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Coronavirus 2019-nCoV

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In Österreich ist die Lage sowieso außer Kontrolle.

Österreich sind eines der undiszipliniertesten Völker überhaupt. ;)

Andere Rechnungen gehen davon aus, dass Österreich heute die 10.000er Marke überschreiten wird und selbst hier muss man sagen, dass bei weitem nicht mehr alle Infizierten getestet und erfasst werden.

Das tragische ist: Es hätte nicht so weit kommen müssen und die Wintersaison steht mehr denn je auf der Kippe. Belgien und die Niederlande haben schon mal kommuniziert, dass es über die Weihnachtsferien keine Urlaubsreisen geben wird.
Ich kann mir vorstellen, dass Ischgl und Co heuer vielleicht nur für Einheimische zwei, drei Lifte aufsperren werden.
 
Stäntn schrieb:
Das schaffen andere Viren aber auch. Ich kann mich erinnern vor 2 Jahren (erstes Kita Jahr vom Sohn), da bekam ich einen Anruf von der Kita sie hätten kotzende Kinder ich solle sofort kommen. Also rein ins Auto, ca. 14 Uhr abgeholt. Mitten im Sommer, Badewetter. Nicht mal 2 Stunden später lag ich bibbernd, frierend auf dem Sofa, knapp 40 Fieber. Woche drauf dann Bakterien Infektion on top, summa sumarum 3,5 Wochen krank und den ganzen Sommer über schlapp und sportlich zum vergessen. Vor ca. 10 Jahren (Schweinegrippe Jahr) ähnlich, auch ein ganzer Sommer quasi zum Vergessen mit monatelangen Problemen, und das während Uni Prüfungen :tot: nicht mal mehr das Bier hat mir geschmeckt (Stichwort Geschmacksverlust), das will was heißen ;)
Daher - ich laufe von sowas nicht mehr davon, ich versuche auch nicht dem aus dem Weg zu gehen - was mich nicht umbringt, macht einen härter ;) aber mit Angst oder Einschränkung möchte ich nicht leben, da akzeptiere ich eher dass ich sowas hin und wieder abkriege. Ich will auch nicht, dass jemand eine Maske trägt um mich davor zu bewahren.

Danke an alle für die offene ehrliche Art hier, ich denke das zeigt auch dass einfach jeder in einer anderen Situation steckt, andere Erlebnisse hat, um man Äußerungen in einem Internetforum ohne Hintergründe schnell mal pauschal in Schubladen steckt.

Ja, auch andere Viren können einen ziemlich flach legen. Allerdings schreibst du doch selber schon gravierende Unterschiede.

Es macht schon einen Unterschied, ob du innerhalb von 2h abbaust oder in 15min. Es ist ein Unterschied, ob einem dann nichts mehr schmeckt oder man keinen Geschmackssinn mehr hat. Bei einer Grippe schmeckt einem vieles nicht mehr, bei einem Verlust schmeckst/riechst du gar nichts mehr! Das ist schon was anderes.
Bei einer Grippe bist du nicht schon einige Zeit vorher infektiös, was eben jetzt schnell zu dem Kontrollverlust führen kann.
Es ist ein Unterschied, ob man mal 3,5 Wochen außer Gefecht ist oder man monatelang eine starke Beeinträchtigung der Lungenfunktion hat, so dass man keine Belastung mehr machen kann.

Aber alles wurde schon zig tausend mal erläutert und trotzdem wird immer noch alles schön relativiert.
 
Ich hab seit Sonntag auch einen positiven Test, kaum Symptome und auch keinen angesteckt.

Trotz Wochenende im Kreis von 2 Familien, alle schon getestet.

Bekommen wohl von einem Freund (der hat mich informiert), aber wo der es her hat weiß er auch nicht. Dem geht's auch nicht soooo schlecht.

Jetzt hoffe ich doch Mal das es so gut weiter geht und das die Lifte auch aufsperren, immerhin kann man so unbeschwerter sein :-)
 
hitparade schrieb:
Neuer Rekord heute in Österreich mit 9105 Neuinfektionen, während wir in der Schweiz "nur" noch 6924 Neuinfektionen haben, und das mit geöffneten Skigebieten.
Bitte vergiss nicht, dass in der CH die Testzahlen in den letzten Tagen signifikant (bis zu 20%) gegenüber den Vorwochen reduziert wurden.
Und dass die Positivrate der Getesteten in der CH in den letzten Woche konstant zwischen 20% und 30% liegt.
D. h. es gibt hier wohl eine deutlich höhere Dunkelziffer als z. B. in AT.
Aber AT folgt der CH auf einem ähnlichen Pfad.

https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/situation-schweiz-und-international.html
 
icedtea schrieb:
Es ist schon richtig, wenn ski-chrigel anmerkt, dass die Schliessung der Restaurants einen höheren Effekt haben dürfte, als die der Skigebiete :wink:
Das können wir uns gegenseitig hier im Forum immer wieder beteuern, aber für alle maßgeblichen Entscheidungsträger werden diese Argumente mMn null Überzeugungskraft haben.
Jetzt dem Konzept "Offene Skigebiete in der Schweiz" zu bescheinigen, dass sie infektionsicher sind, erscheint ungefähr so sinnvoll wie wenn man fast leere Omnibusse durch die Gegend fahren lässt und sich darüber freut, dass ich dann keiner ansteckt. Die Hygienekonzepte zeigen ihre Tauglichkeit ja erst, wenn sie unter Druck geraten. Und gemessen am Aufkommen in der Ski- oder gar Hauptsaison ist das in den schweizer Gebieten momentan eben nur der fast leere Omnibus und steht überhaupt nicht unter Druck. Ich befürchte also, dass man mit der Argumentation keinen Entscheidungsträger überzeugen kann.

Sowieso glaube ich, dass es argumentativ viel zu kurz greift, wenn man nur das Skifahren auf der Piste und das Liftfahren betrachtet. Es geht um das Szenario "Skiurlaub" bzw. "Skigebiet" im allgemeinen. Und nach den Erfahrungen und dem üblichen Verhalten der meisten Skifahrer bzw. -urlauber haben Skigebiete die Tendenz, dass sie Kontakte und Interaktionen zwischen Menschen verdichten. Selbst wenn man das beim reinen Skifahren auf der Piste und in den Bahnen (mit viel Mühe) noch verhindern kann, passiert das dann in den Restaurants, Hotels, Wellnessbereichen usw. usf.
Und das erhöhte Kontaktdichte die Pandemie enorm treibt, scheint mir gerade bei den handelnden Person die oberste Leitlinie für sämtliche Maßnahmen zu sein. Ich argwöhne ja, dass dieser System-Immunologe vom Helmholtz-Institut (der ja bei der Lockdown-Entscheidung maßgeblich die Bundesregierung beraten hat) einfach mal sein Modell mit Parametern resultierend aus dem klassischen (Ski-)Urlaubsverhalten der meisten Menschen füttert und der Bundesregierung zeigt, was dann passiert. Und weiter argwöhne ich, dass das für uns Skifahrer dann nicht gut aussieht.

Meine Einschätzung ist, dass Skigebiete zumindest bei den Entscheidungsträgern in Deutschland (was Quarantäne-Verordnungen usw angeht) schlechte Karten haben, solange sie nicht glaubhaft machen können, dass alle Skitouristen nach dem Skitag auf der Piste alle wieder aufgetrennt in die eigentlichen Haushalte in ihre Ferienwohnungen verschwinden und sich nicht in Hotels, Restaurants usw. knubbeln.
 
Mein Kollege hat mich auch gestern informiert, dass er und seine komplette Familie positiv ist. Zum Glück hab ich ihn seit über 2 Wochen nicht mehr gesehen und die regelmäßige Bikerunde haben wir ausnahmsweise ausfallen lassen, zum Glück.
Die Oma von ihm ist im Krankenhaus, es geht ihr aber soweit gut, der Rest von der Familie hat keine Symptome.
Seine Freundin ist allerdings negativ, versteht auch keiner.

Das generelle Problem ist jetzt, dass viele andere kranke Menschen auf der Strecke bleiben und das Hauptaugenmerk nur auf Coronapatienten liegt. Wenn Chemotherapien verschoben werden oder andere wichtige OPs dann wird das die Menschen wohl nicht sofort umbringen aber so werden sie wohl auch Opfer von Corona werden.
Und zumindest vom Krankenhaus in dem meine Frau arbeitet weis ich, dass ein Großteil der Mitarbeiter fehlt, weil sie in "Krankenstand" sind.
So ists wohl auch in vielen anderen Krankenhäusern und wird dazu führen, dass wir wieder an den Punkt kommen wie im März. Das heißt es wird keine Skisaison geben, weil die ganzen Verletzten keiner gebrauchen kann momentan in den Krankenhäusern.
 
@Jan Tenner: Sehe ich ja im Prinzip genauso :wink:

Am Ende wird die Schweiz eventuell weiter jeden von außerhalb reinlassen, aber ohne Quarantäne wird keiner zurückdürfen und somit werden die meisten nicht-Schweizer nicht dorthin fahren (so wie wir dann wohl auch :sniff: ).

Wird, wenn überhaupt, der Winter des "Heimatskigebiets" und damit für mich wohl eher gar nix :nein:

Doof irgendwie :ja:
 
Wenn es irgendwie wieder geht, entführ ich dich wenigstens mal nach Unterstmatt zum Abendskilauf bei Flutlicht...
...die haben aber Corona und Klimawandel als Gegner.

Ich hoffe immer noch auf spontane Möglichkeiten irgendwann diesen Winter auch in den Alpen.
 
Jan Tenner schrieb:
Sowieso glaube ich, dass es argumentativ viel zu kurz greift, wenn man nur das Skifahren auf der Piste und das Liftfahren betrachtet. Es geht um das Szenario "Skiurlaub" bzw. "Skigebiet" im allgemeinen. Und nach den Erfahrungen und dem üblichen Verhalten der meisten Skifahrer bzw. -urlauber haben Skigebiete die Tendenz, dass sie Kontakte und Interaktionen zwischen Menschen verdichten. Selbst wenn man das beim reinen Skifahren auf der Piste und in den Bahnen (mit viel Mühe) noch verhindern kann, passiert das dann in den Restaurants, Hotels, Wellnessbereichen usw. usf.
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Meine Einschätzung ist, dass Skigebiete zumindest bei den Entscheidungsträgern in Deutschland (was Quarantäne-Verordnungen usw angeht) schlechte Karten haben, solange sie nicht glaubhaft machen können, dass alle Skitouristen nach dem Skitag auf der Piste alle wieder aufgetrennt in die eigentlichen Haushalte in ihre Ferienwohnungen verschwinden und sich nicht in Hotels, Restaurants usw. knubbeln.
Das ist auch komplett meine Meinung. Skifahren als solches ist, mit Ausnahme von Gondeln, unproblematisch. Es ist das außenrum, das an Weichnachten/Neujahr für Probleme sorgen dürfte. Und einem die Vorfreude nimmt.

Gruß!
der Joe
 
@icedtea:
Ich wollte auch nicht ausdrücken, dass du mit deiner Aussage Unrecht hattest, sondern eher, das sie durchaus richtig sein kann, aber für die Entscheidung, eventuell Maßnahmen aufzuheben, dennoch nicht nützt.

Ein bisschen Hoffnung habe ich noch, dass man in die Maßnahmen etwas mehr Differenziertheit reinbekommt. Nicht alle Skigebiete sind ja gleichprädestiniert dafür, die Kontaktdichte enorm nach oben zu schrauben, nicht alle Bezirke und Regionen sind gleich stark betroffen usw.
Außerdem hoffe ich sehr darauf, dass man einen Paradigmenwechsel von Infektion zu Infektiosität hinbekommt, was die Maßgabe für Quarantäne-Verordnungen usw. angeht. Ich hatte vor ein paar Wochen allerdings irgendwie mehr Perspektive gesehen, dass man da mit Schnelltests usw. hinkommen kann... :roll:
 
Pancho schrieb:
Wenn es irgendwie wieder geht, entführ ich dich wenigstens mal nach Unterstmatt zum Abendskilauf bei Flutlicht...
...die haben aber Corona und Klimawandel als Gegner.

Ich hoffe immer noch auf spontane Möglichkeiten irgendwann diesen Winter auch in den Alpen.

Sollten wir in der Tat mal festhalten :wink:
 
Jan Tenner schrieb:
@icedtea:
Ich wollte auch nicht ausdrücken, dass du mit deiner Aussage Unrecht hattest, sondern eher, das sie durchaus richtig sein kann, aber für die Entscheidung, eventuell Maßnahmen aufzuheben, dennoch nicht nützt.

Ein bisschen Hoffnung habe ich noch, dass man in die Maßnahmen etwas mehr Differenziertheit reinbekommt. Nicht alle Skigebiete sind ja gleichprädestiniert dafür, die Kontaktdichte enorm nach oben zu schrauben, nicht alle Bezirke und Regionen sind gleich stark betroffen usw.
Außerdem hoffe ich sehr darauf, dass man einen Paradigmenwechsel von Infektion zu Infektiosität hinbekommt, was die Maßgabe für Quarantäne-Verordnungen usw. angeht. Ich hatte vor ein paar Wochen allerdings irgendwie mehr Perspektive gesehen, dass man da mit Schnelltests usw. hinkommen kann... :roll:

:top:
 
Jan Tenner schrieb:
Außerdem hoffe ich sehr darauf, dass man einen Paradigmenwechsel von Infektion zu Infektiosität hinbekommt, was die Maßgabe für Quarantäne-Verordnungen usw. angeht. Ich hatte vor ein paar Wochen allerdings irgendwie mehr Perspektive gesehen, dass man da mit Schnelltests usw. hinkommen kann... :roll:

Das ist natürlich sehr wünschenswert, würde doch die ein oder andere überflüssige Quarantäne verhindern.
Aber am aktuellen Infektionsgeschehen hätte sich damit nichts geändert. Denn jetzt waren ja vermutlich zuviele aus dem Verkehr gezogen, die Ansteckenden aber damit ja auch. Wenn ich also nur noch die Ansteckenden aus dem Verkehr ziehe, ändert das am Infektionsgeschehen nix... (wenn überhautp eher im Gegenteil, wenn ich dann falsch eingeschätzt habe und die Virenlast doch zum verteilen gereicht hat...)
 
Pancho schrieb:
Schneefuchs schrieb:
Ich fühle mich nicht unverwundbar und bin auch "etwas Risikogruppe", aber ich würde das Risiko gerne eingehen. Wenn der Sinn des Lebens nur noch darin besteht nicht zu sterben ist mir das zu wenig.

Ich kenne niemanden, der den letzten Satz nicht unterschreiben würde.

Wenn ich so etwas lese oder höre im Zusammenhang mit der aktuellen Situation kommen mir folgende Gedanken dazu:

Wir haben jetzt 8 Monate Stress mit dem Shice, davon konnten wir zwischen den beiden Wellen relativ unbehelligt leben, individuelle Härten wirtschaftlich betrachtet (ich gehöre zu denen, die diese tragen müssen) zugestanden.

Das reicht jetzt ernsthaft aus, um bei einigen die große Sinnfrage zu stellen?
Gibt es da vielleicht andere Probleme, die Corona nur nach oben bringt? Bitte nicht als Angriff verstehen, ist wirklich nicht so gemeint, ich frage mich das ernsthaft. Ist das wirklich eure Belastungsgrenze?

Dann frage ich mich, warum nicht verstanden wird, dass es eben kein individuelles Risiko ist, dass man eingeht. Dazu hätte jeder meinem uneingeschränkten Segen, ehrlich. Leichtsinniges Verhalten müssen aber alle ausbaden. Nur deswegen sind Einschränkungen, die allen gehörig auf den Sack gehen, mir persönlich sogar extrem, überhaupt irgendwie tolerabel.
100% agree.
Ich finde das zwar generel auch schei...
Aber vor allem den ersten Lock down habe ich bis zu einem gewissen Grad sogar genossen. Es hat einen "back to the roots" gebracht.
So viel vermisse ich eigentlich nicht. Klar Konzerte, Kultur generell ist schon etwas was ich vermisse, aber ich habe auch wieder gelernt anderes mehr zu genießen. Habe Dinge bei mir in der Nachbarschaft entdeckt, die mir komplett unbekannt waren. Und auch in der Beziehung sehe ich das ganze positiv. Man ist viel focusierter auf das was wirklich wichtig ist.
Skifahren und Kultur, auch essen ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens, aber ich kann auch einmal darauf verzichten, um mich und vor allem andere zu schützen.


Gruß!
der Joe
 
Spezialwidde schrieb:
Jetzt melde ich mich mal zurück von der echten Coronafront und kann mal eigene Erfahrungen dazu schildern. Jetzt seh ich die Sache wirklich ganz anders und ich kann nur hoffen dass jedem sowas erspart bleibt. ....
Danke für Deine offenen und wunderbar ehrlich neutrale Worte.
Ich wünsche Dir und der Familie alles gute und, dass es schnell wieder gut wird.
Alle meine Daumen sind gedrückt.


Gruß!
der Joe
 
aktuell wird ja ein neuer Paragraph entwickelt. Ich kann mir nicht vorstellen, das diesen Winter irgend etwas aufmacht. Dieser Paragraph wird nächste Woche am 18.11. verabschiedet. Durch den Bundesrat ist dieser schon durch. Und da wir in Deutschland ja fast alle den Schwelllenwert von 50 überschritten haben, werden alle 15 Punkte aktiviert werden.

„§ 28a
Besondere Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2
(1) Notwendige Schutzmaßnahmen im Sinne des § 28 Absatz 1 Satz 1 können im Rahmen der Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 für die Dauer der Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite nach § 5 Absatz 1 Satz 1 durch den Deutschen Bundestag neben den in § 28 Absatz 1 Satz 1
und 2 genannten insbesondere auch sein:
1. Ausgangs- oder Kontaktbeschränkungen im privaten sowie im öffentlichen Raum,
2. Anordnung eines Abstandsgebots im öffentlichen Raum,
3. Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (Maskenpflicht),
4. Untersagung oder Beschränkung des Betriebs von Einrichtungen, die der Kultur- oder Freizeitgestaltung zuzurechnen sind,
5. Untersagung oder Beschränkung von Freizeit-, Kultur- und ähnlichen Veranstaltungen,
6. Untersagung oder Beschränkung von Sportveranstaltungen,
7. Schließung von Gemeinschaftseinrichtungen im Sinne von § 33 oder ähnlichen Einrichtungen sowie
Erteilung von Auflagen für die Fortführung ihres Betriebs,
8. Untersagung oder Beschränkung von Übernachtungsangeboten,
9. Betriebs- oder Gewerbeuntersagungen oder Schließung von Einzel- oder Großhandel oder Beschränkungen und Auflagen für Betriebe, Gewerbe, Einzel- und Großhandel,
10. Untersagung oder Erteilung von Auflagen für das Abhalten von Veranstaltungen,
11. Untersagung, soweit dies zwingend erforderlich ist, oder Erteilung von Auflagen für das Abhalten von
Versammlungen oder religiösen Zusammenkünften,
12. Verbot der Alkoholabgabe oder des Alkoholkonsums auf bestimmten öffentlichen Plätzen oder zu bestimmten Zeiten,
13. Untersagung oder Beschränkung des Betriebs von gastronomischen Einrichtungen,
14. Anordnung der Verarbeitung der Kontaktdaten von Kunden, Gästen oder Veranstaltungsteilnehmern,
um nach Auftreten eines Infektionsfalls mögliche Infektionsketten nachverfolgen und unterbrechen zu
können,
15. Reisebeschränkungen.
Die Anordnung der Schutzmaßnahmen muss ihrerseits verhältnismäßig sein.


(2) Die Schutzmaßnahmen sollen unter Berücksichtigung des jeweiligen Infektionsgeschehens regional bezogen auf die Ebene der Landkreise, Bezirke oder kreisfreien Städte an Schwellenwerten ausgerichtet
werden, soweit Infektionsgeschehen innerhalb eines Landes nicht regional übergreifend oder gleichgelagert
sind. Schwerwiegende Schutzmaßnahmen kommen insbesondere bei Überschreitung eines Schwellenwertes
von über 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in Betracht. Stark einschränkende Schutzmaßnahmen kommen insbesondere bei Überschreitung eines Schwellenwertes von über 35
Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in Betracht. Unterhalb eines Schwellenwertes von 35 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen kommen insbesondere
einfache Schutzmaßnahmen in Betracht. Vor dem Überschreiten eines Schwellenwertes sind entsprechende
Maßnahmen insbesondere dann angezeigt, wenn die Infektionsdynamik eine Überschreitung des Schwellenwertes in absehbarer Zeit wahrscheinlich macht. Bei einer bundesweiten Überschreitung eines Schwellenwertes von über 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sind bundesweit einheitliche schwerwiegende Maßnahmen anzustreben. Bei einer landesweiten Überschreitung eines Schwellenwertes von über 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sind landesweit
einheitliche schwerwiegende Maßnahmen anzustreben. Die in den Landkreisen, Bezirken oder kreisfreien
Städten auftretenden Inzidenzen werden zur Bestimmung des jeweils maßgeblichen Schwellenwertes durch
das Robert Koch-Institut wöchentlich festgestellt und veröffentlicht.
 
Spezialwidde schrieb:
christopher91 schrieb:
Darf man fragen inwiefern dies innerhalb von 15 min ging, also durch welche Auswirkungen hat sich das geäußert?

Ich kann ja jetzt nur von mir sprechen, die Verläufe sind ja so unterschiedlich wie die Menschen selbst...Ich war halt gerade mit dem Fahrrad am Berg unterwegs, dann denk ich mensch heute muss ich aber pumpen, dann Schmerzen in den Muskeln und kompletter Kraftverlust, ich musste direkt anhalten und bin quasi zusammengeklappt. So wie man sich bei einer Grippe recht schwach fühlt mit Gliederschmerzen nur unglaublich schnell kommend und stärker ausgeprägt. Mit Armen und Beinen konnt ich dann nicht mehr viel machen. Dann ging mein Geruchsinn komplett weg aber bei völlig freier Nase, das hab ich immernoch. Echt komisches Viehzeug...


:roll:



OJemineh.
Gute Besserung.
ABER
Dein Körper braucht jetzt Kraft für die Heilung unterlasse unbedingt jegliche Anstrengung, Du bist krank.
So verbesserst Du Deine Chancen schnell und folgenarm zu genesen.
 
Danke Spezialwidde für seine Erfahrungen. Meine Freundin hat sich leider auch bei der Arbeit angesteckt und leidet jetzt auch an einem Riechverlust. Da ist sehr belastend, da man nicht weiss wie lange die Erholung dauert und ob sie vollständig sein wird. Insgesamt scheint die Prognose nicht all zu schlecht zu sein, aber es kann dauern!

Ich hatte insofern Glück, dass ich schon ein paar Tagen wegen eines "Arbeitszwischenfalls" in Quarantäne gesteckt wurde und wir deshalb schon Abstand gehalten hatten. Nachdem ich dann aber für einige Tage an wirklich sehr eigenartigen Muskelschmerzen gelitten habe, habe ich mich auch testen lassen. War negativ (falsch negativ?). Jetzt laufe ich ZUHAUSE mit FFP2-Maske rum....

Jan Tenner schrieb:
Außerdem hoffe ich sehr darauf, dass man einen Paradigmenwechsel von Infektion zu Infektiosität hinbekommt, was die Maßgabe für Quarantäne-Verordnungen usw. angeht. Ich hatte vor ein paar Wochen allerdings irgendwie mehr Perspektive gesehen, dass man da mit Schnelltests usw. hinkommen kann... :roll:

Ich frage mich halt, wie man das ehtisch vertretbar innert nützlicher Frist herausfinden will... Die Grenze zwischen alleiniger Infektion und Infektiosität ist ja auch nicht scharf, sondern wiedereinmal ein Graubereich mit unterschiedlicher Schattierung.
 
Die gesetzliche Festlegung eines allgemeinen Inzidenzgrenzwerts halte ich für .... mehr als unglücklich :naja: . Das ist zu sehr mit der "Rasenmähermethode" gedacht und wird die Akzeptanz wahrscheinlich nicht fördern.
 
@Mtbiikerin71:
Da würde ich mal dagegen wetten und hoffentlich auch gewinnen, dass alle 15 Schutzmaßnahmen flächendeckend und gleichzeitig durchgezogen werden.
Sie werden sicher alle zur Anwendung kommen und auch in Kombination von mehreren Maßnahmen zusammen, aber wenn in allen Landkreisen alle Maßnahmen gleichzeitig verhängt werden, käme das ja einem völligen Shutdown gleich.
Das Gesetz dient da eher als Grundlage, was für Maßnahmen möglich sind und ist daher als Pool von Maßnahmen verstehen, aus denen man je nach Situation schöpfen kann. Hoffe ich...
 
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