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Coronavirus 2019-nCoV

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christopher91 schrieb:
Würde ich auch denken, dass die hohen Zahlen daran liegen. Wäre nur logisch.

Ich hoffe mal, dass man das schnell prüft; DE soll da leider eher schleppend Daten zu Mutationen liefern, wie ich gelesen habe 🤔

Die Frage wäre natürlich; was ändert das an der Strategie 🤷‍♂️
 
molotov schrieb:
Die Virus Mutation ist doch vermutlich längst unter uns. Man kann nur hoffen dass die Impfung trotzdem wirkt, ansonsten dürfen wir und jetzt wohl endgültig mit dem unvermeidlichen auseinander setzen. Irgendeinen Grund muss es ja haben dass die Zahlen in D durch die Decke gehen.

Würde ich auch vermuten. Ziemlich interessant anzusehen ist der Graph der Neuinfektionen bei mir in der Heimatregion. Dort sieht man zwischen 6. und 12.12. einen sprunghaften Anstieg, trotz Maßnahmen, also könnte diese Mutation schon seit mindestens 2 Wochen hier in Deutschland unterwegs sein, eher länger.
 
Das mit der "neuen Virusmutation in England" (und inzwischen auch in Südafrika und Italien) zeigt, dass Grenzschließungen eben nicht effektiv sind. Das kann eigentlich nur funktionieren, wenn man eine Insel mit eher wenig Verkehr in der Region ist und man sehr frühzeitig reagiert (wobei ich hier Südkorea auch als faktische Insel zähle, da bei Nordkorea niemand durchkommt). England und Irland sind dafür viel zu eng an Europa angebunden, mit zu viel Flug- und Fährverkehr und natürlich dem Eurotunnel. Selbst die WHO sagt, dass Grenzschließungen kein effektives Mittel sind.

Aber ich würde jetzt eigentlich viel eher mal diskutieren wollen: Wenn sich diese neue Mutation ausbreitet, dann kann man das Virus nichtmal durch Lockdowns "unter Kontrolle" bringen (Theo Koll hat in den ZDF-Nachrichten gesagt - der hat hoffentlich ne gescheite Quelle - dass 70% mehr Infektiosität hieße, dass R-Faktor 1,0 jetzt dann zu R-Faktor 1,4 führen würde). Was wäre dann also der Vorschlag hier? Lockdown bis zum Nimmerleinstag, um wenigstens die Verbreitung zu reduzieren und hoffen dass der Impfstoff auch gegen die Mutation wirkt und wenn nicht eben nochmal ein Jahr warten (im Dauerlockdown) bis einen Impfstoff gegen die Mutation gibt?

Und was, wenn dann in nem halben Jahr noch eine weitere Mutation kommt?
 
Brexit

Pilatus schrieb:
Tobi-DE schrieb:
Pilatus schrieb:
(...)
Der einzige mir bekannte westliche Markenhersteller der Masken im grossen Stil in reproduzierbarer Qualität liefert ist 3M mit seiner Marke „Aura“. Aber die sind seit Corona sehr gefragt und oft ebenfalls vergriffen.
Und die Verfügbarkeit wird sich nach dem Brexit auch nicht verbesser, alle die ich bis jetzt in der Hand hatte waren „Made in UK“...
(...)

(...)
Brexit wird tatsächlich ein Problem, ich meine mal gelesen zu haben, dass große Mengen Filtervließ aus Belgien kommen...
Belgien und Brexit versteh ich jetzt nicht ;)
(...)
Kein Vlies aus Belgien, keine Maske aus Großbrittanien.

Keine Behandlung für Impfverweigerer

NeusserGletscher schrieb:
Neandertaler schrieb:
Denn ein Mitglied des Deutschen Ethikrates fordert jetzt genau dieses:
Impfverweigerer sollen auf Beatmungsgerät verzichten
...
Deutschen Ethikrates, Prof. Wolfram Henn, fordert deshalb nun eine Art Anti-Impfpass für Verweigerer. Wer sich nicht impfen lassen wolle, solle im Krankheitsfall auch die damit möglicherweise einhergehenden Konsequenzen tragen. Henn stellt sich das als Verzichtserklärung vor, in der steht: „Ich will, wenn ich krank werde, mein Intesivbett und mein Beatmungsgerät anderen überlassen.“
Zwar seien kritische Fragen in Verbindung mit den Impfungen verständlich und berechtigt, doch sollten diese an Menschen gerichtet werden, „die sich wirklich auskennen“, forderte Henn. Forscher weltweit hätten „mit riesigem Aufwand das Tempo erhöht, aber nicht auf Kosten der Sicherheit“. Weiter empfahl Henn „Querdenkern und Impfgegnern“, statt „Panikmache“ doch „mal ins nächste Krankenhaus zu gehen und ihre Verschwörungstheorien den Ärzten und Pflegern zu präsentieren, die gerade völlig ausgepowert von der überfüllten Intensivstation kommen“.
...
https://www.welt.de/vermischtes/live221095606/Corona-live-Impfgegner-sollen-auf-Beatmungsgeraet-verzichten.html#live-ticker-entry-65660
Und so jemand ist Mitglied des Ethikrates. :stupid:

Wir hatten schon in früheren Jahren die Diskussion, dass Folgen von Unfällen durch die Ausübung von Risikosportarten wie Skifahren nicht mehr von der Allgemeinheit bezahlt werden sollen. Diese Diskussionen sind aus gutem Grund wieder allesamt verstummt. Denn das wäre das Ende einer solidarischen Krankenversicherung. Was hier Prof. Wolfram Henn fordert, geht nun aber weit darüber hinaus. Nur so ganz nebenei wäre dies das Ende des hippokratischen Eides der Ärzteschaft. Dieses Statement sagt einiges über den jetzigen Zustand unserer Gesellschaft aus.

Wo war die Stimme des Ethikrates, als in den letzten Jahrzehnten das Gesundheitswesen zugunsten von Profitmaximierung und Kosteneinsparung rasiert wurde?

Ich muss hier sagen, dass NeusserGletscher auch meine Meinugn vertritt. Die folgenden Posts in der Diskussion zeigen auch schön, warum: Aus Prinzip.

Wenn das angefangen wird, ist das ein Fass ohne Boden, es wird nie wieder eine Grenzen eingezogen werden können. Eigentlisch schade, dass ein Mitglied des Ethikrates hier anscheinend moralisiert.

Lungenkrebs? Keine Chemo, wenn der Patient geraucht hat.
Komplizierte orthopädische Behandlung nach Kreuzbandriss? Muss der Patient selbst bezahlen, hätte ja nicht beim Dorffußballverein mitspielen müssen.
Rettung aus alpiner Notlage bei Wetterumschwung? Hätte der Alpinist mal besser den Wetterbericht richtig gelesen und wäre rechtzeitig umgekehrt.
Freerider aus Lawine retten? Keine Chance, im gesicherten Pistenraum wäre das nicht passiert.
Hubschraubereinsatz nach Verkehrsunfall? Selbst zahlen, hat das Opfer ja keiner gezwungen mit dem Auto zu fahren.
Das Kind von Impfgegenern bekommen keinen Krankenhausplatz nach Komplikationen mit Masern?

So wie die Demokratie mit den Querdenkern leben muss, so muss es auch das solidarische Gesundheitssystem mit denen, die sich nicht solidarisch verhalten. "Das muss das Boot abkönnen!", auch wenn es mich vielleicht nervt, dass mein Nächster vielleicht Wagnisse eingeht, die ich nicht für verantwortungsvoll halte. Irgendwann kommt der Tag, da gehe ich oder einer meiner Liebsten so ein Wagnis ein, vielleicht auch unbewusst.

Diese Liste zeigt schön, wie schwammig das ist: https://www.suva.ch/de-ch/praevention/freizeit/gefaehrliche-sportarten-wagnisse

Bergsteigen, Klettern oder Schneesportaktivitäten abseits markierter Pisten, bei schwerwiegender Missachtung der üblichen Gebote (ungenügender Ausrüstung, Erfahrung oder bei schlechtem Wetter etc.)

Persönlich finde ich ja, dass diese Snowboards unter die Kategorie "ungenügende Ausrüstung" fallen... :D Nein, Spaß. Aber vielleicht zur Zeit ihrer Erfindung? Handgelenk gebrochen? Wir kürzen die Leisung, ist ja vollkommen ungenügende Ausrüstung...

Schusseligkite schrieb:
NeusserGletscher schrieb:
Wir hatten schon in früheren Jahren die Diskussion, dass Folgen von Unfällen durch die Ausübung von Risikosportarten wie Skifahren nicht mehr von der Allgemeinheit bezahlt werden sollen....
Dein Vergleich hinkt.
Beim Ausüben von (angeblichen) Risikosportarten gefährdet man nur sich selbst, nicht andere. Außerdem nimmt man das Risiko in Kauf für die Ausübung des Sportes. Im Mittel ist das Risiko ja auch (sehr viel) geringer, als der Gewinn durch die Ausübung des Sports.
Welcher Gewinn steht beim „Kampf“ gegen das Impfen dem Risiko entgegen?
Das Getue der Impfgegner ist ja auch nicht vergleichbar damit, einen Risikosport auszuüben. Sondern ihn so auszuüben, dass man mit großer Wahrscheinlichkeit sich UND ANDERE gefährdet. Also nicht einfach Skifahren. Sondern mit Langlaufski abfahren, da wo möglichst viele Gruppen sind. Oder Sachen aus dem Lift werfen.
(...)
Falsch. "Risikosportler" gefährden im Zweifelsfall auch die Retter. Eine Gefährdung Unbeteiligter ist auch nicht auszuschließen: Es gehen hin und wieder auch Lawinen auf Pisten ab, die von unvorsichtigen Freeriedern ausgelöst wurden.


Ich möchte hier noch klarstellen, dass ich mich auf jeden Fall impfen lasse, sobald ich an der Reihe bin. Impfverweigerung halte ich für verantwortungslos. Impfverweigerern aber im Fall der Krankheit die Behandlung zu verweigern halte ich für unmenschlich.


Mutierte Variante

molotov schrieb:
Die Virus Mutation ist doch vermutlich längst unter uns. Man kann nur hoffen dass die Impfung trotzdem wirkt, ansonsten dürfen wir und jetzt wohl endgültig mit dem unvermeidlichen auseinander setzen. Irgendeinen Grund muss es ja haben dass die Zahlen in D durch die Decke gehen.

Das ist die einzige Ehrenrettung für unsere sächsischen Freunde.
 
Ganz im Gegenteil lieber j-d-s,

ein Lockdown ist dann die einzige Lösung, und zwar einer im Wuhan-Style. Also schön zu Hause bleiben und wenn man raus muss, Maske auf.
 
Tobi-DE schrieb:

Ich möchte hier noch klarstellen, dass ich mich auf jeden Fall impfen lasse, sobald ich an der Reihe bin. Impfverweigerung halte ich für verantwortungslos. Impfverweigerern aber im Fall der Krankheit die Behandlung zu verweigern halte ich für unmenschlich.

Eine Verweigerung der Behandlung halte ich ebenfalls für falsch, auch wenn einem das manchmal in der aktuellen Situation nur recht sein könnte, weil man diese Verweigerungshaltung absolut abstoßend findet.
Allerdings wäre ein Modell à la San Marino eine Überlegung wert. Wer die Impfung nach Vorliegen von Daten zur allgemeinen Unbedenklichkeit, ausreichend verfügbaren Impfdosen und keinen sonstigen gesundheitlichen Gründen die gegen eine Impfung sprechen könnten, ablehnt, sollte eine Behandlung im Falle eines schweren Krankheitsverlaufs selbst bezahlen müssen.
 
Vielleicht wird man geimpften irgendwann Erleichterungen bei Quarantänemaßnahmen zugestehen, wenn sich herausstellen sollte, dass sie das Virus weniger verbreiten.
Alles Andere an Bestrafungsgelüsten gegenüber Imofverweigerern dürfte letzten Endes zum Glück durch unsere Verfassung verhindert werden.
Aber es wird natürlich so sein, wie Merkel im Bundestag gesagt hat: Je weniger Leute sich impfen lassen, desto länger wird es Restriktionen geben müssen. Ich glaube übrigens weder an die Kaymanverwandlung noch an eine Zombieapokalypse durch die Impfung.
 
Es ist schlussendlich einfach die Frage, ob die Politik das Virus mit aller Macht ausrotten will oder sich damit zufrieden gibt, dass die Anzahl der Fälle massiv gedrückt wird und damit das Gesundheitssystem nicht so sehr am Anschlag arbeiten muss.

Das Ausrotten halte ich persönlich für medizinisch unnötig und unnötig zeitaufwendig, um wieder zum normalen (ja, wirklich normal) Leben zurück zu kehren.

Maßvoller erachte ich die 2. Variante. Ich glaube, wir müssen auch mit Corona in eine ähnliche Prozedur geraten, wie bei der Grippeschutzimpfung (und bevor damit wieder jemand kommt, ja Corona und Grippe ist nicht das Gleiche, aber in Teilen durchaus ähnlich). Wir haben haben die Grippe auch nicht ausgerottet (was es ja auch nie gebraucht hat), aber die freiwillige (und sinnvolle) Impfung ca. eines Fünftels der Bevölkerung jährlich reicht ja im Normalfall völlig aus, um zu verhindern, dass uns das Gesundheitssystem um die Ohren fliegt.
Bei dieser Vorgehensweise ist es ja das Schöne, dass jeder frei entscheiden kann, ob er geimpft werden will, das Gesundheitssystem wird ausreichend geschützt und die, die aus welchen Gründen auch immer, keine Impfung wollen, machen das quasi auf eigenes Risiko - wobei diese Menschen natürlich dennoch im Falle eines schweren Verlaufes behandelt werden müssen.

Corona gibt es dann halt weiterhin. Die Fallzahlen werden aber beträchtlich sinken. Reicht doch, oder?

Es wird daher in meinen Augen darauf ankommen, dass sich möglichst viele, insbesondere Angehörige der Risikogruppen, freiwillig impfen lassen, um eine Überlastung des Systems zu vermeiden. Je mehr "normale Bürger" sich zusätzlich impfen lassen, desto besser natürlich.
Wenn die Politik aber darauf besteht, dass ca. 60-70% geimpft werden, begeht sie in meinen Augen nach dem bisherigen schwachen Auftreten gleich den nächsten Fehler, indem sie eben völlig über das eigentliche Ziel (Überlastung der Krankenhäuser vermeiden) hinaus schießt und die Freiheiten, die wir alle haben sollten, weiterhin unverhältnismäßig lange und deutlich einschränkt, ohne das dafür ein ersichtlicher Grund vorliegt.

Persönlich habe ich kein Problem mit Impfungen - schließlich wollte ich mich schon immer in einen Kayman verwandeln :lach: :lach: :lach: - traue aber dem Braten mit der Corona-Impfung noch nicht ganz. Mal schauen, wie sich das so entwickelt. Erste Berichte zu Nebenwirkungen bei Menschen mit Allergien (so wie ich) tönen ja nicht sehr toll, aber hier ist die Datengrundlage auch noch viel zu gering.

In der Übergangsphase kann es aber durchaus hilfreich sein, geimpften Personen gewisse Erleichterungen bei den Quarantäneregelungen, etc. einzuräumen.
Auf Dauer, wenn dann eine ausreichend hohe Impfquote erreicht ist, sind diese Erleichterungen dann aber auch nicht mehr nötig, insbesondere auch im zwischenstaatlichen Verkehr. Hier macht es Sinn, wenn sich ein Land besonders schützen will, Geimpfte leichter einreisen zu lassen, wenn der Großteil der eigenen Bevölkerung noch nicht geimpft ist. Wenn dann die eigene Bevölkerung ausreichend geimpft ist, ist ein Eintrag von außen ja weniger schlimm und auch Ungeimpfte sollten dann wieder ohne Auflagen einreisen dürfen.

Ich fürchte aber sehr, dass auch hier zumindest von der deutschen Politik keine maßvolle und angemessene Linie gefahren wird. Zumindest ist dies naheliegend, wenn man das bisherige "Krisenmanagement" unserer Regierung anschaut.
 
Tobi-DE schrieb:
Ich möchte hier noch klarstellen, dass ich mich auf jeden Fall impfen lasse, sobald ich an der Reihe bin. Impfverweigerung halte ich für verantwortungslos. Impfverweigerern aber im Fall der Krankheit die Behandlung zu verweigern halte ich für unmenschlich.

Sehe ich bedingt gleich, wenn der Impfstoff wirkt ist der wohl oder übel die einzige Möglichkeit raus aus der aktuellen Lage.
Ich werde nach Möglichkeit trotzdem noch eine ganze Weile warten mit dem Impfen, einfach weil ich Angst hab, dass nach einigen Monaten oder sogar Jahren Dinge wie könnte Krebserregend sein oder könnte impotent machen usw. festgestellt werden.

Wenn man schon einen Krebsfall in der Familie hatte und von mehreren Medikamenten weiß, die man Jahre lang genommen hat und bei denen es genau so lief , dann ist man eben ein gebranntes Kind.

Man mag es für assozial oder unsolidarisch halten, aber ich hocke lieber noch 1 Jahr länger in der Bude wenn ich dadurch die Möglichkeit mir mein ganzes Leben zu ruinieren minimieren kann.
Auch wenn der Impfstoff an 100mal so vielen Leuten getestet wurde als üblich und wenn weltweit daran geforscht wird kann einfach keiner sagen, was in 5 Jahren ist einfach weil man dafür 5 Jahre braucht.
Langzeitnebenwirkungen kann man einfach nicht vorhersagen, sonst wäre das in der Vergangenheit nicht schon so oft passiert, dass ein Medikament nach Jahren vom Markt genommen wird.
 
Julian96 schrieb:
Tobi-DE schrieb:
Ich möchte hier noch klarstellen, dass ich mich auf jeden Fall impfen lasse, sobald ich an der Reihe bin. Impfverweigerung halte ich für verantwortungslos. Impfverweigerern aber im Fall der Krankheit die Behandlung zu verweigern halte ich für unmenschlich.



Wenn man schon einen Krebsfall in der Familie hatte und von mehreren Medikamenten weiß, die man Jahre lang genommen hat und bei denen es genau so lief , dann ist man eben ein gebranntes Kind.

Man mag es für assozial oder unsolidarisch halten, aber ich hocke lieber noch 1 Jahr länger in der Bude wenn ich dadurch die Möglichkeit mir mein ganzes Leben zu ruinieren minimieren kann.
Auch wenn der Impfstoff an 100mal so vielen Leuten getestet wurde als üblich und wenn weltweit daran geforscht wird kann einfach keiner sagen, was in 5 Jahren ist einfach weil man dafür 5 Jahre braucht.
Langzeitnebenwirkungen kann man einfach nicht vorhersagen, sonst wäre das in der Vergangenheit nicht schon so oft passiert, dass ein Medikament nach Jahren vom Markt genommen wird.

Du sagst es eigentlich schon selbst, Langzeitnebenwirkungen gibt es, wenn man etwas jahrelang einnimmt. Es geht hier um eine zweimalige Spritze. Dass sich daraus dann etwas entwickelt, was erst in 10 Jahren auftritt, ist quasi von verschwindend geringer Wahrscheinlichkeit.
 
WackelPudding schrieb:
Corona gibt es dann halt weiterhin. Die Fallzahlen werden aber beträchtlich sinken. Reicht doch, oder?

Dein Beitrag fasst eigentlich so ziemlich alles zusammen, was es zum Thema Corona-Impfung zu sagen gibt.
 
Ich zweifele ja auch ob ich mich unbedingt sofort Impfen soll oder lieber noch etwas abwarten soll wie gut die Impfstoffe funktionieren. Aber zum Glück bin ich ja in Österreich wo ich davon ausgehen kann dass bevor für mich als fitten jungen Mann irgendwann einmal eine Impfdosis zu Verfügung steht eh so viel Zeit vergeht dass man bis dahin alles über die Impfstoffe weiß ;)
 
WackelPudding schrieb:
Es ist schlussendlich einfach die Frage, ob die Politik das Virus mit aller Macht ausrotten will oder sich damit zufrieden gibt, dass die Anzahl der Fälle massiv gedrückt wird und damit das Gesundheitssystem nicht so sehr am Anschlag arbeiten muss.
Ist das irgendwie so was wie an Mantra? Oder warum muss hier so oft die Frage aufgeworfen und beantwortet werden, die sich in der Politik und insbesondere bei der Regierung überhaupt nicht stellt? Ich frage mich wirklich, welche Akteure in "der Politik" eine völlige Ausrottung des Virus ausgegeben haben, so dass man dem so vehement entgegentreten müsste?
 
Titanium schrieb:
Du sagst es eigentlich schon selbst, Langzeitnebenwirkungen gibt es, wenn man etwas jahrelang einnimmt. Es geht hier um eine zweimalige Spritze. Dass sich daraus dann etwas entwickelt, was erst in 10 Jahren auftritt, ist quasi von verschwindend geringer Wahrscheinlichkeit.

Da gibt's aber auch genügend andere Sachen bei denen es auch ohne Langzeiteinnahme zu Komplikationen kommen kann. Es geht im Kern einfach darum, dass diese Medikamente Jahre am Markt sind und dann wird das auf einmal festgestellt. Was wenn beim Impfstoff nach 10 Millionen Geimpften auf einmal festgestellt wird, der Impfstoff schädigt nachhaltig das Immunsystem? Das ist einfach eine ganz rationale Frage die ich mir stelle.

Mein gesunder Verstand sagt mir einfach, dass ein Impfstoff der in kürzerster Zeit zugelassen wird, bei einem normalerweise Jahre dauernden Test und Zulassungsverfahren, nicht ausreichend getestet sein kann.

Da man das ja traurigerweise dazu sagen muss, ich leugne weder Corona, noch den Impfstoff oder sehe irgend eine Verschwöhrung des Staates oder sonst so nen Schwachsinn. Ich bin einfach nur sehr skeptisch und ängstlich und wie hier ja schon genannt wurde auch froh, dass ich zu den Jungen gehöre und mir ums Impfen eh erst in frühestens nem halben Jahr Gedanken machen muss. Vielleicht stellt sich bis dahin dann schon wieder irgendwas neues raus.
 
Julian96 schrieb:
Mein gesunder Verstand sagt mir einfach, dass ein Impfstoff der in kürzerster Zeit zugelassen wird, bei einem normalerweise Jahre dauernden Test und Zulassungsverfahren, nicht ausreichend getestet sein kann.
Dann täuscht dich dein gesunder Verstand aber gewaltig! Ein im Rolling Review zugelassener Impfstoff kann sehr wohl genauso gut getestet sein wie alle anderen Impfstoffe!
Nimm vielleicht mal folgende Allegorie:
Bei einer Klassenarbeit in der Schule oder einer Klausur im Studium braucht es einfach eine gewisse Zeit, bis die Schüler/Studentin eine gut überprüfte (Review) und benotete (Zertifizierung) Arbeit zurückbekommen. Wenn es nun aber ganz besonders wichtig, dass das Ergebnis der Klassenarbeit eines bestimmten Schülers ganz besonders dringend fertig werden muss, kann könnte sich der korrigierende Lehrer diese eine Klassenarbeit direkt nach Abgabe ansehen oder er korrigiert und benotet die Arbeit schon, sobald der Schüler eine Aufgabe fertig gestellt hat.
Dieses hochpriorisierte "Vorziehen" der Korrektur einer bestimmten Arbeit wäre bei der Impfstoffzulassung das beim Corona-Impfstoff angewendete Rolling Review Verfahren. Und dieses Verfahren ist keinesfalls zwangsläufig weniger sorgfältig als das Standradverfahren!
 
Impfstoffe und Medikamente kann man nicht so ohne weiteres vergleichen.
 
molotov schrieb:
Die Virus Mutation ist doch vermutlich längst unter uns. Man kann nur hoffen dass die Impfung trotzdem wirkt, ansonsten dürfen wir und jetzt wohl endgültig mit dem unvermeidlichen auseinander setzen. Irgendeinen Grund muss es ja haben dass die Zahlen in D durch die Decke gehen.

Die Variante ist am 20. September das erste Mal aufgetaucht:

https://virological.org/t/preliminary-genomic-characterisation-of-an-emergent-sars-cov-2-lineage-in-the-uk-defined-by-a-novel-set-of-spike-mutations/563

Es wäre schon komisch wenn die tatsächlich so viel ansteckender ist und sich noch nicht weit verteilt hat.
Anderswo sequenziert man angeblich nicht so viel wie im Vereinigten Königreich, weshalb es wohl dort zuerst gefunden wurde:

The UK has an established SARS-CoV-2 genome sequencing consortium called COG-UK. It consists of the national public health institutes, National Health Service organisations, academic institutions and the Wellcome Sanger Institute [15]. They are working to keep sequencing coverage high and geographically representative and to keep turnaround times low. The consortium is by far the largest contributor to the GISAID EpiCov database in the world, with more than 120 000 of around 270 000 genomes published so far. This initiative increases the likelihood that emerging variants are identified and can be assessed in a timely fashion.

https://www.ecdc.europa.eu/sites/default/files/documents/SARS-CoV-2-variant-multiple-spike-protein-mutations-United-Kingdom.pdf
 
Leider ist das Impfen eben ohne wirkliche Alternative, wenn wir nicht mit jahrelangen shutdowns oder jahrelanger Triage leben wollen.
Auf srf.ch gibt es eine anschauliche Grafik zu den Zeitschienen der Vakzin Entwicklung:
https://www.srf.ch/news/schweiz/covid-impfung-in-der-schweiz-srf-user-zur-corona-impfung-das-schoenste-weihnachtsgeschenk

Für mich als medizinwissenschaftlichen Laien sieht das nach 95-99% Sicherheit bei 90-95% Zeitersparnis aus.
Und MRNA scheint ja auch elementar zu sein, um überhaupt die weltweit notwendigen Mengen herstellen zu können.
Wir werden uns damit abfinden müssen, dass es keine 100%ige Sicherheit gibt. Und wir müssen erkennen, dass die Impfung insgesamt weniger gefährlich ist, als eine schier endlose Pandemie.
Wir werden schon nicht alle das Schicksal Gregor Samsas ereilen.

Wichtig ist mE deshalb jetzt ein schneller Impfstart beginnend bei den höchsten Risikogruppen um endlich die Todesrate und die Hospitalisierungen zu senken. Dann verlieren auch höhere Inzidenzen ihren Schrecken.
Parallel muss (und wird wahrscheinlich längst) die nächste Generation der Impfstoffe entwickelt werden, damit Ende 2021 die nächste Impfrunde mit weiterentwickelten Vakzinen beginnen kann.

Die Leugner und Impfgegner werden davon natürlich ebenso profitieren, aber das muss die Gesellschaft eben Aushalten.
 
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