Jan Tenner schrieb:
Jeder bei dem das alles nicht der Fall ist, den kann ich solchen Diskussionen nicht Ernst nehmen.
Wer hier allen Ernstes ein starkes Bevormundungsproblem der Bürger durch das Glühbirnenverbot konstruiert, den kann ich allerdings generell noch viel weniger Ernst nehmen...
Das war doch nur ein Beispiel. Soll ich mal aufzählen, was es alles an Bevormundung im Namen des Umweltschutzes gibt?
-Glühbirnenverbot wurde bereits genannt
-Reduzierung der Leistung von Staubsaugern
-Plastiktütenverbot, oder Herstellung von Plastiktüten aus Recyclingmaterial
-Verbot von Plastiktrinkhalmen
-Einwegflaschenpfand
-"Wassersparen" bspw. bei Duschköpfen (obwohl Wassersparen in D sogar kontraproduktiv ist, weil die Kanalisation auf bestimmte Durchflussmengen angewiesen ist)
-Diverse Verschrottungsprämien für Autos, was in aller Regel kontraproduktiv ist, weil die Herstellung eines neuen Autos wesentlich umweltschädlicher ist als die Weiterbenutzung eines alten, das noch gut in Schuss ist
-Maximaler Ausstoß von CO2, NOx, Feinstaub usw. durch Autos, u.a. durch AdBlue, welches die Leistung reduziert
-Ökosteuer -> höhere Benzinpreise
-Strompreiserhöhung wegen Atom- und Kohleausstieg
-Genereller Feldzug gegen Plastik, bspw. die Behauptung, die Nutzung von "Coffee to go"-Bechern führe zu Müll im Meer (wenn man man selbst aber den Becher in den Müll wirft ist das eben genau gar kein Argument)
-besonders für Landwirte umfangreiche Begrenzungen bzgl. Pestizideinsatz u.ä.
-bei jedem Bauprojekt gibt es zig Klagen und Einsprüche, für Umgehungsstraßen, Gewerbegebiete, Skilifte, sogar für Wohngebiete (hatten wir in Erlangen vor kurzem)
-Fahrverbote für PKWs, Rückbau von Parkflächen zugunsten "umweltfreundlicher Verkehrsmittel"
-Dämmungsvorschriften beim Wohnungsbau -> höhere Mietpreise (das macht ca. 30% aus)
Unabhängig davon, wie sinnvoll man die einzelnen Maßnahmen vielleicht findet, so ist sicher nicht zurückzuweisen, dass es in vielen Bereichen des täglichen Lebens umfangreiche Bevormundung im Namen des Umweltschutzes gibt.