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Denkmalschutzwürdige Schweizer Bergbahnen

Ich gebe mich ja auch mit wenig zufrieden. :) Ich wäre schon zufrieden, wenn man wenigstens eine dieser 3 Bahnen erhalten könnte und momentan sieht's ja noch nicht danach aus.
Kandersteg ist indes unrealistisch weil dort die Trasse für den Neubau gebraucht wird. Aber ob das Denkmal nun am Gumen oder Weissenstein erhalten bleibt, ist mir einerlei.

Am schönsten wäre es zweifellos, die Weissensteinbahn inklusive Mittelstation zu erhalten.
 
Kandersteg hat leider schon zu konkrete Pläne, als dass man dort noch etwas machen könnte. Ich meine, die Bahn könnte ja auch 10 Meter daneben stehen (!) Die Trasse muss ja nicht 100% deckend sein.
 
theoretisch schon. Nur ist dies meist teurer als ein Ersatz auf bestehender Trasse (ev. neue Schneisen, Wertverminderung von Landwirtschaftsflächen, motzende Anwohner usw.). Und von daher würde ich mich schon eher dafür einsetzen, dass eine der drei erhalten bleibt, wo der Neubau ohnehin eine neue Trasse braucht.
 
Also Weissenstein! 2 Sektionen, sowieso neue Trasse = alles was das Herz begehrt.

Wie waren eigentlich die Bahnen in Grindelwald? Waren das zweimal zwei Sektionen?
 
Wäre mir neu, dass das zwei Bahnen gewesen sind. Bin aber offen für entsprechende Bestätigungen.
 
Der Denkmalschutz der Schwei und auch der heimatschutz haben anderes zu tun als veraltete Seilbahnanlagen unter Schutz zu stellen.

Für diese Organisationen trifft nur ein zu: Immer wenn man sie braucht sind sie nicht da.
Die haben eine grosse Klappe und sind nur darauf aus grossen, wo man auch in die Medien kommt, in die Suppe zu spucken. Wenn mal ein einfacher Bürger was will sind sie Monatelang nicht erreichbar.
Das ist übrigens keine Behauptung sondern leider die traurige Wahrheit.

Zurück zum Thema: Es mag vielleicht ein paar in bestimmten Teilen erhaltenswerte Anlagen geben. Schützenswerte gibt es hingegen bestimmt keine.
 
Zurück zum Thema: Es mag vielleicht ein paar in bestimmten Teilen erhaltenswerte Anlagen geben. Schützenswerte gibt es hingegen bestimmt keine.
Sicher ist es schwierig, aus der Ferne ein Urteil abzugeben.
Ich finde es jedoch gut, dass es bei euch noch solche Anlagen wie die Reichenbachfallbahn, die Sonnenbergbahn und die Stanserhornbahn gibt.
Allein schon von der Optik her gefallen mit die Wagen deutlich besser als der heutige DM-Einheitsbrei - und wenn's dem Tourismus gut tut ist das ja auch kein schlechtes Argument pro Denkmalschutz. Vielleicht dankens dir auch deine Enkel einmal, dass ihr diese Anlagen erhalten habt.
Pendolino
 
Ich nehme die Weissenstein-Diskussion nochmals hier auf, denn im Neuheiten-Topic ist sie auf jeden Fall OT.

Ich kann die von Hägar geäussterten Bedenken nachvollziehen und verstehe die Beamten beim BAV sehr gut, dass sie bei den Auflagen für historische Anlagen keine grossen Zugeständnisse machen können. Die haben wie erwähnt sicherlich bereits jetzt gewisse Haftungsrisiken aufgrund der laufend gewährten Ausnahmen.

Dennoch ist aus meiner Sicht eine Lösung denkbar, die alle Beteiligten zufriedenstellt. Nehmen wir als Beispiel, dass sich ein Verein gründet, der die Gumenbahn museal betreiben will. Aus meiner Branche kenne ich das Prinzip, dass von technischen Vorschriften abgewichen werden kann, wenn das Ziel der Vorschriften - nämlich die Sicherheit - auf andere Art und Weise sichergestellt wird. Ein Verein hat ja die Eigenart, dass da unheimlich viele Leute gerne und mit Engagement zu Werke gehen. Es könnte daher machbar sein, in gewissem Umfang Technik durch Menschen zu ersetzten. Im Extremfall würde das so aussehen:

An den 10 Betriebswochenenden im Sommer würde an jeder Stütze und an jeder Stationsausfahrt ein Vereinsmitglied stehen, ausgerüstet mit einem speziellen Funkgerät, das die Befehle "Not-Aus" (für den Fall einer Entgleisung) und "sanfte Verzögerung bis zum Stillstand" (bei Klemmenrutschen) übertragen kann. Ausserdem würde ich seitens BAV die Betriebsgeschwindigkeit auf 1,8 m/s reduzieren. Das erhöht die Sicherheit und stört die Fahrgäste nicht, da die ja mit einer Museumsbahn nicht möglichst schnell oben sein wollen, sondern möglichst lange damit fahren wollen. Wenn das ganze dann noch ohne Zustupf vom Staat erfolgt, dann können doch alle zufrieden sein:
- Das BAV, weil die Sicherheit durch Auflagen hergestellt ist und weil der Anspruch des Übertragens auf neuere Bahnen ausgeschlossen ist.
- Die Skifahrer, weil sie diese Bahn überhaupt nicht interessieren muss - sie läuft nicht mehr im Winter und ist nicht Bestandteil des Skigebietes.
- Die Freunde historischer Bahnen, weil dieses Kulturdenkmal erhalten bleibt.
- Der Steuerzahler, weil es ihn nicht belastet.

Voraussetzung ist natürlich, dass sich ein paar hundert Enthusiasten finden, die Bereit sind, ihre Freizeit und ihr Geld in das Projekt zu stecken. Wenn der Zuspruch nur halb so gross ist wie bei der DFB, dann sollte das klappen. :wink:

Ob mein Szenario realistisch ist was das BAV betrifft, kann ich als Laie nicht beurteilen, aber dieses Szenario wäre aus meiner Sicht das einzig denkbare, das zum Erhalt einer solchen Bahn führen könnte.
 
^^ Nur dass vermutlich die Stützenbewacher einschlafen würden weil zu 99.999% nichts passiert :wink:

Ich weis trotzdem nicht, ob das BAV das zulassen würde. Das Problem ist vorallem, dass die Bahn an modernen Massstäben gemessen wird, die Stützenaktion würde den Schreibtischseilbahner eher noch mehr zur Überzeugung bringen, dass es sich um eine gefährliche Bahn handelt.
 
Da möchte ich den mal sehen, der angesichts aktueller Vrokommnisse eine Entscheidung für ein solches Vorgehen treffen würde, wie Chasseral es beschrieben hat. Derjenige würde jetzt schon mit einem Bein im Knast stehen.
 
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