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Coronavirus 2019-nCoV

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Pilatus schrieb:
nomad schrieb:
Wenn das eine ernst gemeinte und keine provozierende Frage sein soll: Indem du danach 2 oder mehr negative Ergebnisse bekommst, sofern das Gesundheitsamt dich zum Test lässt. Allein die Wahrscheinlichkeit lässt wohl den Schluss zu (siehe Fall Lindau auf der letzten Seite), dass der Ausreißer dann falsch war.

Also bewiesen ist damit überhaupt nichts. Aufgrund meiner bescheidenen Kentnisse der Methodik würde ich behaupten, dass die Wahrscheinlichkeit für zwei falsch-negative Tests grösser ist als für einen falsch-positiven.

Kommt halt auch immer draufan, was man als falsch-positiv definiert. Soviel ich nämlich weiss, gibt es zum PCR-Test keine überlegene Referenzmethode... Ich denke immernoch dass "richtige" falsch-positive Resultate nur durch grobe Fehler in der Probenverarbeitung zustande kommen können.

Wie machen wir es dann? Ab wann ist ein negativer Test dann für dich ein negativer? Nach drei? Nach fünf? In der Verbindung nie, weil EIN positiver Test immer "Trumpf" ist? Sorry, aber das ist mir zu eindimensional. Wir können, auch wenn es Einzelfälle sind, die Leute nicht einfach 2 Wochen wegsperren, ohne Chance ihre "Unschuld" zu beweisen.
Ich behaupte mal ganz dreist, dass ein solches Vorgehen von allen Gerichten (wie schon geschehen, auch siehe Lindau, nach der Klage) gekippt wird. Ein Eingriff in das Grundrecht der Freizügigkeit muss nachvollziehbar begründet werden, wie nachvollziehbar und gerichtsfest ist die Begründung nach mehreren negativen Tests?

Wir können unsere Gesetze nicht so auslegen, wie wir es gerade wollen, weil es in unsere Weltanschauung passt, as Infektionsschutzgesetz ist kein "Über-Recht", dass alle anderen übertrifft.

Ich bin ganz ehrlich, auch wenn man mir jetzt Hedonismus o.ä. vorwirft. Sollte ich als K1 in Quarantäne gesteckt werden und einen Test verweigert bekommen(keine Symptome etc.) oder nach einem negativen Test die Quarantäne nicht aufgehoben bekommen, wird mein erster Anruf ein Anwalt sein.
 
snowflat schrieb:
Mittlerweile kennt man ja leider auch vermehrt im Umfeld Leute, die entweder an Covid gestorben sind oder zum Glück die Krankheit überstanden haben. Das "überstanden haben" bedeutet aber nicht genesen und das ist der Punkt. Die Fälle die ich kenne, sind nicht zu 100% mehr in der Verfassung in der sie vorher waren, auch Monate nachdem das Virus den Körper verlassen hat. In einem Fall ist der Kollege nicht mehr in der Lage einen kompletten Arbeitstag wir vorher zu leisten. Nach ein paar Stunden wird er müde und muss sich hinlegen. Hier reden wir aber von keinem Riskopatienten sondern ein fitter Mann der Mitten im Berufsleben steht und eine Firma führt.

Vielleicht habe ich ein sehr komisches Umfeld (das habe ich mir schon ein paar mal gedacht), denn trotz der vollständigen Altersstruktur und dem nicht zu kleinen Umfeld habe ich nur weniger als eine Handvoll Leute die positiv getestet wurden, und nur einen (Spitalsarzt) hat es zumindest halbwegs ernst erwischt, und er meinte so schlecht wie er sich gefühlt habe möchte er es keinem Wünschen. Trotzdem aber schon nach ein paar Wochen wieder voll fit. Vielleicht hilft es tatsächlich das eigentlich mein ganzes Umfeld viel draußen ist, selbst bei denen die nicht sonderlich sportlich sind. Oder es ist einfach nur ein dummer Zufall.

Damit möchte ich übrigens nichts relativieren, ich wünsche niemanden diese oder eine andere Krankheit und wäre sie auch lieber jetzt als später los..
 
TONI_B schrieb:
christopher91 schrieb:
Heute zwar erstmals über 20.000 Neuinfektionen, aber davon darf man sich nicht blenden lassen. Es flacht trotzdem ab. R Wert bei 0,78.

Leider treiben die Medien wieder nur den Absolutwert durch die Berichterstattung.
Von welchem R-Wert wird hier gesprochen? Denn https://www.zidatasciencelab.de/covid19dashboard/Start.html steht eine ganz andere Zahl! Und bei diesen rasant ansteigenden Zahlen, kann ich mir einen Wert unter 1 nicht vorstellen...


Jenem R Wert der offiziell vom RKI angegeben wird in den täglich erscheinenden offiziellen Situationsberichten.

hch schrieb:
snowflat schrieb:
Mittlerweile kennt man ja leider auch vermehrt im Umfeld Leute, die entweder an Covid gestorben sind oder zum Glück die Krankheit überstanden haben. Das "überstanden haben" bedeutet aber nicht genesen und das ist der Punkt. Die Fälle die ich kenne, sind nicht zu 100% mehr in der Verfassung in der sie vorher waren, auch Monate nachdem das Virus den Körper verlassen hat. In einem Fall ist der Kollege nicht mehr in der Lage einen kompletten Arbeitstag wir vorher zu leisten. Nach ein paar Stunden wird er müde und muss sich hinlegen. Hier reden wir aber von keinem Riskopatienten sondern ein fitter Mann der Mitten im Berufsleben steht und eine Firma führt.

Vielleicht habe ich ein sehr komisches Umfeld (das habe ich mir schon ein paar mal gedacht), denn trotz der vollständigen Altersstruktur und dem nicht zu kleinen Umfeld habe ich nur weniger als eine Handvoll Leute die positiv getestet wurden, und nur einen (Spitalsarzt) hat es zumindest halbwegs ernst erwischt, und er meinte so schlecht wie er sich gefühlt habe möchte er es keinem Wünschen. Trotzdem aber schon nach ein paar Wochen wieder voll fit. Vielleicht hilft es tatsächlich das eigentlich mein ganzes Umfeld viel draußen ist, selbst bei denen die nicht sonderlich sportlich sind. Oder es ist einfach nur ein dummer Zufall.

Damit möchte ich übrigens nichts relativieren, ich wünsche niemanden diese oder eine andere Krankheit und wäre sie auch lieber jetzt als später los..

Dann ist mein Umfeld noch komischer, denn ich kenne bisher keine einzige positiv geteste Person.
Nur flüchtig Erzählungen von Bekannten über deren Bekannte. Und ich habe durch Fussball etc durchaus ein großes Umfeld.
 
Soviel ich nämlich weiss, gibt es zum PCR-Test keine überlegene Referenzmethode... Ich denke immernoch dass "richtige" falsch-positive Resultate nur durch grobe Fehler in der Probenverarbeitung zustande kommen können.
Könnte es sein dass Tests welche im Sommer noch kein eindeutiges Ergebnis gebracht haben und weiter untersucht wurden und am Schluss "negativ" waren derzeit einfach aus Zeitgründen sofort als "positiv" abgeschlossen werden und fertig?
Es merkt ja keiner dass die Analyse falsch war, ausser bei Sportlern wo zwei bis drei Tests in der Woche haben und dann nachher nur mehr "negative" kommen.

Ob überall gleich analysiert wird ist dann sowieso noch eine andere Frage.
 
Also ich glaube ein "Fan" ist, was das Thema Durchseuchung angeht, sicherlich keiner. Niemand steckt sich oder andere freiwillig oder fahrlässig an! Denke das sollte klar sein. Auf lange Sicht ist Durchseuchung mit allen Konsequenzen alles andere als toll, ich betrachte es lediglich als unausweichlich. Ich finde die Impfstoffdiskussion abartig - weil das einfach nicht in Frage kommt für mich, für Kinder, für alte/schwache auch nicht. Ich kenn auch kaum jemand zwischen 18 und 60 der sich impfen lassen würde. Anzahl von mir befragter Personen weit dreistellig - ob das repräsentativ ist? Wie auch immer, daher frage ich mich weiterhin, auf was wir weiterhin zusteuern, wahrscheinlich mehrere Lockdowns in Folge? Zeit gewinnen für was? Wir müssen da früher oder später alle durch, evtl. mehrmals, wahrscheinlich saisonal jährlich. Wir werden es einfach nicht verhindern können. (Hypothese)

Ständig einen Schuldigen zu suchen, mit dem Finger auf Gruppen zu zeigen, macht alles nur noch schlimmer. Das ist weder wirklich nachweisbar, noch angemessen. Belehrungen und moralische Erhebung fördert auch nicht das Zusammenleben. Ich bin auch überzeugt, dass jegliche Konzepte, die auf Solidarität und Miteinander fußen (egal ob Klima, Corona, Flüchtlinge etc.) zum Scheitern verurteilt sind.

Was eine Verbreitung eines Virus angeht helfen also nur harte Kontaktbeschränkungen, die ganzen AHA Regeln nützen der Strategie überhaupt nichts (vgl. https://www.krone.at/2269429):
„Lockdown ist die einzig erfolgreiche Strategie“ - Sein Kollege Peter Klimek von der MedUni Wien erklärt: „Es ist ernüchternd, aber ein Lockdown ist die einzig erfolgreiche Strategie.“ Die Mathematiker gehen davon aus, dass nach dem November ein neuerliches Herunterfahren unvermeidbar ist. Wintertourismus etwa sei nur mit starken, regionalen Eingriffen möglich.
Nun sind diese Lockdowns aber massive Einschränkungen und vernichten ganze Existenzen und treiben Staaten an den Rand der Pleite. Wie viele man sich wohl noch leisten kann? Auch für den sozialen Frieden?
Skifahren ist sicher Luxus, aber noch einer der "sichersten" Aktivitäten von vielen die gerade verboten sind.

Selbst in Ischl stellt man vor Dezember die Rechnung an, ob sich das alles noch rechnet wenn man am 17.12. erst öffnet (https://www.tt.com/artikel/30761403/ein-spaeter-saisonstart-mit-vielen-fragezeichen-in-ischgl):
Gute Nachrichten für alle, die trotz Reisewarnung auf den Skiurlaub nicht verzichten möchten:
„Sollte es der Gesetzgeber erlauben, sperren wir auf, egal ob es dann noch Reisewarnungen gibt.“

Ich würde daher einfach bitten, dass wir uns über die aktuelle Situation normal unterhalten können, denn wenn man Durchseuchung als unausweichlich betrachtet ist man nicht zwangsläufig ein menschenverachtender Egoist, sondern kann zu diesem Schluss auch auf anderem Wege kommen. Wer mich (oder andere aus dem "Lager") als sowas betrachtet, kann ich dennoch gut damit leben :) aber ein Forum lebt von Diskussion, sonst hätt ich mich längst verabschiedet. Moralische Überhöhung ist aber nicht angebracht, das vergiftet nur das Klima.

verschoben /Mod. David93
 
Stäntn schrieb:
Ich würde daher einfach bitten, dass wir uns über die aktuelle Situation normal unterhalten können, denn wenn man Durchseuchung als unausweichlich betrachtet ist man nicht zwangsläufig ein menschenverachtender Egoist, sondern kann zu diesem Schluss auch auf anderem Wege kommen. Wer mich (oder andere aus dem "Lager") als sowas betrachtet, kann ich dennoch gut damit leben :) aber ein Forum lebt von Diskussion, sonst hätt ich mich längst verabschiedet. Moralische Überhöhung ist aber nicht angebracht, das vergiftet nur das Klima.
Ich bitte Dich meinen Beitrag genau zu lesen.
Ich finde Durchseuchung sowohl vom Wort wie auch von der Sache her schlimm.
Aber das Egoist bezog sich zu 100% nicht darauf. sondern auf die, die ihr persönliches Vergnügen vor alles andere stellen.


Gruß!
der Joe

verschoben /Mod. David93
 
Latemar schrieb:
Stäntn schrieb:
Ich würde daher einfach bitten, dass wir uns über die aktuelle Situation normal unterhalten können, denn wenn man Durchseuchung als unausweichlich betrachtet ist man nicht zwangsläufig ein menschenverachtender Egoist, sondern kann zu diesem Schluss auch auf anderem Wege kommen. Wer mich (oder andere aus dem "Lager") als sowas betrachtet, kann ich dennoch gut damit leben :) aber ein Forum lebt von Diskussion, sonst hätt ich mich längst verabschiedet. Moralische Überhöhung ist aber nicht angebracht, das vergiftet nur das Klima.
Ich bitte Dich meinen Beitrag genau zu lesen.
Ich finde Durchseuchung sowohl vom Wort wie auch von der Sache her schlimm.
Aber das Egoist bezog sich zu 100% nicht darauf. sondern auf die, die ihr persönliches Vergnügen vor alles andere stellen.
Ok nennen wir es wie wir wollen - eben ein Leben von Mensch und Virus ohne medizinisch präventive Eingriffe wie zB einer Impfung.
Und wenn man drauf kommt, dass eine Durchseuchung verheerend wäre - bleibt sie aus meiner Sicht (leider) dennoch unausweichlich.

Und zu dem Thema Egoisten: Ich einfach überzeugt, dass eine große Masse einfach so ist - die einen stehen dazu, die anderen predigen Wasser und saufen Wein. Am Ende scheitern alle Versuche, weil eben doch ganz viele (würde sagen die Mehrheit) ihr persönliches Vergnügen voranstellt. Migration, Klima, Corona. Das wird so nichts - Hypothese aufgrund von Beobachtung.

@Mods: Gerade die Passagen mit den Zitaten aus den heutigen Zeitungen hätte meiner Meinung nach schon in das "Ausblick Skisaison" Topic gepasst.
 
Nach Moderatorenhinweis versuche ich die Disussion aus dem anderen Thread mal hier weiterzuführen:

steak schrieb:
freerider13 schrieb:
Den Zahn mit der durchseuchung muss ich euch leider ziehen.
Voraussetzung dazu wäre, dass eine dauerhafte immunität auf eine Erkrankung folgen würde.
Dem ist aber leider nicht so. Jetzt ein wenig insiderinfos:
1.: Es gibt bereits mehrere mutierte virenstämme, in den USA sind es aktuell 4. den einen gehabt zu haben schützt nicht vor dem nächsten.
2.: bislang wurde vermutet, dass die immunität auf den einen überstandenen Stamm mehrere Wochen oder Monate anhalten könnte. Nach aktuellen Studien hat sich dieser Zeitraum in diversen dokumentierten Fällen auf 3-4 Tage (!) verkürzt.
3.: ebenfalls dokumentiert wurden bereits diverse mehrfachansteckungen von Patienten - der Rekord liegt hier aktuell bei 4 mal.

Also streicht den Gedanken mit der durchseuchung. Was denkt ihr wohl, warum der streek zu dem Thema in den letzten 2 Wochen doch ziemlich leise geworden ist, obwohl er zu Anfang der größte Fan davon war?

Jan

Nachdem meine Freundin und ich uns im März infiziert hatten (zu finden in der anderen Corona Diskussion) haben wir eine "Ministudie" gemacht.
Ein Monat nach dem positiven PCR Test hatten wir einen Elisa Antikörper Test gemacht. Beide eindeutig positiv, fragt mich nicht welcher Wert, aber er war mit 4,1 sehr hoch (Grenzwert 0,8). Sieben Monate später, also vergangene Woche, hatten wir erneut einen Antikörper Test gemacht. Diesmal ein Schnelltest, aber von geschulten Personen durchgeführt.
Ergebnis: Ich hatte keine nachweisbaren Antikörper mehr. Viel interessanter war das Ergebnis meiner Freundin. Zuerst auch nicht nachweisbar, aber zum Schluss noch ein leichter Schimmer von Antikörpern.

Ich hatte gestern bereits einen Post in Bezug auf die Beiträge von Freerider13 verfasst, habe ihn aber direkt wieder gelöscht, da ich damit wahrscheinlich die ansonsten sehr angenehme Diskussionsatmosphäre hier vergiftet hätte.
Mit vermeintlichen "Insiderinformationen" zu prahlen, diese aber nicht weiter erklären zu können ist halt schlechter Stil und bringt niemanden weiter.
Was ein "Konzern, der normalerweise die medizinischen Studien für die Pharmaindustrie entwickt, durchführt und auswertet" mit der Weitergabe offizieller Zahlen an das RKI oder die John-Hopkins University zu tun hat, erschließt sich mir nicht.
Ebenso nicht, welche "aktuellen Studien" es es denn sind, die eine"Immunität in diversen dokumentierten Fällen verkürzt auf 3-4 Tage" belegen kann. Würde mich interessieren, gerne her damit.

Bin daher etwas überrascht, dass so viele unkritisch mit diesen Aussagen umgehen. Das lief beispielsweise mit Wetterstein im Klimathread anders ab. :wink:

Zu der zitierten "Ministudie":
Zwischen euren beiden ELISA-Tests lagen 7 Monate.
ELISA Tests sind sehr robust, haben jedoch oft ihre Schwächen bei der verlässlichen Detektion geringer Konzentrationen. Welchen Test habt ihr denn gemacht? Wisst ihr noch den Hersteller?
Auf dieser Abbildung siehst du die Serumhalbwertszeiten verschiedener Antikörperisotypen:
Bonilal et al1.PNG

Bonilla, F. A. (2008). Pharmacokinetics of Immunoglobulin Administered via Intravenous or Subcutaneous Routes. Immunology and Allergy Clinics of North America, 28(4), 803–819. doi:10.1016/j.iac.2008.06.006

Der am häufigsten vorkommende Isotyp IgG, die häufigste Subklasse IgG1, gehen wir also von einer Halbwertszeit von etwas über 20 Tagen aus.
Zwischen deinen beiden Tests lagen 7 Monate, also rund 210 Tage.
Bei Abwesenheit intakter Coronaviren oder übriger Bestandteile der Virushülle stoppen deine Plasmazellen relativ schnell die weitere Sekretion von Antikörpern.
Es werden also alle knapp 20 Tage um die Hälfte weniger.
Dass du nach 210 Tagen kein positives Signal bekommst ist vollkommen normal und kein Zeichen fehlender Immunität.
Diese läuft im übrigen über B memory cells (und bei Corona offenbar mit relativ hohem Einfluss) T memory cells, welche nicht über übliche ELISA Tests nachgewiesen werden können.

Die mediale Diskussion über Antikörper in den vergangenen Monaten ist müßig. Wie oft hat man schon Geschichten gelesen von einer ausbleibenden Immunität, da keine Antikörper gegen das Virus mehr nachgewiesen werden können.
Frage an die Runde: Gibt es valide Studien über eine ausbleibende T/B memory cell response bei einer signifikanten Zahl an Patienten? Die würde mich zum Umdenken bewegen.
 
Stäntn schrieb:
Also ich glaube ein "Fan" ist, was das Thema Durchseuchung angeht, sicherlich keiner. Niemand steckt sich oder andere freiwillig oder fahrlässig an! Denke das sollte klar sein.
[...]
Ich würde daher einfach bitten, dass wir uns über die aktuelle Situation normal unterhalten können, denn wenn man Durchseuchung als unausweichlich betrachtet ist man nicht zwangsläufig ein menschenverachtender Egoist, sondern kann zu diesem Schluss auch auf anderem Wege kommen. Wer mich (oder andere aus dem "Lager") als sowas betrachtet, kann ich dennoch gut damit leben :) aber ein Forum lebt von Diskussion, sonst hätt ich mich längst verabschiedet. Moralische Überhöhung ist aber nicht angebracht, das vergiftet nur das Klima.
Da frage ich mich schon, wie man auf der einen Seite davon ausgehen kann, dass das klar sein soll, und auf der anderen Seite im selben Beitrag in seiner Signatur #durchseuchungbiswinter2020 propagiert? Da ich dir auf jeden Fall unterstelle, dass du nicht an Dyskalkulie leidest und nicht intellektuell auf verlorenem Posten stehst, widersprichst du dir nämlich gewaltig. Der Versuch einer "Durchseuchung" in diesem Zeitraum wäre nämlich schon rein rechnerisch nur mit strengstem Maskenverbot und Ansteckungspflicht möglich. Entweder ist also deine erste Aussage gelogen oder dein Motto in der Signatur dient nur reinen Provokation.
Bei beiden Möglichkeiten empfinde ich es dann als Krokodilstränen, wenn du hier "vergiftetes Klima" beklagst.
 
Jan Tenner schrieb:
Stäntn schrieb:
Also ich glaube ein "Fan" ist, was das Thema Durchseuchung angeht, sicherlich keiner. Niemand steckt sich oder andere freiwillig oder fahrlässig an! Denke das sollte klar sein.
[...]
Ich würde daher einfach bitten, dass wir uns über die aktuelle Situation normal unterhalten können, denn wenn man Durchseuchung als unausweichlich betrachtet ist man nicht zwangsläufig ein menschenverachtender Egoist, sondern kann zu diesem Schluss auch auf anderem Wege kommen. Wer mich (oder andere aus dem "Lager") als sowas betrachtet, kann ich dennoch gut damit leben :) aber ein Forum lebt von Diskussion, sonst hätt ich mich längst verabschiedet. Moralische Überhöhung ist aber nicht angebracht, das vergiftet nur das Klima.
Da frage ich mich schon, wie man auf der einen Seite davon ausgehen kann, dass das klar sein soll, und auf der anderen Seite im selben Beitrag in seiner Signatur #durchseuchungbiswinter2020 propagiert? Da ich dir auf jeden Fall unterstelle, dass du nicht an Dyskalkulie leidest und nicht intellektuell auf verlorenem Posten stehst, widersprichst du dir nämlich gewaltig. Der Versuch einer "Durchseuchung" in diesem Zeitraum wäre nämlich schon rein rechnerisch nur mit strengstem Maskenverbot und Ansteckungspflicht möglich. Entweder ist also deine erste Aussage gelogen oder dein Motto in der Signatur dient nur reinen Provokation.
Bei beiden Möglichkeiten empfinde ich es dann als Krokodilstränen, wenn du hier "vergiftetes Klima" beklagst.
Die Signatur stammt vom Frühjahr (Mai herum) - und JA: über den Sommer hinweg hätte man längst ausprobieren können oder müssen, wie viel Gesamt Infektionen das Gesundheitssystem verträgt. 10000? 40000? Wo ist die Schmerzgrenze? Wie hoch ist die Dunkelziffer (Kohorten Studien?)? Und vieles mehr. Bei einem Maskenverbot bin ich dabei :)
In der aktuellen Situation ist die Signatur in der Tat nicht mehr passend, da einfach die Zeit fehlt "bis zum Winter". Da aber bei flattenthecurve das Integral immer gleich groß ist (hab ich jetzt Dyskalkulie?) wäre es auf jeden Fall gut, wenn man sie möglichst hoch hält um möglichst früh an den Punkt zu kommen, wo sich eine Pandemie "tot läuft", je früher desto besser. Alles unter der Hypothese, dass wir da eh alle durch müssen und es unausweichlich ist - und auf dem Punkt stehe ich nunmal, da ich eine Impfung ablehne und "social distancing" für ein Verbrechen an den Menschen halte - nicht artgerecht, wenns länger als paar Wochen ist sondern über ganze Jahreszeiten möglich wäre.
 
Na klar, weil eine (durch Medien stark manipulierte) Masse andere Umfrage Antworten gibt, muss die "Mehrheit" natürlich Recht haben. Diese Mehrheit gibt heute auch noch via parlamentarische Mehrheit ihre Grundrechte ab, Mahlzeit.

Jeder lebt heutzutage in einer Blase, machen wir uns nichts vor. Aber über Arbeit / Verein / Wohnort / Familie / Freunde kann man schon von einem Querschnitt ausgehen. Und aus dieser Blase komm ich beispielsweise auf keine 10% die eine Impfung in Betracht zögen. Aber das mit dem Umfeld ist müssig zu diskutieren, weils hier keine echte Wahrheit gibt, nur Positionen und viel Meinung. In Umfragen aber eben auch nicht, und in den Leitmedien leider auch nicht, zumindest kaum regierungskritisch.
 
Ich glaube die Mehrheit hat gute Erfahrungen bisher mit einem evidenzbasierten vernünftigen Kurs (im großen Ganzen, gewisse Aussetzer will ich gar nicht bestreiten) gemacht, der uns alle, samt einigen Spinnern und Egoisten (ich finde es toll, dass wir uns die leisten können!) vergleichsweise vernünftig bisher durchgebracht hat.
 
Hallo Leutle, ich bin ein großer Freund der französischen Skigebiete. Wenn man sich die Inzidenzzahlen für Frankreich anschaut, sieht man, dass (Stand gestern, Zahlen vom 01.11.20) die beiden großen Skiregionen, also Savoie (73) und Haute-Savoie (74), die Marke von 1.000, also etwa das 10-fache von Bonn, überschritten haben:

https://geodes.santepubliquefrance.fr/#c=indicator&i=sp_ti_tp_7j.tx_pe_gliss&s=2020-10-26-2020-11-01&t=a01&view=map2

Das ist fast doppelt so viel wie für Paris ermittelt! Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es dort eine Skisaison geben wird. Zwar liegen die Zahlen für den 2.11. etwas darunter, aber das kann auch daran liegen, dass die Franzosen etwa 5 Tage brauchen, um alle Daten einzusammeln. In einer Woche wissen wir, ob das eine Trendwende war.
Und für A, I und CH glaube ich auch nicht mehr an eine Skisaison 2020/21.
Sehr schade.
Grüße.
 
Wursti schrieb:
Nach Moderatorenhinweis versuche ich die Disussion aus dem anderen Thread mal hier weiterzuführen:

steak schrieb:
freerider13 schrieb:
Den Zahn mit der durchseuchung muss ich euch leider ziehen.
Voraussetzung dazu wäre, dass eine dauerhafte immunität auf eine Erkrankung folgen würde.
Dem ist aber leider nicht so. Jetzt ein wenig insiderinfos:
1.: Es gibt bereits mehrere mutierte virenstämme, in den USA sind es aktuell 4. den einen gehabt zu haben schützt nicht vor dem nächsten.
2.: bislang wurde vermutet, dass die immunität auf den einen überstandenen Stamm mehrere Wochen oder Monate anhalten könnte. Nach aktuellen Studien hat sich dieser Zeitraum in diversen dokumentierten Fällen auf 3-4 Tage (!) verkürzt.
3.: ebenfalls dokumentiert wurden bereits diverse mehrfachansteckungen von Patienten - der Rekord liegt hier aktuell bei 4 mal.

Also streicht den Gedanken mit der durchseuchung. Was denkt ihr wohl, warum der streek zu dem Thema in den letzten 2 Wochen doch ziemlich leise geworden ist, obwohl er zu Anfang der größte Fan davon war?


Jan

...

...

Bin daher etwas überrascht, dass so viele unkritisch mit diesen Aussagen umgehen.
...

Ich kann ja nur für mich sprechen, vermute aber das es bei einigen anderen "Mittelmaß-Menschen" hier so ähnlich gewesen sein wird:
Der Beitrag ist ja sooooo abtrus, da kann man ja gar nix mehr zu sagen. Das ist ja (fast?) auch schon Verschwörungstheorie.

Es erfüllt zumindest alle klassischen Merkmale dazu
 
christopher91 schrieb:
Dann ist mein Umfeld noch komischer, denn ich kenne bisher keine einzige positiv geteste Person.
Nur flüchtig Erzählungen von Bekannten über deren Bekannte. Und ich habe durch Fussball etc durchaus ein großes Umfeld.
Dieser Argument habe ich schon öfters gehört. Das sind natürlich subjektive Erfahrungen. Ich kann dir meine subjektiven Erfahrungen mitteilen:

Als Lehrer einer sehr großen Schule (>1500 Schüler) kenne ich mittlerweile knapp 10 Personen wirklich persönlich (Schüler aus verschiedenen Klassen in denen ich unterrichte und zwei Lehrerkollegen), die positiv getestet wurden. Bei zwei von diesen Fällen war ich unmittelbar als "K1"-Person betroffen! Durfte 10 Tage in Quarantäne, testen fahren (zum Glück in beiden Fällen negativ!) und kann euch sagen, dass die 24-48 Stunden, die man auf das Ergebnis wartet nicht angenehm sind. Als nahezu 60-jähriger gehört man (fast?) zur Risikogruppe und denkt sich seinen Teil in diesen Stunden. Zudem muss/darf/soll man sich zu Hause möglichst gut absondern (zB. aus dem Ehebett ausziehen und im Gästebett einziehen :twisted: Ja, das gibt es auch noch mit 60... :lol: ). Zum Glück haben es (vorerst?) alle ohne gröbere Schäden überstanden. Gleich zu Beginn im März ist jedoch die hochbetagte Mutter eines Kollegen an Covid gestorben.

Also so weit weg ist diese Sache nicht wirklich!
 
Pilatus schrieb:
Also bewiesen ist damit überhaupt nichts. Aufgrund meiner bescheidenen Kentnisse der Methodik würde ich behaupten, dass die Wahrscheinlichkeit für zwei falsch-negative Tests grösser ist als für einen falsch-positiven.
der Begriff Beweis ist sehr schwierig, sie können sauber nur in einem eng gesteckten Axiomensystem durchgeführt werden und sind damit in der Praxis nicht machbar. Selbst in der Mathematik werden inzwischen Beweise auf Grund von probabilistischen Überlegungen oder schlicht und ergreifen durch Glaube (Auswahlaxiom!) anerkannt. Mit dem Begriff der Wahrscheinlichkeit fuer eine Aussage kommst du damit auf den richtigen Punkt.

Pilatus schrieb:
Kommt halt auch immer draufan, was man als falsch-positiv definiert. Soviel ich nämlich weiss, gibt es zum PCR-Test keine überlegene Referenzmethode... Ich denke immernoch dass "richtige" falsch-positive Resultate nur durch grobe Fehler in der Probenverarbeitung zustande kommen können.

denke ich auch. Und vor allem gilt immer noch, dass falsch positive Tests keinen Schaden anrichten. Mit falsch negativen hätten wir Probleme.
 
nomad schrieb:
Pilatus schrieb:
nomad schrieb:
Wenn das eine ernst gemeinte und keine provozierende Frage sein soll: Indem du danach 2 oder mehr negative Ergebnisse bekommst, sofern das Gesundheitsamt dich zum Test lässt. Allein die Wahrscheinlichkeit lässt wohl den Schluss zu (siehe Fall Lindau auf der letzten Seite), dass der Ausreißer dann falsch war.

Also bewiesen ist damit überhaupt nichts. Aufgrund meiner bescheidenen Kentnisse der Methodik würde ich behaupten, dass die Wahrscheinlichkeit für zwei falsch-negative Tests grösser ist als für einen falsch-positiven.

Kommt halt auch immer draufan, was man als falsch-positiv definiert. Soviel ich nämlich weiss, gibt es zum PCR-Test keine überlegene Referenzmethode... Ich denke immernoch dass "richtige" falsch-positive Resultate nur durch grobe Fehler in der Probenverarbeitung zustande kommen können.

Wie machen wir es dann? Ab wann ist ein negativer Test dann für dich ein negativer? Nach drei? Nach fünf? In der Verbindung nie, weil EIN positiver Test immer "Trumpf" ist? Sorry, aber das ist mir zu eindimensional. Wir können, auch wenn es Einzelfälle sind, die Leute nicht einfach 2 Wochen wegsperren, ohne Chance ihre "Unschuld" zu beweisen.

Das ist doch eine ganz andere Frage. Wenn der Test positiv ist, dann war in dieser Probe das Virus, fertig. Ob jetzt das Virus tatsächlich aus dem Rachen der gestesteten Person stammt oder durch Verunreinigung in die Probe gekommen ist, kann ich nicht sagen. Wenn aber bei der Verarbeitung keine systematischen Fehler bestehen, dann ist letzteres zumindest sehr unwahrscheinlich.

Ob und wie lange jemand noch ansteckend ist, wie lange die Quarantäne sein sollte und ob man jemand aus der Quarantäne entlassen kann wenn er zum Zeitpunkt "X" negativ getestet wird ist wiederum eine ganz andere Frage. Und meines Wissens auch nicht abschliessend geklärt. Und darum geht man halt auf Nummer sicher... (was auch nicht gereicht hat, wie man aktuell sieht).

Und das sag ich dir als Betroffener... wurde auch gerade für 10 Tage in Quarantäne gesteckt, und das nach einem Kontakt, wo nicht mal klar ist, ob das überhaupt ein Risikokontakt war...
 
nomad schrieb:
Dieser Nachbar hat nach seiner Infektion beim Gesundheitsamt angegeben, dass er mit allen "verhassten" Nachbarn längeren, direkten Kontakt hatte. Was passiert? Das Gesundheitsamt schick alle in 14-tägigen Zwangsurlaub, obwohl alle bezeugen, keinen Kontakt gehabt zu haben. Alle werden getestet, alle negativ. Alle werden nochmal getestet, nochmals negativ. Sie fordern die Aufhebung der Quarantäne, wird abgelehnt.

Wenn der Nachbar hier falsche Tatsachenbehauptungen aufgestellt hat und das Gesundheitsamt dann darauf basierend fehlerhaft Quarantäne anordnet, warum wehren sich die Betroffenen nicht auf dem Rechtsweg gegen diesen Verwaltungsakt? Da bräuchte niemand sich "Freitesten" zu lassen. Andere schaffen das doch auch: Eltern im Streit mit dem Gesundheitsamt: Verwaltungsgericht: Quarantäne für Grundschülerin ist nicht nötig - Potsdam - PNN

Zusätzlich wäre eine Klage gegen den Nachbarn zu prüfen (Unterlassung, Schadensersatz).

Wenn man hingegen doch Hochrisiko-Kontaktperson war, wäre es vermessen, einfach beim ersten Negativtest eine Aufhebung der Quarantäne zu fordern. Der kann ja noch innerhalb der Inkubationszeit liegen und am nächsten Tag ist man dann doch infektiös. Wie lange man nach einem Kontakt wartet, bis man einen Negativtest als Unbedenklichkeitsbestätigung akzeptiert, hängt ja vom Restrisiko ab, dass man bereit ist, zu akzeptieren. Das entscheidet in einem Rechtsstaat aber nicht jeder für sich, denn es würden ja Andere geschädigt. Wer auch hier mit einer vom Gesundheitsamt gesetzten Frist nicht einverstanden ist, hat ja ebenfalls die Möglichkeit, das gerichtlich überprüfen zu lassen.
 
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