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Coronavirus 2019-nCoV

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Belgien hat durch den Lockdown die Zahlen auf 50% verringern können. Dann wäre Österreich umgelegt Ende der ersten Dezemberwoche bei ca. 4.500 Neuinfektionen/Tag. Noch immer viel zu viel. Auch wenn es krass trifft, aber Regionen wie das Zillertal müssten um mindestens 2.400% verringern. Also nicht Faktor 2, sondern Faktor 24!
 
Unser geplantes Urlaubsziel für Januar (Kanton Graubünden) bewegt sich derzeit im Vergleich zur Gesamtschweiz noch ganz brauchbar, aber leider immer noch auf dem Niveau von Offenbach (über 300/7 Tage); die müssten um den Faktor 6 runtergehen :naja:

Bis 15. Dezember können wir kostenfrei stornieren :( :sniff:
 
skifuzziWi schrieb:
icedtea schrieb:
Die "Blasenbildung" im Sport funktioniert auch immer weniger fürchte ich:
https://www.sport1.de/handball/nationalteam/2020/11/weiterer-coronafall-im-dhb-team-auch-knorr-positiv-getestet

In diesem Fall leider offensichtlich auch mit Krankheitssymptomen bei einem der Spieler :(

Das war zu erwarten gewesen, nachdem der Europ. Handballverband sie gezwungen hat gegen BH zu spielen, obwohl über die Hälfte dieses Teams mit C. positv war.

Die Bundesligaclubs müssen es jetzt ausbaden, wo sie sowieso schon auf jeden € angewiesen sind.

Schande!!!!!

Da muss ich klar wiedersprechen. Deutschland wollte das Spiel durchführen. Bonsien hat eine Verlegung des Spiels beantragt, da ihnen wichtige Spieler fehlten und in vollbesetzung auch nicht Chancenlos gegen Deutschland ist. Also da kann man nicht einfach die Schuld der EHF zuschieben.
siehe: https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-29-127656.html

Klar müssen es die Bundesligaclubs jetzt ausbaden. Aber letzendlich sind die aktuellen Speilverlegungen finanzeiell zu verkraften, da ja ohnenhin kaum Geld dadurch einngenommen werden kann.
 
mal ein reales Besipiel wie die Nachverfolgung derzeit in DE aufgesetzt ist:
in der Nachmittagsbetreuung der Schule ist eine Beteuerin positiv getestet worden. Diese hatte 8 Tage davor Essen ausgegeben und am Ende 3 Kinder betreut.

Das Gesundheitsamt gibt sieht für weitere Tests keine Veranlassung, da nach Sebstauskunft der Betreuungsorganisation Masken getragen und Abstände eingehalten wurden.
Wie will man das festgestellt haben? Ich gehe jede Wette ein das das Gesundheitsamt nachgefragt hat ob Masken/Abstände eingehalten wurden. Wer bitte macht bei dieser Frage ein Kreuz auf 'Nein' und riskiert damit seinen Ruf/die Geschäftsgrundlage? Und wenn die Leitung die Mitarbeiterin fragt, dann wird die natürlich nur eine Antwort haben, sonst ist sie ihren Job los.
Da man es durch einen Test nicht ausschließen will ist folglich also alles ok und wenn bei den Kindern eine Infektion auftreten sollte ist es nicht in der Schule passiert, sondern im 'häusliche Bereich'.

So läuft Therorie in der Praxis...
 
TVT schrieb:
skifuzziWi schrieb:
icedtea schrieb:
Die "Blasenbildung" im Sport funktioniert auch immer weniger fürchte ich:
https://www.sport1.de/handball/nationalteam/2020/11/weiterer-coronafall-im-dhb-team-auch-knorr-positiv-getestet

In diesem Fall leider offensichtlich auch mit Krankheitssymptomen bei einem der Spieler :(

Das war zu erwarten gewesen, nachdem der Europ. Handballverband sie gezwungen hat gegen BH zu spielen, obwohl über die Hälfte dieses Teams mit C. positv war.

Die Bundesligaclubs müssen es jetzt ausbaden, wo sie sowieso schon auf jeden € angewiesen sind.

Schande!!!!!

Da muss ich klar wiedersprechen. Deutschland wollte das Spiel durchführen. Bonsien hat eine Verlegung des Spiels beantragt, da ihnen wichtige Spieler fehlten und in vollbesetzung auch nicht Chancenlos gegen Deutschland ist. Also da kann man nicht einfach die Schuld der EHF zuschieben.
siehe: https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-29-127656.html

Klar müssen es die Bundesligaclubs jetzt ausbaden. Aber letzendlich sind die aktuellen Speilverlegungen finanzeiell zu verkraften, da ja ohnenhin kaum Geld dadurch einngenommen werden kann.

Meines Wissens (und so steht es auch im verlinkten Artikel) wurde der Antrag auf Verlegung von der EHF abgelehnt; ob der DHB das forciert hat, weiß ich nicht, das geht aber aus dem Artikel zumindest auch nicht hervor.

Wie auch immer; der Handball und alle anderen Mannschaftssportarten der zweiten Reihe (Basketball, Eishockey, Volleyball) werden viel eher in Existenznöte kommen als der "arme" Fußball, da sie viel abhängiger von der Zuschauereinnahmen sind. Mal ganz abgesehen davon, dass der Fußball gar kein Problem hätte, wenn die ganzen Erstligaspieler auf 50% des Gehalts verzichten würden. Da wäre das ganze Umfeld der Vereine auch noch dicke gerettet und die Profis würde immer noch nach Steuersparmodellen suchen müssen :rolleyes:

In den anderen Sportarten verdienen nur recht wenige Topspieler genug Geld, um da generös sein zu können.
 
Tyrolens schrieb:
Auch wenn es krass trifft, aber Regionen wie das Zillertal müssten um mindestens 2.400% verringern. Also nicht Faktor 2, sondern Faktor 24!
Ich verstehe nicht, warum es gerade in Tirol so schwer ist, sich vernünftig zu verhalten? Nahezu alle Tiroler leben vom Fremdenverkehr - und der wird für die heurige Wintersaison zerstört! Checken es die Leute wirklich nicht, was am Spiel steht? Da brauch ich doch keine Gesetze und Verordnungen, wenn es um meine Existenz geht!?!?

Im Sommer dachte ich mir, die Tiroler haben aus Ischgl gelernt weil die Zahlen sehr schnell runter gegangen sind und weil ich in Fiss im Juli einen tollen Urlaub hatte, weil der TVB mehr vorgschrieben hat als die Gesetze es erfordert hätten.

Und jetzt? Geht es wirklich nur von den Städten (Innsbruck, Schwaz usw.) aus? SFL steht doch (noch?) gut da, oder?
 
albe-fr schrieb:
TONI_B schrieb:
Nahezu alle Tiroler leben vom Fremdenverkehr

und erwirtschaften dabei gerade mal 17,5% der gesamten Bruttowertschöpfung --> https://www.ttr.tirol/statistik/wirtschaftliche-bedeutung-des-tourismus

dann muss es da ja noch eine Minderheit geben, die richtig Geld macht....

Unterschlage doch bitte die im Link zumindest für ganz Österreich angegebene indirekte Wertschöpfung nicht; wenn man den Wert auf Tirol runterbrechen würde, landete man bei fast 42% Gesamtwertschöpfung. Ist schon ne ganze Menge :ja:, selbst wenn es am Ende nur 1/3 wäre.
 
TONI_B schrieb:
Ich verstehe nicht, warum es gerade in Tirol so schwer ist, sich vernünftig zu verhalten?
Vielleicht reicht es einfach auch nicht, sich nur "vernünftig" zu verhalten. Man sieht ja an Ländern wie Frankreich und Spanien, dass bei den dortigen Lebensbedingungen am Ende nur noch die Lösung bleibt, die Leute zu Hause einzusperren, wenn man denn die Verbreitung des Virus eindämmen möchte. Doch sobald man die Leute dann aus ihrem Hausarrest wieder raus lässt, fängt das Spiel von vorne an.
 
icedtea schrieb:
Unterschlage doch bitte die im Link zumindest für ganz Österreich angegebene indirekte Wertschöpfung nicht; wenn man den Wert auf Tirol runterbrechen würde, landete man bei fast 42% Gesamtwertschöpfung. Ist schon ne ganze Menge :ja:, selbst wenn es am Ende nur 1/3 wäre.

wollte ich nicht unterschlagen, ob das linear skaliert ist Spekulation - der Wert ist ja nicht einzeln angegeben. Hinzu kommt, dass sich fuer die genannten Vorlieferungs- und Vorleistungsbetrieben ja eventuell Alternativen bieten. Zumindest sehe ich dir These, dass die Mehrheit der Tiroler ihr Geld im Tourismus verdient nicht belegt.
 
Stäntn schrieb:

Du unterstellst, dass es ihm wirklich ums Recht geht. Sammelklage in den USA, also bitte :roll:
Der sammelt vor allem erstmal Geld. (Aber das der ausgerechnet „Füll mich“ heißt ist schon witzig. Fast so gut wie der Schwindelarzt.)

Wodarg will jetzt auch mit Hilfe dieses Rechtverdrehers den Volksverpetzer verklagen. :lach:

Dieser Herr Füllmirdietaschen verklagt alles und jeden, wenn man ihn gut genug bezahlt.
 
albe-fr schrieb:
icedtea schrieb:
Unterschlage doch bitte die im Link zumindest für ganz Österreich angegebene indirekte Wertschöpfung nicht; wenn man den Wert auf Tirol runterbrechen würde, landete man bei fast 42% Gesamtwertschöpfung. Ist schon ne ganze Menge :ja:, selbst wenn es am Ende nur 1/3 wäre.

wollte ich nicht unterschlagen, ob das linear skaliert ist Spekulation - der Wert ist ja nicht einzeln angegeben. Hinzu kommt, dass sich fuer die genannten Vorlieferungs- und Vorleistungsbetrieben ja eventuell Alternativen bieten. Zumindest sehe ich dir These, dass die Mehrheit der Tiroler ihr Geld im Tourismus verdient nicht belegt.
einfach genau hinschauen: im Link auf das TTR ist ein weiterer Link auf das TSA enthalten. Daraus ergibt sich für Tirol ein direkter + indirekter Anteil des Tourismus am BIP von 25%, unter Einbeziehung des eigenen Freizeitkonsums von 33% - allerdings für 2014.
Alternativen für Vorlieferanten dürfte es wenig geben - wer soll denn z.B. das ganze Zeug essen/trinken, das die Touristen vertilgen?
Auch ist damit ebenso wenig belegt, dass nicht die Mehrheit der Tiroler ihr Geld im Tourismus verdient. Dafür kommt es nämlich nicht auf den Anteil am Kuchen an, sondern darauf, auf wie viele Leute sich dieser Anteil verteilt. Im Tourismus dürfte der Niedriglohnsektor stärker vertreten sein als z.B. in der Industrie.
 
albe-fr schrieb:
icedtea schrieb:
Unterschlage doch bitte die im Link zumindest für ganz Österreich angegebene indirekte Wertschöpfung nicht; wenn man den Wert auf Tirol runterbrechen würde, landete man bei fast 42% Gesamtwertschöpfung. Ist schon ne ganze Menge :ja:, selbst wenn es am Ende nur 1/3 wäre.

wollte ich nicht unterschlagen, ob das linear skaliert ist Spekulation - der Wert ist ja nicht einzeln angegeben. Hinzu kommt, dass sich fuer die genannten Vorlieferungs- und Vorleistungsbetrieben ja eventuell Alternativen bieten. Zumindest sehe ich dir These, dass die Mehrheit der Tiroler ihr Geld im Tourismus verdient nicht belegt.

Eine mir vorliegende Diplomarbeit zum Tiroler Tourismus aus 2012 spricht von einer touristischen Gesamtwertschöpfung von 34%, wobei da dort dem Alpintourismus 27% zugebilligt werden und davon wiederum 67% im Winter. Dabei wurde nur die direkte Wertschöpfung aus Bergbahnbetrieben, Gastronomie und Hotellerie berechnet, keine "angegliederten" Betriebe.

Wenn ich Zeit habe suche ich die entsprechenden Passagen als Zitat heraus.
 
gfm49 schrieb:
einfach genau hinschauen: im Link auf das TTR ist ein weiterer Link auf das TSA enthalten. Daraus ergibt sich für Tirol ein direkter + indirekter Anteil des Tourismus am BIP von 25%, unter Einbeziehung des eigenen Freizeitkonsums von 33% - allerdings für 2014.
Alternativen für Vorlieferanten dürfte es wenig geben - wer soll denn z.B. das ganze Zeug essen/trinken, das die Touristen vertilgen?
Auch ist damit ebenso wenig belegt, dass nicht die Mehrheit der Tiroler ihr Geld im Tourismus verdient.

Danke - das deckt sich mit meinen Vermutungen, dass der indirekte Anteil in anderen Regionen höher ist. Ich fand den Anteil der Ausgaben des durchschnittlichen Touristen in Tirol fuer Wellness, Kultur, Sport erstaunlich gering. Und, es zeigt aus meiner Sicht, dass auch in Tirol die Welt nicht untergeht, wenn halt mal eine Skisaison ausfällt.

Und was die Vorlieferanten betrifft, irgendjemand muss ja die Leute in Quarantäne versorgen....
 
Stäntn schrieb:
Da kommen Publicity für den Anwalt und Geld für sein Konto raus. Mehr nicht.
Schließlich spielt der nominelle Wert an Neuinfektionen letztendlich nicht die Rolle, sondern vielmehr die Hospitalisierungsrate.
Senkte man theoretisch die Sensivität der Tests zB um 50% ab, würden die für die Maßnahmen maßgeblichen Inzidenzwerte sicher auch um 50% gesenkt.

edit: Doppelwort entfernt.
 
Eben, mir ging es ja nicht um die absolute Wertschöpfung, sondern wie viele Arbeitsplätze und damit Existenzen dran hängen.
 
TONI_B schrieb:
Eben, mir ging es ja nicht um die absolute Wertschöpfung, sondern wie viele Arbeitsplätze und damit Existenzen dran hängen.

ok - hast du denn zahlen wieviel "nahezu alle" in Tirol sind?

Ich würde unter nahezu alle so ab 80% verstehen und deine Aussage damit fuer reisserische Meinungsmache.
 
Eigentlich sollte man auf so eine Unterstellung nicht antworten, denn ich betreibe sicher keine "reisserische Meinungsmache", sondern ich sorge mich um die Gesundheit von mir und vielen anderen und auch um die Orte, in denen ich gerne Urlaub mache. Immerhin verbringe ich mindestens ein Monat pro Jahr in Tirol und mir sind viele Tiroler ans Herz gewachsen!

Die Zahlen die ich finden, konnte, werden dich freuen: offenbar sind "nur" 20% der Erwerbstätigen im Tourismus in Tirol beschäftigt! Aber welche Berufe hängen noch direkt oder indirekt damit zusammen? Lebensmittelproduzenten, Bauwirtschaft, sonstige Dienstleistungen usw. usw.

Ich bleibe dabei: ein Großteil der Tiroler lebt vom Fremdenverkehr - direkt oder indirekt!
 
Timob schrieb:
TONI_B schrieb:
Ich verstehe nicht, warum es gerade in Tirol so schwer ist, sich vernünftig zu verhalten?
Das verstehe ich überall nicht...

In der Tat ist auch in D am Verhalten vieler Leute festzustellen, dass die Bereitschaft, das eigene Verhalten anzupassen, längst nicht mehr so ausgeprägt ist wie noch im Frühjahr. Da wurde die Wirkung des Lockdowns ja durch vernünftiges Verhalten und Eigenverantwortung sogar vorweggenommen. Davon ist im Moment nicht mehr so viel zu spüren, was sicher auch an einer gewissen Corona-Müdigkeit liegt.

Allerdings ist die wesentlich dramatischere Situation in AT zu einem nicht unerheblichen Teil hausgemacht. Erst hat man (oder sagen wir lieber: der Messias) sich im Frühsommer als "smart country" selbst gefeiert, dann überschnell - benebelt vom eigenen Weihrauch - auf jegliche Hygienemaßnahmen (Maskenpflicht, Gastro- und Veranstaltungsregistrierung usw) verzichtet, schließlich die halbe Welt zum Urlaub ins sichere Österreich eingeladen, gleichzeitig aber die großspurig versprochenen Maßnahmen (Testungen im großen Stil im Tourismus) nicht oder nur halbherzig umgesetzt, und somit an die eigene Bevölkerung das völlig falsche Signal ausgesendet. Die Folgen kann man heute besichtigen: die Bilder aus den Einkaufszentren, die Möbelhauseröffnung, die übervollen Almen letztes WE um Innsbruck herum etc. etc..

Zusätzlich noch die ganzen Unzulänglichkeiten in der Regierungsarbeit und die mangelnde Kommunikation - exemplarisch sei die peinliche Geschichte mit der Corona-Ampel genannt, von der ich bis heute nicht verstanden habe, was der ganze Zauber überhaupt soll.

Und am allermeisten wundert mich im Hinblick auf Tirol, dass man für die (vergleichsweise) paar Kröten der zwei Sommermonate die komplette Wintersaison riskiert und höchstwahrscheinlich auch ruiniert hat.
 
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