Es gab mal für St. Moritz einen Anhaltswert, der aussagte, dass im Sommer durchschnittlich 100 SFr, im Winter hingegen 1000 SFr pro Tag und Gast ausgegeben würden (weiß nicht, ob das noch aktuell ist). Vielleicht ist das Verhältnis nicht überall so extrem, aber die allerwenigsten Bahnen dürften sich durch Sommertourismus irgendwie lukrativ betreiben lassen.
Ich sehe es wie Fab: Insgesamt dürften die kommenden Bilanzen düster ausfallen, mE besonders die des kommenden Winters, wenn der Kurs so bleibt. Kommt auch ein wenig drauf an, wann die geänderten Wechselkursverhältnisse im Bewusstsein der Kunden angekommen sind.
Habe gerade wieder mit Leuten gesprochen, die zunächst garnicht so viel nachgedacht haben. Jetzt sind sie in der Schweiz, sehen was am Geldautomaten in Euro in Rechnung gestellt wird, sehen, was das für die Kosten bedeutet und sagen auf einmal, dass es überhaupt keinen Spaß mehr macht, in der Schweiz zu bummeln, mal einen Café zu trinken und etwas einzukaufen, die Seilbahn zu benutzen etc..
Und der Sommerurlaub ist ja bei Weitem nicht so Kostenintensiv wie der Winterurlaub. Wie gesagt, das wird vermutlich düster.
Und viel machen kann man nicht. Man kann zwar knapp kalkulieren, aber viele Kosten laufen eben in SFr. Man kann ja nicht auf einmal die Gastropreise zB beim Essen halbieren. (zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass man das so einfach kann)
Was man aber könnte, wäre zB endlich mal die Cafépreise zu senken. Das würde sicher viele Gäste anlocken. Wenn ich überlege, wie viele Cafés ich in IT oft trinke und dann auch manchmal doch noch etwas dazu bestelle. Bei 4-5 SFr pro Tasse, mache ich das dagegen nur sehr selten. Urlaubsqualität ist eben auch, einfach mal (öfters) ins Café zu gehen und zu genießen, dass man die Zeit dafür hat.
Wäre ich Schweizer Caféhausbetreiber würde ich draußen ein Schild hinstellen: Tasse Café Créme 2 SFr - bei mir als Kunden würde das funktionieren
