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Wenn ich es richtig verstehe, dann stammen die jüngsten Daten dieser Meta-Studie aus Mitte Juni. Also aus der Anfangszeit von Corona, als die Sterblichkeit auch durch Behandlungsfehler geprägt war, etwa zu hoher Dosierung von Remdesivir, falscher und zu oft angewendeter künstlicher Beatmung. Und nebenbei gehört zu einer Ermittlung der IFR auch die genau Kenntnis der Infizierten. Serologisch ist das schwierig, weil sich eine symptomlos überstandene Infektion bei vielen Menschen im Nachhinhein nicht mehr nachweisen lässt. Jetzt wäre eigentlich der ideale Zeitpunkt, durch Massentests repräsentativ ausgewählter Personen das Infektionsgeschehen einmal objektiv zu beurteilen. Egal, wie es am Ende ausgeht.
Eine Metastudie, die die Abhängigkeit der Sterblichkeit vom Alter untersucht. Es ergibt sich die Sterblichkeit in Prozent:
0 - 34 Jahre: 0.004
35 - 44 Jahre: 0.068
45 - 54 Jahre: 0.23
55 - 64 Jahre: 0.75
65 - 74 Jahre: 2.5
75 - 84 Jahre: 8.5
über 85 Jahre : 28.3
In Fig. 3 sieht man sehr eindrucksvoll den exponentiellen Anstieg der Sterblichkeit in Anhängigkeit vom Alter.
Deswegen macht EIN Wert für die Sterblichkeit eigentlich keinen Sinn, je nach Altersstruktur wird der sich stark unterscheiden. Für die relativ alte Bevölkerung in Deutschland z B. kommt man auf etwa 0.6%, für die Weltbevölkerung insgesamt (die ja sehr jung ist) ist der Wert logischerweise viel neidriger.
Südkorea, wo sehr viel getestet wird, hat 43.000 abgeschlossene Fälle und 900 Tote. Somit liegt die CFR bei 2,1%. Wie hoch wird die Dunkelzahl sein? Sicher nicht höher als 50%.
Insofern denke ich, dass die oft genannten 0,6% überholt sind. Es wird in Richtung 1% gehen.
Wir wissen relativ gesichert, daß sie Sterblichkeit so 0,2 bis 0,4 beträgt. Das bedeutet im Umkehrschluss, daß die Überlebensrate bei 99.6 bis 99.8 liegt.
Das ist eine Studie von vielen, vielfach kritisiert und nicht offizielle Einschätzung der WHO.
NeusserGletscher schrieb:
Jetzt wäre eigentlich der ideale Zeitpunkt, durch Massentests repräsentativ ausgewählter Personen das Infektionsgeschehen einmal objektiv zu beurteilen. Egal, wie es am Ende ausgeht.
ich kann auf den vom baeckerseppl geteilten link - mit einem laptop eines namhaften Herstellers im Auslieferungszustand aus Sicherheitsgründen nicht zugreifen - aber ich vermute es ist die von Gauland gehypte und weit verbreitete Studie....
Wie schon oft erklärt wurde: Die Toten sind das eine, die Spätfolgen das andere und überhaupt hilft das alles nichts, weil R0 bei COVID-19 hoch ist und damit zwangsläufig die Intensivstationen das Nädelöhr. Sind die voll, steigt die Todesrate bei den älteren Erkrankten schnell in den zweistelligen Bereich.
Die Frage ist: Was kann man aus den indischen Zahlen ableiten? Habt ihr euch mal angesehen was da in den Ballungsgebieten für hygienische Zustände herrschen bzw wieviele Unberührbare in den untersten Kasten in den Erfassungsdaten gar nicht existent sind? Wenn die sterben weiß man nicht mal wie die heißen geschweigedenn an was. Da wird niemand getestet. Nur die oberen Kasten genießen überhaupt eine nennenswerte medizinische Versorgung. Die Lebenserwartung ist da auch ohne Corona nicht besonders groß so dass der Anteil der alten Hochrisikogruppe sowieso recht klein ist gemessen an der Gesamtbevölkerungszahl. Wer sich dort nicht selber versorgen kann bzw nicht von der Familie abgefangen hat kommt unter die Räder, ein Sozialsystem wie wir es kennen haben die ja nicht. Deswegen trau ich diesen Zahlen gar nicht über den Weg. Zumindest sie mit den Statistiken der Industrieländer zu vergleichen ist unmöglich.
Wir wollen das Vakzin offenbar auch besonders billig haben, was volkswirtschaftlich natürlich völliger Unsinn ist, wenn man deswegen weniger davon bekommt oder eine Zeitverzögerung eintritt.
Höchste Zeit außerdem, dass endlich die weiteren (Moderna und Astrazenica) Impfstoffe zugelassen werden, damit sich das etwas entspannt.
Wir sollten nach meiner Auffassung in 100 Tagen mit der Durchimpfung aller Impfwilligen, was hoffentlich mindestens 50 Mio. Menschen - also 100 Mio. Dosen - bedeuten wird, durch sein.
-> Pro Tag also 1 Mio. Impfstoffverabreichungen.
Die Anzahl der erforderlichen Impfdosen war sehr wohl vorhersehbar. Die Zeitlichen Ziele kann man sich lange vorher setzen.
Meine Haltung dazu ist eben, dass wir nicht das ganze Jahr oder länger damit herumeiern sollten.
Hätte Deutschland vor einigen Monaten alles nur auf Biontech gesetzt, wäre wahrscheinlich von den gleichen Leuten der Aufschrei groß gewesen. "Wer weiß, ob sie eine Zulassung bekommen", "Wer weiß, wie lange es bei ihnen dauert", "Ist am teuersten von allen"...
Dass mit der Nachbestellung vielleicht einiges nicht gut lief, kann ja durchaus sein. Aber jetzt so zu tun, als hätte man es schon von Anfang an besser wissen müssen, halte ich für daneben.
"Die Idee der EU und anderer Regierungen, sich einen Korb aus verschiedenen Anbietern zusammenzustellen, sei eigentlich durchaus sinnvoll, erklärte Biontech-Chefmedizinerin Özlem Türeci. "Irgendwann stellte sich aber heraus: Viele können gar nicht zeitig liefern. Dann war es erst mal zu spät, woanders umfänglich nachzuordern."" Quelle Tagesspiegel
Letztendlich ist die Situation wiedermal so wie sie ist und anstatt sinnlos in der Vergangenheit herum zu wühlen muss man eben sehen, dass man eine Lösung für die nahe Zukunft findet. Wenn es allerdings nach bestimmten Parteien ginge, bräuchte man ja überhaupt keinen "genmanipulierten Impfstoff", weil es ja eh nur eine Grippe ist. Solche Lösungen sind dann auch wieder fürn Allerwertesten
Danke für die Blumen! Muss dich ja tief getroffen haben, wenn du gleich auch noch die afd und Nazi Keule rausholst. Werde mir Mühe geben weiterhin so hart an meinem Erfolg zu arbeiten
Hätte Deutschland vor einigen Monaten alles nur auf Biontech gesetzt, wäre wahrscheinlich von den gleichen Leuten der Aufschrei groß gewesen. "Wer weiß, ob sie eine Zulassung bekommen", "Wer weiß, wie lange es bei ihnen dauert", "Ist am teuersten von allen"...
Nur zur Klarstellung. Das sollte man auch nicht. Man soll schnell weitere Impfstoffe zulassen, so wie es andere schon getan haben. Und man soll sich ausreichend große Mengen sichern, um schnell auf 1 Mio. pro Tag zu kommen.
Ad Zahlen: Was den Politikern in D wohl nicht klar ist: Je niedriger die Zahlen, desto geringer der Effekt eines Lockdowns. Von 500 auf 200 senken ist sehr viel einfacher als von 200 auf 100 - und von 100 auf 50 ist im Winter faktisch unmöglich.
Beim ersten Lockdown hat der Frühling stark geholfen und auch die Tatsache, dass viel mehr Leute persönlich Angst hatten als jetzt spielt eine wichtige Rolle. Aus "Solidarität" das Verhalten zu ändern funktioniert halt nicht so wirklich, dass Angst um sich selbst ein viel stärkerer Motivator ist wird hier kaum jemand anzweifeln.
Das starrköpfige Festhalten an der heiligen 50 muss dringend weg.
Was man auch klar sagen muss: Ein Lockdown wirkt umso besser je geringer die Infiziertendichte ist weil so natürlich wesentlich mehr Infektionsketten gebrochen werden können. Man nennt das auch Durchseuchungsgrad. Und der war bei der ersten Welle definitiv wesentlich geringer. Ich denke ich leugne nicht wenn mittlerweile jeder in seinem Bekanntenkreis mindestens einen Fall kennt. Im Frühjahr war das anders. Deswegen sehe ich die Pandemie auch jetzt an einem Punkt wo das Wirkungs-Nebenwirkungsverhältnis des Lockdowns, zumindest so wie er gerade durchgeführt wird, absolut nicht mehr stimmt. Wir sind jetzt an einem Punkt wo man entweder für 2 Wochen das komplette Land, damit meine ich wirklich komplett, totlegen müsste. Kein Einkaufen mehr, alle Betriebe zu und so weiter. China kam dem mit seinen Erstmaßnahmen ja schon sehr nahe. Das geht halt wirklich am Besten wenn man noch einzelne Herdregionen hat. Da das aus verständlichen Gründen nun nicht mehr geht bleibt nur Option 2: Man lässt es gleich sein und protektiert nur noch die Risikogruppen weil so hält man das Geschehen nicht mehr auf. Zumindest sollte man mal darüber nachdenken die Maßnahmen anzupassen und nicht immer auf breiter Front nachzuschärfen. Wir sehen ja den mäßigen Erfolg. Gastronomieschießungen führen zb zum Gegenteil des erhofften Ergebnisses. Was ich auch so geil fand war der angekündigte Lockdown. Ihr hättet mal sehen sollen was hier an diesen 2 Tagen los war. Dürfte den Durchseuchungsgrad jedenfalls gewaltig gesteigert heben...
Was man auch klar sagen muss: Ein Lockdown wirkt umso besser je geringer die Infiziertendichte ist weil so natürlich wesentlich mehr Infektionsketten gebrochen werden können. Man nennt das auch Durchseuchungsgrad. Und der war bei der ersten Welle definitiv wesentlich geringer. Ich denke ich leugne nicht wenn mittlerweile jeder in seinem Bekanntenkreis mindestens einen Fall kennt. Im Frühjahr war das anders. Deswegen sehe ich die Pandemie auch jetzt an einem Punkt wo das Wirkungs-Nebenwirkungsverhältnis des Lockdowns, zumindest so wie er gerade durchgeführt wird, absolut nicht mehr stimmt. Wir sind jetzt an einem Punkt wo man entweder für 2 Wochen das komplette Land, damit meine ich wirklich komplett, totlegen müsste. Kein Einkaufen mehr, alle Betriebe zu und so weiter. China kam dem mit seinen Erstmaßnahmen ja schon sehr nahe. Das geht halt wirklich am Besten wenn man noch einzelne Herdregionen hat. Da das aus verständlichen Gründen nun nicht mehr geht bleibt nur Option 2: Man lässt es gleich sein und protektiert nur noch die Risikogruppen weil so hält man das Geschehen nicht mehr auf. Zumindest sollte man mal darüber nachdenken die Maßnahmen anzupassen und nicht immer auf breiter Front nachzuschärfen. Wir sehen ja den mäßigen Erfolg. Gastronomieschießungen führen zb zum Gegenteil des erhofften Ergebnisses.
Ziemlich engstirnige Sichtweise, die keine Option 3 kennt. Genau auf die wird es nämlich herauslaufen und nicht auf das Opfern der älteren Gesellschaftsschicht, wie sich das hier seit dem Frühjahr immer noch User herbeiwünschen.
Und sämtliche "Argumente", die mir jetzt sicherlich von dir entgegengeschmissen werden, wurden hier schon seitenweise diskutiert und wiederlegt.