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Cortina mit Umwegen | Juli 2015

Der Begriff Umweg hat erstaunlicherweise im Sprachgebrauch eine sehr negative Konnotation: Zur Arbeit – oder schlimmer in den Feierabend oder gar Urlaub – führt nicht der direkte, sondern ein längerer, unbequemerer Weg. Wenn das Ziel jedoch nicht so simpel und nah ist, wie die eigenen vier Wände im Bochumer Barock, können Umwege doch einen großen Reiz haben und das eigentliche Ziel vielleicht sogar in den Hintergrund rücken.

Auf meinem langen Weg nach Cortina gab es viele Gelegenheiten, die direkte Route zu verlassen und die Gegend zu erkunden. Vieles musste ich links oder rechts liegen lassen, ansonsten wäre die Tour in ein Jahresprojekt ausgeartet. Manche tolle Stopps ergaben sich vor und auch nach Cortina in insgesamt vier Ländern aber dennoch, die ich in den kommenden Wochen mit euch teilen werde.

Cortina mit Umwegen | Juli 2015

Überblick

Vom geliebten Ruhrgebiet ging es zunächst in die Tiefen des Bayerischen und Böhmerwaldes. Dort standen auf beiden Seiten der Grenze Zwischenstopps auf dem Programm.
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Nächste Station nach einigen anstrengenden Stunden im Auto: Die schöne Steiermark. Dort gab es mehr zu entdecken als erwartet.
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Sogar der Grazer Hausberg ist interessanter, als man anhand des Fotos glauben mag.
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Kurzer Besuch in der steirischen Landeshauptstadt.
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Der Höhepunkt der Reise: Das bei Lift-Freunden – zu Recht – vielbejubelte Cortina d'Ampezzo.
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Irgendwann hieß es auch dort Abschied nehmen. Wie gut, dass der Weg zum Brenner und Richtung Ruhrgebiet ein weiter ist.
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Hätte nicht gedacht, dass ich am Pässe-Kloppen Gefallen finden würde.
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Umwege können so schön sein: Mittenwald...
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...Ehrwald...
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...Biberwier....
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...Pertisau...
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...und zum Abschluss das tiefste Bayern.
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Demnach ist hier, unterhalb des Marmolada-Gletschers und oberhalb des Korblifts, die Bergstation einer der ESL-Generationen zu sehen.
Nö. Das war entweder die unvollendete Graffer-DSB (oder -Korblift) oder die unvollendete Agudio-6EUB. Glaub es war die DSB. Musst du eines meiner Topics nachlesen, kann mir das auch nie merken ,-)
 
Cortina mit Umwegen: Passo Sella | Juli 2015

Nach einigem liftlosen Rumgekurve traf ich in Penia wieder auf eine Seilbahn. Das Funivia Ciampac (Hölzl 1975) ließ ich allerdings links liegen, um im Winter nochmal wiederzukommen.
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Dort sieht es mittlerweile anders aus - das neue Funifor Alba-Col del Rossi, das sich hier noch im Bau befand, fuhr sich im Winter ganz gut (kein Ersatz für die PB, sondern neue Anbindung in die andere Richtung).
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Kaum im Tal angekommen, galt es erneut einige Höhenmeter bis zum Passo Sella zu bewältigen. Schneeketten brauchte ich im Juli keine :wink:
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So kanns gehen - oder stehen - wenn der Bus nicht auf Anhieb um die Kurve kommt. Nach wenigen Minuten gings dann aber weiter.
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Das Pässe-Fahren hat bei dem Wetter und wenigen Verkehr einfach Spass gemacht. Dadurch, dass mein Fahrzeug etwas betagter und für solche Touren eigentlich nicht erste Wahl ist, kam auch ein Hauch von Abenteuer hinzu :wink: Hinten links grüßt, wie bereits so oft an diesem Tag, die Marmolada. Im Tal in Bildmitte entstanden zuvor die beiden ersten Bilder dieser Episode (Höhe Pi mal Daumen: Tal ca. 1.500 m und Standort ca. 2.150 m).
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Beim Blick in die andere Richtung zeigt sich der nicht minder ansehnliche Langkofel.
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Diese Passhöhen sind schon echte Unorte. Oll-verranzt, überfüllt, qualitativ billige aber teure Touri-Angebote und für viele sicher nicht schön anzusehen. Wers "trashig" mag und nicht lange bleiben muss, dem kann es aber durchaus gefallen.
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Den Gondellift am Passo Sella mitzunehmen wäre beim bisherigen Programm eigentlich nur konsequent gewesen. Da ich ihn einige Urlaube zuvor aber bereits gefahren war entschied ich mich dazu, erst ein paar Ortschaften später Halt zu machen. Dort wartete die letzte ältere Anlage, die mir in Gröden noch fehlte.
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Cortina mit Umwegen: Kastelruth | Juli 2015

Eine zweite Gebiets-Insel am Rande des Dolomiti Ski-Zirkus liegt in Kastelruth - und hat in den vergangenen Jahren sowohl an Substanz als auch an Bedeutung verloren. Das ehemalige Skigebiet Marinzen besteht nur mehr aus der Doppelsesselbahn, hat seit einigen Jahren lediglich Sommerbetrieb. Die Tal-SL sind rückgebaut und man diskutiert einen Ersatz durch eine kuppelbare Anlage, die dann Kastelruth direkt mit der weiter oben gelegenen Seiseralm verbinden soll. Das Projekt scheint derzeit jedoch vorerst vom Tisch zu sein (klick).

Die DSB (DM, Bj. 1986) ersetzte einen Graffer-Korblift. Auf einer bekannten Retro-Seite gibt es Zusammenstellung verschiedener Ansichtskarten, die den Korblift zeigen: klick.

An der Talstation war um kurz nach 16 Uhr nichts mehr los und man schaute eher mürrisch, als ich Berg- sowie Talfahrt löhnte.
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Die DSB fuhr im Schneckentempo und beförderte außer mir nur noch Urlauber gen Tal. Auf der Wiese rechts verlief einmal schräg hinauf der Leitner-SL Guns. Einen zweiten Skilift muss es etwas abseits links der DSB gegeben haben. Schade ist es um das Flutlichtski, das es ansonsten in Gröden in vergleichbarem Angebot - soweit ich weiss - nicht gibt.
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Die Renaturierung ist bei dieser Variante der Talabfahrt bereits weit fortgeschritten.
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Nach fast 25 Minuten war dann endlich die Bergstation erreicht, wo ich noch kurz für eine Einkehr Zeit hatte. Der Liftler an der Bergstation versäumte nicht mich freundlich darauf hinzuweisen, für die letzte Talfahrt bitte pünktlich zu erscheinen ;)
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Also fuhr ich wenig später gemütlich ins Tal zurück - diesmal deutlich schneller, denn die Liftler wollten pünktlich Dienstschluss machen.
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Gleich nach mir war dann Feierabend und stilecht italienisch fuhr der Liftler auf seinem Moped nach Hause. Für mich stand nach einem kurzen Einkauf noch die Fahrt über den Brenner - und damit den letzten Pass an diesem Tag - nach Tirol an.
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Cortina mit Umwegen: Reith bei Seefeld | Juli 2015

Auf dem Weg zur Unterkunft hielt ich in Reith bei Seefeld für den letzten Lift-Stop des Tages. Wer den Esel von Zirl im Inntal hoch nach Seefeld schon einmal aufmerksam gefahren ist, wird auf Höhe des Bahnhofs Reith in Seefeld linkerhand ein paar Fundamente entdeckt haben. In meinem 1985er Skiatlas ist er verzeichnet, evtl. hieß er Skilift Auland - das ist aber nur eine Vermutung. In den späteren Atlanten ist er nicht mehr mit drin, was an den dort gewählten Kartenausschnitten liegen kann.

Blick über das Inntal Richtung Süden, wo ich die vergangenen Tage unterwegs gewesen war. Vorn sind drei Fundamente der ehem. Bergstation zu erkennen. Der Lift verlief dann nicht in Blickrichtung, sondern hinter mir über einen kurzen Hügel nach unten. Ein reiner Übungslift also.
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Ein oder zwei Stützen wird es auf der kurzen Strecke gegeben haben. Unten bei der kleinen Hütte stand der Antrieb. Das Motiv dieser alten Postkarte aus den 1970ern muss in etwa von meinem Fotostandort aufgenommen worden sein.
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Verwitterte Werbung darf bei einem gescheiten lsap nicht fehlen :wink:
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Ebenso wie diverser Schrott.
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Vorn das Talstationfundament, oben links auf dem Hügel war bereits die Bergstation. Früher reichte sowas als Dorflift aus.
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Danke für den Bericht. Die DSB Fedare-Forcella Nuvolau, den Korblift am Gletscher und auch die DSB in Kastelruth hatte ich (müsste 2013 gewesen sein) auch mal angesteuert. Allerdings wusste ich mit Ausnahme dem rechten Tallift in Kastelruth gar nichts von den ehemaligen Schleppern, drum war das jetzt mal ganz interessant.

Auch die vorherigen Ruinen-Bilder aus Cortina gefallen mir - damals bin ich bloß zur Gondelbahn Val Grande - Forcella Staunies hin und war wie alle anderen Nostalgiker so was von froh, es geschafft zu haben. Ich hab mich damals gar nicht nach weiteren LSAP-Sachen erkundigt, hauptsache den einen Lift noch erwischen... :wink:

Den LSAP-Schlepper in Reith kannte ich noch von den früheren Italien-Urlauben als Kind - da hat man bis Anfang die 90er zumindest eine Bergstation bzw. Umlenkung ist rost-rot gesehen und wenn ich mich recht erinnere hingen da auch mal Kurzbügel dran, aber sicher bin ich mir da nicht mehr. Wenn wir die Gegend am Hinweg passierten herrschte meist noch Morgengrauen bzw. am Rückweg war es dann oft auch schon finster. Aber der Lift war ja wirklich nur ein ganz kurzes Ding...
 
Cortina mit Umwegen: Mittenwald I | Juli 2015

Mittenwald ist von Leutasch aus schnell zu erreichen; vor ein paar Jahren war ich während eines Skiurlaubs bereits für einen Tagesausflug aus Tirol in dieses ur-bayerische Berg-Idyl gewechselt :wink: Da das Karwendel damals in dichten Wolken hing, wurde eine Fahrt mit der Seilbahn verschoben und nun bei strahlendem Sonnenschein nachgeholt. Etwas überraschend hat es in diesem Jahr einen größeren Disput um die Bahn gegeben, sodass der Betrieb wohl eine Zeit lang zur Disposition stand (teilweise hier dokumentiert). Zu einem bayerischen Bergdorf gehört so ein zünftiges Bauerntheater wohl dazu. Jedenfalls kommt man derzeit laut offizieller Homepage im regulären Betrieb von Mittenwald aufs Karwendel.

Gleich in der Früh machte ich mich von der Unterkunft in Leutasch auf nach Mittenwald. Auf dem noch leeren Parkplatz konnte ich mein Gefährt im Schatten abstellen - es sollte mal wieder ein heißer Sommertag werden. Die Trasse der Pendelbahn ist schon vom Tal aus beeindruckend.
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Um rund 26 Euro erleichtert erreichte ich mit einer der ersten, leeren Gondeln die Bergstation. Die Bahn überwindet auf knapp 2.500 Metern einen Höhenunterschied von über 1.300 Metern. Oben auf 2.244 Metern Höhe war es morgens um halb 9 entsprechend frisch. Zum gegenüberliegenden Kranzberg, wo in der erkennbaren Schneise der ESL verläuft, verschlug es mich dann im Anschluss.
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Die Anlage wurde 1967 von PHB erbaut und hat noch diese netten Betonklotz-Stationen; die Kabinen hat man mal ausgetauscht. Hier gibt es einen kleinen historischen Überblick.
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Von der Bergstation aus bieten sich eine Vielzahl von Tour-Möglichkeiten. Ich begnügte mich mit einem kleinen Rundgang.
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Dass man hier keinen Handschuhmörder aufstellt und Sommerski anbietet... :wink:
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Mich zog es bis rauf auf den Kamm und damit zur Grenze.
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Andere gingen höher hinaus.
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Nach einer knappen Stunde ging es zurück ins Tal.
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Die frühe Auffahrt hatte sich gelohnt, wie man am Gedränge in der Gegengondel erkennen kann.
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An der Talstation standen sie mittlerweile bis nach draussen.
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Blick auf die gesamte Trasse vom gegenüberliegenden Kranzberg.
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Zottel schrieb:
Ein oder zwei Stützen wird es auf der kurzen Strecke gegeben haben.
Der hatte nur eine UNP - Trägerportalstütze die sich oben beim Ausstieg kurz vor der Hügelkuppe befand. Offensichtlich hatten die Herrschaften beim Abbau des Liftes alle Holzbügel gnadenlos verbrannt denn bei einer Spurensuche vor vielen Jahren konnt ich noch einen letzten etwas angekokelten retten der jetzt bei Kollegen tobi27 seinen Lebensabend verbringt.
 
@ vovo & Petz: Danke für die Erinnerungen. Schon interessant, welche kleinen Geschichten es auch zu solchen kurzen Übungsliften gibt - die Holzkurzbügel sind auf der verlinkten AK ja zu erkennen.

Name, Baujahr (1960er/'70er?) und Hersteller (DM?) der Anlage habt ihr nicht auch noch zufällig parat?
 
Cortina mit Umwegen: Mittenwald II | Juli 2015

Eigentlich war die Fahrt mit dem Kranzberg-ESL nicht eingeplant. Da ich es aber satt hatte, in den letzten Tagen doch sehr Zeitplan-gebunden gewesen zu sein, ging es kurzerhand einmal durch Mittenwald rüber zum Lift - naja und früh genug für das restliche Tagesprogramm war es ja auch noch :wink:

Homepage Kranzberglift

Die Talstation war schnell gefunden, den Weg kannte ich noch von einem früheren Besuch. Was im Gegensatz zu damals allerdings sehr lang dauerte, war die Parkplatzsuche. Die wenigen Parkplätze an der Talstation waren alle belegt und bis runter ins Dorf wollte ich nicht. Also hieß es warten - irgendwann fuhr dann jemand weg und es konnte losgehen. Zumindest bis zur Kasse, wo sich ein Touristenpaar über sämtliche Ticketkombinationen informieren ließ. Aber auch diese Hürde war schließlich genommen.
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Der Lift klappert gemütlich vor sich hin. Im Winter erschließt er das kleine, urige Skigebiet am Kranzberg, das ich mir 2012 im Zwielicht genauer angesehen habe. Zuletzt gab es auch hier etwas Gerangel um den Weiterbetrieb - aktuell scheint es zumindest für die kommende Wintersaison aber gut auszusehen.
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Als Hersteller liest man häufig Pohlig, Baujahr 1950 (bei liftworld steht PHB, was aufgrund des Baujahrs schon nicht stimmen kann). Bei einigen Komponenten scheint Pohlig zu passen (Rollen, Stützenschäfte), bei anderen wäre die Ausführung zumindest untypisch (Antrieb, Abspannung, Sessel). Wobei es andererseits bei den sehr frühen Pohlig-ESL der 1950er auch nicht immer den später klassisch verwendeten Antriebsspannwagen (bspw. Dürrnbachhorn) gegeben hat (vgl. Untere Schlegelalm). Möglich, dass hier im Laufe der Jahre viel rumgebastelt wurde - zum Beispiel durch PHB, der ja einige Pohlig-Anlagen revisioniert hat, wie später wiederum PWH einige PHB-Anlagen :wink:
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Vor der jetzigen Anlage scheint es - zumindest in Teilen - noch eine Lift-Generation gegeben zu haben, wie man anhand alter Ansichtskarten erkennen kann (überdachte Sessel, andere Stützen). Das Stationsgebäude scheint jedenfalls noch original zu sein :wink:
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Ein schöner Holzverschlag wie am Setzberg :)
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In wenigen Gehminuten ist mit der Kranzberg-Gipfelbahn die ehemalige zweite Sektion erreicht. Die 10-PB von Karl Peter, Bj. 1955, ist nach dem viel zitierten tödlichen Unfall seit 1982 stillgelegt. Einen kurzen Betrieb soll es 2005 gegeben haben, seitdem ist aber leider wieder nichts mehr mit dem Gondel-Glück (kurze Zusammenfassung hier, ausführlicher hier (PDF) oder hier). Schade, hätte mir gut gefallen.
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Trassenverlauf der PB.
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Statt aufzusteigen schlenderte ich zurück zum Sessellift - für einen Einkehrschwung war es mir noch zu früh.
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Drüben grüßt die Karwendelbahn.
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Und im Tal die Antriebsstation, Marke rustikal. Das Schild vom Steurer, der den Lift vor ein paar Jahren fit gemacht hat, muss ich wohl ausversehen abgeschnitten haben.
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Cortina mit Umwegen: Ehrwald | Juli 2015

Einen kurzen lsap-Stop der besonderen Sorte legte ich in Ehrwald ein. Bei einem Skitag 2012 war ich von dort aus auf die Zugspitze gegondelt. Damals war mir die Talstation der alten Bleichert-Bahn zwar aufgefallen, aber genauer umgesehen hatte ich mich nicht. Das wollte ich jetzt nachholen und bei der Gelegenheit auch die ansehnliche Garaventa-PB von 2003 in Szene setzen.
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Links neu - mittlerweile die dritte Generation, nachdem die zweite nach einem Brand nach nur 12 Jahren Betrieb ersetzt werden musste - und rechts alt. Die erste Tiroler Zugspitzbahn wurde 1926 von Bleichert mit 19er Gondeln als zweite Seilbahn Österreichs und erste Nordtirols errichtet. Die Ära dieses frühen Seilbahnbaus sieht man der Talstation noch an, wie ich finde. Heuer feiert die TZB übrigens 90-jähriges Jubiläum. Auf der Seite www.vonbleichert.eu gibt es eine nette Zusammenstellung historischer Aufnahmen und Ansichtskarten der alten Bahnen.
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Die geringe Kapazität von zunächst 80 Pers/h hatte man im Laufe der Jahre bis zum Ersatz 1991 immer wieder aufgestockt. Eine ausführliche Chronik gibts auf der Homepage der TZB; wer Fließtext bevorzugt, findet diesen in einem Artikel der ISR; auf liftworld hat jemand eine kleine Version zusammengeschrieben:
1952:
- Neue Leichtmetallkabinen für 23 Personen.

1954:
- Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit auf 5m/s.

1959/60:
- Umbau auf 4 Wagenbetrieb durch die Firma Pohlig, mit Zwischenstation bei Stütze 4 (Skiabfahrt durchs Gamskar).
- Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit auf 7 m/s und Erweiterung der Kapazität auf 260 Pers/h
Von der ehemaligen Stützen-Zwischenstation gibt es bei wikipedia eine gute Aufnahme (klick). Zunächst endete die erste TZB unterhalb des Zugspitzkamms. Um zum Platt zu gelangen, musste ein Stollen durchlaufen werden. Ab 1964 war der Gipfel dann direkt mit einer zweiten Sektion, der Gipfel Tiroler Zugspitz-Gipfelbahn von PHB erschlossen: 2012 hab ich diese Mittelstation bei der Auffahrt vor die Linse bekommen (klick). Auf einem Foto von schifreak sieht man die Trasse der ehem. Gipfel-PB sehr gut (klick). Die alte Station verfällt derweil munter vor sich hin. Mehr technische Details, allerdings auf französisch, gibts bei RM.

Bei meiner Stipvisite 2015 wirkte die alte Talstation (li.) ungenutzt, machte aber einen deutlich besseren substanziellen Eindruck als das (an-)geschlossene Hotel. Teile des Antriebs (Originalaufnahme auf RM) scheinen übrigens in der Talstation noch erhalten zu sein. Sehr fotogen ist natürlich die PB von 2003 :wink: Damit verabschiedete ich mich auch schon wieder aus Ehrwald - und sparte mir die 42 Euro für die Berg- und Talfahrt.
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Ach, das mit den zwei Sektionen auf die Zugspitze wusste ich bis jetzt auch noch nicht. Naja, bei meiner Fahrt mit der TZB vor zwei Jahren waren wir ja auch in der tiefsten Suppe, sodass die Mittelstation bei weitem nicht erkennbar war ;)
 
Cortina mit Umwegen: Biberwier | Juli 2015

Meine bisherigen Umwege vor und hinter Cortina hatten mich zu so mancher Insel geführt - also zu altehrwürdigen Gebieten oder Einzelanlagen, die inmitten des bunten, modernisierten Touristentreibens ihr rumpelndes Dasein fristen. Gut, auf Mittenwald zuletzt trifft das nicht ganz zu, denn von Modernität kann man dort kaum sprechen. Dafür passt es zum Marienberg in Biberwier, der zwar in der ersten Sektion von einer 0815-KSB erschlossen wird, danach aber aus einer altmodischen Liftkette besteht. Grund für meinen Besuch war die zweite Sektion, die auch im Sommer läuft.

Homepage Marienberg

Eigentlich ein Grund zum Umdrehen: Der Blick auf die erste Sektion aus dem Jahr 2000, eine furchtbar flache, beschneite Piste und irgendeine Styler-Unterkunft rechts. Einziger Lichtblick von hier aus ist die alte Rodelbahn, die ich aber nicht gefahren bin.
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Kurzer Exkurs zur Erschließungsgeschichte des Skigebiets. Anstelle der heutigen KSB hat es zunächst den Skilift Marienberg I (DM?, ca. 1960er?) gegeben, der ab 1982 für eine unbekannte Anzahl an Jahren von einem Girak-ESL gedoppelt wurde. Auf dieser Ansichtskarte kann man oben links beide Lifte erkennen. Die zweite Sektion bildete der DM-SL Marienberg II, der beim Bau (1984 oder '88?) der noch bestehenden, gleichnamigen Girak-DSB um knapp zwei Drittel gekürzt wurde. Der klägliche Rest des heute Schöner Hang-Lift genannten Schleppers ist hier zu sehen: Tal- sowie Bergstation sind neu und der Ausstieg ist unterhalb des Steilstücks.
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Um ganz nach oben zu den beiden weiteren Schleppliften zu gelangen, nimmt man seit den 1980ern die Girak-DSB Marienberg II - der Grund meines Besuchs. Laut liftworld soll die Anlage 1984 zunächst als ESL gebaut und dann vier Jahre später auf DSB umgerüstet worden sein.
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Die Talstation ist zwar kein stilechter Bau mit Mehrfamilienhaus-Ausmaßen, aber dafür ein überraschend urig-gehaltener, offener Zweckbau mit ansprechender Holzverkleidung.
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Auf gut 1,5 KM Strecke wird hier gemütlich nach oben gesesselt; #werbrauchtschonseitwärtsschließsessel :wink: Ein Ersatz steht immer mal wieder im Raum; damals schüttelte man an der Talstation jedoch den Kopf und wollte von einem kurzfristigen Neubau nichts wissen. Recht so.
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Die Bergstation ist recht schlicht gehalten.
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Von dort gilt es einige Höhenmeter aufzusteigen, um zur ehem. Bergstation (r.) des Schöner Hang-Lifts (ex Marienberg II) zu gelangen. Diese Ansichtskarte ermöglicht die Reise in die Vergangenheit :wink:
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Nix mehr zu sehen.
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Der SL endet heute auf Höhe des mittleren Hochspannungsmasts.
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Das nebenan liegende Gipfelhaus Marienberg hat man gleich mit zugesperrt. Schade, eine kühle Erfrischung mit einem Wurstsalat hätt ich gut vertragen.
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Stattdessen stieg ich die letzten Meter zur Bergkante auf, wo auch die beiden dieselbetriebenen Höhenlifte Joch- (l.) und Almlift enden.
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Blick die Trasse des hintenrum-SL Almlift hinab; eine Anlage der Kategorie 'hier noch ein Lift, das wärs'. Da unten hätt ich vielleicht sogar meinen Wurstsalat bekommen, aber irgendwie wars mir dann doch zu weit - also zurück zur DSB.
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Wo kein Bürgersteig, da klappt man zumindest die Rückenlehnen hoch. Der Lift lief aber noch.
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Von der zweiten in die erste Sektion wechselte ich wieder von der Latten- in die Lederklasse.
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Ach ja... Wenn der Marienberg nicht mit ein gemeinsames Ticket mit dem Grubigstein hätte, wäre ich dort sicher schonmal gefahren. So ist das Gebiet für Gäste auf der Durchreise einfach zu teuer.
 
Cortina mit Umwegen: Bichlbach | Juli 2015

Wohin im Anschluß an Biberwier? Für schnöde EUBs wollte ich kein Geld ausgeben, stattdessen entschied ich mich für eine kleine lsap-Tour entlang des Fernpaß. Im Winter war dafür bislang nie Zeit gewesen, das holte ich jetzt nach. Eine kleine Übersicht der vielen abgebauten Lifte sowie einige ergänzende Fotos finden sich in diesem Topic.

Zwischen Bichlbach und Berwang erschloß einst der Mähberglift zwei kurze Pisten. Nach der Waldschneise war unterhalb des Rodungsgebiets schon wieder Schluss. Glücklicherweise hat man es sich damals geleistet, den Lift auf dieser Ansichtskarte abzubilden.
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Der Gang ums Gebäude verhieß schon einmal Gutes :)
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Denn in der Station finden sich lauter Reste des ehemaligen Skilifts, inklusive Spannschlitten, den man bereits seines Antriebs beraubt hat.
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Bei der Entsorgung war man hier nicht ganz so gründlich, sogar einen Hinweis auf den Liftnamen hat man hinterlassen.
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Auf anderen Ansichtskarten (hier und hier) ist ein weiterer Skilift in Bichlbach zu sehen. Vermutlich handelt es sich dabei um den Vorgänger des heutigen Sonnenbichllifts. Dort hielt ich mich dann aber nicht weiter auf, sondern fuhr weiter nach Berwang.
 
Cortina mit Umwegen: Berwang | Juli 2015

Im Süden von Berwang hat es mal einen Skigebiets-Teil mit 2 ESL (Mulden & Hochbichl) und einem SL (Hönig) gegeben, die man vor ein paar Jahren allesamt aufgegeben hat. Während der Höniglift noch komplett erhalten ist - und einige von der Wiederinbetriebnahme träumen - stehen vom Muldenlift nur mehr das Talstationsgebäude und vom Hochbichllift höchstens noch ein paar Fundamente. Eine ausführliche Dokumentation der Anlagen aus 2009 gibt es hier, einige Sommerbilder vor der Demontage hier. Für einen Skigebiets-Überblick empfehle ich vovos Bericht aus 2009.

Der Höniglift (uralt DM) ist noch erhalten, läuft aber nicht mehr (ausführliche Dokumentation hier). Ohne die abgebauten ESL ist er vom Rest des Gebiets abgeschnitten.
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Talstation des Muldenlifts (Swoboda, 1966-2006), in der Trasse am linken Bildrand verläuft der Höniglift.
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Viel zu sehen war leider nicht; den Antrieb im Gebäude hat man auch rückgebaut (Vergleichsfoto von vovo).
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War mit gut 400 m Strecke eine arg kurze Angelegenheit und hauptsächlich Rückbringer vom Höniglift.
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Vom Hochbichllift (Felix Wopfner, 1957-2007) ist im Tal überhaupt nichts mehr zu sehen, auch das Stationsgebäude hat man plattgemacht (Vergleichsfoto von vovo). Am Berg sollten noch Fundamente stehen. War ein Wopfner-Dino-Unikat mit Portalstützen. Die Piste links oben würde vom Höniglift bedient.
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Die Reste der übrigen ESL im Gebiet sind hier zusammengetragen.
 
starli schrieb:
Zottel schrieb:
Wohin im Anschluß an Biberwier? Für schnöde EUBs wollte ich kein Geld ausgeben,
Naja, die alten Bahnen am Laber und Eckbauer wären aber auch immer einen Zwischenstopp wert :)
Oder am Hörnle... Kannte ich aber allesamt schon und ich wollte die Chance nutzen, dort zu halten, wo ich sonst nur vorbeifahre.
 
Cortina mit Umwegen: Heiterwang | Juli 2015

Nächster lsap-Stop nach kurzer Fahrt war in Heiterwang, wo am Ortsrand einmal der Thanellerlift stand (nicht zu verwechseln mit dem Thanellerkarlift in Berwang). Soll ein DM mit schrägen T-Stützen gewesen und um 2003 rum abgebaut worden sein.

Aus der Entfernung sind Trasse und Piste gut zu sehen. Nach rechts weg gab es laut altem Pistenplan eine Verbindung zum noch bestehenden Karlift, der als einer der wenigen verbliebenen Einzel-SL in der Gegend noch seine Runden dreht (Winterbericht starli aus 2016).
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Zünftiger Stationsbau mit breiter Pistenautobahn. vovo hat sich mal die Mühe gemacht, die Trasse abzulaufen.
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Kompaktstation aus dem letzten Jahrtausend: Rechts die Bullygarage, in der Mitte wird der Antriebspilz gestanden haben und links der Eingang zur Kassa oder dem Liftstüberl.
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Cortina mit Umwegen: Scharnitz | Juli 2015

Eines der Haus- oder besser AF-gemachten lsap-Mysterien liegt am Mühlberg in Scharnitz. Die Chronologie der Anlagen dort ist nicht ganz klar - angefangen hat es wohl mit einem SL, dem möglicherweise ESL, DSB und dann sicher KSB und wieder eine DSB folgten. Nachzulesen in diesem Topic. Dort findet sich folgender Versuch einer Chronik:

Petz schrieb:
Dachstein schrieb:
Also versuchen wir die Sache mal aus den bis jetzt bekanntgewordenen Daten zu rekonstruieren:

Zuerst:
Leitner Doppelschlepper
Leitner ESL (1988)
Felix Wopfner DKSB (1989)
Felix Wopfner DSB (1995), abgetragen 2007.

Interessant auch die Tatsache: es sollen Teile eines ESLs aus Westendorf (Laut den Schrieben aus Scharnitz) verwendet worden sein. Könnte one_only80 das meinen? Nur was ist dann mit der Antriebsscheibe?

MFG Dachstein

Die Leitnersesselbahn müßte älter d. h. vor etwa 1980 gebaut worden sein, wenn die Gemeinde Scharnitz von einem ESB Baujahr 88 schreibt, müßte dies schon der Nachfolger sein.

starlis Bilder sind zurzeit offline, auf lost-ropeways.de gibt es noch Aufnahmen der letzten Anlage am Mühlberg - damals schon stillgelegt sowie zur DSB rückgebaut. Die KSB-Anteile der Wopfner-Bahn sind dann in Imst in Form der Alpjochbahn weiterverwendet worden.

Neues gab es 2015 in Scharnitz nicht zu entdecken. Ich wollte mir die kläglichen Reste nur einmal selbst aus der Nähe ansehen, nachdem ich auch hier - wie an Heiterwang & Co. - bislang immer nur vorbeigefahren war. Zunächst kurze Stipvisite beim Brandllift, der links des lsap-Gebiets liegt und noch in Betrieb ist (Stand 2015/16). War der mal über einen Ziehweg angebunden?

Homepage Brandllift (derzeit nur semi-aktiv)

Trasse und Piste - eher was für Anfänger.
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Schöner DM-Lift aus Anno-dazumal.
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Zurück zu den Resten am Mühlberg: Aus der Ferne sind Trasse (bis ganz oben) und unterer Teil der ansprechend breiten Abfahrt gut zu erkennen. Wenn ich die Luftbilder richtig deute, gab es aber nur die eine Piste, die sich rechts der Sesselbahn entlangschlängelte.
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Ein Teil des Stationsgebäudes steht noch, der andere Teil ist halbherzig weggerissen... Wie die Station mal zu KSB-Zeiten ausgesehen hat, ist in diesem genialen Wopfner-Werbe-Video zu sehen (Minute 2:30; weitere Impressionen der Anlage bis Minute 3:05) - unbedingt mit Ton genießen. Ein Profilbild der Station zu DSB-Zeiten gibt es hier.
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Dachsteins Kommentar von vor acht Jahren passt noch immer: "Wo nicht überall Wopfner draufstehen kann..." :wink:
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Die Trasse wächst langsam zu. Wer sich für die einzelnen noch vorhandenen Fundamente interessiert; Radim ist die Trasse 2014 abgelaufen.
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Neben den Gebäude-Resten und Wopfner-Aufklebern hat man auch noch Teile des Förderseils hinterlassen.
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