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Die große Klima-Diskussion

Status
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tobi27 schrieb:
Die Mods schlafen wohl... oder sind seit Monaten im Skiurlaub :wink: Mal ehrlich, wo führt diese "Diskussion", die eher mehr in eine streiterei mit Beleidigungen en masse ausgeartet ist noch hin? Vielleicht sollte man mal den Thread schließen bis die ganzen Hitzköpfe hier etwas abgekühlt sind.

Wenn die Moderation funktionieren würde, gäbe es hier kein getrolle, keinen "Streit" (wie du es nennst) und auch keine "Disskussion" über ein Thema das man in dieser Form nicht diskuttieren braucht.
Natürlich kann man abstruse Gedanken und Verschwörungstheorien einfach unkommentiert stehen lassen und auch zulassen das diese noch geteilt werden... Ehrlich?
 
tobi27 hat schon insoweit recht, dass der Ton entgleist ist. Gibt halt Dinge, da kann ich nicht anders.
Aber nach X Runden wird klar, dass das einzige was kommt, der nächste fragwürdige Link ist.
Es bringt also tatsächlich gar nix, weswegen ich das weiter einfach ignorieren werde. Wer den Käse glauben will, dem kann man schlußendlich nicht helfen. Eine Diskussion ist das tatsächlich schon lange nicht, sondern eher eine inzwischen einzigartige Linksammlung extrem fragwürdiger Quellen.
Inwieweit das hier so hingehört, müssen am Ende andere entscheiden. Man kann Pudding nicht an die Wand nageln.
Ob das hier ein EIKE-Sprachrohr werden soll oder nicht, müssen andere entscheiden.
 
Hat denn noch jemand Lust, inhaltlich weiter zu diskutieren? :wink:

Meiner Wahrnehmung nach waren wir da als letztes bei den Kosten für die Energiewende.
Die von einem absoluten Klimaexperten hier kolportierte Zahle von 500-600 Mrd € konnte ich spontan beim googlen nur in einer Studie finden, die von der "Initiative neue soziale Marktwirtschaft" beauftragt wurde.
Da recht deutlich ist, woher intentionsmäßig bei denen der Wind weht, wollte ich gerne eine zweite Meinung und habe eine Studio des Fraunhofer ISE Instituts gefunden.

Hier mal völlig verkürzt und vereinfacht, was davon bei mir bei mir hängen geblieben ist in Stichpunkten:

- Die Kosten für die Energiewende werden wirtschaftlich alles andere als ein Selbstläufer, es kommen schon hohe Investitionskosten etc auf uns zu

- Wenn eine ernsthafte Aussage über "Was kostet uns die Energiewende?" machen will, muss man die Kosten für Schaffung der Energiewende den Kosten für das "Weiter so ohne Energiewende" (Ersatz auslaufender Kraftwerke, Wartung- und Betrieb der jetzigen Infrastruktur etc etc) gegenüberstellen.

- Wenig überraschend ist auch, dass der Fortführung der jetzigen Energiestrategie deutlich günstiger ist als die Energiewende

- Großer Unsicherheitsknackpunkt bei dem Kostenvergleich ist jedoch die Preisentwicklung bei den fossilen Brennstoffen. Durch die Energiewende ergeben sich ja Einsparpotenziale dadurch, dass man mehr und mehr auf fossile Brennstoffe verzichten kann. Je höher die Preise für Brennstoffe steigen (würden), desto geringer fällt der Kostenvorteil bei der "Weiter so"-Strategie aus

- Wenn man das Potenzial für das Einsparen von Brennstoffkosten aus dem Kostenvergleich heraus lässt (also keinen Preisanstieg für fossile Brennstoffe erwartet), wäre die Energiewende je nach round about 1070 Mrd € teurer als die "Weiter so"-Strategie bis 2050

- Steigen die Preise für fossile Brennstoffe bis 2050 jährlich um mehr als 3% ist der Kostenvorteil der "Weiter so"-Strategie aufgehoben.

- Im Worst Case aus Sicht der Befürworter der Energiewende würden geschätzt je nach Klimazielszenario gut 1070 Mrd € Kosten für die Energiewende bis 2050 auf uns zukommen. Das wären jährliche Mehrkosten von knapp 30 Mrd €. Oder anders ausgedrückt ca. 0,8% des Bruttoinlandsprodukts.

Mich persönlich schrecken diese Zahlen jetzt nicht. Klar wird die Energiewende eine große finanzielle Herausforderung, aber nach meinem Dafürhalten sind Größenordnungen wie 0,8% des BIP für solche zentralen Themen stemmbar. Wenn man im Vergleich dazu sieht, dass die NATO zB einfordert, dass auch Deutschland mindestens 2% seines BIP für Verteidigungsausgaben vorhalten soll (aktuell ca. 1,2%) und das zumindest von der Union (speziell der CSU) auch tatsächlich ernsthaft in Betracht gezogen wird, wäre mit persönlich die Größenordnung für die Energiewende die Sache absolut wert.
Als kleines Beispiel: Selbst wenn das ganze steuerfinanziert auf den Bürger abgewälzt werden soll, würde man bspw. durch den Erhalt des Solidaritätszuschlag in seiner jetzigen Form, schon über die Hälfte der Energiewende bezahlen können :wink:

An meiner unprofessionell verkürzten und vereinfachten und natürlich ganz und gar falschen Darstellung der Ergebnisse der Studie können sich die Spezialisten gerne abarbeiten und/oder ganz viele EIKE-Links dagegen halten :mrgreen:

Studie: https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/studien/was-kostet-die-energiewende.html
 
^ ui das wird wieder "sehenswerte" eike links hageln lassen :)
 
Auf der Nutzenseite der Energiewende sollte man auch nicht übersehen, dass in dieser Umstellung auch ein riesiges Potenzial steckt:
Diese 30 Milliarden pro Jahr verschwinden ja nicht (so wie der Großteil der Ausgaben für fossile Treibstoffe) in der Geldtasche irgendeines Despoten, sondern werden im Inland investiert und wirken sich auch positiv auf die Beschäftigung und Steuereinnahmen aus, von der Umwelt ganz zu schweigen....

Und wenn man es richtig angeht, (und dazu hat good old Germany auf jeden Fall die Möglichkeiten) schafft man dabei so viel Technologie und Knowhow, dass sich das mittelfristig auszahlen kann.
Denn man muss sich in Deutschland mittelfristig sowieso eine neues Standbein suchen, um die Umstellung in der Automobilproduktion ohne größere Interferenzen zu schaffen.
Dann wird Deutschland halt vom Auto-Exporteur zum Anbieter komplexer grüner Energiesysteme..

Wenn wir kurz zurückblicken:
Beide Male, als man den Atomausstieg in Deutschland verkündet hat hieß es von den Lobbys:
"Das wird unbezahlbar" oder "Die Versorgung mit Energie kann man ohne Kernkraft nicht sicherstellen......"

Tatsache ist vielmehr, dass man sich mit jedem Tag, an dem man keinen Atomstrom produziert Millionen erspart. Denn die Entsorgung des Atommülles ( wenn man dann irgendwann wirklich davon sprechen kann) wurde nicht den Kraftwerksbetreibern sondern den Staaten aufgebrummt und wenn man bedenkt was das die nächsten 100000 Jahre kosten wird, sind die Kosten für die Energiewende in Relation so hoch wie der Wahrheitsgehalt in den Posts unserer speziellen Freunde.
 
Kurzes (sorry aber für mich aufgrund der hitzigen Diskussionen durchaus nötig erscheinendes da einordnendes Offtopic) denn wenn ich mir so die Prognosen der mittelfristigen Auswirkungen der Digitalisierung vor Augen führe wird die ganze Klimadiskussion aufgrund ihrer im Verhältnis zu den beruflichen Digitalisierungsfolgen (die keinesfalls nur Menschen betreffen wird die in einfachen Anlernjobs arbeiten) zumindest in näherer Zukuft ziemlich drastisch nach hinten gedrängt werden. Denn wer freigesetzt wird interessiert sich primär dafür wie er wieder ein Einkommen lukrieren kann und sicher nicht wie die Welt in 30 Jahren aussieht...
 
Vielleicht werden mittelfristig viele Deichbauer gebraucht?
 
L&S schrieb:
Diese 30 Milliarden pro Jahr verschwinden ja nicht (so wie der Großteil der Ausgaben für fossile Treibstoffe) in der Geldtasche irgendeines Despoten, sondern werden im Inland investiert
Die einen schaufeln für 15 Milliarden Löcher und die anderen schaufeln sie für 15 Milliarden wieder zu. Ist auch Geld, was im Inland investiert wird. Nutzt halt nur niemanden. Ausser den Firmen, bei den die Menschen angestellt sind und die Löcher schaufeln und zubuddeln.
 
Bei mir kommt der Strom kommt aus der Steckdose. :mrgreen: Danke für den Hinweis. Ich hatte nur die Hälfte gelesen und nicht realisiert, dass die 30 Milliarden für den Ausbau alternativer Energiequellen sind.
 
tobi27 schrieb:
Geht raus auf die Piste, erlebt das für was das Forum ursprünglich gegründet wurde
Mach ich. Sogar im Privatskigebiet. ;D Danke EIKE! :happy:
(@panscho: natürlich ein Scherzchen)

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@Jan Tenner und L&S : Antwort in Arbeit !
 
Stefan Rahmstorf vom Potsdamer Institut für Klimaforschung (https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Rahmstorf), jemand der aktiv und im Mittelpunkt der aktuellen wissenschaftlichen Forschung zum Thema steht, und der als einer der meistzitierten Forscher und bekanntesten Köpfe in der aktuellen wissenschaftlichen Forschung gilt und dessen Vita über jeden Zweifel erhaben ist, über die Argumente der sogenannten "Klimaskeptiker":
https://www.zeit.de/video/2018-08/5827246601001/stefan-rahmstorf-womit-haben-klimawandelskeptiker-recht
 
Petz schrieb:
Kurzes (sorry aber für mich aufgrund der hitzigen Diskussionen durchaus nötig erscheinendes da einordnendes Offtopic) denn wenn ich mir so die Prognosen der mittelfristigen Auswirkungen der Digitalisierung vor Augen führe wird die ganze Klimadiskussion aufgrund ihrer im Verhältnis zu den beruflichen Digitalisierungsfolgen (die keinesfalls nur Menschen betreffen wird die in einfachen Anlernjobs arbeiten) zumindest in näherer Zukuft ziemlich drastisch nach hinten gedrängt werden. Denn wer freigesetzt wird interessiert sich primär dafür wie er wieder ein Einkommen lukrieren kann und sicher nicht wie die Welt in 30 Jahren aussieht...
die digitalisierung ist aber sicher nicht die einzige bedrohung für eine intakte, lebenswerte umwelt.
der derzeit eigentlich schon fast auf der ganzen welt spürbare rechtsruck bzw nationalismus und die transformation von demokratien zu autokratien sind leider auch nicht besonders gut für umwelt- und klimaschutz.
aktuelles beispiel, der irre in brasilien.

die steigende weltbevölkerung und das gleichzeitige ansteigen dessen was man landläufig als wohlstand bezeichnet und die dadurch bedingte verknappung der ressourcen, haben wir ja eh auch schon diskutiert.
 
Pancho schrieb:
Stefan Rahmstorf vom Potsdamer Institut für Klimaforschung (https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Rahmstorf), jemand der aktiv und im Mittelpunkt der aktuellen wissenschaftlichen Forschung zum Thema steht, und der als einer der meistzitierten Forscher und bekanntesten Köpfe in der aktuellen wissenschaftlichen Forschung gilt und dessen Vita über jeden Zweifel erhaben ist, über die Argumente der sogenannten "Klimaskeptiker":
https://www.zeit.de/video/2018-08/5827246601001/stefan-rahmstorf-womit-haben-klimawandelskeptiker-recht

imho treffend, kurz zusammengefasst.
 
stavro_ schrieb:
der derzeit eigentlich schon fast auf der ganzen welt spürbare rechtsruck bzw nationalismus und die transformation von demokratien zu autokratien sind leider auch nicht besonders gut für umwelt- und klimaschutz.
aktuelles beispiel, der irre in brasilien.
Ich hoffe mal das das nur eine vorübergehende Phase ist die solange anhält bis ihre Wählerschaft realisiert das deren politische Ideen ihre persönliche Lebenssituation nicht verbessert; einige Arbeitskollegen gerieten übrigens schon "in Bewegung"... :ja: ;D
 
Als ob irgendwann in der Geschichte oder irgendwo auf der Welt überzogener Nationalismus schon mal irgendetwas zum Besseren gewendet hätte.

Beispiele für Katastrophen fallen hingegen sofort ein.
 
Petz schrieb:
stavro_ schrieb:
der derzeit eigentlich schon fast auf der ganzen welt spürbare rechtsruck bzw nationalismus und die transformation von demokratien zu autokratien sind leider auch nicht besonders gut für umwelt- und klimaschutz.
aktuelles beispiel, der irre in brasilien.
Ich hoffe mal das das nur eine vorübergehende Phase ist die solange anhält bis ihre Wählerschaft realisiert das deren politische Ideen ihre persönliche Lebenssituation nicht verbessert; einige Arbeitskollegen gerieten übrigens schon "in Bewegung"... :ja: ;D

Das kann A sehr lange dauern und B könnte die Wählerschaft am Ende die Wahl gar nicht mehr haben. Deshalb teile ich deinen Optimismus diesbezüglich leider nicht ganz.
 
Zumindest wenn man nach Ungarn oder Polen schaut, ist das bereits eine akute Gefahr.
 
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