Warsteiner... sag bloß nix mehr, wenn mal wieder ein Erdinger-Bild kommt :lol:
Soso, eine kleine Entspannungswanderung auf dem 5-Seidla-Steig - viel Spaß dabei! Den hab ich auch noch auf meiner Rechnung stehen. Zum Weißenoher und zum Lindenbräu hätte ich drei kleine Berichte aus meinem Bier-Adventskalender 2012:
Adventskalender, 19.12.
Kaum zu glauben aber wahr, es gibt tatsächlich fränkische Brauereien und Biere, die mir nicht bekannt sind. So auch heute - Vollbier aus der Brauerei-Mälzerei Lindenbräu in Gräfenberg, alc. 5,2 % vol..
Der erste Eindruck nach dem "Plopp" - das Vollbier ist in einer Bügelverschlussflasche abgefüllt - ist angenehm und positiv: Das Bier riecht malzig-würzig, ohne Röst- oder Raucharomen, und recht süffig. Genau so gestaltet sich auch der Antrunk, sehr vollmundig, kräftig und mit guter Süffigkeit, dazu deutlich süßlich. Im Mittelteil gesellt sich ein ganz klein wenig Hopfenbittere dazu, die den Geschmack sehr gut ergänzt und abrundet. Auch im Abgang und nachfolgend bleibt ein sehr angenehm guter, süffiger und malziger Geschmack hängen, und auch die leicht ölige Konsistenz haftet noch eine gewisse Zeit am Gaumen.
Ein sehr guter Stoff, der mich überzeugen kann. Allerdings mit einem kleinen Wermutstropfen: Es fehlt etwas an der Spritzigkeit, trotz sehr gutem Geruch und Geschmack trinkt sich das Lindenbräu Vollbier ein bisschen schal. Aber unterm Strich trotzdem ein klares "Daumen hoch"!
Adventskalender, 16.12.
Einen schönen 3. Advent allerseits wünsche ich! Nach dem "Bonifatius Dunkel" vom 06.12. gibt es heute nochmals ein Bier aus der Weißenoher Klosterbrauerei, und zwar das "Altfränkisch Klosterbier", alc. 5,1 % vol..
Die machen schon extrem auf "Kloster", die Schrift, die Optik usw.. Und im (extrem) Kleingedruckten steht dann "in der Brautradition des ehemaligen Benediktinerklosters" und "Familienbesitz in der fünften Generation". Ist also eine ganz normale Privatbrauerei, die auf früherer klösterlicher (Brau-)Vergangenheit herumreitet. Finde ich etwas irreführend, aber das muss ja dem Bier keinen Abbruch machen...
Und um dieses geht es ja. Im Geruch zeigt es sich sehr frisch und kräftig und ganz leicht süßlich, was sofort Lust auf "mehr" macht. Der Antrunk gibt sich zunächst recht würzig und spritzig mit kräftigem Aufschäumen im Mund. Dann gleitet der Geschmack leider ziemlich schnell in eine deutliche Hopfenbittere über, die dazu noch etwas säuerlich abgeht. Der bittere Nachgeschmack bleibt unangenehm und lange im Rachen hängen.
Leider hält dieses Bier nicht, was der Geruch verspricht. Und irgendwie schmeckt es mit jedem Schluck weniger gut. Schade, da war das "Bonifatius Dunkel" um Klassen besser.
Adventskalender, 06.12.:
Mal sehen, was der Nikolaus mir heute ins Fach gestellt hat. Ah, ein Bonifatius Dunkel (alc. 5,1 % vol.) aus der Klosterbrauerei Weißenohe. Die Brauerei ist mir geläufig, das Weizen kenn ich, aber das Dunkle ist mir neu.
Maurerflasche, gelb-ockerfarbene Etiketten, altdeutsche Schrift, altes Bild vom Kloster, "künstlich" alte Schrift... die Optik macht schon was her, das Bier soll "klösterlich-historisch" aussehen. Beim Öffnen verbreitet sich ein angenehm kräftiger, deutlich süßlicher Geruch, der sofort nach einem ersten Schluck schreit.
Und der hält, was der Geruch verspricht: Sofort verbreitet sich ein würziger, sehr vollmundiger und kräftiger Geschmack im Mund, der hervorragend mit der leicht öligen Konsistenz des Bieres harmoniert. Dazu gesellt sich ein "Hauch von Rauch" gepaart mit einer leichten Süßlichkeit. Diese Geschmacksmischung bleibt auch im Abgang bestehen. Sehr süffig... Gleich noch einen Schluck nehmen

Geschmacklich erinnert das Bonifatius Dunkel durch die Süßlichkeit und Würze ziemlich an ein Bockbier, auch wenn es keines ist. Auf jeden Fall ein sehr süffiger Stoff!