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Das Ende des DMC...

ThomasK hat uns hier vor einigen Jahren schonmal ordentlich Hirngespinnste zum Thema 3S angeboten. Ich dachte eigentlich, dass hätte sich normalisiert?

@8000 Personen/h, bzw. (besoffene) Skifahrer autonom mit Auro transportieren: Das wird ein großer Spaß und den schau ich mir gerne an, wenn die ersten in der Tür stehen und sie nicht mehr schließt. :lach:
 
Aus meiner Sicht ist die Tri Line nicht das Ende der 3S Bahn sondern deren Revolution. Die 3S-Kabinen sind eigentlich zu groß zum optimal Füllen und die Stationen zu aufwendig! Die Tri Line ist einfach die neue 3S von Doppelmayr!
Bei den EUB war es doch auch ähnlich. Als erstes kamen EUB mit aufwendigen Stationen. Dann wurden die Stationen kompakter und weniger aufwendig. Der Preis für den Hersteller und vielleicht sogar für den Endkunden ist gesunken. Das passiert gerade so mit der Doppelmayr 3S-Bahn.
Von den Kabinen her versuchte man, auch bei den EUB, mit großen Kabinen und Doppelklemmen die Förderleistung zu erhöhen, um anschließend wieder kleiner Kabinen mit Einzelklemmen zu entwickeln. Der Füllungsgrad von den 10 EUB ist sicher besser als von den 15 Conus EUBs und dadurch auch die tatsächliche Förderleistung höher!
Ich bin mir ziemlich sicher, das Leitner schon an einem ähnlichem System arbeitet und spätestens in 1 bis 2 Jahren sein Produkt mit ähnlichen Daten auf den Markt bringen wird, da aus meiner Sicht die 3S-Bahnen in der bisherigen Form mit der Tri Line überholt sind!
 
scf schrieb:
Aus meiner Sicht ist die Tri Line nicht das Ende der 3S Bahn sondern deren Revolution. Die 3S-Kabinen sind eigentlich zu groß zum optimal Füllen

Das würde ich anders sehen.
Wenn ich mir in Ischgl die pardatschgratbahn oder im Stubaital die Eisgratbahn anschaue: Wenn wirklich andrang ist, wird jede Kabine bis zum letztem gefüllt.
Anders ist es bei 8-Kabinen - hier bleiben oft 1 oder 2 Plätze frei - was bei einer 8er Gondel dann ja schon 12 bzw. 25% Prozent verlust sind.
Von daher würde ich sagen, dass die Auslastung bei den großen 3S Kabinen sogar besser ist als ein 8er/10er Kabinen
 
Hat das nicht schon jemand unter unterschiedlichen Bedingungen Zeiten Tage, saisonal etc. real gezählt?
Wäre für die Betreiber ja betriebswirtschaftlich wichtig um in den Stosszeiten die Leute wegzuschaffen und um zu klären ob sich die sicherlich nötigen Mehrinvestituonen lohnen.
Abseits von den Versprechungen der Verkausabteilungen...

Wenn nicht wäre das mal was als Thema für nen Studenten der in der Branche später mal Kariere machen will...
 
Christopher schrieb:
ThomasK hat uns hier vor einigen Jahren schonmal ordentlich Hirngespinnste zum Thema 3S angeboten. Ich dachte eigentlich, dass hätte sich normalisiert?

@8000 Personen/h, bzw. (besoffene) Skifahrer autonom mit Auro transportieren: Das wird ein großer Spaß und den schau ich mir gerne an, wenn die ersten in der Tür stehen und sie nicht mehr schließt. :lach:


Du solltest dir angewöhnen, nicht mit Polemik und Unterstellungen zu arbeiten.

Ich schrieb AUSDRÜCKLICH, dass ich die 8000 pph von Doppelmayr für unrealistisch halte. Ich gehe eher im ÖPNV von 6000 pph aus und bei sportlichen Skifahrern von bis zu 7000 pph.

Wenn du dich mit Tagesganglinien auskennen würdest, dann wüsstest du, dass die Spitzenbelastungen nur zeitweise auftreten; in der übrigen Zeit kann Personal eingespart werden.

Da zudem der Kuchen der Skifahrer immer geringer wird und die Klimaerwärmung zu einer Reduktion des Skibetriebes führen wird und viele Bergbahnen überlegen müssen, wie sie Kosten reduzieren, ist die logische Konsequenz, dass man verstärkt darauf achtet, Personalkosten zu reduzieren.

Abgesehen davon geht der Trend dahin, Seilbahnsysteme effizienter einzusetzen, d.h. einige wenige wesentlich lesitungsfähigere Anlagen ersetzen mehrere personalintensive leistungsschwächere Anlagen.

Vor allem: Eine Reduktion des Stützenwaldes spart Aufwendungen bei der Revision.
 
skifam schrieb:
Hat das nicht schon jemand unter unterschiedlichen Bedingungen Zeiten Tage, saisonal etc. real gezählt?
Wäre für die Betreiber ja betriebswirtschaftlich wichtig um in den Stosszeiten die Leute wegzuschaffen und um zu klären ob sich die sicherlich nötigen Mehrinvestituonen lohnen.
Abseits von den Versprechungen der Verkausabteilungen...

Wenn nicht wäre das mal was als Thema für nen Studenten der in der Branche später mal Kariere machen will...

Da braucht es keinen Studenten für - das liefert SkiData.
Anhang der Durchgänge durch die Drehkreuze hat man ja ziemlich genau die realen Zahlen. Die paar Leute, die zusätzlich Mitfahren ohne durchs Drehkreuz zu gehen (z.B. Personal) dürften zu vernachlässigen sein.

Wenn ich mir jetzt z.B.:
https://www.skidata.com/de/produkte-services/produkte-fuer-skigebiete/berichte-statistiken/
anschaue, wette ich, das die SkiData Software auch dafür bereits Reports zur Verfügung stellt
Hier wird man also problemlos die real erzielte maximale Kapazität ablesen können - inkl. aller Verringerungen durch Stops und Verlangsamungen
 
Gut aber was ist denn dann am effizientesten in Bezug auf die Investitionen?
Ich meine eine klare Antwort wird es kaum geben, sonst würden sie nicht immerwieder die Produkte anpassen....

Dazu sollten dann eher die Spezis sprechen...
 
Es ist egal welcher Hersteller.
Wenn der Kunde ein Produkt haben will dann wird es auch noch bekommen.
Preis sei mal dahingestellt.


Lustig finde ich den Vergleich mit der Eisenbahn. Der hier mal erwähnt wird.
Auch das ersetzen von mehreren Anlagen durch eine und dieser gigantischen Förderleistung, die genannt wurde.

Das funktioniert alles sehr gut auf dem Papier aber nicht in Wirklichkeit.


Bei einer Eisenbahn ist Fahrzeug mit Antrieb und Schienen vorhanden.
Geht ein Zug kaputt muss er z.B. abgeschleppt werden und kommt erstmal auf das Abstellgleis.
Das führt zu Verzögerungen, aber nicht zum Totalausfall der Strecke.

Wenn bei einer Seilbahn der Antrieb streikt, dann steht die komplette Strecke. Dann ist die Förderleistung 0.
Habe ich noch eine weitere Anlage, dann kann diese das etwas auffangen.
Nicht umsonst haben Ischgl, Sölden, Hintertux usw. zwei Zubringer.

Da wären wir dann schon beim zweiten Fall, der natürlich laut der Werbung, nie vorkommt. Auch wenn er durch verschiedene Maßnahmen auf ein minimum reduziert wurde. Die Seilbahn steht. Wir haben den 24.12. um 15h. Nix geht mehr. Es muss abgeseilt werden. Da bin ich mal gespannt wie lange es dauert so viele 20 Personen Gondeln die an der Monsteranlage hängen leer zu bekommen.
 
ThomasK schrieb:
Historisch gesehen sehe ich die Situation so, dass dadurch, dass die 3S-Bahn ursprünglich von Von Roll entwickelt wurde und das Funitel von Doppelmayr, die 3S-Bahn in ihrer Ausbreitung gehemmt war, weil Von Roll wirtschaftlich nicht gegen Doppelmayr ankam.
Doppelmayr wollte somit seine eigene Entwicklung Funitel vermarkten und war zunächst nicht an der 3S-Bahn interessiert. Das änderte sich erst mit der Übernahme von Von Roll durch Doppelmayr. Doppelmayr war nun Eigentümer der Patente für die 3S-Bahn und hatte nun ein eigenes ökonomisches Interesse, die 3S-Bahn weiter zu entwickeln.

Naja, der Vorteil eines Funitels zur 3S ist - trotz all der Nachteile - seine Kompaktheit. Außerdem dürften die Baukosten deutlich niedriger liegen als bei einer 3S. Den Gletscherbus III zB. kann ich mir schwer als 3S vorstellen. Da hat man sich erst vor wenigen Jahren daran gewagt, solch riesige Stationen im exponierten Gelände zu bauen. (Klein-Matterhorn) Die kompakten TRI-Line-Stationen sind hier natürlich klar im Vorteil für den Betreiber.
 
Die Tage des ersten DMC (Pontillas) sind gezählt, Ersatz durch die erste Poma 10er EUB mit 7m/s Frankreichs offenbar dieses oder nächstes Jahr.

Es gibt ein neues, sehr detailreiches Video inkl. Stationstechnik:
 
Die Tage sind leider nicht gezählt, sondern abgelaufen. Das Seil und mind. 1 Stütze wurden schon entfernt. :(
 
Es ist schon alles abgebrochen, evtl. Bergstation steht noch. Die neue 10EUB wird im Dezember 2023 eröffnet.
 
Woher hast du das, dass das DMC in St. Gervais dieses Jahr abgerissen wird? Der Ersatz soll doch erst nächstes Jahr erfolgen, dann hätte man eine Saison keinen Lift dort...

Bzgl. der "7 m/s"-EUB würde ich sagen, dass sie die Teile dann auch mal dauerhaft mit der Geschwindigkeit laufen lassen sollen. Wenn die Bahn theoretisch 7 m/s schafft, aber 90% der Zeit im Schleichmodus fährt, kann man sich das auch gleich sparen.
 
Naja, wird man wohl zu Stoßzeiten in der Früh machen und den restlichen Tag mit "schleichenden" 6m/s fahren. Man spart sich dadurch das Zu-/Abhängen von FBMs im laufenden Betrieb.
 
j-d-s schrieb:
Woher hast du das, dass das DMC in St. Gervais dieses Jahr abgerissen wird? Der Ersatz soll doch erst nächstes Jahr erfolgen, dann hätte man eine Saison keinen Lift dort...

Bzgl. der "7 m/s"-EUB würde ich sagen, dass sie die Teile dann auch mal dauerhaft mit der Geschwindigkeit laufen lassen sollen. Wenn die Bahn theoretisch 7 m/s schafft, aber 90% der Zeit im Schleichmodus fährt, kann man sich das auch gleich sparen.
Ja, hast recht. Sorry.
Aktuell bleibt das DMC noch bestehen.
Da hatte ich etwas verwechselt...
 
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