Gestern nutzte ich das Schönwetter-Intermezzo und fuhr zuerst auf die Madrisa hoch. Nur schon die Bergfahrt war ein Träumchen. Oben war es dann recht kalt. Der Neuschnee, den es zuvor gab, war noch praktisch überall als Pulverschnee vorhanden. Erst nach dem Mittag sulzte er langsam auf.
Leider gab es trotz der vielen schönen Eindrücke zwei Wermutstropfen: Die Skilifte Glatteggen und Madrisa waren geschlossen. Bei Ersterem war wahrscheinlich die Schneelage im unteren Bereich des Trassees nach wie vor zu dünn für eine Öffnung. Beim Madrisalift hingegen könnte ich mir vorstellen, dass die Betreiber die Lawinensicherungsarbeiten nur für einen einzigen schönen Tag nicht extra vornehmen wollten. Vielleicht öffnen sie den Lift ja für Ostern nochmals...
Blick hinüber zur Gotschna.
Erste Fahrt im Schaffürggli. So winterlich habe ich die Madrisa diesen Winter glaub ich noch nie erlebt.
Die Ruchläger-Piste wurde im Mittelstück zweigeteilt und für ein Rennen verwendet.
Aus heutiger Sicht beinahe unverständlich, dass die Ruchläger-Piste über so viele Jahre nicht mehr präpariert wurde und erst heuer ihr Comeback feierte... Sie ist einfach toll zu fahren und bietet eine super Aussicht.
Blick zum geschlossenen Madrisalift hoch. Hier wäre ich sehr gerne noch 2,3 mal gefahren.
Blick auf die Bergstation Zügenhüttli.
Auf der Talabfahrt durch das immer noch verschneite Schlappintal. Oben in den engen Kehren im Wald war die Piste etwas herausfordernd, es war ein Gemisch zwischen harter Unterlage, frischem Pulver und kleinen Sulzhaufen. Und dann auf der langen Geraden aber recht gut zu fahren und bis zum Ende mit ausreichend Schnee.
Nun wollten wir das Gebiet wechseln. Um 14.20 Uhr kamen wir bei der Kanonenbar an. "Perfekt", dachte ich. Den Zug um 14.24 Uhr am Bahnhof unten schaffen wir zwar nicht mehr, aber um 14.25 Uhr sollte doch direkt bei der Madrisabahn ein Bus fahren. Weit gefehlt, der Bus fährt in einem etwas seltsamen Takt und lässt nachmittags einige Kurse aus. So mussten wir bis 14.40 Uhr warten... Da die Gotschnabahn auch nur im Viertelstundetakt fuhr, mussten wir dort abermals etwas warten. Janu, der Freude an diesem schönen Tag tat dies keinen Abbruch
Bevor es nach Davos runter gehen sollte, wollten mein Kumpel und ich noch einmal den Schwarzseealp-Sessel fahren, da wir beide in dieser Saison bislang noch nicht dazu kamen. Wir. Wählten den direktesten Weg via Hirtenhütte. Hier mit super Ausblick nach Davos.
Via Hochroute (übrigens sensationelle Verhältnisse im Casannahang) und Piste 23 ging es zur Schifer Talstation.
Nach der Fahrt mit der Schiferbahn traten wir den Weg Richtung Wolfgang an. Zuerst ging es bei der Bergstation Meierhoftälli über den Steilhang (der zu meinem Erstaunen endlich wieder mal präpariert war) auf die 11, vorbei an der Talstation (siehe Foto) und via Besenbinder ins Tal. Die beiden Steilhänge waren sehr gut zu fahren, lediglich im unteren, flacheren Teil war die Piste recht holprig. Aber dies ist angesichts der fortgeschrittenen Tageszeit auch kein Wunder...