Mein von Petz zitierter Satz war sarkastisch mit dem Blick auf globale Zustände gemeint.
Wir erdreisten uns auf unser Luxusinsel, auf der wir alle leben, Maßhaltung und Verzicht zu predigen.
Ich finde leider die Quelle nicht mehr, aber da wurde in einem kürzlich gelesenen Artikel ernsthaft angeregt, als Ersatz und Ausgleich für eine selber getätigte Fernflugreise an eine Organisation z.B. 250,- Euro zu spenden. Das Geld wird eingesetzt, um auf den Dörfern im tiefen afrikanischen Busch neuartige Solarkocher an die Menschen zu verteilen. Sie kochen dann ihr karges Mal nicht mehr mit Holz, oder Holzkohle, was insgesamt das Klima wieder schont. Die armen Teufel im Busch kochen also nur noch solar und sparen meinen anteiligen CO2-Ausstoß wieder ein, den mein Urlaubsflieger rausgepustet, als er meinen fetten Arsch nach Thailand geflogen hat.
Für weitere 30,-€ (mein zynischer Gedanke, stand da nicht), kann man dann nach der Heimkehr aus dem Urlaub sein Steak selber mit Holzkohle grillen, ist ja leckerer.
Deswegen ist Verzicht als Idee zunächst gut, wird aber global nicht funktionieren. Damit das auch nur den Hauch einer Chance auf Akzeptanz hätte, müssten erstmal alle auf das gleiche Level kommen. Und das kann schwerlich unser Level sein, denn dass würde global eingeführt die Ressourcen von etwa 5 Welten verbrauchen.
Mit anderen Worten, guter Gedanke das mit dem Verzicht, und jede Einsparung zählt, daher ist das immer löblich und ich tue das in meinem Umfeld nach Kräften auch, damit wir uns da nicht falsch verstehen.
Ich fahre im Jahr mehr Fahrrad (in km) als sämtliche meiner zahlreichen Tripps zum Skifahren mit dem Auto (in km) ausmachen. Das leistet einen Beitrag, aber ich mache mir nix vor, einen Klimaengel macht es aus mir nicht.
Global sehe ich das Verzichtmodell daher eher skeptisch. Wird nicht gut ankommen, aber deswegen sollte es der einzelne dennoch versuchen, da alles zählt.