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Devisenkurse und Tourismus

Rüganer schrieb:
Das wäre doch der beste Werbeslogan fürs Skifahren auf schweizer Pisten : Bei uns gibts viel Platz für Sie !

:lach:
Es wär ja wirklich lustig, wenns nicht so traurig wäre :nein: das wird ein wirklich spannendes Jahr.
Uff gerade mal nachgesehen, Hoch-Ybrig Tagespass 51Sfr = 44,50 € 8O
 
Und wenn die Schweizer nicht bald mal ihre Unterkünfte etwas weniger altbacken gestalten und modernisieren, ist der Zug komplett abgefahren. Unkomfortable Quartiere mit teurem Franken = ein no-go für Familien.
 
Der Euro steht jetzt auf ca. 1,08 SFR, wer mit Karte aus dem Euroraum am Automaten in der CH Geld bezieht, kann also (mit wenigen Rappen Abweichung) wirklich faktisch 1 : 1 rechnen.
 
Jetzt reparieren die schon ihre Züge bei uns :mrgreen:
Jede Menge SBB-Personenwagons stehen vor einer Wartungshalle in Hamburg (z.B. Radsatzwechsel und keine Ahnung, was die noch dadrin veranstalten). Hier und da mal ne Hercules von der ÖBB ist normal, aber SBB... selten...
 
.. der richtige Zeitpunkt für die Schweizer, den Euro einzuführen - so viel wie jetzt hättet ihr für eure Sparguthaben noch nicht bekommen :)

BTW, wieso kaufen alle CHF und wieso nicht NOK? Eigentlich ist Norwegen doch ein reicheres Land als die Schweiz, aber NOK-EUR ist relativ stabil in den letzten Jahren..
 
Also ich würde gerne mal wieder nach Zermatt oder auch in andere Schweizer Gebiete aber im Moment...nene. Da kann ich ja in Italien fast ne Woche länger gehen. Sorry du schöne Schweiz, aber ohne mich. Selbst die Schweizer Vignette ist ja im Moment abartig teuer.
 
starli schrieb:
.. der richtige Zeitpunkt für die Schweizer, den Euro einzuführen - so viel wie jetzt hättet ihr für eure Sparguthaben noch nicht bekommen :)

BTW, wieso kaufen alle CHF und wieso nicht NOK? Eigentlich ist Norwegen doch ein reicheres Land als die Schweiz, aber NOK-EUR ist relativ stabil in den letzten Jahren..

Beide Währungen sind ja als "sicherer Hafen" deshalb interessant, weil sie an keine der Leitwährungen fix gekoppelt sind und daher nicht mit einer anderen Währung in den Abgrund gezogen werden können, wenn diese aufgrund von Inflation an Wert verliert oder ihr Wechselkurs gegenüber anderen Leitwährungen einbricht.

Die Stabilität von CHF und NOK hängt an der stabilen Wirtschaftslage der ausgebenden Länder und an dem Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage die Währung betreffen. In beiden Punkten ist der CHF im Vorteil. Norwegens wirtschaftliche Gesamtleistung dürfte wegen der starken Abhängigkeit von der Öl- und Gasnachfrage viel anfälliger sein im Falle einer globalen Wirtschaftskrise mit rapidem Nachfrageeinbruch industrieseits. Die Schweiz ist dagegen ein starker Dienstleistungs-, Banken-, Lebensmittel- und Pharmastandort. Alles weniger anfällige Branchen.

Vor allem aber: Der CHF ist ja - auch ohne Goldbindung - in den Augen der Investoren quasi Goldersatz, die Schweiz nicht nur ein Land, sondern fast mehr eine Bank. Und: für viele europäische Anleger liegt es räumlich und sprachlich viel näher, ihr Vermögen in der Schweiz anzulegen und verwalten zu lassen, weil die Schweizer ihre Sprache sprechen, als in Norwegen. Das sind ja gut 200 Millionen Anleger. Zudem sind die Schweizer Banken viel größer und - mutmaßlich - stabiler.

Das alles stützt auch die Währung.
 
Tja ja, diese Entwicklung ist alles andere als schön. Ich persönlich tendiere ganz stark zum Skifahren in der Schweiz, vor allem im Wallis. Um jeden Preis werde ich mir dieses Vergnügen aber nicht gönnen. Viel mehr werde ich die Chance nutzen und endlich einmal einige französische Gebiete erkunden. Die Anreise ist hier zwar etwas weiter, aber das gleicht sich dann ja preislich mehr als aus.
Sollte sich der Kurs in den nächsten 6 Monaten wieder verbessern oder würde von schweizer Betreibergesellschaften, Gastronomie und Hoteliers eingelenkt, um die Besucherzahlen nicht einbrechen zu lassen, so steht auch einem Besuch in der Schweiz nichts im Wege. Eigentlich hätte ich gerne wieder die 4 Vallees besucht.

Interessant finde ich die Situation in den internationalen Gebieten. Während es für Zermatt kein Problem zu sein scheint, seine Skipasspreise nicht an die in Cervinia anzugleichen, so habe ich es letzte Saison in den PdS erlebt, dass der Skipass auf französischer Seite nicht günstiger zu bekommen war, als auf schweizer Seite. Der Kurs stand dzu dieser Zeit etwa bei 1,25. Dieser Unterschied liegt wohl in der geografisch vollkommen unterschiedlichen Anordnung dieser beiden Domänen.

Schöne Grüße
Veit
 
Und in Samnaun kann man an der Kasse mit Euro bezahlen (Ischgl-Preis). 20 CHF weniger für das gleiche Angebot...

Wer zahlt dort noch mit schweizer Franken?
 
Bjoerndetmold schrieb:
Vor allem aber: Der CHF ist ja - auch ohne Goldbindung - in den Augen der Investoren quasi Goldersatz, die Schweiz nicht nur ein Land, sondern fast mehr eine Bank.
Das ist ein wichtiger Punkt im Unterschied zu Norwegen. Die Schweiz hat seit mm. 80 Jahren Strukturen aufgebaut (Banken u. Regierung im Zusammenspiel), internationale Gelder jeglicher Art anhzuziehen. Der Zins ist es nicht ;D

Bjoerndetmold schrieb:
.... Und: für viele europäische Anleger liegt es räumlich und sprachlich viel näher, ihr Vermögen in der Schweiz anzulegen und verwalten zu lassen, weil die Schweizer ihre Sprache sprechen, als in Norwegen. Das sind ja gut 200 Millionen Anleger. Zudem sind die Schweizer Banken viel größer und - mutmaßlich - stabiler.Das alles stützt auch die Währung.
Von wegen stabiler. Ohne das Multimillarden-Hilfspaket der Schweiz wären die beiden größten Banken UBS u. Credit Suisse perdu.
Stichwort "too big to fail"

.... und was die Sprache betrifft. Da ist Züridütsch wohl eine Weltsprache :lach:
Natürlich ist Englisch die Verkehrsspracher der "United Bank of Switzerland" etc.
 
Foto-Irrer schrieb:
Jetzt reparieren die schon ihre Züge bei uns :mrgreen:
Jede Menge SBB-Personenwagons stehen vor einer Wartungshalle in Hamburg (z.B. Radsatzwechsel und keine Ahnung, was die noch dadrin veranstalten). Hier und da mal ne Hercules von der ÖBB ist normal, aber SBB... selten...

Glaube die wurden an die DB verkauft. Habe ich zumindest mal gelesen. Weiss aber nicht wieso... Waren glaub Wagen für den internationalen Zugverkehr.
 
Pilatus schrieb:
Foto-Irrer schrieb:
Jetzt reparieren die schon ihre Züge bei uns :mrgreen:
Jede Menge SBB-Personenwagons stehen vor einer Wartungshalle in Hamburg (z.B. Radsatzwechsel und keine Ahnung, was die noch dadrin veranstalten). Hier und da mal ne Hercules von der ÖBB ist normal, aber SBB... selten...

Glaube die wurden an die DB verkauft. Habe ich zumindest mal gelesen. Weiss aber nicht wieso... Waren glaub Wagen für den internationalen Zugverkehr.

Genau : http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/sbb_ausrangierte_wagen_db_1.9111561.html
 
Abwarten. Die Asiaten kommen nach Luzern, Zürich, St. Moritz, Zermatt, Interlaken und Genf aber nicht auf die Axalp, nach Sarn oder die Belalp. Auch wenn der Asienmarkt anzieht, bekommen "normale" Orte ein Problem. V.A. sind das non-Ski Touristen. Skifahrer kommen entsprechend meiner Erfahrung aber v.A. aus Deutschland, Holland, Belgien, Grossbritannien und Italien.
All diese Länder haben einen starken Verlust der Kaufkraft erlitten.
Von dem her könnten durchaus auch grosse "reine" Wintersportorte Probleme bekommen (Adelboden, Aletschregion etc.)
 
Pilatus schrieb:
Foto-Irrer schrieb:
Jetzt reparieren die schon ihre Züge bei uns :mrgreen:
Jede Menge SBB-Personenwagons stehen vor einer Wartungshalle in Hamburg (z.B. Radsatzwechsel und keine Ahnung, was die noch dadrin veranstalten). Hier und da mal ne Hercules von der ÖBB ist normal, aber SBB... selten...

Glaube die wurden an die DB verkauft. Habe ich zumindest mal gelesen. Weiss aber nicht wieso... Waren glaub Wagen für den internationalen Zugverkehr.

Gerade mal rausgeschaut. Dunkelgrüne Wagen mit silbernen Streifen unten.
 
Es gab mal für St. Moritz einen Anhaltswert, der aussagte, dass im Sommer durchschnittlich 100 SFr, im Winter hingegen 1000 SFr pro Tag und Gast ausgegeben würden (weiß nicht, ob das noch aktuell ist). Vielleicht ist das Verhältnis nicht überall so extrem, aber die allerwenigsten Bahnen dürften sich durch Sommertourismus irgendwie lukrativ betreiben lassen.
Ich sehe es wie Fab: Insgesamt dürften die kommenden Bilanzen düster ausfallen, mE besonders die des kommenden Winters, wenn der Kurs so bleibt. Kommt auch ein wenig drauf an, wann die geänderten Wechselkursverhältnisse im Bewusstsein der Kunden angekommen sind.
Habe gerade wieder mit Leuten gesprochen, die zunächst garnicht so viel nachgedacht haben. Jetzt sind sie in der Schweiz, sehen was am Geldautomaten in Euro in Rechnung gestellt wird, sehen, was das für die Kosten bedeutet und sagen auf einmal, dass es überhaupt keinen Spaß mehr macht, in der Schweiz zu bummeln, mal einen Café zu trinken und etwas einzukaufen, die Seilbahn zu benutzen etc..
Und der Sommerurlaub ist ja bei Weitem nicht so Kostenintensiv wie der Winterurlaub. Wie gesagt, das wird vermutlich düster.
Und viel machen kann man nicht. Man kann zwar knapp kalkulieren, aber viele Kosten laufen eben in SFr. Man kann ja nicht auf einmal die Gastropreise zB beim Essen halbieren. (zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass man das so einfach kann)
Was man aber könnte, wäre zB endlich mal die Cafépreise zu senken. Das würde sicher viele Gäste anlocken. Wenn ich überlege, wie viele Cafés ich in IT oft trinke und dann auch manchmal doch noch etwas dazu bestelle. Bei 4-5 SFr pro Tasse, mache ich das dagegen nur sehr selten. Urlaubsqualität ist eben auch, einfach mal (öfters) ins Café zu gehen und zu genießen, dass man die Zeit dafür hat.
Wäre ich Schweizer Caféhausbetreiber würde ich draußen ein Schild hinstellen: Tasse Café Créme 2 SFr - bei mir als Kunden würde das funktionieren ;)
 
Die Wirte können die Preise gar nicht mehr weiter senken ohne in die Verlustzone zu kommen! Die Angestellten beispielsweise brauchen einen Lohn, von dem sie leben können, und da das Leben (auch ohne starken Franken) in der Schweiz eh schon teuer ist, ergibt das halt auch hohe Personalkosten. Ausserdem wäre da noch der Einkauf: Wie ich schon mehrmals geschildert habe, wird hier der Schweizer Unternehmer ebenso abgezockt wie der kleine Bürger. Der Wirt kann ja kaum seinen Kaffee im Ausland beziehen. Das ist ja Krux am Ganzen, die Schweiz wird teurer ohne dass sie was dagegen machen können!
 
Die Crux ist halt, dass die Importeure die Währungsgewinne der letzten Jahre (60%!) nicht weitergeben.
Der Bundesrat (Regierung der Schweiz) unterstützt die schweizer Konsumenten auch nicht wirklich.
Wenigstens ist die Mehrwertsteuer niedrig.
 
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