzepte werden permanent wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Anstelle von Improvisation durch Laien tritt zertifizierte Professionalität entsprechend dem Stand der Wissenschaft.
Hat man seit März gesehen, dass auch die Wissenschaft die Meinung in so hektischen Zeiten relativ schnell ändern kann (Stichwort: Masken)


Deine Punkte sind in meinen Augen in China oder Nordkorea durchführbar, aber nicht in einer liberalen Gesellschaft in Westeuropa. Als Beispiel: Der Staat soll niemandem verbieten dürfen, Gäste nach Hause einzuladen. Ganz direkt: In einer Gesellschaft wie von dir skizziert, möchte ich persönlich NICHT leben!
 
Wurzelsepp schrieb:
Oliver.O schrieb:
[*] Situationen, in denen Gedrängel entsteht (z.B. Warteschlangen), werden konsequent beobachtet und aufgelöst.
Wie willst du das am Hauptbahnhof Zürich mit täglich 450'000 Leuten praktisch durchführen?
Stichwort HB Zürich: da hatte ich persönlich in letzter Zeit schon den Eindruck, dass sich die Leute mehr und mehr zusammenreissen und der Solidaritätsgedanke langsam ein wenig greift. Da behält eine Mehrheit die Maske mittlerweile beim Umsteigen resp. im Shopville einfach an, auf der Rolltreppe auch mehr Abstand als sonst. Aber nur ein subjektiver Eindruck. Dagegen anderswo im Zug viel zu häufig nur übers Kinn oder am Mund.

Hier im Kanton Zürich jetzt eine Verdoppelung der Zahlen innerhalb eines Tages, und mittlerweile kennt gefühlt jeder jemanden der gerade positiv getestet wurde. Auch Leute, die sehr vorsichtig mit der Situation umgehen. :(

Wurzelsepp schrieb:
Illusorisch, dann kannst du das Restaurant auch gleich schliessen, viel steriler geht nicht mehr... auf so ein Restaurant hätte ich und wohl nicht nur ich absolut keine Lust.
Leider, leider, geht es in der aktuellen Situation langsam nicht mehr darum, auf was man Lust hat. Niemand hat Lust auf all die Einschränkungen, schon gar nicht nach einem halben Jahr.
 
Wurzelsepp schrieb:
Ich gehe kurz auf die einzelnen Punkte ein, Alltags- und nicht wintersportbezogen und natürlich extrem subjektiv!
Danke für die Mühe!

Wurzelsepp schrieb:
Oliver.O schrieb:
[*] Situationen, in denen Gedrängel entsteht (z.B. Warteschlangen), werden konsequent beobachtet und aufgelöst.
Wie willst du das am Hauptbahnhof Zürich mit täglich 450'000 Leuten praktisch durchführen?
Wenn Leute schnell aneinander vorbeigehen, mit Masken kein Problem. Andernfalls: Kapazität beschränken.

Wurzelsepp schrieb:
Hat man seit März gesehen, dass auch die Wissenschaft die Meinung in so hektischen Zeiten relativ schnell ändern kann (Stichwort: Masken)
Das will ich doch hoffen, dass die Wissenschaft bei neuen Erkenntnissen ihre Meinung ändert! Stur bleibt nur der Ideologe.

Wurzelsepp schrieb:
Deine Punkte sind in meinen Augen in China oder Nordkorea durchführbar, aber nicht in einer liberalen Gesellschaft in Westeuropa. Als Beispiel: Der Staat soll niemandem verbieten dürfen, Gäste nach Hause einzuladen. Ganz direkt: In einer Gesellschaft wie von dir skizziert, möchte ich persönlich NICHT leben!

Hier argumentierst du gegen deine eigene Fantasie. Ich hab' nirgends geschrieben, dass der Staat alles verordnen oder mit Gewalt durchsetzen soll. Man darf ja durchaus sowohl liberal als auch rücksichtsvoll und verantwortungsvoll sein. Die Idee war ein Gedankenspiel, wie es wohl wäre, wenn jeder mitmacht. Potenzial ist da, Prioritäten kann man neu setzen und wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – wenn man auch bereit ist, zu handeln und ggf. einen Preis zu zahlen.

Inwieweit sind wir bereit, Verantwortung zu übernehmen und eigene Wünsche zurückzustellen für den Schutz anderer Menschen, der Wirtschaft und der Gesellschaft? In der Antwort auf die Frage zeigt sich, ob Egoismus oder Empathie gewinnt.

EDIT: Ach ja, die Restaurants mit lufttechnisch separierten Tischen gibt's wohl schon, ich hab das in irgendeinem Bericht mal gesehen. Auch ganz stylisch mit Echtglas...
 
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